Releases

Schnelle, harte Musik von 2007 bis morgen. Hier gibt’s Infos für den Buchhalter in euch.

SFR-115Flaschenbechertba
ill! – Fastcore aus der ersten Welt
SFR-114ill!Fastcore aus der ersten Welt

06.11.2026

Pressungen
  • 350x transparent lachs
  • 350x clear
Reviews (1)

RamTatTa · aaaaaprvdgrwwelt (Nutzername laut Seite) · 20.10.2026 · Quelle

Review lesen

Neun Minuten zweiundfünfzig. Zwölf Songs. Wer bei einer LP erst mal ein ausgedehntes Intro erwartet, ist bei ill! falsch. Die Münsteraner machen das schon länger so: Auf Lippenbekenntnisse folgte 2017 Wenn alles endlich wertlos ist, später kamen Splits und Fliesentisch. Die neue Platte erscheint im November 2026.

Fastcore aus der ersten Welt ist eine kleine Verbeugung vor den Japanischen Kampfhörspielen. Dazu passt, dass hier nicht lange um den heißen Brei herumgespielt wird: Geldschein rein, Haus Um Vier hinterher, und ehe man sich versieht, ist man schon bei Kühlschrank und Preisanstieg. Die drei älteren Stücke Jeden Tag, Fliesentisch und Selber Schuld haben ill! für das Album neu aufgenommen.

Die Musik ist schnell, aber nicht kopflos. Gitarre und Schlagzeug schieben ordentlich, und die Ride-Glocke blitzt immer wieder durch. Das klingt nach Fastcore und Powerviolence, hat aber genug Groove, damit man nicht bloß auf die Uhr schaut. Aufgenommen und gemischt hat die Band in Eigenregie; das Mastering kam anschließend aus dem Raketenstudio. Man hört, dass hier niemand versucht hat, den kurzen Stücken künstlich mehr Gewicht anzuschrauben.

Bei den Titeln muss ich grinsen: Geldschein rein, Kühlschrank, Fliesentisch – das ist herrlich gewöhnlicher Kram. Zusammen mit Planet Abfall und Hirn Verbrauchen ergibt sich ein ziemlich schräger Blick auf das Leben in der ersten Welt: alles da, trotzdem genug Anlass, sich aufzuregen. Die Platte macht daraus keine große Ansprache. Sie haut ihre Gedanken raus und ist schon beim nächsten Song.

Natürlich verschwimmen bei zwölf Liedern in unter zehn Minuten einzelne Stücke ein bisschen. Ich könnte nach dem Durchlauf nicht jeden Song nachsummen. Aber darum geht es hier auch nicht unbedingt. Fastcore aus der ersten Welt funktioniert am besten am Stück: kurz, laut, mit Humor und ohne überflüssigen Zierrat. Danach ist man wieder im Alltag. Der Kühlschrank ist noch voll, die Rechnung trotzdem zu hoch.

Briefbombe – Deutsche Pest
SFR-113BriefbombeDeutsche Pest

09.01.2026

Pressungen
  • 500x UPS brown
  • 500x black (2nd pressing)
Reviews (5)

Maximum Rocknroll · MRR #513 (Februar 2026) · Sir Bobos · 02/2026 · Quelle

Review lesen

The BLACK FLAG font on the cover had me dreading the first listen. I get a homage, but I see it used so often that it feels overplayed and unoriginal. It just feels kind of cheap, ya know? Are we so starved for fresh ideas that we must reuse and rehash the past? As much as I loathe the cover art, the music fuckin’ rips. It’s as angry, fast, and as pissed-off as the stuff our forebears were releasing 40-plus years ago, but it’s a different animal entirely. BRIEFBOMBE brings the riffs, and they do it with a fury. The songs are quick and meaty, packed with tight riffs and over-the-top drum fills. The vocals are intense and sung entirely in what I presume to be German. I can’t understand a word they are screaming, but the intensity in which it is delivered leaves no question that they mean every word. Cool stuff.

Ox-Fanzine · Ausgabe #184 Februar/März 2026 · Fabi Schulenkorf · Quelle

Review lesen

Ist das schon Grindcore oder noch Powerviolence? Egal, wie das hier gelabelt wird: Auf „Deutsche Pest“ wird schneller abgeliefert als vom ausgebeuteten Paketfahrer auf Koks am Samstagabend kurz vor Feierabend. Das verspricht schon die Pickzahl von zehn Tracks in nicht mal neun Minuten (darunter ein Spoken-Word-Country-Track). Das Logistikzentrum Spastic Fantastic/RilRec drückt den passenden Poststempel drauf und die Tracks von BRIEFBOMBE klingen wie die 1. Mai-Ansprache der Gewerkschaft für DHL und UPS, GLS und deren Subunternehmer:innen und halten auch den Konsumierenden den Spiegel vor, die sich jeden Scheiß schicken lassen. Same-Day-Delivery, versteht sich. Dieser Einsatz für die ausliefernde Zunft gipfelt in purem Aktionismus: Während sich deutschlandweit Paketbot:innen durch den Schnee buddeln, um unsere Weihnachts-Retouren abzuliefern, haben BRIEFBOMBE ihre Release-Show wegen Schnee abgesagt. Bestimmt aus Solidarität.

Bierschinken · Peter · 21.01.2026 · Quelle

Review lesen

Breaking News: Dänemark stellt die Briefzustellung ein! Währenddessen werden im unterdurchschnittlich digitalisierten Deutschland weiter munter Briefmarken geleckt und geklebt und dazu wird sogar noch das Porto erhöht. Gut, dass es mittlerweile eine Band gibt, die sich explizit den desaströsen Zuständen aus der Welt der Paket- und Postlieferant:innen widmet.

Nach kurzfristiger Avisierung und ohne Nachnahme-Gebühr wird nun via Spastic Fantastic und RilRec mit "Deutsche Pest" der dritte Output der Hamburger:innen in die Haushalte geschickt. Wieder im Paket oder hier zutreffender, im Päckchen (S) enthalten: Powerviolence, Fastcore und Hardcore-Punk. Angereichert mit klug gewählten Einspielern als Füllmaterial, bleibt man trotzdem unter zehn Minuten Spielzeit. Somit sind die vier Nordlichter schneller als ein Einschreiben. Da stellt sich zurecht die Frage: "Ist das noch Postpunk oder ist das schon Deliverycore?". Zerbrechlicher Inhalt? Fehlanzeige! Stattdessen ist der Inhalt bestens geeignet, um zu seinen Klängen Dinge zu zerbrechen! Diesmal detoniert man nicht nur in den Händen von Adeligen, die von sich selbst behaupten, die Erfinder des Postwesens zu sein (Thurn und Taxis), sondern stellt sich unter anderem auch gegen neoliberale und kapitalistische Auswüchse wie Privatisierung (Kritisches Lied über Privatisierung), Ausbeutung (Subunternehmer Homesick Blues) und Konsumwahn (Weihnachtszeit Überstunden Fuck You). Ganz nebenbei finden noch Kuriositäten aus der Welt der Post und Paketzustellung eine Erwähnung (Jugendlicher in Packstation eingesperrt) und auch lang zurückliegende Skandale werden nicht vergessen (Die Kotze-Affäre). Ganz unten im Päckchen versteckt sich dann mit "Ein Überfall auf eine Postkutsche im Jahr 1787" eine kleine Überraschung, bei der man die gewohnte Lieferroute kurz verlässt.

Die Platte kommt übrigens nicht in DHL-Gelb und auch nicht in Hermes-Blau, sondern in UPS-Braun.

Obwohl ich eigentlich der falsche Adressat für eine solche Zustellung bin, da mir die Geschwindigkeit, in der hier gespielt wird, nur bedingt zusagt und solche Sendungen daher oft beim Nachbarn landen, nehme ich den Inhalt dieses Päckchen gern entgegen. In diesem Fall zeigt sich der Empfänger nämlich ausgesprochen empfänglich. Eine Retoure ist vollkommen ausgeschlossen, da keine Mängel auszumachen sind. Ganz im Gegenteil, hier wurde nicht nur aus- sondern auch abgeliefert! Der Empfang der Sendung wurde hiermit gegengezeichnet, eine Abstellgenehmigung ist erteilt, und nachdem es die Sortierstation durchlaufen hat, wird es alsbald dem Sammelbehälter zugeführt.

Away From Life · 23.12.2025 · Quelle

Review lesen

Briefbombe – Deutsche Pest (7″ – Spastic Fantastic Records / RilRec – 2026)
Wenn auf einer 7″ zehn Songs sind, dann ist das schon ein gutes Zeichen. Es wird, in der Regel, schnell und laut. So auch hier! Briefbombe aus Hamburg liefern einen Mix aus Punk und Powerviolence, und das Express!

Die Texte sind alle zum Thema Kurierdienst und bringen einen zum lachen. Jugendlicher in Packstation eingesperrt oder Subunternehmer Homesick Blues als Titel bringen einen schon mindestens zum schmunzeln. Natürlich sind die Texte nicht nur lustig, sondern auch durchaus kritisch!

Musikalisch gibt es auch einen kleinen Abstecher in den Country. Ein Überfall auf eine Postkutsche im Jahr 1787 ist ein reiner Countrysong. Erinnert mich an die Version von Opelgang auf der Kreuzzug ins Glück.

Coole Single! Macht richtig gute Laune!

Krachfink · 08.01.2026 · Quelle

Review lesen

Statt die üblichen Themen von Punkrock-Deutschland nochmals durchzukauen und wiederzukäuen, richten BRIEFBOMBE ein Schlaglicht auf die „Deutsche Pest“. Dabei hangeln sie sich äußerst einfallsreich an der Historie der Brief- und Postzustellung entlang. Vom Verheizen derjenigen, die zustellen müssen, über das Vorgaukeln von Freiheit der Subunternehmer bis hin zur Gier derjenigen, die sich andauernd etwas bestellen („Weihnachtszeit Überstunden Fuck You“) – und wenn es nur zum Gucken ist. Morgen aber wieder schön fürs Klima und gegen den Kapitalismus skandieren, ok?

Das Schlaglicht ist eher ein Flackern: Mit einer Spieldauer von 8:42 lässt sich nicht groß ausschweifen, man ist allerdings verdammt nah dran an der Wartezeit in einer üblichen Postfiliale. Powerviolence mit Poststempel sozusagen.

Powerviolence mit Samples und Substanz

Es ist bemerkenswert, wie viel BRIEFBOMBE in dieser kurzen Zeit mit „Deutsche Pest“ vermitteln können. Powerviolence mit extremer Geschwindigkeit und scharfkantigen Riffwechseln hat zwar viel Bums, aber eigentlich wenig Variationsmöglichkeiten. Dank Samples und Einfallsreichtum kann man die Snacks, die Lieder sein sollen, gut auseinanderhalten und findet in jedem ein Highlight.

Die Themen sind nicht an den Haaren herbeigezogen: Der Song über die Postbotin Die Christel von der Post aus der Operette Der Vogelhändler sollte bekannt sein. Und auch „Jugendlicher in Packstation eingesperrt“ klingt kurios, ist aber wahr. BRIEFBOMBE stehlen sich mit „Deutsche Pest“ gerade so viel Zeit, wie nötig ist, um sich gut zu unterhalten und mal darüber nachzudenken, inwieweit man schlechte Systeme begünstigt. Das dritte Album der Band klingt bisschen, wirkt auf den ersten Blick zu straff, ist dann aber smarter als gedacht und absolut effektiv. Näher an der Realität, als jede Moralpredigt.

Wir Sind Fliegen – Ritalin & Brause
SFR-112Wir Sind FliegenRitalin & Brause

27.02.2026

Pressungen
  • 100x Tape im Pappschuber, Allover-Print
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #186 Juni/Juli 2026 · Kalle Stille · Quelle

Review lesen

Okay, da sorgte die Erwartungshaltung nach dem letzten Release auch für eine Art „Auflegeerlebnis“. Krasser Stilwechsel, der zuerst eine Lücke zwischen dem freigewordenen Platz neben EGOTRONIC und ANTILOPEN GANG irgendwie schließt. Elektropunk, HipHop, Kapuzenpullihood, und dann hauen sie mit „Toxic“ mal kurz einen lupenreinen Hardcore-Punk-Smasher raus, bevor es wieder elektronisch wird. Konsequente Bandbreitenerweiterung quer durch zig Genres, aber warum auch nicht? Schöne Aufmachung mit Overall-Print-Tape. Wenn jetzt noch ein Download-Code dabei wäre, müsste ich das nicht selber digitalisieren.

Away From Life · 20.02.2026 · Quelle

Review lesen

Von „Der Hype“ zu Crossover-Chaos
Da ich das erste Album Der Hype von Wir Sind Fliegen wirklich gefeiert habe, war ich auf das zweite Release Ritalin & Brause der Saarländer mega gespannt. War Der Hype noch klar Electropunk, trifft das hier nicht mehr so ganz zu. Klar, Electrobeats wie bei Eat The Rich à la Egotronic gibt’s noch, aber oft klingt das Album eher wie Crossover – nicht cheesy 90er, eher so Richtung Swiss & Die Andern oder Bluthund. Höllenflug ist dafür ein perfektes Beispiel.

Features: Gold und Chaos
Wer Basstard ist, hab ich zwar keine Ahnung, aber das Feature ist cool.

Von Features gibt es auf dem Album noch einige mehr. Zum Beispiel mit der mir ebenfalls unbekannten Alice XLS. Okay, ich muss da echt zugeben, dass der Song mit der Dame mir grad null gefällt und mir eher massiv auf die Nerven geht.

Dafür gibt es aber dann diesen wunderbaren Song Der Mann Mit Dem Blauen Auge, der ein Feature von Jörkk Mechenbier (Love A, Schreng Schreng & LaLa) beinhaltet. Jörkk geht bei mir eh immer. Letztendlich macht das Feature auch mehr als Sinn. Measy und Jörkk kennen sich ewig, haben früher zusammen bei Tante Guerilla gearbeitet, und sind wohl beide auch auf ihre Art und Weise für einige Platten, Fanzines oder ähnlichen Mist, der sich bei mir über die Jahre angehäuft hat, mitverantwortlich. Danke dafür!

Wir Sind Fliegen- Logo (2026)
Apropos Measy: Ich finde seine Stimme hier auf dem Album echt gut und passend. Er ist halt einfach am besten, wenn er einfach nur schreit und gar nicht versucht, melodisch zu singen. Wie es zum Beispiel bei Toxic der Fall ist, einem Song, der wohl eh der punkigste und schnellste auf dem Album ist und Anleihen an alten Hardcore-Punk hat.

Die Stimmen von Shorty und Measy stehen eh im krassen Widerspruch, wie Ritalin und Brause halt.

Das Album endet mit zwei richtig geilen Bangern, wobei Wir sind Fliegen es beim letzten Song vielleicht am besten erklären: Cringe und Kunz. Was der geneigte Hörer sich herausnimmt, bleibt jedem selbst überlassen.

Scheiße zieht Fliegen an
Da, wo viel Scheiße ist, sind viele Fliegen. Und der tägliche Scheiß, den man hört, sieht und liest, zieht die Fliegen an.

Jedenfalls zeigt die Band in ihren Lyrics eine klare Haltung. 161 hat echt das Zeug, eine neue Antifa-Hymne zu werden. Und zeigt das auf, was ich schon seit langem genauso sehe: Genderdiskussion, T-Shirt-Diskussion, die Linke hängt sich an unnötigem Klimbim auf, während rechts die Häuser brennen.

Dann gibt es aber auch Songs wie White Monster, der vielleicht einfach eine Ode auf Energiedrinks ist, oder die konsequente Weiterführung des Koffeinsong. Zumindest (nehm ich mal an, als Energydrinkverweigerer) gibt der Song einem genauso einen Kick wie das Gesöff.

Alles in allem ist Ritalin und Brause ein sehr spannendes Album geworden, auf dem es einiges zu entdecken gibt. Nicht mehr so electrolastig wie das Erstlingswerk, dafür aber auch nicht mehr so spärlich. Eine richtig gute Weiterentwicklung des Duos. Alles in allem ein Album, das richtig Spaß macht beim Hören.

Wir Sind Fliegen (2026)
Ob die beiden sich nicht ganz sicher sind, ob das Album Anklang findet, oder ob sie denken, dass heute lieber gestreamt wird, als dass man sich ein Album kauft, weiß ich nicht. Aber das Album kommt nur in einer limitierten 50er-Tape-Auflage bei Spastic Fantastic. Das Tape ist aber einfach nur mehr als schön gestaltet, und dürfte vielleicht ein gefragtes Sammlerstück werden.

Tracklist

Ritalin & Brause
Kerosin
Eat The Rich…And Tax Them…
Höllenflug (Feat. Basstard)
Toxic
ChatGPT (Feat. Alice XL)
161
Interlude
Der Mann Mit Dem Blauen Auge (feat. Jörkk Mechenbier)
Ich Hasse Alle Menschen
L’eau Du Desespoire
White Monster
Cringe & Kunz

Krachfink · 10.02.2026 · Quelle

Review lesen

Das Elektro-Punk-Duo WIR SIND FLIEGEN melden sich mit ihrem Album „Ritalin & Brause“ zurück und überzeugt mit einem deutlich geschärften Profil. Frisch ins Potpourri aufgenommen wurden Metal und Hip Hop, und beides rückt die FLIEGEN näher an EGOTRONIC, DEICHKIND und SUCH A SURGE. Mit dem Sound deren Hochzeiten scheinen sich die beiden ebenfalls wohl zu fühlen. Artwork und Atmosphäre sind leicht nostalgisch an den frühen Zweitausendern orientiert, am besten klingen die Songs aber, wenn sich echter, zeitloser Frust reinschmuggelt.

Wundertüte aus Beats, Wut und Stilbruch

„Ritalin & Brause“ von WIR SIND FLIEGEN startet mit einem etwas schwerfällig Rap auf etwas dünnen Crossover. Track für Track arbeiten sich die beiden aber, bewaffnet mit Vielfältigkeit und einem meinungsstarken roten Faden, immer weiter nach oben. Es benötigt mindestens einen Durchlauf, um zu verstehen, dass man auch mit fluffigen Elektrobeats statt heftigem Bassbomben und mit einprägsamen Gitarren statt geschmetterten Oktaven Spaß haben kann.

„Eat the rich (and tax them too)“, „White Monster“ und „161“ sind eindeutige Signale für die Haltung von WIR SIND FLIEGEN, aber eben auch zeitlose Statements. „Ritalin & Brause“ wirkt schon wie ein fein kuratierter Sampler, auf dem grundsätzlich alles möglich ist, solange die Haltung stimmt.

Musikalischer Wechselbalg

Wie bereits angedeutet, ist „Ritalin & Brause“ von WIR SIND FLIEGEN ein charmanter musikalischer Wechselbalg. Ausgehend von der Grundbasis hakt sich die düstere Attitüde des Rappers BASSTARD perfekt ein, drehen die Szene unerwartet in Richtung breitbeinigen Goth-Rock mit Meinung. Es geht um die Botschaft, die ihre Wirkung genau im bestmöglichen Setting entfalten soll. Dementsprechend pogt sich „Toxic“ klassisch mit wütend gezückter Bierdose durch den Club, und steht trotzdem nicht im Widerspruch zum darauf folgenden NDW-Zucker „ChatGPT feat. Alice“ mit Gitarrensolo. Dass der Gesang bewusst emotional überzogen wurde, um als bestmöglicher Konter zum kühlen Klugscheißer-Algorithmus zu parieren.

Macht irgendwie nervös

Die Zielgruppe von WIR SIND FLIEGEN ist klar positioniert: politisch bewusst, kompromisslos gegen Faschismus. Songs wie „Ich hasse alle Menschen“ verbinden Haltung mit einer erstaunlichen stilistischen Bandbreite. Ob die Mischung aus Vielseitigkeit und deutlicher Botschaft bei allen Hörerinnen und Hörern Begeisterung auslöst, bleibt offen, sie zeigt aber eindeutig die künstlerische Freiheit der Band.

Irgendwie macht einen „Ritalin & Brause“ aber auch nervös und man möchte die Genres gerne bündeln und voneinander trennen. Cola und Mentos entspannt aber auch nicht, von daher ist das vielleicht sogar grundangelegt.

Abriss – Kill Your Idyll LP
SFR-111AbrissKill Your Idyll

16.01.2026 · LP

Pressungen
  • 100x translucent yellow (Special Edition, Siebdruck-B-Seite)
  • 100x black, single-sided (regular)
Reviews (5)

Maximum Rocknroll · MRR #514 (März 2026) · Robert Collins · 03/2026 · Quelle

Review lesen

The first word that comes to mind here is “tough,” and Germany’s ABRISS does absolutely nothing to make me think otherwise. Short, honest, and brutal hardcore manifestations that remind me of touring Germany more than two decades ago, when the fastcore explosion was giving way (albeit stubbornly) to heavier and more Scandi-influenced sounds…but they were still playing fast as fukk, and they still knew how important a good breakdown was. Fifteen tracks on this one-sided slab, most barely kiss the one-minute mark, and you don’t even have to flip it over to do it all over. Think STACK and TEAR IT UP collaborating and you’ll be in the ballpark. Me? I think I’ll listen again.

Ox-Fanzine · Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 · Fabi Schulenkorf · Quelle

Review lesen

Mit 15 Songs in einer Viertelstunde gibt es gewohnt kompromisslos auf die Zwölf. HAMMERHEAD würden sich die Finger danach lecken, VORKRIEGSJUGEND hätten es nicht besser machen können und NEGATIVE APPROACH würden vor Neid erblassen. Dass alle Markus Söder hassen, ist in Pit und Plenum keine Diskussion wert. Ansonsten wird kaum ein Klischee bedient, kaum eine Plattitüde unnötig bemüht. Wozu auch? ABRISS beweisen mit „Killy Your Idyll“, dass Deutschpunk und Hardcore sich nicht widersprechen müssen und auch 2026 noch eine Relevanz haben. Genauso schlicht wie im Sound bleibt’s auch beim Look der Platte: der rote Faden zieht sich schwarzweiß durch und dank Spastic Fantastics Liebe zum Bunten gibt’s das Album auch auf gelbem Vinyl.

Bierschinken · Peter · 21.01.2026 · Quelle

Review lesen

Das Jahr beginnt mit furiosem Krach! Nicht weil sich beim Jahreswechsel irgendein Otto mit Polen-Böllern die Gliedmaße absprengt, sondern weil ABRISS, die Hardcore-Punk-Formation aus Dortmund und Münster, ihr neues Album "Kill Your Idyll" auf euch loslässt, so wie ein Schrottplatzbesitzer es mit seinem Kettenhund macht, wenn er ungebetene Gäste auf seinem Grund und Boden entdeckt.

Beginnend mit dem Layout schließt sich hier der Kreis, der mit dem Debüt eröffnet und mit Nummer 2 fortgeführt wurde. In schlichtem Grau/Schwarz gehalten, lässt sich deutlich der rote Faden erkennen, der sich von Beginn an durch ihr Œuvre zieht. Selbstverständlich ist das auch beim Klang so: Wie gehabt prügelt einem der Vierer seinen mit Deutschpunk angereicherten Hardcore-Punk ins faltige Gesicht. Fehlende Zähne werden dabei billigend in Kauf genommen, sodass hier der Tatbestand der Vorsätzlichkeit vollends erfüllt ist. Für die Hörer:innen gilt die Devise: Vorwärts, immer weiter vorwärts und das bitte mit höchster Konzentration! Denn wer hier nicht richtig bei der Sache ist, der steht ruckzuck mit gewaschenem Kopf da und versucht noch Minuten später, wie getroffen von Überschallmunition, zu begreifen, wer oder was einen hier grad erwischt hat. Dabei verzichtet man dankenswerterweise auf Parolengedresche sowie auf Anbiederungsversuche bei all denen, die sich gern betrunken in den Armen liegen und laut und bierselig mitgrölen. Sowas Profanes sollen andere produzieren, hier wird noch mit Stil gehasst. Stattdessen begibt man sich in den Texten auf Deutschlandreise, um höchst effizient, diffamierende und schmähende Kopfnüsse auf all die herunterhageln zu lassen, die es sich redlich verdient haben. Man startet in Unna nach einem kräftigen Schluck in Müser's Kabinett, macht sich auf zur Nazitante vom Bodensee, der ebenfalls südlich verortete Unsympath Nr. 1, Markus Söder, darf sich einreihen, bevor dann Herr Schwers, hauptsächlich tätig im nordrheinwestfälischen Hünxe, besucht wird. Niemand geht leer aus, jeder kommt dran und alle, die wollen, bekommen ganz großzügig noch einen kleinen Nachschlag. Bissig, böse und wie immer treffsicher auf den Punkt, braucht die Band dafür nur wenige Zeilen, die man, wenn man mal wieder dem undiagnostizierten ADHS zu viel Raum gelassen hat, im beiliegenden Textblatt nachlesen und anschließend einstudieren kann. Eckpfeiler sind, neben fundierter Szenekritik, die allseits beliebte Lohnarbeit und blaubraune Auswüchse. Das scheppert, knallt und ballert alles so schön, wie es im Grunde eigentlich auch nur in der Welt von Spastic Fantastic Records möglich ist, wo diese Platte natürlich auch wieder erscheint.

Es sei noch erwähnt, dass man hier die Möglichkeit erhält, sich eine in Vinyl materialisierte Schönheit ins Haus zu holen! Denn wer beim Anblick des mit gesiebdruckten Skelett-Vögeln versehenen, einseitig bespielten gelben Vinyls der Special-Edition, kein Tröpfchen in der Hose hat, dem oder der sind wohl schon lange alle Kanäle verkalkt!

Away From Life · 29.12.2025 · Quelle

Review lesen

Abriss – Kill Your Idyll (LP – Spastic Fantastic Records – 2026)
Abriss haben nen Sack schlechter Laune mitgebracht!

Schlechte Laune in guten Texten und kleinen Portionen Radau verpackt ist auch das beste Rezept für innere Ruhe!

Die Texte bringen mich regelmäßig zum lachen, Schon die Titel sind sehr treffend. Beispiele wären Die Nazitante vom Bodensee, Alle hassen Markus Söder und Arbeit ist die wärmste Jacke. Die Inhalte sind treffend wie die Titel.

Musikalisch hat das ganze was von Hammerhead.

Die LP ist einseitig bespielt und läuft auf 33rpm. Das ist auch ausreichend bei 15 Liedern.

Verpackt ist das ganze in schwarzem inside-out Cover und kommt mit Textblatt daher.

Wieder mal ein Qualitätsprodukt aus dem Hause Spastic Fantastic Records!

Krachfink · 06.01.2026 · Quelle

Review lesen

Es muss und wird immer rumpelige Punkbands wie ABRISS und kompromisslos gemeterte Platten wie „Kill Your Idyll“ geben. Ohne das Punkrockgericht einberufen zu müssen, ist klar, dass genau solche rasende Rumpelei das Genre überhaupt noch am Leben hält. Diese wie Pilze aus dem Boden sprießenden, systemtreuen Agendabhakerbands tun es mit Sicherheit nicht.

Es ist deutlich nachvollziehbar, dass ABRISS nicht aus Ermangelung handwerklicher Fähigkeiten ihre Riffs so garstig hacken oder Hektik als Stilmittel zur Vertuschung benutzen. Die Band weiß ganz genau, was sie auf ihrer mittlerweile dritten Platte tut, und schleudert ihre explosiven Kompositionen mit purer Absicht genau so ungeschliffen und mit kurzer Lunte in die Menge („Texte im Punk“).

Eskalation ohne Sicherheitsnetz

„Kill Your Idyll“ von ABRISS ordnet sich laut Label als Hardcorepunk ein, klingt aber eher, als sei Thrash- oder Speed Metal huckepack genommen worden. Einmal quer durch Deutschland gezetert, erzählt uns das Quartett musikalisch und inhaltlich seine Sicht der Dinge. Dabei treten ABRISS auch gerne mal ihre vermeintlich eigene Szene, lassen den Feenzauber weg und bedienen sich einer klaren und unmissverständlichen Sprache („Friedrich Schwers“). Eine Buchung auf dem Ruhrpott Rodeo könnte in Zukunft schwierig werden. ABRISS wirken aber kaum wie eine Band, deren Ziel es ist, in die bekannten Line-ups gebucht zu werden. Das ist pure Eskalation, ohne Pardon.

Harmonisches Gebrüll mitohne Substanz

„Kill Your Idyll“ von ABRISS wirkt auf den ersten Blick wie eine spaßig gemeinte Überspitzung und ein Austesten der Grenzen im Sinne von KOTZREIZ oder ERSATZKOPF. Schaut man sich die mitgelieferten Texte genauer an, wird klar, dass ABRISS das bierernst meinen. Kommentare zum Aufrüsten, zu konservativen Werten, zu Blablupp im Internet, zu Fatalismus, Kapitalismus im Punk und zum Abstumpfen im Alltag – genau so sollte man das unter der Fahne des Punks formulieren. Weniger Kleinklein, mehr selbst denken lassen.

SOLD OUTMandy – Die Herrin ist mein Hirte
SFR-110MandyDie Herrin ist mein Hirte

16.05.2025

Pressungen
  • 30x transparent, Lathe Cut, nummeriert
Reviews (1)

Maximum Rocknroll · MRR #514 (März 2026) · Matt Casteel · 03/2026 · Quelle

Review lesen

Germany’s MANDY belts out twelve tracks of no-frills powerviolence in around ten minutes. Throat-shredding vocals, tempo changes aplenty, blastbeats…they’re ticking all the right boxes. The down-tempo parts stand out for not being overtly metallic or floorpunch-y, and the production is exceptionally balanced with just the right amount of grain. The between-song feedback and samples add enough flesh to the skeleton for it to clock as a full-length LP, though I wonder if it would actually feel more complete as a 7” EP. That’s really splitting hairs, but I suppose that’s what I’m here to do. All told, a solid release with heft and force that leaves me searching for something corpuscular that would push it into brilliance.

Jodie Faster – Saint Lundi
SFR-109Jodie FasterSaint Lundi

28.03.2025 · LP

Pressungen
  • 200x clear blue (SFR-Edition, mit der Band geteilt)
Reviews (3)

Maximum Rocknroll · MRR #510 (November 2025) · Sir Bobos · 11/2025 · Quelle

Nineteen songs of feverish hardcore punk from France. No distortion, no breakdowns, no songs over 1:45, and no time to slow down! Super-political, super-fast, and the origin of Saint Lundi has me wanting to quit my job and go slam a pint! JODIE FASTER has been dishing out “short songs played fast” for a decade, and it truly shows on Saint Lundi . My favorite moment on the record is when vocalist screams “fuck that!” during a split-second pause in “S.O.R.G.A.” This shit rules.

Bierschinken · Peter · 05.05.2025 · Quelle

Review lesen

Gleich acht Labels teilen sich die Veröffentlichung des zweiten Albums der französischen Hardcorepunk-Band aus Lille. Mich haben sie vor einiger Zeit auf dem Spastic Fantastic Festival in Dortmund mit ihrem wahnsinnig schnellen Punk komplett überrollt. Ähnlichkeiten mit alten Ami-Hardcore-Recken wie JFA (Jodie Fosters Army), an deren Name auch ihr eigener angelegt sein könnte, sind sicher nicht zufällig. Eben jenem Label, das für den Abend im Dortmunder FZW verantwortlich war, habe ich nun auch diese mir physisch vorliegende Kopie von "Saint Lundi" zu verdanken. Der Titel des Albums bezieht sich dabei auf eine Tradition der europäischen Working-Class, die sich immer mal wieder ohne Vorwarnung montags frei nahm, um sich in den Tavernen zu treffen und dort die Selbstorganisation voranzutreiben und politische Themen zu diskutieren. Leider starb diese Tradition im 19. Jahrhundert mit der aufkommenden Massenproduktion aus. So politisch wie der Titel ist dann auch der Rest der Platte, in jedem einzelnen der Stücke wird mit Kritik am Bestehenden nicht gespart.

Mit einer Stückzahl von 300 Platten in klarem blauen Vinyl macht sich das Label aus Dortmund und Unna nun daran, die 19 Songs hier unter die Leute zu bringen. Dabei wächst weiter zusammen was zusammen gehört, denn ich könnte mir kaum ein anderes Label vorstellen, auf denen die Veröffentlichung der Franzosen passender wäre. Immerhin sind sie hier mit ihrem hyperschnellen Hardcore-Punk, gespielt auf cleanen Gitarren und ohne wirklich viele Breaks, in bester Gesellschaft. Beim Hören der neuen LP fallen mir als Referenzen immer wieder DEAN DIRG und die ebenfalls aus Frankreich stammenden YOUTH AVOIDERS ein, die es beide schaffen, mich schwindelig zu spielen. Denn in manchmal weniger als einer Minute, aber fast immer sicher unter der Zwei-Minuten-Marke jagt die Band durch die neunzehn Tracks und liefert dabei kleine, aber präzise ins Fleisch schneidende Hardcore-Hits ab. Euch daraus jetzt Anspieltipps zu präsentieren, fällt mir jedoch fast ein wenig schwer, da das Album immer wieder wie in einem großen Schluck runtergeht, bevor ich es geschafft habe auf die Tracklist zu schauen, um zu evaluieren, wo wir uns gerade befinden. Die Songs sind zudem alle auch sehr homogen, manchmal werden sie lediglich noch schneller als sowieso schon.

Wer dem Fast-Core im Speziellen oder dem Hardcorepunk allgemein seine Seele verpfändet hat, sollte hier dringend ein Ohr riskieren, denn "Saint Lundi" ist schon ein besonderes Schätzchen dieses Genres!

Away From Life · 15.04.2025 · Quelle

Review lesen

Jodie Faster – Saint Lundi (LP – Spastic Fantastic Records, TNS Records, No Time Records,… – 2025)
Die französischen Jodie Faster sind gefühlt ganzjährig auf Tour und das weltweit.

Nun veröffentlicht das Quartett sein zweites Album. Saint Lundi (heiliger Montag) umfasst zwar 19 Songs, ist jedoch trotzdem sehr kurz. Die Band spielt einfach unglaublich schnell!

Musikalische Hightlights sind hier schwer zu benennen, da die Songs teilweise fliesend in einander übergehen. Hier geht es mehr um ein Gefühl als um Momente!

Die Band spielt hier feinsten Hardcore-Punk wie er eins auf den Thrasher Skate Rock Tapes zu hören war. Wer Bands wie J.F.A. (hier liegt die Parallele ja schon im Namen), Uniform Choice, The Faction oder Spermbirds mag wird auch Jodie Faster lieben.

Das Album kommt auf insgesamt acht Labels heraus. Es gibt eine blaue Version, bei Spastic Fantastic gibt es jedoch auch eine auf 300 limitierte blau-transparente Pressung.

Die LP kommt mit Textblatt in einem schönen inside-out Cover. Sehr liebevoll ist auch die Collage auf dem Textblatt gestaltet.

Richtig gute Platte!

Zymt – Hochstapeln in der Bückzone LP
SFR-108ZymtHochstapeln in der Bückzone

08.11.2024 · LP

Pressungen
  • 220x black
  • 109x mint green
  • 5x testpressings
Reviews (4)

Ox-Fanzine · Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 · Fabi Schulenkorf · Quelle

Review lesen

„Hochstapeln in der Bückzone“ pustet durch diese halbe Stunde wie der Rentner, wenn Kasse 3 öffnet. Im Einkaufswagen: ein bunter Warenmix aus 22 Songs, nur selten über zwei Minuten. Unwiderstehliche Stücke mit schnellen Gitarren, gut gelaunt grantigen Lyrics und an den richtigen Stellen platzierten Synthies. So agil habt ihr Maz seit MANN KACKT SICH IN DIE HOSE nicht mehr gehört! Was da auf dem Kassenband landet, ist zu dreckig für Indie, zu geduscht für Deutschpunk, zu bunt für NDW. Wie so oft weiß man dann doch nicht genau, ob auch drin ist, was auf der Verpackung steht. Hier gibt’s Weltuntergangsszenarien, Saufgelüste und Gemecker auf Arbeit, Insta und die CDU – und das kann auch alles gleichzeitig in einem Song auftauchen. „Und ob du rennst“ sticht mit seinem Hymnencharakter hervor, einzig „Ich bin die Erde“ fremdelt durch seine Düsterkeit. Jeder der Songs ist illustriert durch verstörend befremdliche KI-Bilder von einer Scheinemannsau, einem Geldfresser oder dem Wellensittich-General. ZYMT selbst sind ein handgearbeitetes Bio-Produkt mit Leuten von MANN KACKT SICH IN DIE HOSE, NAPOLEON DYNAMITE oder ABRISS. Mit „Hochstapeln in der Bückzone“ liefern ZYMT einen modernen Soundtrack zum Weltuntergang, der aber verdammt noch mal Spaß macht! Ach, und kann meine Zahnärztin „Nachspiel“ bitte als Warteschleifenmelodie haben?

Bierschinken · Peter · 07.11.2024 · Quelle

Review lesen

Hurra, hurra Zymt sind wieder da! Doch aufgepasst, "Hochstapeln in der Bückzone" ist mal wieder nicht ganz ohne. Sondern eher Kopfsprung, dreifach Salto und dann galant ins Becken eingetaucht. Dabei wurde dem bekannten Konzept noch mal neues Leben eingehaucht. Es klingt noch immer nach deutschem Punk, von mir aus auch nach NDW. Auf jeden Fall tut es beim ersten Mal hören ein klein bisschen weh. Sie sind immer noch nicht wie deine Lieblingsband, die jeder, nun wirklich jeder, kennt. Sie spielen nicht bei Joko und Klaas im Schrank, denn im Grunde ist das hier Kirmes-Punk! Man überschlägt sich mit der Gitarre oder dem Mikrofon beim Sprung aus der Wilden Maus und wie irre hupt dann noch der Synthesizer aus Richtung Geisterhaus. Und ob du nun (mit)rennst oder fliehst, reiß die Arme hoch, reiß die Arme hoch! Dann hört das Stechen in den Seiten auf und dir geht beim Hören nicht komplett die Puste aus. Noch mit Kotze im Maul und dem Luftgewehr in der Hand, drückt dich ihr Sound, wie sonst nur der Breakdance, an die Bretterwand. Bekackt! Durchhalten ist angesagt, Verschnaufpausen gibt's erst wenn der Zwei-Promille-Viertelpfünder seine legendären Tricks hat ausgepackt. Aber aufpassen, der boxt euch blind, sich mit dem anzulegen ist ein bisschen wie besoffen autofahren, mit Kind!

Dabei skandiert der ganze Haufen "Alles Inklusive, alles inklusive". Denn der dicke Diercke ist ihr Herr und Hirte. Warum das so ist, das weiß ich nicht! Klar hingegen ist: Mach dir nachts was warm und genau wie die Band, aus jeder Schmalspur eine deutsche Autobahn! Aber verdammt noch mal, ruf hier bitte nicht mehr an! Denn du bleibst Ostwestfale und die sind ähnlich schlimm wie Liberale!

Ich dachte immer die wären Spinner, aber jetzt bin ich mir sicher, die sind einfach nur cool, auch ganz ohne Sexfeuerstuhl! Keine Vans und keine Docs. Von Nike ist ihr Schuh und trotzdem sind sie immer einmal mehr Punk als deine Band und du! Kein Iro, keine Spikes, kein Zucker im Haar, kein Gast beim Punk im Pott, außer sie spielen da. Sie singen nicht gegen den Staat, träumen lauthals von Armut und wollen dann doch für einen Auftritt 20.000 Mark. Auch werden sie nicht müde werden zu sagen, wenn es langt, zum Beispiel wenn Bands so tun als wäre das was sie machen Punk. Ob du ein T-Shirt trägst, du okf rausgehst oder dir die Pelle brennt, ganz egal, sie hoffen nur du gründest keine Band. Das kann ich verstehen, da lauf ich auf ähnlichen Wegen, mit Leuten die AnneMay-TeamScheisse-TimBendzko und auch Nena hören, werde auch ich mich nicht hinlegen. Schon gar nicht um DMT oder Ayahuasca in einem Selfcareritual zu nehmen.

Also merke dir: Zymt Zwei schützt vor Hunger und vor Krieg und bietet zudem Zuflucht für 500 Freaks! Zymt Zwei ist zum Glück keine Eurythmie, da beuge ich doch wieder hochachtungsvoll das Knie!

Away From Life · 19.10.2024 · Quelle

Review lesen

Zymt – Hochstapeln in der Bückzone (LP – Spastic Fantastic/My Ruin – 2024)
Musikalisch erinner mich Zymt an AKJ, nur in schnell und mit mehr Gosse. Schneller Punk mit Synthesizer und deutschem Gesang. Macht auf alle Fälle Laune!

Inhaltlich viel Sozialkritik und Humor! Oft muss ich bei den Texten lachen, auch wenn es nur simple Referenz an King Of Queens ist die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Selten konnte ich auch mit den Inhalten einer Deutschpunkplatte so viel Anfangen wie hier. Richtig gute Platte!

Das optisch sehr ansprechende Werk kommt in schwarzem und, auf 100 limitiert, in minzfarbenem Vinyl daher. Im Cover liegt, gemütlich neben dem Tonträger, noch ein Beiblatt. Einseitig Bandbild, auf der anderen Seite die Texte. Die Schriftgröße wurde sich beim Ox-Fanzine geborgt. Aber wie soll man das bei 21 Songs auch größer losen? Kaufempfehlung!

Krachfink · 31.10.2024 · Quelle

Review lesen

ZYMT aus Dortmund gehören zu den Punkbands, bei denen man eigentlich schon anhand der Tracklist einschätzen kann, ob einem die Platte etwas taugt. Mit dem zweiten Album „Hochstapeln in der Bückzone“ legt die Band noch einen drauf und treibt ihren subversiven Humor auf die Spitze. Immer auf Garage-Rock basierend, metern sie mit amtlichem Tempo durch alle möglichen Genres und zünden ihre Gag-Bomben so fix, dass man kaum hinterherkommt.

Macht aber nichts, denn die Alles-scheiße-trotzdem-gute-Laune-Welle erfasst alle umgehend und reißt sofort mit. Für Armin Laschet konnten wir wohl nichts mehr tun, dass die Welt eine einzige Freakshow zu sein scheint, hat sich aber nicht geändert. Genau das machen ZYMT ziemlich erfolgreich zum Kern ihres Punks, der uns willenlos von links nach rechts schubst und auf den Kopf stellt. Macht Bock, weil es wahr ist.

ZYMT haben ihren eigenen Hochspeed-Sound gefunden

„Hochstapeln in der Bückzone“ von ZYMT erhebt weder Anspruch auf Lösungen noch auf gepflegten Diskurs. Trotzdem bleibt die Band immer auf ihrem selbst gewählten Level, wird nie ausfallend oder vulgär. Es sind eher die wilden Orgeltöne und die übermotivierten Call-and-Response-Szenen wie in „Sexfeuerstuhl“, die etwas überfordern. Grundsätzlich muss man für ZYMT in der richtigen Stimmung sein – das Tempo ist schon fordernd, und ein bisschen musikalischer ADHS könnte auch dabei sein. Ist das bei „Air Force 1“ ein Schwirrholz?

Grandios platziert sind die schwachsinnigen Samples, die sich aus Statements von besorgten Bürgern und skurrilen Politikern wie Philipp Amthor speisen. ZYMT verwenden diese als Einleitungen oder I-Tüpfelchen ihrer Songs, bauen aber nie eine ganze Komposition darauf auf. Eine kluge Entscheidung und gleichzeitig ein Beweis dafür, dass das Geschwätz von gestern morgen doch niemanden interessiert.

Würde man „Hochstapeln in der Bückzone“ von ZYMT nur mit den blanken Instrumentals hören und alles etwas drosseln, merkt man, dass Einszwei-Punk mitnichten der Ursprung der Kompositionen ist. Dass ZYMT auch anders können, zeigen sie bei „Ich bin die Erde“. Ein herrlich zynischer Text über Verantwortung und mutwillige Zerstörung, der aber fast schon ein bisschen zu sehr um die Ecke denkt und an die Quatschsongs von Badesalz erinnert. ZYMT haben ordentlich zugepackt und ihr Profil geschärft. Wer zappeln will, hört mal rein. Eine kurzweilige Reise zum Ende der Welt!

Mitraille – Mitraiille LP
SFR-107MitrailleMitraiille

20.09.2024 · LP

Pressungen
  • purple
  • black
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 · Joachim Hiller · Quelle

Review lesen

Immer wieder absurd, wohin einen die Suche nach dem Hintergrund eines Bandnamens so treiben kann. Würde man den eins zu eins ins Deutsche übersetzen, hieße die Band aus dem belgischen Antwerpen KARTÄTSCHE. Die Militärinteressierten wissen natürlich, dass es sich hierbei um ein Artilleriegeschoss mit Schrotladung handelt. So eine Art Handgranate, die man bis in die Neuzeit den gegnerischen Soldaten um die Ohren ballerte. Und es gab die Mitrailleuse: „ein manuell bedientes Salvengeschütz […] ursprünglich 1850 in Belgien entwickelt“ Da haben wir (vielleicht) die Verbindung. Nicht wirklich pazifistisch, aber Punkbands hatten ja immer schon eine Schwäche für eher grobe Namensgebung. 2018 veröffentlichten MITRAILLE ein erstes Tape, 2022 kam das (ebenfalls titellose) Debüt, und nun ist der zweite Longplayer raus, der aber gar nicht so long ist – gerade mal neun Songs gibt’s. Die erinnern mich immer wieder an die BRIEFS, MITRAILLE haben ein Händchen für powerpoppige Garage-Punk-Nummern, dürften hier und da aber auch gerne etwas mehr Tempo und Hektik an den Tag legen. Bei „Three horses“ etwa beweisen sie, dass sie das durchaus draufhaben. Sollten die SHOCKS noch mal spielen, könnten sie sich MITRAILLE und THE BRIEFS und THE VAGEENAS als Gäste einladen und alle würden feiern.

Bierschinken · Peter · 28.10.2024 · Quelle

Review lesen

Kein Anschluss unter dieser Nummer? Seit gut zwei Wochen versuchen mich die belgischen Mitraille zu erreichen. Doch hier nimmt niemand ab. Sie versuchen es, während ich des Nächtens Wäsche wasche, sie versuchen es, während ich auf der Leiter stehe. Doch sie schaffen es nicht, den toten Bereich zu verlassen und irgendwann haben sie es satt und ich bleibe erstmal ein gelangweilter Mann.

Doch dann eines Morgens, begrüßen sie mich herzlich und aufbauend und auf einmal dringen sie mit ihrem Gemisch aus Garagerock, Keller-Punk und Powerpop zu mir durch. Ich kann sie nun hören, die Referenzen zu THE HIVES (Boring Man), FIDLAR (Always Anxious) den MARKED MEN und den BLACK LIPS.

Heißt das, dass ich nun restlos überzeugt bin? Nein, so ist das nicht. Aber langsam kristallisieren sich die ersten Stellen heraus, die mich aufsatteln lassen. Zum Beispiel, wenn es hektisch wird (Boring Man) oder komplett eskaliert (Dead Zone) und der rote Faden den ich bisher nicht sehen konnte, ist der Dreck der dabei an allem klebt.

Away From Life · 02.10.2024 · Quelle

Review lesen

Mitraille – Mitraille (MC/LP – Spastic Fantastic/Ronny Rex/Belly Button Records/Rockerill – 2024)
Bis dato waren mir die belgischen Mitraille gänzlichst unbekannt. Nach auflegen der Platte, an die ich ohne irgendwelche Erwartungen herangetreten bin, zaubert es mir schnell ein Grinsen ins Gesicht, denn das belgische Trio spielt schnellen Punkrock der mich stellenweise an The Briefs erinnert.

Dazu gibt es gelegentlich Parts die etwas von Rockabilly in sich haben, was jedoch am vom Schlagzeug gespielten liegt. Ab und an findet man auch noisy Punk Elemente die an die B-Seite von Black Flag’s My War erinnern. Ein schöner, bunter Mix vieler Stilrichtungen.

Die Platte umfasst zwar nur neun Songs, doch ist in ihrer Länge und Gänze perfekt.

Wir Sind Fliegen – Der Hype
SFR-106Wir Sind FliegenDer Hype

05.07.2024

Pressungen
  • 70x neon green tape
  • 30x pink tape
Reviews (2)

Bierschinken · Peter · 19.12.2024 · Quelle

Review lesen

Nanu, was kommt denn da beim Aufräumen hinter meinem Schrank zum Vorschein? Ein giftgrünes Tape aus dem Hause Spastic Fantastic, wenn ich mich recht entsinne, kam mir dies unangekündigt im gleichen Paket wie die neue MITRAILLE und die neue ZYMT ins Haus geflattert und muss ziemlich bald danach hinter den Schrank gefallen sein. Wahrscheinlich hat einer meiner pelzigen oder windeltragenden Mitbewohner damit zu tun. Wie immer!

WIR SIND FLIEGEN kommen aus Saarbrücken, sind nur zu zweit und machen so was wie Elektro-Punk, der mit seiner Schrammelgitarre und dem Geisterbahn-Synthie (darf nicht fehlen momentan) grob gesagt klingt wie PISSE mit noch mehr reduziertem Sound. Teile der Band kennt man vielleicht von DIE ROTE SUZUKI oder PRINZESSIN HALTS MAUL. Schräger, disharmonischer Bollerpunk direkt ausm Keller raus gepoltert und aufs Band gepresst. Spastic Fantastic Records hat zugegriffen, bevor es Phantom Records konnte. Da wären sie allerdings auch nicht schlecht aufgehoben gewesen. Das Ärzte-Cover am Ende hat mich vollends verzückt.

Wer es haben will, greife zu, 70 Tapes gibt es in neongrün, 30 in pink. Wenn weg, dann weg!

Away From Life · SteveS · 15.07.2024 · Quelle

Review lesen

Wir Sind Fliegen, haben sich meinem Wissen nach in der Corona-Pandemie gegründet. Die Band aus Saarbrücken besteht aus Measy, der schon bei Die Rote Suzuki, Prizessin Halt’s Maul bei Guilio Galaxis gesungen hat und aktuell noch bei Colton singt. Shorty war wohl auch schon bei anderen Bands tätig, nämlich bei DCVDNS und bei MC Bastard. Von beiden habe ich allerdings noch nie was gehört.

Bei dem Wort Electro-Punk hatte ich erst mal bedenken. Die legten sich aber recht schnell, als das Tape dann mal im Walkman drin war. (ja genau, Tapes höre ich mir am liebsten auf einem Walkman an) Nitro (wohl eine Wortverdrehung von Intro) kommt zwar klar mit Elektro-Sounds um die Ecke, aber auch mit sehr viel Punk. Das ist eigentlich auch irgendwie der Rote Faden des Albums. Elektro-Punk? Ich sehe es irgendwie wie eine Art ruppigere Version von NDW-Musik, ohne den ganzen Quatsch, den die Musik oft geboten hat. Aber die entstand ja auch irgendwie aus Punk. Sehr treibend und auch super schnell.

Gen Z handelt eben von dieser Generation. Ob das jetzt Befürwortung, Kritik oder Beobachtung sind, kann jeder für sich selbst entscheiden. Solange die Work-Life-Balance stimmt.

Der Sammler schlägt dann in eine andere Richtung. Der Song ist eher ruhiger und trauriger und behandelt das Leben eines Pfandflaschensammlers. Ich finde den Song wirklich gelungen.

Aber direkt nach den ruhigen Klängen kommt der Song Schwindel, der mich Sound-mäßig eher an Darkwave erinnert. „In einer Welt voll Scheiße muss man ne Fliege sein“, ächzt Measy hier. Daher rührt dann wohl der Bandname. Ich mag den etwas düstereren Sound des Songs.

Maschine ist weit weg von der Work-Life-Balance. Arbeiten und immer weiter bis zum Umfallen bis ins Grab.

Ob der Koffeinsong nun eine Liebeserklärung an das gebrühte Gesöff ist oder auch nur eine Kritik, muss wohl auch jeder für sich entscheiden, hier wird aber ganz frech das Riff von 7 Nation Army geklaut. Das Album endet mit einer fast 8-Bit-Coverversion des Songs Wie es geht von die Ärzte.

Das Album weiß wirklich zu gefallen. An sich ist es auch mehr Punk als alles andere. Die Texte lassen einem Interpretationsfreiraum.

Das Artwork selbst ist von Measy entworfen und von den schicken Tapes gibt es 70 in Neongrün und 30 in Pink.

Tracklist

Nitro

Gen Z

Alles Muss In Klammern Stehen

Der Sammler

Schwindel

Der Hype

Blaulicht/Panik (Version 2024)

Maschine

Koffeeinsong

Bewegung

Wie Es Geht

MIST – No Esteem LP
SFR-105MISTNo Esteem

05.04.2024 · LP

Pressungen
  • 200x blue
  • 100x orange/black smoke (Bernstein)
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #173 April/Mai 2024 · Fabi Schulenkorf · Quelle

Review lesen

In Münster fahren neben (Lasten-)Rädern auch Dampfwalzen. Das wissen wir spätestens seit SHORT FUSE und DISMALFUCKER, ILL!, ABRISS … Aus genau diesem Umfeld kommen MIST mit dem Bankberater ihres Vertrauens, ähnlich wie bei NOVOTNY TV. Auch da klappt das mit Punk und Bank. Nur brauchen MIST dafür viel weniger Zeit: Auf „No Esteem“ scheppern sie in knapp über zehn Minuten durch 13 Songs. „Schweineköter-Hardcore-Powerviolence aus der Stadt der DampfwalzenfahrerInnen“, heißt das auf der Labelwebsite. Passt. Und Münster? Bekommt auch das, was die Stadt verdient, in dem ihr und ihrer Vorwahl gewidmeten Song „Telefon (JavaScript erforderlich)“.

Bierschinken · Peter · 13.04.2024 · Quelle

Review lesen

M.I.S.T. aus dem beschaulichen Münster bringen auf Spastic Fantastic ihr Debüt raus und damit wächst zusammen, was zusammen gehört. Reihen sie sich doch vorzüglich in den bunten Reigen an Krachmusik auf SFR ein. Demnach gibt es auch hier, wer hätte es gedacht, Hardcore-Punk und Powerviolence, wie er im Buche steht. M.I.S.T. wecken dabei klangliche Assoziationen zu so feinen Dingen wie Holzhäckslern, Gerölllawinen, Maschinengewehren und Abrissbirnen, die mit hohem Tempo auf dein Eigenheim treffen. Direkt vom Intro an merkt man, das hier Profis in Sachen Lärm am Werk sind, die wissen, wie sie dir die Gehörgänge freischrubben können und wo sie in ihrem Überschall-Geballer die Breaks zu setzen haben. Garniert wird das Ganze mit coolen Snippets zwischen den Songs. In den Texten gibt es unter anderem kurze und so, wie das hier sein muss, unverständliche Abhandlungen über Skateboarding, Gier, Resignation und Frust übers Weltgeschehen und der überall grassierenden Gewalt auf Erden und einen deutlichen Fickfinger in Richtung crowdkillender Toughguys.

Aufgenommen wurde das Ganze bei der Tonmeisterei. Auf der B-Seite gibt es einen Siebdruck von Ben, der bei der Münsteraner Band ill! Mitmischt. Obendrauf gibt es ein schickes Artwork von der Band und einem geheimnisvollen Unbekannten. Die Platte ist limitiert auf nur 300 Stück, davon kommen 100 Stück im schönen Bernstein, 200 in der wohlklingenden Farbe "Blue Curaçao". Alle Platten kommen mit fettem Textblatt, massivem 350 Gramm Pappcover, schwarzen Innenhüllen und bedruckter Rückseite.

Live könnt ihr sie euch am 7.6. in Dortmund im FZW beim Spastic Fantastic Fest, mit weiteren illustren Bands wie Toxoplasma, Neat Mentals, ill! und Streckmittel anschauen!

Away From Life · 21.03.2024 · Quelle

Review lesen

Mist – No Esteem (LP – Spastic Fantastic Records – 2024)
Die neue Platte der Münsteraner Band Mist kommt optisch direkt ganz geil daher. Das Vinyl kommt in BERNSTEIN Farben (100 Stück) und in BLUE CURAÇAO (200 Stück) mit Siebdruck auf der B-Seite, wobei der Ausdruck B-Seite eigentlich falsch ist, da die Platte nur einseitig bespielt ist. Bei den Bandbildern finde ich es nur komisch, dass einer der Band gespiegelt wurde. Die Patches auf links sehen irgendwie falsch aus.

Die 13 Songs werden in knapp über zehn Minuten runtergeknüppelt. Wer braucht schon Gefangene? Sehr geil! Erinnert mich stellenweise an Cro-Mags und Cannibal Corpse. Vor allem die Gitarrenarbeit beim Opener gefällt mir sehr gut, da sie sehr rockig und, im Vergleich zum Rest der Platte, anders klingt.

Richtig gute Platte. Zu empfehlen am Morgen oder bei Schlägereien!

SOLD OUTBriefbombe – Ausgeliefert LP
SFR-104BriefbombeAusgeliefert

22.03.2024 · LP

Pressungen
  • 350x black
  • 150x UPS orange mit schwarzen Schlieren
Reviews (4)

Ox-Fanzine · Ausgabe #174 Juni/Juli 2024 · Kalle Stille · Quelle

Review lesen

Eine LP, die so auch auf … Moment mal, die ist ja auf Spastic Fantastic erschienen. Sag ich doch, das Label passt zur Band wie die Sondermarke auf den Ersttagsbrief. 13 räudige Strafportoattacken auf das Versandregime, diverse Onlinehändler, und alles was in einen Umschlag respektive einen Karton in Paketgröße passt. Wie schon beim Demo eine „Konzeptplatte“, die von reichlich Klebeband bruchsicher zusammengehalten wird. Auch wenn die A-Seite, die auf 45 rpm läuft, bereits nach knapp zwölf Minuten rum ist, kann man trotzdem einen Dub unterbringen und den Rest eben einfach runterbolzen, zwischendrin kurz Luft holen, clever zitieren, um dann gleich das nächste Ärgernis mit dem Lieferdienst durch die Boxen zu knallen. Die Sängerin würde ich nach wie vor sehr gerne ab und an als Unterstützung bei mir haben, vor allem wenn in meiner Postfiliale wieder nur der Lahmarschlurch seinen Dienst nach Vorschrift verrichtet. Um auf die zweite Seite kein bescheuertes Siebdruckmotiv oder ein superoriginelles Etching packen zu müssen, gibt es da 14 Minuten lang Feedbacks, Gitarrenverstimmen und lustige Loops. Damit kommt das Ganze dann auf normale Kurz-LP-Länge. Mindestens so herzerfrischend wie der Verhaftung des Postbüttels beiwohnen zu dürfen, der jahrelang die Briefe im Keller gehortet hat, anstatt sie auszuliefern.

Bierschinken · Peter · 30.03.2024 · Quelle

Review lesen

Bierschinken Online-Fanzine

Unionviertel

44137 Dortmund

Briefbombe Punx

Kaltenkirchener Str. 1-3

22769 Hamburg

Dortmund, den 30.03.2024

Betreff: Rezension des Albums "Ausgeliefert"

Sehr geehrte Briefbomben,

hiermit möchte ich den Erhalt Ihres zweiten Tonträgers "Ausgeliefert" bestätigen. Die Lieferung erfolgte, wie von mir bevorzugt, diskret und in einem angemessenen Zeitraum. Bereits Ihr letzter Tonträger, der mich im vergangenen Jahr in Form einer Kassette erreichte, wusste mich zu begeistern. Ich kann Ihnen nun mit Freude mitteilen, dass Ihr neuestes Werk wieder auf Begeisterung gestoßen ist. Beginnen möchte ich bei meiner nun folgenden Beurteilung damit, dass Ihre Musik abwechslungsreicher ist als auf dem Vorgänger. So sind sowohl Einflüsse von jamaikanischer Musik wie auch klassischer australischer Rockmusik zu finden. Alle bisherigen Aspekte Ihrer Musik wie die Schnelligkeit und die Kompromisslosigkeit, die in dem von Ihnen gewählten Genre "Powerviolence" so üblich sind, sind jedoch weiterhin Teil Ihres musikalischen Schaffens, dies befürworte ich sehr. Wenn es mir hier erlaubt ist, Vergleiche anzuführen, würde ich spontan die amerikanische Band SPAZZ nennen, zu denen ich in mehrfacher Hinsicht Parallelen sehe. Zudem ist auch hier wieder ein ausgesprochen hohes Maß an vorzüglichem Humor wahrzunehmen. Nicht nur der Humor, der auch der meine ist, sondern auch die konsequente Weiterführung der Post- bzw. Paketlieferdienst-Thematik, die sich von Ihrem Bandnamen über die Gestaltung Ihrer Tonträger bis zu den Texten spannt, sehe ich als wahre künstlerische Leistung an. Eine Progression in der Entwicklung Ihrer Band ist somit deutlich spür- und hörbar, hierzu möchte ich Ihnen von ganzem Herzen gratulieren und Ihnen meine Wertschätzung aussprechen! Ebenfalls mit Freude wahrgenommen habe ich die politischen und gesellschaftskritischen Aspekte in Ihren Texten. Danke, dass Sie Ihre Stimmen gegen zahlreiche Ungerechtigkeiten in diesem Land erheben! Ein besonderes Vergnügen hat mir jedoch Ihr Lied "Brieffroindschaft" bereitet, ich hoffe nun inständig, auch einmal eine so erfüllende Brieffreundschaft, wie die in Ihrem Lied beschriebene, mit einem anderen Menschen aufbauen zu können. Mit Bedauern musste ich allerdings feststellen, dass Sie immer noch unter den unhaltbaren Zuständen der Postfiliale am Kaltenkircher Platz zu leiden haben. Ich wünsche Ihnen dahingehend eine deutliche Verbesserung der dortigen Lage, auch wenn ich dies in absehbarer Zeit als nicht gegeben ansehe. Bitte setzen Sie ihre musikalische Karriere fort, alles andere wäre ein wahrer Verlust in der deutschen Musiklandschaft. Des weiteren möchte ich Sie bitten, mit Ihrer Band wieder im Großraum Dortmund aufzutreten, damit ich mich erneut an Ihrer Bühnenpräsenz und der von Ihnen ausgehenden und ansteckenden Energie erfreuen kann!

Ich hoffe, dass diese Rezension auf Ihr Wohlgefallen gestoßen ist und wir weiterhin in einem freundschaftlichen Verhältnis verbleiben. Gerne können Sie mir in der Zukunft auch die noch folgenden Tonträger ihrer Musikgruppe zwecks einer Besprechung auf unserem Online-Musikmagazin zusenden!

Bei Fragen, Kritik oder Anregungen schreiben sie mir bitte eine E-Mail an: E-Mail (JavaScript erforderlich).

Hochachtungsvoll

Peter

Rezensent

-automatisch erstellt, ohne Unterschrift gültig-

Vinyl-Keks · 11.06.2024 · Quelle

Review lesen

Nach dem ersten Demo der Briefbombe hab ich ja auf die Platte gewartet! Ja, man. Voller Vorfreude, denn das Demo war auf Tape ausverkauft und die „Drogenpost aus dem Darknet“ so schnell aufge“hört“ (Samplerbeitrag zu Sex mit Bekannten II), da hatte ich noch nicht mal geschafft den Gedanken zu fassen, es zu kaufen. Und ich mag ja dieses analoge, Tapes und Vinyl, total gut! Ihr auch?

Nun ist die Briefbombe ausgeliefert. Yeah. Ich bin gespannt, ob sich dieser Bandname und alle damit einhergehenden Wortspiele und -witze zum Thema Post und Zulieferung auch noch in 40 Songs funktionieren, oder ob da… wie auch immer, wir können ja gerne hier im Kommentarbereich eine kleine Sammlung anlegen, die eventuell die Band inspiriert?

Ich würde mal sagen, es ist so Fastcore, falls das einen eigenen Namen braucht. Sehr schneller Punk, weil irgendwie lustig, mit der Ernsthaftigkeit des Hardcore vorgetragen. Man kann sagen, wenn man Hochgeschwindigkeitpunk will, dann kann man das bei Spastic Fantastic auch bekommen, easy!

Obendrauf kommt noch der Fakt, dass die Band aus BördiI (Schläge), Kris (Vokale), Sid (Bass, Vokale) und (ihr müsst euch vorstellen, dass ich gerade in so ner „Sendung mit der Maus“-Erklärstimme spreche) der Thommy (Gitarre, Vokale). Der Thommy, der ist nämlich ein ganz umtriebiger Gitarrist und hat schon ganz doll viele Bands gehabt, oder hat sie noch. Zum Beispiel Loser Youth, Brutale Gruppe 5000, und und und. Ihn erkenne ich am Gitarrensound.

Briefbombe legen los mit „Hermes, der Götterbote“, der nach 41 Sekunden ausgeliefert hat. Ein noch kürzeres Einwurfschreiben ist dann „Philatelie nie“, der mit der Aufforderung zum Straßenkampf endet. Niemand will Briefe schreiben, wenn es wichtigere Dinge zu tun gibt.

So schnell düst die Briefbombe durch, dass ich mich kaum versehe und schon stehe ich auf dem „Kaltenkircher Platz“. Das ist hier. Das ist echt ein Brüller!

DIE SONNE ERLISCHT IHRE LETZTEN STRAHLEN

ES GIBT KEINEN AUSWEG AUS DIESER FILIALE

Zombieapokalypse in der Postfiliale! Dieses Thema hatte bisher noch KEINE Band. KEINE! Sag ich euch.

Eine Remineszenz an AC/DC, die sich entwickelt zu einem Werbeclip für TNT Express. Sehr Geil.

Danke. Also ich als TNT würde mich recht erfreuen.

Es gibt auch Zwischenmenschliches in „Briefroindschaft“, dazu kleine Life-Hacks wie der „Zalando-Trick“, was ja auch mit Zulieferung – nein, ich muss euch das nicht erklären. Auch nicht, dass ihr kurz vor Ende noch in „Urlaub in Porto“ geschickt werdet!

Aufgenommen und gemischt von Yannig Malry im Off Ya Tree Studio.

Ich mag Briefbombe gern mal live sehen, kommt mal in den Süden.

Einzige klitzekleine Maulerei ist: Seite B kann man sich echt schenken können, joah schon auch lustig, dann aber lieber einen Siebdruck hintendrauf!

Spastic Fantastic und Rilrec teilen sich diesen schönen Release.

AUSGELIEFERT by BRIEFBOMBE

ngg_shortcode_0_placeholder

Away From Life · 16.04.2024 · Quelle

Review lesen

Briefbombe – Ausgeliefert (LP – Spastic Fantastic Records/RilRec – 2024)
Eine der Bands, die nur das Tempo Vollgas kennen ist Briefbombe. Deutschpunk der schnellsten Art!

Inhaltlich geht es bei jedem Song in irgendeiner Weise um die Post bzw. deren Konkurrenz. Zeilen wie Religion Scheisse – Hermes Fuck Off! zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht!

Mein persönlicher Anspieltipp ist Brieffroindschaft, hier geht es um die Brieffreundschaft zwischen einem Skinhead und einem Punk. Musikalisch wird das ganze von einem wunderbaren Rock-Riff getragen.

Bei Tribute To TNT Express Versand gibt es (natürlich) auch eine Referenz an den AC/DC Klassiker TNT.

Das ganze Ding macht unheimlich viel Spaß auf Platte. Sollte sich der überzeugte AZ-Gänger/-in direkt bei dem Warenhändler des Vertrauens bestellen!

Gedrängel – Parabelflug nach Malaga 7''
SFR-103GedrängelParabelflug nach Malaga

31.05.2024 · 7''

Pressungen
  • 100x black
  • 100x pink
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #174 Juni/Juli 2024 · Fabi Schulenkorf · Quelle

Review lesen

r Kölner Dreier hinter dem Wellensittich-Stickermotiv ist zurück: Auf der 7“ gibt’s vier Mal straighten Punkrock mit deutschen Texten, der einst auch im Burning Heart-Katalog hätte erscheinen können. Klug, verspielt und das Ganze in einem Tempo, das die EP unter zehn Minuten drückt. Wortgewandt wird im Kanon über Schuhe aus „Gegen-, Sub- und Hochkultur“ und Treffer „haargenau am Ziel vorbei“ gesungen, über angestaute Wut und eine Hommage an die PIXIES. Auch Ingo Donot hat eine Strophe beigesteuert (siehe Interview), passenderweise wurde auch im DONOTS-Studio aufgenommen. Einziges Manko: Dass es nur vier Songs sind.

Bierschinken · kiki · 22.07.2024 · Quelle

Review lesen

Ein Lebenszeichen von GEDRÄNGEL aus Köln in Form einer wunderschönen pinken (oder auch schnöden schwarzen) 7" in jeweils 100er Auflage mit leider nur vier Tracks.

Ich mag an der Band ihre schönen Melodien gepaart mit der hohen Geschwindigkeit der Songs. "Discokugel" ist ein veritabler Hit, welch philosophischer Gedankengang und trauriges Ergebnis. Ingos Einsatz bei "Einatmen/Ausarten" hat auf jeden Fall mehr Schrappmesser als Donots…wunderbar! "Vans" finde ich persönlich ja eher unbequem, hier sollte der Stylesheriff vielleicht eher beurteilen, ob die Band hier Recht hat…

Es hätten gerne ein paar Lieder mehr sein können. Gedrängel machen einfach viel Spaß!

Away From Life · 18.06.2024 · Quelle

Review lesen

Habt ihr kurz 6 ½ Minuten Zeit? Denn ungefähr so lange dauert die neuste EP aus dem Hause Spastic Fantastic. Dort haben nämlich Gedrängel ihre neue 7-Inch veröffentlicht.

Auf dem Parabelflug nach Malaga erwarten euch vier schnelle Deutschpunkkracher, die keine Gefangenen machen. Neben einem Song über VANS und ihre Verwendung und einem (sehr) kurzen Gastauftritt von Ingo Donot bei Einatmen|Ausarten sticht für mich vor allem der Song Discokugel heraus.

Viel mehr will ich gar nicht schreiben zu der Platte. Schließlich soll der Text nicht länger als die Spielzeit der Platte werden. Für mich ein unerwarteter kleiner Kracher, der bereits am 31. Mai 2024 über Spastic Fantastic veröffentlicht wurde.

Streckmittel – Type 1312
SFR-102StreckmittelType 1312

26.01.2024

Pressungen
  • 200x black
  • 100x white + Streckmittel-Kreditkarte
Reviews (4)

Ox-Fanzine · Ausgabe #173 April/Mai 2024 · Fabi Schulenkorf · Quelle

Review lesen

Stefan ist als einer der Köpfe von Punkrockers-Radio nicht nur langjähriger Supporter des Punkrock im Internet und im Ruhrpott, kuratiert, moderiert und überträgt Sendungen und Konzerte und veranstaltet Musik- und Kino-Abende – jetzt mischt Stefan auch als Sänger bei STRECKMITTEL mit. Mit dabei sind auch Menschen, die schon bei Bands wie ALARMSTUFE GERD CHARGING CHUCKS, THIS APRIL SCENERY und LOS GRINGOS aktiv sind oder waren. Und so viel Punk-Expertise weiß, dass Songs gegen Faschos, Querdenkende, Fahrkartenkontrollierende und die Konsumgesellschaft einfach dahin treffen, wo das Punker:innen-Herz schlägt. Das kommt beim Gesang teils ungewohnt sauber rüber, dafür scheppern Gitarre, Schlagzeug und Bass genauso räudig, wie es diese Art von Musik braucht. Übrigens: 100 der auf 300 Exemplare limitierten LP enthalten eine „Special-Streckmittel-Kreditkarte“, mit der noch zwei Bonus Songs aus dem Netz geladen werden können.

Bierschinken · kiki · 14.02.2024 · Quelle

Review lesen

Endlich mal wieder simpler, einfacher Deutschpunk. 1,2,3 und ab dafür. Nichts mit aufwendigen Riffs, endlosen Akkordfolgen und anderem Schnick-Schnack. Der 4er aus dem Pott mit dem/der einen oder anderen alten Bekannten macht einfach Bock.

Das ist nichts neues, aber eben auch nicht tausendfach ausgelutscht, da zum Beispiel die Texte durchaus aktuell sind ("Alexa, wie lange wird es die Menschheit wohl noch geben?")

Ich mag die Simplizität und die gewollte Hektik der Platte. Zudem freue ich mich tierisch, dass Stefan es in seinem biblischen Alter (du weißt von wem es kommt ;-)) als quasi Bandgreenhorn auf die Bühne geschafft hat. Chapeau dafür von ganzem Herzen!

Streckmittel machen Bock!

Away From Life · 05.01.2024 · Quelle

Review lesen

Streckmittel – Type 1312 (LP – Spastic Fantastic Records – 2024)
Mit Type 1312 veröffentlicht die noch nicht ganz so alte Band Streckmittel aus dem Ruhrgebiet ihr Debütalbum. Zehn Songs umfasst das Werk lang und die meisten Stücke sind etwa 1:20 Minuten lang, nur Zack Zack Zack dauert mit 2:40 um einiges länger.

Inhaltlich werden sozialkritische Themen mit viel Humor behandelt. Die Musik ist flotter Punkrock, nix Neues, aber auch nix Schlechtes.

Das Album ist kurzweilig und macht Spaß. Gutes Debüt!

Krachfink · 19.01.2024 · Quelle

Review lesen

Das Punkquartett STRECKMITTEL hat gut erkannt, dass irgendwie alles schon mal gesagt wurde und konzentriert sich mit seiner Platte „Typ 1312“ auf das Wesentliche. Es wird hektisch durchgezockt, aber mit den spitz angesägten Riffs und dem rumpeligen Gesang, sind sie in ihrem eng abgesteckten Rahmen durchaus noch überraschend kreativ. STRECKMITTEL lärmen sich einmal durch die alltäglichen Reizthemen: Fahrscheinkontrolle zum Beispiel, aber eben auch die Tatsache, dass unser Grundgesetz vielleicht nur noch ein Platzhalter ist und Faschos mit Querdenkern und Eso-Fans auf der Straße unbeirrt ihre Gedanken skandieren dürfen.

Was habt ihr für mich? Nichts!

Weder die Conclusio noch die Kausalketten von STRECKMITTEL sind neu, trotzdem hat „Typ 1312“ durch seinen Reiz. Die Band nutzt fast vergessene, aber durchaus bewährte, Stilmittel. In „Deutschland brennt“ erhöhen sie ganz simpel das Tempo und zünden somit live sicherlich einen Pit an. Und ohne sich lyrisch zu verbiegen, beziehen sie sich in „Grundgesetz“ auf dessen Inhalt, fügen eigentlich nur eine Handvoll berechtigte Fragen hinzu. Beides ergibt dann für alle, die nicht ganz verloren sind, hoffentlich eine Erkenntnis. Papier ist geduldig, zum Beispiel. Oder: Wann machst du eigentlich mal was? STRECKMITTEL führen uns als ein konsumgesteuertes und von kognitiven Dissonanzen verschandeltes Etwas, ohne sich auszunehmen und ohne eine Lösung anzubieten.

„Alles, was du eh schon denkst, hörst du dir gerne selber an…“

Mit „Eingebubbelt“ und „Alexa“ spielt die Band auf Fremdsteuerung durch Social Media und sprachgesteuerte KI an. Ja, man kann genervt die Augen rollen und hektisch abwinken, wenn STRECKMITTEL auf den gefährlichen Fokus einer Bubble hinweisen. Dahinter steckt aber deutlich mehr, letztendlich entsteht auf Dauer vielleicht sogar eine Art Realitätsverschiebung und somit mehr Distanz in der Gesellschaft, wenn man sich nur noch mit den Informationen umgibt, die einem genehm sind. Ob es „die guten“ oder „die schlechten“ sind, ist egal.

Was STRECKMITTEL mit ihrem Punk „Typ 1312“ über das Label Spastic Fantastic anbieten, ist kein klärendes Gespräch und kein behutsamer Vortrag des Status Quo mit anschließender Diskussionsrunde. Es ist eine musikalische Backpfeife, die unter Umständen mehr nachwirkt, als eine gut abgestimmte und perfekt einstudierte Punk-Agenda.

SOLD OUTAlarmstufe Gerd – Alarmstufe Gerd LP (Discography LP)
SFR-101Alarmstufe GerdAlarmstufe Gerd LP (Discography LP)

24.12.2022 · LP

Pressungen
  • 200x red
  • 100x neon green, nummeriert
Reviews (3)

Bierschinken · Peter · 11.01.2023 · Quelle

Review lesen

Als Adresse bzw. Homepage dieser Band wird noch ihre Myspaceseite angegeben, somit sollte allen klar sein, die gibts nicht mehr! Schon lange nicht mehr! Schade, sehr schade sogar! Waren ALARMSTUFE GERD bei ihrer Gründung 2007 doch wirklich ein Unikat in der deutschen Punkszene. Hervorgegangen aus den nicht minder grandiosen UNDRESSED ARMY (bitte, bitte hört euch die EP "Hier ist alles geil" an!), die vom Sound noch mehr in die klassische Hardcoreecke gingen, aber auch schon diesen auch hier vorliegenden Humor besaßen. Wer einen kurzen Blick auf die Anzahl der Songs (28!) und die gesamte Spielzeit der Platte wirft (17 Minuten!) dem sollte auch ohne großen Fahrplan klar sein, wohin die Reise hier geht. Thrashcore-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten. Ohne viel Schnickschnack, überflüssige Melodiebögen und langen Solis heizt man hier durch die Songs, die allerhöchstens mal durch kurze Breaks, einen geschlagenen Haken oder ein bisschen Chorgebrüll von hinten aufgelockert werden. Zudem sprühen die Texte vor Witz und Humor. Alle, die beim lesen von Songtiteln wie "Jesus Freaks und diese Black Metal Satan Fuzzis sind Hundert pro Geschwister" oder "Fleischwurst Kindergeburstagsparty" nicht wenigstens ein wenig schmunzeln müssen, können das Lesen dieser Rezi bitte direkt beenden und zum Lachen in den Keller gehen. Ein bisschen Ironie und Sarkasmus sollte man durchaus auch verstehen können. Allerdings kann ich auch all diejenigen beruhigen, die nun denken, hier würde nur billig nach Lachern gefischt. Alles, also wirklich alles, von vorne bis hinten, ist kritisch, politisch und nimmt sich aber dabei auch selbst nicht zu ernst. Der Mittelfinger zeigt hier derweil konstant nach oben, zwar werden hier keine neuen Manifeste verfasst, wie auch in unter einer Minute. Dafür hier wird Kritik auf das Wesentliche reduziert und erzeugt damit dann einen ähnlichen Effekt wie ein langer Fingernagel im Auge des Gegenübers.

Schön, dass sich Maz von Spastic Fantastic Records ein Herz gefasst hat und diesen leicht angerosteten Schatz geborgen und die Platte wieder veröffentlicht hat. Muss man sich in Zeiten von Vinylknappheit und Produktionszeiten, die nur von der Bauzeit eines Berliner Flughafen getoppt werden kann, auch erst mal trauen. In einer Stückzahl von ein paar Hundert und erhältlich in zwei verschiedenen Farben kann man sich die LP seit dem heiligen Abend auf den Plattenteller legen. Weihnachten ist ja jetzt schon rum, aber schaut doch mal wie die Großeltern beim nächsten Familientreffen auf so Songs wie "Omma und Oppa waren gestern separat im Puff und haben sich nicht gesehen" reagieren. Ich wette wenigstens einem von beidem fliegt mit ziemlicher Sicherheit die Brille in die Sahnetorte.

Das Rerelease beinhaltet das erste selbstbetitelte Album der Band, das mit dem gleichen Cover daher kam, die Split-Alben mit NIHIL BAXTER und THE OMNIPRESENT DISEASE und zwei Coversongs. Zum einen "Punk is dead" von NIHIL BAXTER und "The Unseen Homocaust" von THE ITALIAN STALLION. Hat man auch noch nicht so oft gehabt, dass sich das komplette Werk einer Band im Nachhinein auf einen einzigen Longplayer pressen lässt. Kommt mit riesigem DINA2 Poster, Lyrics, Linernotes, Anekdoten und Fotos. Neu gemastert für allumfassendes Audiovergnügen wurde es vom tot-Schlagzeuger Hanno Janssen zudem auch noch! Was will man mehr?

Ich denke, mein Vorschlag wird hier auf taube Ohren stoßen, aber ich würde mir schon wünschen, die Band noch mal live erleben zu können und dabei noch einmal lautstark und mit einem grinsen im Gesicht "Gerd gegen den Rest der Welt!" zu brüllen! Überlegt es euch, ich denke, ich bin da bestimmt nicht der oder die Einzige, die nach dem Genuss dieser Platte diesen Wunsch hegen.

Away From Life · 23.12.2022 · Quelle

Review lesen

Alarmstufe Gerd – s/t (LP – Spastic Fantastic – 2022)
Alarmstufe Gerd sind lange Geschichte, aber lange nicht vergessen. 2013 wurde die Band zu Grabe getragen, doch die Musik lebt weiter. Spastic Fantastic haben eine Compilation aus den Songs von der selbstbetitelten CD-R und den Splits mit The Omnipresent Disease und Nihil Baxter zusammengestellt. 28 Songs kamen zusammen. Dazu gibt’s noch ein A2 Poster, einseitig eine Collage, auf der anderen Seite Textblatt. Die Platte kommt in einer Auflage von 300 Stück.

Die Songs sind bekannt. Schnelle Songs, im Idealfall unter einer Minute. Die Texte sind oft auch kurz, der Inhalt jedoch sehr klar: Mittelfingergruß an alle! Ausnahmslos, keine Kompromisse vor der Szene und dem Staat! Genau dafür liebt man die Band!

Ich wäre ja für eine Reunion!

Und jetzt schnell hier die Platte kaufen, die grüne LP ist bereits vergriffen.

Krachfink · 15.12.2022 · Quelle

Review lesen

Ich wage zu behaupten, dass ALLE, die jemals Kontakt zu Punk und Spaß dabei hatten, mit „s/t“ von ALARMSTUFE GERD eine gute Zeit haben werden. 28 Songs in weniger als 17 Minuten und wenn euch Songtitel wie „Es gibt keine Missgeburten außer Nazis“ oder „Fleischwurst Kindergeburstagsparty“ zum Schmunzeln bringen, dann ist das euer Punk-Shot für zwischendurch. Selbst mit niedrigem Bildungsabschluss und so gar keinen Plan von Mathematik, kann man darauf kommen, dass sie Songs alle so schnell zünden wie ein Knallfrosch und ALARMSTUFE GERD keine verschachtelten Melodiebögen mit komplexer Tonfolge am Start haben.

Gerd gegen den Rest der Welt

ALARMSTUFE GERD arbeiten nach dem hochkomplexen Schnell-in-die-Fresse-Konzept. Zu ihrem zackigen Punk addieren sie dann noch eine Handvoll Hardcore-Haken, frechschnäuzige Chöre und die ein oder andere Weisheit. Wenn die Band das live irgendwo feilbietet, lohnt es sich hinzugehen. Es wird kein Konzert werden, über das man am nächsten Tag eine theoretische, politische Abhandlung schreiben kann. Aber etwas entlastet von Wut und Aggression ist man auf jeden Fall.

Will nicht heißen, dass ALARMSTUFE GERD außer 1,2 fickt euch nichts zu bieten hätten. Die Gesellschaftskritik ist lediglich grob abgeschliffen und fackelt nicht lange. Dass diese Platte am heiligen Fest erscheint, wird vielen von euch gerade recht kommen. Einfach mal vom Familientisch wegschleichen, draußen ’ne kleine Runde drehen und ALARMSTUFE GERD ballern. Der Harmonie wegen…

Sex mit Bekannten Teil II –
SFR-100Sex mit Bekannten Teil II

14.02.2023

Pressungen
  • 400x black
  • 200x pink
  • 200x yellow
  • 200x grey (Band-Edition)
Reviews (5)

Bierschinken · 29.01.2023 · Quelle

Review lesen

Ey Leute, ihr da hinten, macht bitte die Straße frei, wir brauchen Platz, viel Platz, denn hier kommt SEHR VIEL TEXT! Spastic Fantastic Records vereint auf dem zweiten Labelsampler sage und schreibe 50 Bands, die alle auch noch nen mehr oder weniger unveröffentlichten (zumindest in physischer Form) Song geliefert haben. Heiliges Blechle!

Kurzfristig wird eines unserer gefürchteten Review-Marathons anberäumt, um diesem Ungetüm an Geschepper gerecht zu werden. Und so trifft sich die Redaktion (oder zumindest, wer Zeit hatte) an einem Mittwoch Abend in den digitalen Redaktionsräumen, um sich mittels Fernsprecher und Nanotechnologie über den Sampler auszutauschen. Dürfte dann wohl auch der erste Review-Marathon sein, in dem eine Platte auch wirklich komplett durchgehört wurde – 2-Song-EPs mal ausgeklammert. Die Vinylnadel zittert bereits, legen wir los mit Seite A!

spiele Intro

gert: ein tolles Intro, das klingt wie eine 90er Jahre Gameshow morgens auf RTL

Zwen: Okay reicht, nächste Platte

Fö: nächster Song meinst du

spiele Zymt – Feindkontakt

gert: Zymt gefällt mir jetzt schon deutlich besser als Zimt aus Augsburg

Zwen: Ich habe zuerst immer Freitag-Nacht statt Feindkontakt verstanden, was irgendwie cooler wäre

Fö: schon mal nen Löffel voller Zimt gegessen?

gert: Nee, Michi aber

Coco: Teelöffel voll. Aufm Essen drauf.

Zwen: Michi ist auch Food-Influencerin

gert: 😀

spiele Twin Pigs – Normalization Burn

gert: klingt wie Twin Pigs

Zwen: Oh geil, oh geil, oh geil! Schön dass Twin Pigs wieder einen knackigen Auf-die-Fresse-HC-Song gemacht haben

Coco: Der Gesang ist zum Gähnen! Alles eine Tonlage…

gert: Ich wippe begeistert mit

Coco: Ich kippe gelangweilt rein

Zwen: Nichts gegen das Elektrogedudel, aber das war nur okay als Lückenfüller auf dem letzten Album

Fö: Twin Pigs konnten mich von Platte bisher nie so umhauen wie live. Und mich nerven ihre Social Media Aktivitäten so langsam

gert: merken für "nervigste Band" im nächsten Jahresrockblick.

Zwen: Richtig nice Backings! …ABER hat es der Song nicht aufs letzte Album geschafft, weil zu schlecht?

spiele Briefbombe – Drogenpost aus dem Darknet

Tine: uah. Das unangenehm

Coco: Das ist mir jetzt zu hektisch.

gert: Briefbombe beste Konzeptband, aber von Platte irgendwie doch bisschen zu viel Gerumpel

Fö: ich finds geil

Coco: Zum Glück kurz.

Fö: zu kurz

PaulBreitner: Wenn ichs nicht besser wüsste, würd ich meinen, Briefbombe wär ein Spastic-Classic von 2012

spiele ill! – Selber Schuld

Zwen: Aaaah! Berkelterror-Hausband! Jetzt kommt so richtige Spastic-Mucke!

gert: geiler Bass

Fö: kennste eine Spastic-Band, kennste alle

PaulBreitner: true,… sind ja auch immer die gleichen

spiele Bijou Igitt – Circle Of Scheisz

PaulBreitner: Bijou Igitt. Fand den Namen noch nie lustig. Erster Song den ich von denen höre und ich hab schon zwei Konzerte mit denen gespielt.

Fö: ich hab erst durch ein Interview mit der Band erfahren dass der Name eine Anspielung auf ein Modelabel oder so ist

Zwen: Auf eine High-Society-Marke

gert: Ihr kauft euch wohl nie 2,50€-Ohrringe bei Karstadt?!

Zwen: Jazziger HC, aber anders jazzig als Turnstille

PaulBreitner: Und vielleicht weniger Antisemiten

gert: der Gesang ist mir zu NDW-artig

Coco: Zu denen habe ich irgendwie nie eine richtige Meinung. Hier nervt die Gitarre bisschen zwischendurch. Gesang hier auch zu monoton.

spiele Disgusting News – 23 K

Fö: Jetzt gibts Wechselgesang, viel besser

gert: und 50 Sekunden Vollgas, genau das, was ich von SFR erwarte

Zwen: Das finde ich gut, es klingt wie Shitlers meets Rawside, aber Disgusting News sind die besseren Menschen

Coco: Uh, die habe ich in Bielefeld gesehen, die waren echt gut!

Fö: Disgusting News finde ich immer wieder gut und bin immer wieder überrascht dass ich das tu, egal ob von Platte oder live

spiele Spielo – Niedersachsen

Fö: ok. Spielo. Erste Band von der ich noch nie zuvor gehört hab

gert: Ich bin in Niedersachsen aufgewachsen. Hoffentlich singen sie, dass es da scheiße ist

Fö: Ich bin übrigens gebürtiger Niedersachse

PaulBreitner: Versteh kein wort.

Fö: Da ist übrigens ein Textblatt dabei wenn ihr schauen mögt

Zwen: Die Musik jetzt verbinde ich eher mit einem der anderen Sachsen

Coco: Ah, das ist Kunst, nicht wahr?

Nat: Richtige Nervmusik von Kreativen

verSemmelt: Geil. Richtig primitiv.

Fö: Es geht um Mettbrötchen

Zwen: Klingt wie Bradley Hall

spiele We Laugh – Achilles

Fö: juhu, we love

Zwen: Name klingt nach Metalcore

gert: geil, der kotzt ja fast

PaulBreitner: liebs

Nat: Hass's

Coco: Zu Hülf! Mag doch kein sinnloses Gebrüll.

Fö: ich finds geil wie alle Vokale die es gibt auf einmal rausgeschrien werden

Zwen: Geil, nach gefühlt 2 Minuten schon 1/5 geschafft!

spiele Die Bullen – Das Absolute Gute

Fö: aber jetzt kommt ein 3-Minuten-Stück!

Nat: Ich mag Die Bullen, egal wie das Stück ist.

Tine: das gefällt mir bisher. besser als das Gebrüll

PaulBreitner: kann man das skippen? der Bullenwitz is seit Falco auserzählt.

gert: wenn ich zeit für 3 Minuten hätte, würde ich keinen SFR-Labelsampler kaufen

Coco: Die dürfen das. Die Bullen dürfen alles!

Nat: Fast Forward?

doppelte Geschwindigkeit

Coco: Ey! Ich hasse Euch. Das Lied hätte ich echt gerne vernünftig gehört!

normale Geschwindigkeit

Zwen: In doppelter Geschwindigkeit wars besser, freue mich schon wieder auf die nächste Knüppelband. Das ist dann wenigstens wieder schnell vorbei.

Fö: ich fand doppelte Geschwindigkeit nicht so geil

Nat: Find das so ganz gut, hat mehr von Blaulicht und Flucht

gert: ist mir zu wavig

Zwen: Boah, der Gesang nervt soo hart! Klingt als wollte ein weißer Dude auf Roberto Blanco machen.

Fö: Okay, also es geht um Polizeigewalt und darum dass Bullen sich geil finden, oder?

Nat: Und darum, dass es keine Polizeigewalt gibt

Zwen: So wollten alles, aber erreicht haben sie mit dem Lied nichts.

Tine: Das Lied ist einfach zu lang.

verSemmelt: Ich wollte mich schön berieseln lassen und dann kommen Songs mit 3 Minuten Länge?

halbe Geschwindigkeit

PaulBreitner: BREAKDOWN!

Fö: immerhin Oi!

gert: geil, Stoner-Bullen-Punk

spiele Is Dodelijk – Sick Of Punk

gert: endlich mal eine Band aus Bayern

Fö: aus Bayern? Mit so nem Namen?

gert: Ist echt so. Die kommen irgendwo aus Franken, aus der Nähe der Autobahnabfahrt Postbauer-Heng

verSemmelt: Erholsam

Coco: Schon wieder auf einer Tonlage der Gesang.

Zwen: Endlich wieder eine Band die zu hektisch für 3 Minuten ist.

Fö: gut dass die Texte beiliegen

Zwen: Zum Ende hin schlafen sie dann ein/können nicht mehr

Coco: Für diese Art Musik habe ich zu wenig Testosteron

Fö: das ist doch ein Lied gegen Testosteron

spiele Korrosion – Edge Break

gert: Richtig geil. Die gefallen mir sehr

Fö: Korrosion find ich super

gert: Musik, wie sie sein soll

Zwen: Sind ok

Fö: und es geht um Edge Break. Mein Leben

spiele The Maladroits – Cannot Calm Down

Fö: endlich ein bisschen Synthie

gert: scheiße, Synthies

Coco: Jetzt nicht wieder an der Geschwindigkeit rum drehen, nur weil es kein 2-Min-Hardcore-Baller-Song ist

Tine: ich bin i-wo zwischen skipps und eigentlich ganz geil

Nat: Titel und Musik passen noch nicht zusammen

Zwen: Boah, 50 Songs auf eine Platte, welche/r ****** hat sich das ausgedacht, meine Aufmerksamkeit ist weg!

Coco: Ich mag sowas echt gerne! Super Band ist das!

Fö: find ich gut. würde ich zu tanzen

Nat: Das ist sowas, wovon ich wieder zwei Wochen nen Ohrwurm habe

verSemmelt: Oh. Seite A wird mit einen kleinen Hit beendet?!

Zwen: Mich nervt das. Hall und Synthis. Wäh!

Fö: also bisher echt das Highlight finde ich

Zwen: Hoffentlich sind die Songs auf der B-Seite kürzer

gert: Freue mich schon auf die C-Seite

Kurzes Zwischenpalaver, während wir uns von der A-Seite erholen. Desweiteren sinnlose Gespräche, deren Inhalt wir hier nicht abdrucken, da sie Teile der Bevölkerung verunsichern würden. So, drehen wir die Scheibe um, hier kommt Seite B!

spiele Etienne Dahoi – Bleu Comme Toi

gert: oha, ist es französisch oder tut es nur so?

Fö: oui, c'est ça

Coco: Eine französische Rückkopplung!

Fö: bleu comme toi. blau wie du. Geht um saufen, oder?

Zwen: Bandname und Titel reimen sich. Muss das sein?

Nat: Finde ich gut.

Coco: Musik gefällt mir!

PaulBreitner: i like!

Nat: Die Coco hat Geschmack

Coco: Die Nat auch

Tine: ich finds echt gut

Fö: finds auch geil, kannte ich gar nicht

gert: ich glaube langsam kann man bei SFR nicht mehr nur noch Vollgasballerpunktrashcore erwarten sondern auch 80er-NDW-Synthpop. Das bringt mich irgendwie durcheinander. Wenn ich mit veränderungen umgehen könnte, wäre ich doch kein Punker geworden

Fö: Spastic kommt halt auch in die Jahre

Coco: Keine Angst, das is immer nur auf den Samplern so, Gerd.

Fö: wieso nur auf den Samplern? Die Festivals sind doch auch sehr ausgewogen mittlerweile

Coco: Ja, die Festivals auch, aber die Veröffentlichungen nicht

Zwen: Klingt ein bisschen wie Oi! vom Gesang her, aber mit Wave und so Zeugs mit drin. Wie wohl Oi!-Waver aussehen?

Coco: Oh, es gibt viele Oi-Waver! The Gift, Grit

Fö: stimmt, hat was von Cuir, nur nicht ganz so inne Fresse

Nat: Mich stört nur, dass es französisch ist und ich weder Bandname noch Songtitel aussprechen kann

Zwen: Denken sich Franzosen wohl auch bei Deutschpunk

PaulBreitner: blö komm toa. Das ist ein Coversong vom französischen Liedermacher Etienne Daho.

Fö: Der Text (laut Google-Übersetzung) klingt auch sehr nach Liedermacher

paula_prachtkind: Jeah, ein fröhlicher Depressionssong. Auf französisch kann man das schon mal machen.

verSemmelt: Könnte auch von ChatGPT geschrieben sein.

PaulBreitner: hab den Graf persönlich angeschreiben,.. Etienne Dahoi is der Sänger von Sects Tape. Die haben vor Jahren mal aufm Spastic gespielt, waren die mit den pinken KKK-Hauben

spiele Schrappmesser – Ich hab bei Turnstile in den Pit geschissen

Fö: ah, Schrappmesser. Da klingelt die Kasse

gert: Dieses Lied finde ich gut

Fö: nach einer wahren Begebenheit

Zwen: Spitzensongtitel!!!

Zwen: Turnstile, der Kreis schließt sich

Nat: Bin ich auch begeistert von

Zwen: Stabiler Song!

Nat: Seite B bisher absolutes Spitzenprodukt

gert: erstes Lied, bei dem ich mitsinge

Fö: einfach ein Hit

spiele Sniffing Glue with Michi Krautbomber – Mörtel

gert: Habe neulich in einem Podcast gelernt, dass der Sänger von Sniffing Glue Frisör ist!!

Coco: Und das mit der Friese!

gert: Und das ist nicht witzig wegen seiner Punkerkarriere, sondern wegen… genau.

Fö: stimmt, und er frisiert sogar Polizisten. Hat er mal in nem Interview erzählt

Coco: Michi "Krautbomber"? Der hat doch schon längst ne andere Band?

Fö: wahrscheinlich ist Krautbomber am Spastic-Relevantesten. Oder am undergroundigsten

gert: Auf jeden Fall ganz gutes Gebrüll, wenngleich man hier auch schon wieder von Testosteron sprechen könnte

Fö: ey Maz, da ist ein Formatierungsfehler auf dem Backcover

Zwen: Toll, jetzt kann er alle Platten wegschmeißen.

Fö: vielleicht haben wir eh nur die Ausschussware gekriegt

Zwen: Mit durchgestrichenem Barcode, damit wir es nicht bei Kleinanzeigen weiterverkaufen.

Fö: Oder wegen der Strahlung

spiele REIZ – Poly

Coco: Wieder so Kunstkram. Aber irgendwie noch halbwegs erträglich.

Nat: Muss ich öfter hören, finde es irgendwie gut und scheiße

Fö: Reiz sind super. Hab ne Weile gebraucht um mit denen klargekommen, aber gute Band ey

gert: Jau, was Fö sagt

gert: aber den Text find ich jetzt doch irgendwie dumm

Fö: hats bestimmt nicht aufs Album geschafft wegen dem Text

spiele Bitter – Ein Älterer Herr

gert: denen hat Thrun mal sein Auto geliehen und hinterher war weniger Sprit drin als vorher.

Fö: den Bitter? oder den Bittter? Nicht verwechseln!

gert: Oh, tatsächlich. Ich glaub bei ihm warens die mit 3 t

Zwen: Waren live schlecht, sind auf Platte besser

PaulBreitner: Kenn ich beide nicht.

Fö: Bitter ist glaube ich die Band von Hagi von alles könnte anders sein. Oder sein Soloprojekt?

Coco: Die ah-ha-ha-Chöre nerven.

gert: Aber der Sänger klingt wie der Typ vom Alles-Scheisze-Audiofanzine

Fö: is er doch oder?

gert: Kein Plan, kommen dann Bitter und Bittter beide aus HH? Das wär ja noch dümmer

Fö: ja, beide aus HH

gert: auweier

Fö: dümmer oder dümmmerer

spiele Lügen – NMA

Coco: Lügen! ❤️

gert: Lügen hingegen klingen ganz gut, dabei mag ich Bands mit Ein-Verb-Bandnamen eigentlich nicht besonders

Fö: ich mag Lügen sehr

Coco: Die werde ich so hart vermissen!

spiele Dismalfucker – Poison

gert: Dismalfucker hingegen mag ich sehr. Die verbinden Hirnrausblasen (durch Musik) mit Hirnrausblasen (durch Saufen)

Coco: Aber ein Gesang wie eine kaputte Klospülung.

PaulBreitner: Wieder ne SpasticBand!

Fö: mir zu viel Gebrüll. Aber live ganz nett

Nat: Nervig

PaulBreitner: und zu wenig Blastbeats,… Hagemann wird alt.

Fö: Da spielt er doch auch Gitarre und nicht Schlagzeug oder?

PaulBreitner: ah!die Gitarre hat auch n guten Beat!

Coco: Was haben Ska- und Dis- Bands gemeinsam?

gert: Einfallslosigkeit bei der Namenswahl?

spiele Aids Jesus – 2 Cool 4 Sex

PaulBreitner: prima Interlude,.. hätte einfach nach dem ersten Durchlauf fertig sein dürfen

Fö: Nachfolgeband von…vergessen. Irgendne andere Spastic-Band

Zwen: Alles ist unangenehm an dieser Band

Nat: Auch die Lyrics

gert: ich finds eigentlich ganz witzig. Würde ich auf ein Konzert gehen von

Coco: Schon wieder nur eine Tonlage beim Gesang.

spiele Morra – Go Away

Fö: bei Morra brauch ich von Platte immer ein paar mehr Durchläufe ums gut zu finden, aber dann find ichs auch gut

Coco: Zu anstrengend

PaulBreitner: MORRA (CAPSLOCK!)

Fö: ach komm, Bands die ihren Namen in Capslock schreiben sind mindestens so nervig wie Skabands

spiele Abriss – Edel Aus Dosen

Coco: Klospülung! Ein Ton!

Fö: Bei Abriss muss ich immer dran denken wie besoffen der Sänger beim Auftritt im Rekorder war. Haben die sich eigentlich danach aufgelöst?

gert: Ist der Sänger von Abriss nicht Maz persönlich?

PaulBreitner: nee ein anderer Trunkenbold

Fö: Maz spielt da Bass

gert: Abriss finde ich ganz gut. Wortspiele verbieten sich, weil das jemand als nervigste Formulierung im Jahresrückblick gewählt hat

Nat: Ist mir zu wenig Deutschpunk, obwohl Bandname und Titel mir das versprochen haben

spiele The Gentle Art Of Chokin – Triggert

gert: Trig-gert – ein Lied über mich

Tine: och nö. das ja krach

Coco: Klospülung hoch 1000.

Fö: Spasticmucke halt

Zwen: Hört auf mit der Geschwindigkeit Schabernack zu treiben! Langsam ist es nicht mehr so witzig.

Fö: gute Idee

halbe Geschwindigkeit

Zwen: Okay doch, ist doch witzig

PaulBreitner: ist das positiv?

Fö: die Kifferversion kickt mich jetzt auch nicht so

Coco: Jetzt noch mehr Klospülung als vorher

doppelte Geschwindigkeit

Nat: Kannst du das rückwärts abspielen?

Fö: Für Technikfreaks: rückwärts unterstützt leider nicht jeder Browser.

Coco: Nicht, dass dann Satanistenverse dabei raus kommen

Nat: Oder Gebete

Tine: vielleicht klingt es dann besser

Nat: Fö, wenn du hier nicht mitarbeitest, kann ich dich auch muten!

Fö: du machst mich sprachlos, Nat

normale Geschwindigkeit

gert: Hannes von Affenmesserkampf/Bullen/Tackleberry trägt Shirts von denen. Mehr Positives kann ich jetzt aber auch nicht sagen

PaulBreitner: wenn Hannes von Affenmesserkampf Shirts von mir trägt würd ich mich auflösen

gert: "wenn Hannes von Affenmesserkampf Shirts von mir trägt würd ich mich auflösen" – Stickermaterial!

spiele Tommy la Menace ft. Mika Jodie Faster – 2050, A Funeral

Fö: okay, wieder ein Tanzlied zum Schluss

Coco: Hab ich keine Meinung zu

Tine: finds entspannt. ist okay

Fö: bisschen dancy, und geschrien wird trotzdem

Zwen: joa

verSemmelt: Wenig Ausschuss bis jetzt. Höchstens 1-2 Tracks bei mir.

Mit diesem Zwischenfazit gehen wir in die Halbzeitpause und sind ganz überrascht, wie schnell doch so eine Plattenbesprechung rum geht. Der Vinylroboter wechselt die Scheibe, wir füllen Getränke nach, und weiter geht's mit Seite C!

spiele Mist – Realized

Zwen: gute Songlänge

Coco: Kurz und kacke

gert: Das bisher kürzeste Lied. Daumen hoch dafür

Nat: Das ist SFR

Fö: kein Mist

Zwen: Leutnant Wutbauch hält morgendlich Andacht

gert: Das ist Mist

spiele Pogendroblem – 1000 neue Polizisten

Zwen: Nice!

gert: So klingen also Pogendroblem

Coco: Hm, die mag ich kompromisslos gerne!

Fö: ich mag die, die tragen kurze Hosen

PaulBreitner: nie gehört nur die Promo gesehen. Promorocker

Tine: mag die Stimme

verSemmelt: Mist. Mist verpasst. Jetzt muss ich doch die Platte kaufen?!

Coco: ja

PaulBreitner: hab die Doku mit denen gesehen, der spült sein Geschirr im AZ selber!

spiele Sektion No Fun – Generation Y

gert: Die verwechsel ich immer mit Deutsche Laichen

Fö: Faszinierend, trotz Geschrei ist der Text zu verstehen

Zwen: Ist das jetzt Black Metal oder Deutschpunk?

Coco: Ja, das ist okay. Bisschen zu brüllig.

PaulBreitner: das geht auf jedenfall gut nach vorn,.. find ich geil

spiele Scheisse – Maskulines Argument

Zwen: Oi! Oi!

gert: Den Bandnamen find ich jetzt etwas zu generisch. Musik aber geil

Fö: Grad war Mist, jetzt Scheisse

Coco: Anstrengend!

gert: Wenn ich die Band doch jetzt bloß googeln könnte, würde ich alle Platten kaufen und sie für ein Konzert buchen. Schade

Zwen: Ich muss halt die ganze Zeit an einen kleinen Hund denken, der permanent alles anbellt.

gert: wuff

spiele Sad Neutrino Bitches – Wissenstrichter

Tine: hahah

Coco: Auch anstrengend, aber anders.

Nat: Gut anstrengend

gert: das klingt wie Foyer des Arts auf Speed

doppelte Geschwindigkeit

gert: jetzt klingt es wie Foyer des Arts auf Speed auf Speed

spiele Notgemeinschaft Peter Pan – FOMOphobie

gert: viel zu spät rausgefunden, dass NPP eigentlich ganz cool sind. oder ich musste erst über 35 werden, um das einzusehen

Nat: Hat sich die Notgemeinschaft nicht aufgelöst?

Coco: Nee, ich wüsste nicht, dass die sich aufgelöst hätten?

Tine: oh, da ist ja wieder was, was Musik sein könnte

Coco: So nette Menschen! Die Musik kickt mich aber irgendwie nie so wirklich.

PaulBreitner: Was Coco sagt,… würds aber wegen Sympathie immer wieder aushalten.

Coco: Ja, ich auch.

Zwen: Immerhin mehr Akkorde beim Gesang, auch wenn die meisten falsch sind.

gert: und es wird im Text eine Band eines Bierschinkenmitglieds namentlich erwähnt

Fö: Musik find ich gut, das Stück geht so, aber okay

Fö: gibt sogar Linernotes: "Der Song war eigentlich für unsere letzte LP von 2018 vorgesehen und macht(e) sich über das echt sicke Internetphänomen ‚Fear of missing out‘ lustig, welches inzwischen wohl niemandem mehr erklärt werden muss. Trends und Bands wirken heute zwar etwas aus der Mode gekommen, aber irgendwie passt das auch schon wieder ganz zum Text. 😉 Punks, bleibt out of step und scheißt auf‘s up to date sein!"

gert: -2 Sterne wegen Anglizismen

Zwen: Hmm…kenne FOMO eigentlich eher als was anderes aber okay

Fö: was ist denn FOMO sonst? ein Getränk?

gert: first occupied molecular orbital

Fö: ah, logisch

Nat: Ist mir zu viel Text. Haben die kein Lektorat, das da mal ein wenig kürzen kann?

Fö: Machen wir bei dieser Kritik ja auch nicht

spiele tot – Mall in'd Kopp

Coco: Oh der Gesang. Dann doch lieber wieder Klospülung.

Tine: dem tut doch was weh.. der hat doch Zahnschmerzen und dicke Lippe oder?

Fö: Glaube der Text soll auf plattdütsch sein oder?

gert: Das ist mir auf jeden Fall zu dadaistisch

Zwen: Der hat zu viele Hammer Slammer auf dem Punk Rock Holiday getrunken

Coco: Der Sänger sollte mal zum Logopäden gehen.

Nat: Ohne die Männerstimme fände ich es sogar gut

verSemmelt: Der hat es wohl nicht auf Platte geschafft. Die letzte von denen ist super.

spiele Glitzer – Alles wird zu Düsseldorf

PaulBreitner: der Graf selbst!

gert: Erinnert an Fraktus

Zwen: Das klingt wie eine Mischung aus TipTop, Kraftwerk und Deichkind

gert: aber ganz witzig eigentlich

Coco: Ist das Kunst oder kann das weg?

PaulBreitner: ich glaube das ist die Zukunft

Tine: die Zukunft gefällt mir nicht so sehr

Coco: Ich hoffe, die kommen nicht aus Düsseldorf.

Fö: Glitzer wohnen zwei Straßenecken weiter von mir

gert: wohnen die alle im selben Haus?

Zwen: Seit wann wohnst du in Düsseldorf?

Nat: Haben die auch nen Song über Dortmund, Fö?

Zwen: Apropos, ist das Lied jetzt für oder gegen Düsseldorf? Versteh das nicht.

Fö: Betrunken im Klappstuhl haben auch ein Lied über Düsseldorf ohne aus Düsseldorf zu kommen.

Coco: Scheint son Dortmund-Ding zu sein

PaulBreitner: Die sind ja auch Legenden

Nat: Glitzer covern also Betrunken im Klappstuhl?

Fö: BIK haben ja auch ein Lied über Maz, da schließt sich der Kreis

spiele Dr. Dosenbier – Dosenyouth

Zwen: Das z.B. ist jetzt einfach mal eine richtig geile Gesangsstimme

Coco: Ah! Dr.Dosenbier. Gute Band!

Nat: Stimmt

gert: asiger und roher, als ich es bei dem Namen erwartet hätte

Coco: Aber das Geschrei nervt

Zwen: Schade, wäre das Lied beim Break zu Ende gewesen, wäre es perfekt gewesen. Der Part versaut jetzt alles

gert: Och ich find das eigentlich ganz nett

Fö: ah, das Lied ist gegen die Turbojugend. Super!

gert: Dasein: gerechtfertigt

PaulBreitner: Alkohol ist ja viel gefährlicher als Rasen.

Fö: vor allem nasser Rasen, da kann man ausrutschen

spiele Schwach – Sehnsucht

Coco: Anstrengend! Anstrengend! Ich verlange Entschädigungspauschale.

gert: Schwach auch live besser als auf Platte. Aber das Lied ballert gut rein

PaulBreitner: Klingt wieder wie Spastic 2012, geil!

Zwen: Holt die Ellenbogen raus, Freunde! Und links! Und rechts! Uiuiuiui!

gert: aber mit schön klassischen HC Breakdowns

Fö: Classic Hardcore. "Gegen die Vereinzelung, für Kollektive, Freundschaft und Unity."

Zwen: Und die Waterkant. Ach nee, falsche Küste

Coco: Testosteronmangel meinerseits

spiele Idiot Siege – Delusions

gert: Geil, ein Lied über zwei Minuten. Ich muss nämlich mal kurz wohin

Fö: sollen wir langsamer machen?

Zwen: Lass einfach alle pissen gehen jetzt

Fö: ey, aber Idiot Siege find ich gut

Coco: Langweilig, aber zumindest mal nicht nervig. Und sehr schöne Gitarre!

Coco: Nat, nimm dem Fö die Geschwindigkeitsmacht weg.

Nat: ich kann nicht, ich ess gerade Eis

PaulBreitner: Fö mach das schnell!

doppelte Geschwindigkeit

Coco: Nat! Buh!

Fö: okay, klingt jetzt wie ne typische Spastic-Band

Coco: Vorher war gut

spiele Mülheim Asozial – Tatort Porz

Coco: Sehr wichtiges Thema! https://tatort-porz.org/

Fö: schon wieder ein Song nach einer wahren Begebenheit

Zwen: Ja, da stört mich nicht mal, dass der Song über drei Minuten lang ist.

gert: Nee, und dass MA ihre Reichweite für sinnvolle Inhalte nutzen und nicht mehr Mallorcapartypogopunk machen, find ich auch super

Fö: was macht eigentlich der Anwalt von Hajo Bähner wenn er von diesem Sampler Wind bekommt?

h*einz_zweidreI: mitsingen

Nach 3 von 4 Plattenseiten sind wir immer noch guter Laune. Ein Novum beim Review-Marathon! Freudig wechseln wir zur D-Seite

spiele Jetski Accidents – I Won't Come

Coco: Ach, schön.

Nat: mag den Gitarrenlauf

Fö: Ich bin Fan, was soll ich sagen

gert: Ich finds kacke, was soll ich sagen

Coco: Mag die Dengel-Gitarre.

Coco: Gesang etwas zu lakonisch. Aber das gehört zum Konzept, machse nix.

Nat: *googlet lakonisch*

Coco: Da spielt Timo D. mit, deswegen kenne ich die.

spiele Samantha Jones – Punkerjugend

gert: Geil

Nat: Nee

Tine: das ist schon wieder sehr unangenehm

gert: ich find das toll

Fö: schön hektisch

Coco: Eine Tonlage im Gesang, das ist Spastic Fantastic.

Fö: Punk muss auch weh tun!

spiele Knigge + Krust – Spastic Fantastic Cool

Coco: Ah! Krautbomber.

Fö: Ist das Lied für oder gegen Spastic Fantastic?

Nat: sowas find ich besser…Aber ne Punkband, die *piepst*?

Fö: wer weiß was da gepiepst wurde. der Name von nem anderen Label?

Zwen: Kontrollpunkt haben mich mal 2 Jahre genervt weil sie meinten sie hätten aufgrund ihres Songs Bunt Statt Braun ein Anrecht auf einen Slot beim Bunt Statt Braun Festival. Bei Knigge + Krust scheint es geklappt zu haben

PaulBreitner: inkonsequent

spiele Theilen – Kein Freund kein Helfer

Coco: Theilen suuuuper!

gert: diese Meinung möchte ich mit Coco theilen

Fö: guter Song!

Nat: jepp

gert: Mucke gut, Aussage gut

Tine: ich find seine Stimmer deutlich angenehmer als ihre.

Fö: endlich was gegen Bullen

Nat: Stimmen auch gut

PaulBreitner: das Tape war richtig geil! mag die sehr!

gert: Ich find der Wechsel machts erst richtig gut

Fö: ich find den Wechselgesang super. War aufm Tape so nicht oder?

PaulBreitner: nee aufm Tape gabs das nicht. Früher war alles einfacher

Coco: Live auch super.

PaulBreitner: den Text hätte man auch kürzen können… oder musste Maz den Zettel voll kriegen?

spiele Mandy – Lecker Einfach Geil

Fö: Die Band kenn ich nicht, klingt wie ne Spastic-Band

Coco: Anstrengend!

Nat: wenigstens kurz

Fö: und vorbei

spiele May The Force Be With You – Lowlife

gert: endlich Metalcore

Coco: Noch anstrengender!

PaulBreitner: warum?

Coco: Klingt wie Klospülung.

h*einz_zweidreI: Da würde ich mal ne Klempner*in holen

gert: ist das ein Ryker's-Cover?

Nat: passt auch nicht aufs Label

gert: ich komme zu dem Schluss, dass es kein Ryker's-Cover ist

PaulBreitner: nein?

Zwen: Geil, Grüße gehen raus nach Selm-Bork

Fö: Maz und ich haben die mal gebucht. Die wollten dass wir nen Coversong mit denen auf der Bühne performen, ich hab mich aber die ganze Zeit im Backstage versteckt

Coco: Unterm Tisch oder im Schrank?

verSemmelt: Den könnense nochmal von der Rille kratzen.

spiele Kommando Marlies – Kein Aufruf zu irgendwas

Tine: Musik !!

Zwen: Info: Kommando Marlies haben sich aufgelöst

PaulBreitner: gut gemacht

Nat: Gefällt mir sehr gut

gert: das ist mir zu larmoyant (dachte schon, ich könnte dieses schöne Wort gar nicht mehr unterbringen!)

Coco: Nicht so schlimm. Also dass sie sich aufgelöst haben.

Nat: Ich würde zur Reunion-Show gehen

Coco: Zuviel Pathos!

Zwen: Uwe Unangenehm

paula_prachtkind: Das ist wesentlich angenehmer als das davor.

verSemmelt: Ist das schlecht. Buh.

h*einz_zweidreI: mitklatschen!

Coco: Mitheulen!

Zwen: Song ist auch über drei Minuten!!!!!!!1111

Coco: Tanzen im Regen? Iiih, Hosen-Zitat

Nat: Morgens um 3 Uhr, leichter Liebeskummer, ich sing vor der Bühne mit!

gert: Dazu müsstest du aber den Text kennen

Fö: Textblatt liegt doch bei

Nat: Morgens um 3 Uhr muss ich keinen Text mehr kennen

PaulBreitner: die liegen schon am Boden, will da nix zu sagen.

Nat: Okay, jetzt verliert die Band auch mich

Coco: Aber er hat keine Wahl! Er muss!

PaulBreitner: ok. muss man sich halt auch trauen sowas.

spiele Halb aus Plastik – Ersatz

Coco: Das sind die, die eigentlich mit Cold zusammen gespielt hätten, hm?

Fö: ja. fand ich live ganz cool, aber so von Konserve…hm…

Zwen: Laut Maks spielt in dieser Band Dieter Rüttenscheid….häh Hans Laschsäge…ne wie hieß der noch

Zwen: Ach! Jens Rachhut

Coco: Hm. Ich bin froh, dass ich zuhause geblieben bin. Der hat schon wieder ne neue Band?

Fö: boah Zwen, Rachut schreibt sich mit einem h. Musste das im Bericht schon so oft korrigieren

gert: Rachut hatte mit Oma Hans seinen Zenit erreicht

Coco: Irgendwer meinte mal: "Immerhin covert er sich selbst, besser, als wenn es jemand anderes tut"

Fö: nee, der Gitarrist trägt nur ne ähnliche Mütze, ist nix mit Rachut. Wenn der Bericht schon online wär wüsstet ihr das!

Zwen: Achsooo, warum erzählt mir Maks eigentlich immer so eine Kacke?

Coco: Weil der Maks nix mehr hört.

Fö: Weil du offensichtlich eh keine Ahnung hast wer Rachut ist

Zwen: Das stimmt

paula_prachtkind: Hab ich mir anders vorgestellt… Hab mich auch gefragt, wo ich da n Rachut raushören soll.

h*einz_zweidreI: hört sich an, wie die Mütze von Rachut

paula_prachtkind: Also ich mag den Sound. Ist aber jetzt nicht so spannend. Eher zum Autofahren oder in der Badewanne hören…

h*einz_zweidreI: schleicht ewig aus

Coco: Wow, nur noch 5 Lieder, Leute

spiele Sidetracked – Debts.Doubts.Devastation

Coco: Anstrengend.

gert: Die gibts noch?

Fö: nee, schon lange nicht mehr. Frag mich auch wo sie das Lied ausgegraben haben

Coco: Alarmstufe Gerd wurden ja jetzt auch wiederveröffentlicht, wer weiß…

paula_prachtkind: Ich hab wohl alle guten Songs schon verpasst?

spiele We Sleep – Activists

Coco: Klospülung.

gert: 42 Sekunden. Man könnte in jeder Sekunde des Lieds 1 g Hefe essen und hätte am Ende den ganzen Würfel weg

Fö: we laugh, we sleep, was machen wir denn noch alles?

Zwen: We piss

Nat: we eat

Fö: we skip

spiele Kackschlacht – Lack ab

Fö: haha geil

gert: das ist ein NXD-Cover, oder?

gert: oder Mann kackt sich in die Hose?

Fö: von MKSIDH

paula_prachtkind: Gut!!!

Coco: Kackies, beste Band!

Fö: DEINE FRESSE MEINE FRESSE

paula_prachtkind: Sehr gut sogar!

Zwen: Kann man machen

spiele Akne Kid Joe – Hey Daniel (live at lala studios)

gert: AKJ sind auch so ne Konsensband geworden. Aber aus gutem Grund!

Coco: Die mag ich auch immer.

gert: Die mögen alle!

Zwen: Hehe, ich mag die nicht

gert: Zwen du Querulant

paula_prachtkind: Haha, schon lange ein sehr guter Song. Hey Daniel… <3

Nat: AKJ sind immer safe

PaulBreitner: dachte die spielen nur noch große Bühnen

Coco: Wobei aufm Ox-Fest habe ich gehört, wie jemand gefragt hat, warum zur Hölle die als Hauptband spielen, haha.

Fö: leider kein neuer Song. Buuhhh

paula_prachtkind: Neue Aufnahme, oder?

Fö: ja, "live at lala Studios" ist die Aufnahme. Da gabs mal so ne Session, bei Youtube

PaulBreitner: können sich wohl erlauben keinen exklusiven Song einzuschicken, die feinen Damen und Herren

h*einz_zweidreI: bleibt ein guter song

Fö: ja, gut ist der Song durchaus. Freu mich immer wenn der live kommt

Nat: Ich möchte Daniel an dieser Stelle grüßen

paula_prachtkind: Ich lache aber insgeheim immer noch über den Hefewürfel-Witz…

spiele Fairtoni und Planet Panzer – Fridays For Future

gert: ach du liebe zeit

h*einz_zweidreI: Autotune yeah

gert: Mumblerap?

Tine: Würgereiz

PaulBreitner: lol

Tine: boah das ja eklig.

gert: das ist aus gutem Grund das letzte Lied

Fö: puh, schlimm

Coco: Meine WG hört sowas den ganzen Tag, ich habe mich an diese Art Musik gewöhnt.

Nat: Coco, willst du bei mir einziehen?

gert: Coco, sind die Mitglieder deiner WG 20 Jahre jünger als du?

Coco: Teilweise 10 Jahre. Teilweise garnicht.

Coco: Nat, willst Du bei mir einziehen? Muss die Rate hier abbezahlen.

gert: Rate abbezahlen? Hast du ein WG-Zimmer gekauft?

Coco: Nee, ein Haus.

Zwen: Thematisch natürlich Konsens, aber wie schlecht ist das bitte musikalisch

Fö: sind das eigentlich Fatoni und der Typ von den Antilopen, die sich nicht trauen ihre richtigen Namen zu nennen weil die Musik zu scheiße ist?

gert: Hab ich mich auch gefragt

Zwen: Häh? Aber der Panzer kann doch eigentlich rappen? Zumindest besser als dieses Gestotter

Fö: vielleicht Absicht, weil sie Maz ärgern wollen

Nat: Bor ey, das ist unerträglich

h*einz_zweidreI: der Wolf

Zwen: Sorry, aber es klingt als wäre das von ein paar Diesel-Fahrer*innen, die sich über FFF lustig machen.

Das war's, Sampler durch! Wir beratschlagen noch, ob wir den Review-Marathon mit irgendner anderen Platte fortsetzen, beschließen dann aber, es beim Sampler zu belassen und vielleicht in unsere Favoriten nochmal reinzuhören. Außerdem macht das glänzende Cover in der Webcam eine sehr gute Figur!

verSemmelt: Mein Fazit: starker Sampler. 5 von 50 sind bei mir nur Abfall, und zwar Notgemeinschaft Marlies, The Gentle Art Be With You und was auch immer das Letzte da war.

Coco: Fazit: Sehr durchwachsen.

Fö: beim Sampler waren Bade-Perlen "mit einem süßen Duft zum Verlieben" dabei

Coco: Wir sollen uns waschen? Woher weiß Maz, wie wir riechen?

h*einz_zweidreI: aromatischer Sampler

Coco: Jede*r nur eine Perle!

paula_prachtkind: Fazit von 8 gehörten Songs: zwei gute und zwei okaye!

Fö: Mein Fazit würde besser ausfallen, wenn der letzte Song nicht so schlimm gewesen wäre

Coco: Zum Glück ging es schnell vorbei, haha.

Fö: Wollen wir irgendwas nochmal hören?

Coco: Ich hab schon wieder vergessen, was ich gut fand

Zwen: Mülheim Asozial. Pogendroblem. Scheisse

PaulBreitner: Etienne Dahoi

Coco: Die Bullen!

paula_prachtkind: Ich wünsche mir Sniffing Glue

Vinyl-Keks · 02.03.2023 · Quelle

Review lesen

Heureka, da hat er aber wieder einen rausgehauen, der Herr Richard. Aka Maz. Aka Mastermind, Kopf, One-Man-Show hinter Spastic Fantastic Records, dem einzigen Dortmunder Export, der es auch mal auf Platz 1 schaffen könnte. Auf Platz 1 der mit am meisten Liebe und Inbrunst betriebenen Labels, zum Beispiel. Wie was? Ein Beispiel dafür ist fällig? Aber gerne. Schaut und hört euch mal den neuesten Labelsampler vom guten Maz an. Schon auf den ersten Blick ist klar, da wurden keine Kosten und Mühen gescheut, um uns das oberbestmögliche Produkt liefern zu können. Dazu dann gleich mehr.

Der Legende nach hat Maz sein Label nach einem Song einer seiner Lieblingsband – The Italian Stallion – benannt. Diese sind auf „Sex mit Bekannten Teil II“ zwar nicht vertreten, dafür aber satte 50 andere Bands – und das auch noch mit 50 unveröffentlichten Tracks! Ihr seht, werte Freunde und Freundinnen, ein Mammutprojekt. Und zusätzlicher Beweis für des Mazens Hingabe zu seinem Baby Spastic Fantastic. Das ich, im Vergleich zum Maz eher fauler Natur, hier jetzt nicht alle 50 Bands aufzählen, abwägen, vergleichen, gut finden, doof finden kann, versteht sich hoffentlich von selbst. Vielmehr verweise ich auf die Fotos unten, erlaube es mir im folgenden aber, exemplarisch Bands zu benennen, sofern es sachdienlich sein sollte und bemühe mich stattdessen vielmehr, das Produkt als solches zu präsentieren.

Geschwollenes Geschwafel schon wieder! Moment mal, hat der Typ gerade von „Teil II“ gefaselt? Richtig! Wo Teil II, da war wohl auch mal ein Teil I. Das ist aber eine gefühlte Ewigkeit her. 2016 wurde „Sex mit Bekannten“ geboren, auch dieses bereits ein entzückendes Kind. Die damals 35 versammelten Bands (u.a. auch meine Band High – so viel Zeit für Arroganz, gnadenlose Selbstüberschätzung und Angeberei dies zu erwähnen muss an dieser Stelle schon sein) passten tatsächlich noch auf eine Langrille. Mit 50 wird’s dann so langsam aber schon eng. Da mögen die Songs – überbegrifflich alles durch die Bank Punk – noch so kurz sein. Und so kam es wie es kommen musste und „Teil II“ wartet auch mit zwei Scheiben auf. Jawohl! Und weil der Maz schon immer ein farbenfroher Vogel war, lässt er sich auch dieses Mal nicht lumpen: wer möchte, kann sich sein/ihr Exemplar in gelb oder pink, oder eben doch in schlichtem schwarz holen.

Ja, ein feines Labelfest hat der Kerl auch alle Jahre wieder. Da kann das dann so abgeh’n!

Auch neu: Gatefold! Bitternötig dieses Mal, denn sonst hätte es ja die herrliche Fotocollage im Innenleben so nicht geben können. Fotos, Accessoires, Flyer, das ein oder andere bekannte Gesicht undundund. So vieles aus inzwischen auch schon rund 16 Jahren Spastic Fantastic Records. Wunderbar und zum Schmunzeln. Und: noch ein Beweis für saubere und hochwertige Arbeit. Dazu noch ein tolles Poster mit sämtlichen Lyrics auf der Rückseite. Ja, dieser Sampler ist auch was für die Wand!

Ansonsten gilt es explizit zu betonen, dass der Sampler absolut am Schnürchen läuft. Soll heißen, es ist gelungen, die 50 Songs so anzuordnen, dass es nicht wie eine lustlose Abhandlung wie auf irgend einer ollen Bravo Hits klingt, sondern dass die Songs sich fließend und stimmig die Klinke in die Hand geben. Das sorgt für grenzenlosen und nie langweilig werdenden Hörgenuss, homogen gemastert noch dazu. Und zwar für alle – ausnahmslos alle – die auch nur im geringsten was mit Punk aus dem wahren Underground anfangen können. Klar, ein paar bekanntere Namen sind da schon auch dabei. Bijou Igitt, Pogendproblem, Sniffing Glue oder auch Akne Kid Joe dürften dem/der einen oder anderen schon über den Weg gelaufen sein, auch wenn er/sie nicht den lieben langen Tag damit verbringen mag, im www nach dem neuesten Scheiß Ausschau zu halten. Internet ist eh doof, kann man doch die Punkrockwelt dank „Sex mit Bekannten Teil II“ auf weitaus erquickendere Art und Weise erkunden.

Und so bleibt mir abschließend nur noch, euch diesen supidupi Sampler wärmstens ans Herz zu legen. Aber Achtung! Beeilt euch, denn abzüglich der 200 Stück auf grauem Vinyl, welche wohl ausschließlich den beteiligten Bands vorbehalten zu sein scheinen, bleiben für den restlichen Pöbel nur noch 800 Stück übrig. Minus mein Exemplar hier (1000 Dank dafür, lieber Maz!)… ihr seht schon, ihr müsst euch beeilen und euch am besten direkt bei Spastic Fantastic Records euer Exemplar sichern. Und sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt, wenn’s dann doch schon zu spät sein sollte! Bei einem Release dieser Güte nämlich durchaus möglich. Ende. Aus.

ngg_shortcode_0_placeholder

Away From Life · 27.01.2023 · Quelle

Review lesen

Sex mit Bekannten Teil 2 (LP – Spastic Fantastic Records – 2023)
Sex mit Bekannten ist seit 2016 einer der meistgehörtesten Sampler in meinem Haushalt. Die 100. Release hat das Label Spastic Fantastic Records als Anlass genommen einen zweiten Teil dazu zu veröffentlichen.

In einer Auflage von 1.000 Stück kommt das gute Stück als Doppelvinyl im Gatefold Cover daher. Fettes Papier, Hochglanz und Poster mit allen Texten. Alle Songs sind in dieser Form noch nicht auf Vinyl veröffentlicht. Der Song Daniel von Akne Kid Joe ist zwar vom Debutalbum der Band bekannt, hier in einer qualitativ sehr guten Liveversion zu finden.

Es ist schön ein Lebenszeichen von Sniffing Glue zu hören! Die vier Jungs sollten mal wieder mehr auf Tour gehen, die Band ist viel zu gut um im Proberaum versteckt zu bleiben!

Eine Band die mich immer wieder zum lachen bringt sind dDe Bullen. Super Texte und ein humorvolles Bandkonzept! Schön dass hier auch Freunde und Helfer als Bekannte geführt werden.

Frisch aufgelöst aber auch immer gut abgeliefert haben Kommando Marlies. Mit Kein Aufruf zu Irgendwas verabschiedet sich die Band damit stilvoll!

Insgesamt sind 50 Songs auf dem Sampler zu finden. Musikalisch gibts von Elektropunk bis zum Crust mit Black Metal Anleihen alles zu finden.

Mit dieser Scheibe macht man sich beim Kauf selbst eine Freude und entdeckt verdammt viele gute Bands.

Auf weitere 100 Releases bei Spastic Fantastic Records! Prost!

Hier noch eine Liste aller vertretenen Bands:

Abriss, Aids Jesus, Akne Kid Joe, Bijou Igitt, Bitter, Briefbombe, Die Bullen, Disgusting News, Dismalfucker, Dr. Dosenbier, Etienne Dahoi, Fairtoni und Planet Panzer, Glitzer, Halb aus Plastik, Idiot Siege, ill!, Is Dodelijk, Jet Ski Accidents, Kackschlacht, Knigge + Krust, Kommando Marlies, Korrosion, Lügen, Mandy, May The Force Be With You, MIST, Morra, Mülheim Asozial, Notgemeinschaft Peter Pan, Pogendroblem, REIZ, Sad Neutrino Bitches, Samantha Jones, Scheisse, Schrappmesser, Schwach, Sektion No Fun, Sidetracked, Sniffing Glue, Spielo, The Gentle Art Of Chokin, The Maladroits, Theilen, Tommy la Menace, tot, Twin Pigs, We Laugh, We Sleep und Zymt.

Krachfink · 10.02.2023 · Quelle

Review lesen

Das Label Spastic Fantastic schickt einen Sampler mit VA und einer Auflage von 1.000 raus, der auf den Namen „Sex mit Bekannten Teil II“ hört und einen Großteil der Punkrock-Mischpoke von gestern bis jetzt vereint. Soll man jetzt wirklich auf das Wortspiel eingehen und jeden Song einer Stellung zuordnen? Oder einer Geschlechtskrankheit? Gut, lassen wir das. Schon aufgrund der Menge… ah vielleicht doch eine Gruppensex-Referenz… ergibt sich natürlich angenehme Vielfalt.

So eintönig scheint Punkrock doch nicht zu sein. Es gibt viel Einszweieinszwei-Geriffe, aber auch einiges an Variantenreichtum, stark Rock’n’Roll-lastiges und saftige Hardcoreschellen. Was alle Bands auf „Sex mit Bekannten Teil II“ vereint, ist der Bock auf Stänkern. Gegen das System, gegen sich selbst oder einfach gegen dich, du wahrscheinlich mit gebücktem Rücken überm Laptop hängende Matschbirne.

Polyamoröse Punkparty

Was lässt sich also anfangen, mit „Sex mit Bekannten Teil II“. Die Platten eignen sich hervorragend, um einfach mal abzulassen. Es wird gepogt, gebrüllt, im Kreis gedreht, gerockt und gepöbelt. Obwohl wir 50 pralle Songs geboten bekommen, dauert der Sex mit Bekannten gerade mal eine Stunde und zwanzig Minuten. Die Bands haben sich größtenteils für ihre Schnellzünder entschieden, da wirken DIE BULLEN und MÜHLHEIM ASOZIAL mit ihren Songs um die drei Minuten schon wie frickelige Progbands, die nicht zum Punkt kommen. „Sex mit Bekannten Teil II“ eignet sich aber auch dazu, um Genrefremden mal den Status Quo des Punkrocks zu demonstrieren.

RockTimes · Markus Kerren · 10.04.2023 · Quelle

Review lesen

Einen Sampler namens "Sex mit Bekannten" gab es schon mal, und zwar von dem in Dortmund ansässigen Punk Rock-Labels Spastic Fantastic Records. Naja, und der Albumtitel des hier zu reviewenden Vinyl-Doppeldeckers verrät bereits, dass wir es hier mit der Fortsetzung, sprich Teil 2 zu tun haben. Stramme fünfzig bisher unveröffentlichte Tracks von genau so vielen Bands werden geboten. Fast alle hier vertretenen Combos gehen voll auf die Zwölf, hier herrscht die blanke Wut und Frustration, die dann auch mit Inbrunst herausgeschrien wird. Zum Glück! Der für den Rezensenten unsägliche Fun- oder Surf Punk findet auf diesen vier LP-Seiten nicht statt.

Wenn beispielsweise Progendroblem mit "1 000 neue Polizisten" loslegen, bleibt kaum ein Auge trocken. Meist sind die vertretenen Bands tempomäßig sehr schnell und kompromisslos unterwegs, aber es gibt auch den einen oder anderen Ausreißer (wie beispielsweise die Band Glitzer mit der Nummer "Alles wird zu Düsseldorf"), der auch mal in Richtung Electronic oder Neue Deutsche Welle gehen kann. Aber in den allermeisten Fällen wird so richtig Alarm gemacht, wie auf der ersten Vinyl-Seite bereits Briefbombe (mit "Drogenpost aus dem Darknet") oder auch – einer der Favoriten des Rezensenten – The Maladroits (mit "Canot Calm Down") Teilweise geht es sogar bis in den Hardcore rein, wie unter anderem Schwach mit dem Song "Sehnsucht" deutlich machen.

Knigge + Krust machen dem Label mit "Spastic Fantastic Cool" alle Ehre, während anschließend Theilen mit "Kein Freund, kein Helfer" noch einmal zu heftigem Punk-Riffing dem offensichtlichen Feindbild die Stirn bieten. Natürlich muss der Verfasser dieser Zeilen zugeben, nicht allzu tief in dem Genre verwurzelt zu sein und somit war ihm auch keine einzige der hier vertretenen Bands bisher bekannt. Was jedoch nicht allzu viel heißen muss und ganz sicher werden die einzelnen Combos in der Szene ganz sicher bereits ihre Freunde gefunden haben.

Für Punk Rock-Fans dürfte "Sex mit Bekannten II" also ein wahres Fest sein, denn nicht nur bekommen sie hier ein buntes Potpourri aus Old School- und modernerem Punk auf die Ohren, sondern bei dieser Vielzahl an Bands auch noch die Möglichkeit, jede Menge Neues für sich zu entdecken. Dem Rezensenten lag für dieses Review eine Ausgabe in schwarzem Vinyl vor. Die auf 1 000 Exemplare limitierte Ausgabe ist aber auch auf gelbem (200 mal), pinkem (200 mal), grauem (200 mal) und eben schwarzem (400 mal) Vinyl erhältlich.

Tracklist "Sex mit Bekannten II":
Side 1:

Intro
Zymt – Feindkontakt
Twin Pigs – Normalization Burn
Briefbombe – Drogenpost aus dem Darknet
Ill! – Selber schuld
Bijou Igitt – Circle Of Scheisz
Disgusting News – 23K
Spielo – Niedersachsen
We Laugh – Achilles
Die Bullen – Das absolut Gute
Is Dodelijk – Sick Of Punk
Korosion – Edge Break
The Maladroits – Cannot Calm Down

Side 3:

Mist – Realized
Pogendroblem – 1 000 neue Polizisten
Sektion No Fun – Generation Y
Scheisse – Masulines Argument
Sad Neutrino Bitches – Wissenstrichter
Notgemeinschaft Peter Pan – Fomophobie
Tot – Mall In’d Kopp
Glitzer – Alles wird zu Düsseldorf
Dr. Dosenbier – Dosenyouth
Schwach – Sehnsucht
Idiot Siege – Delusions
Mühlheim Asozial – Tatort Porz

Side 2:

Etienne Dahoi ft. Sancho Micide – Bleu Comme Toi
Schrappmesser – Ich hab bei Turnstile in den Pit geschissen
Sniffing Glue ft. Michi – Krautbomber Mörtel
Reiz – Poly
Bitter – Ein älterer Herr
Lügen – NMA
Dismalfucker – Poison
Aids Jesus – 2 Cool 4 Sex
Morra – Go Away
Abriss – Edel aus Dosen
The Gentle Art Of Chokin – Triggert
Tommy La Menace ft. Mika Jodie Faster – 2050, A Funeral

Side 4:

Jetski Accidents – I Won’t Come
Samantha Jones – Punkerjugend
Knigge + Krust – Spastic Fantastic Cool
Theilen – Kein Freund, kein Helfer
Mandy – Lecker, einfach geil
May The Force Be With You – Lowlife
Kommando Marlies – Kein Aufruf zu Irgendwas
Halb Aus Plastik – Ersatz
Sidetracked – Debts Doubts Devastation
We Sleep – Activists
Kackschlacht – Lack ab
Akne Kid Joe – Daniel (live at Lala Studios)
Fairtoni & Planet Panzer – Fridays For Future

Gesamtspielzeit: 17:47 (Side 1), 18:39 (Side 3), 19:17 (Side 3), 21:42 (Side 4), Erscheinungsjahr: 2023

Sidetracked – Crush Kill Destroy (+ Bonus Songs)
SFR-99SidetrackedCrush Kill Destroy (+ Bonus Songs)

19.08.2022

Pressungen
  • 110x white, einseitig
Reviews (2)

Bierschinken · Peter · 19.01.2023 · Quelle

Review lesen

Wir befinden uns im Jahre 2000 n. Chr., das ganze östliche Ruhrgebiet ist von Gabber-Glatzen und Onkelz-HörerInnen besetzt … Das ganze östliche Ruhrgebiet? Nein! Ein von unbeugsamen, aufrührerischen Jugendlichen bevölkertes Dorf namens Unna hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. In einer Zeit, in der sich Skate-Punk eigentlich schon wieder komplett erledigt hatte und der furchtbare Metalcore noch gar nicht aus seinem Ei geschlüpft war, machen sich vier Jugendliche auf, mit furiosem Krach, der sich Thrashcore schimpfen soll, ihren Vorbildern wie zum Beispiel SPAZZ, bei dem sie sich gleich mal den Albumtitel dieser EP klauten oder SCHOLASTIC DETH nachzueifern. Gleichzeitig ließ sich auf diese Weise all der im Bermudadreieck zwischen Schulhof und Skatepark angesammelte Hass auf die kaputte Welt um einen herum heraus brüllen.

Ich weiß gar nicht, wie oft ich damals als kleiner Punker, dem seine Lederjacke noch so passte, dass er sie schließen konnte und bei dem noch genug Haupthaar vorhanden war, um dieses in irgendeiner Weise zu stylen, die Band SIDETRACKED gesehen habe. Meistens wohl bei einer Show im JKC Kamen, dem JZ Yellowstone in Bergkamen oder dem JZ Sunshine in Selm, die letzten beiden sind wohl als ehemaliger Hauptsitz von HORROR BUSINESS RECORDS anzusehen. Übrigens in unserer Gegend und in der damaligen Zeit auch so ein Gallier unter all den kulturellen Römern. Jedes Mal überrollten mich die vier mit ihrem Hochgeschwindigkeitskrach. Ganz verstanden, was da gerade passiert, warum dies so schnell sein muss, so wenig eingängig ist und weder viel Melodie noch irgendwelche gut gesetzten Breaks hat, habe ich damals wohl nicht und vielleicht verstehe ich es heute noch nicht in seiner Gänze. Trotzdem fand ich es damals wie heute einfach nur megageil, vor allem live. Man wurde ja geradezu von diesem heftigen Gebrüll und Geschepper überrollt. Dann zwanzig Minuten durch gewühlt, als hätte man nicht nur seine schmutzige Wäsche, sondern gleich sich selbst mit in die Waschmaschine gesteckt, die Tür hinter sich geschlossen und den Schleudergang eingelegt. Ob das nun Punk, Hardcore oder Thrashcore war, war mir größtenteils egal, denn was heute wie damals glasklar war, das, was hier praktiziert wurde, war und ist ein musikalischer Schlag in die Magengrube. Besser und treffender kann man meiner Meinung nach Wut, Hass und Frustration nicht in Klänge verpacken. Ich liebe es.

Mit "Crush, Kill, Destroy" wird nun auf Spastic Fantastic dem Label, das ganz nach dem Credo: "Vom Volk fürs Volk" arbeitet, die ehemalig 2004 auf Kassette veröffentlichte EP auf Vinyl rausgehauen. Damals siedelte die Kassette zwischen dem ersten auf Good Boy Records erschienen Album und der Split EP mit SOME CAME RUNNING. Von ebenjener Split befinden sich auch einige Songs auf dieser weißen, einseitig bespielten LP. Für mich am wichtigsten ist dabei wohl der Song "Unnahältzusamm", den ich schon auf ein Mixtape und in einige Playlists geschmuggelt habe. Alle Songs haben hier einen noch viel raueren Charme, alles wirkt mir noch schneller, roher und der Gesang noch unverständlicher als auf den später folgenden Platten! Kurzum: Ein Traum!

Wenn ihr schnell wart, lag eine der auf 100 limitierten weißen Vinyl Scheiben pünktlich zum Releasetag, dem 24.12. bei euch unterm Baum bereit, um aufgelegt zu werden und dann jegliche harmonische Weihnachtsstimmung in unter zwanzig Minuten aus dem Raum zu fegen. Wenn nicht, haltet euch ran!

Away From Life · 24.12.2022 · Quelle

Review lesen

Sidetracked – Crush Kill Destroy (LP – Spastic Fantastic – 2022)
Spastic Fantastic sind im Fieber der Neuauflagen. Sidetracked aus Unna haben Crush Kill Destroy 2004 als limitierte MC veröffentlicht, nun folgt erstmalig eine Vinyl. Auf 110 limitiert und handnummeriert auf weißem Vinyl kommt das Stück sehr edel daher. EIn Textblatt liegt bei, das ist aber auch notwendig, da die Texte kaum verständlich sind. Die Platte wurde einseitig bespielt und mit 14 Songs vollgepresst.

Musikalische Backpfeifen gibt es von beiden Seiten! Die Band spielt unglaublich schnellen Hardcorepunk und es würde nicht auffallen wenn diese Band auf dem This Is Boston Not LA Sampler als deutsche Kapelle sich verstecken würde.

Inhaltliche Themen sind Nihilismus und Unity! Das ganze ist sehr abwechslungsreich und macht Laune selbst in den Proberaum zu fahren!

tot – Ferien LP
SFR-98totFerien

11.11.2022 · LP

Pressungen
  • 200x clear yellow (Spastic Fantastic Edition)
  • 200x clear magenta (La Pochette Surprise Edition)
  • 200x blue marble (tot Edition)
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #166 Februar/März 2023 · Michael Schramm · Quelle

Review lesen

Alles im Fluss – das neue TOT-Album ist noch nicht erschienen, da ist Bassistin Natalie schon nicht mehr dabei. Schade, denn wie sehr ihr Gesang den Gesamtsound bereichert, zeigt das schleppende „Gold“ ziemlich eindrucksvoll. Auch ansonsten schaffen es TOT mit „Ferien“, dem reduzierten Grunge-Punk noch einige Facetten hinzuzufügen. „Overproduced“, wie die Band selbstironisch postuliert, ist die LP deswegen trotzdem nicht, eher ziemlich ausgereift, wie die Social-Media-Abrechnung „Sum“ beweist. Der Titelsong wiederum kriecht noisig durch die Boxen, in „Sterne“ janglen die Gitarren Spaghetti-Western-like, der Refrain von „Logik“ geht als Pop-Hymne durch und „In Blumen“ als cleveres NIRVANA-Zitat. Textlich geht es noch tiefer in den Graben, der die Gesellschaft trennt. „Eichen“, „Leistung“ oder die szenische Miniatur „Der Hund“ – hier wird ins schwarze Loch der Post-Moderne geblickt. Ganz stark!

Bierschinken · Peter · 27.01.2023 · Quelle

Review lesen

Mist! Alle Playlists des vergangenen Jahres sind bereits online und der Bierschinken-Jahresrückblick ist ebenfalls schon lange in die Tastatur gezimmert worden und dann kommt da doch noch ein Release aus 2022 um die Ecke, das es verdient gehabt hätte, in den ganzen Rückblicken berücksichtigt zu werden. Mir ist es eigentlich unverständlich, warum das neue TOT-Album so an mir vorbeigegangen ist. Zum einen erscheint sie zum Teil auf meinem Dortmunder Lieblingslabel und zum anderen habe ich bereits den Vorgänger von "Ferien" sehr lange rauf und runter gehört. Damals war es vor allem der Song Kündigung, den ich meinem damaligen Chef gerne auf den Anrufbeantworter gesprochen hätte, auch wenn er vermutlich mehr an einen oder eine Vermieterin gerichtet ist. Wie ein Wurm, der sich durch ein Apfelgehäuse frisst, fraß sich die Zeile „Dir gehört das Loch, in dem ich wohne, ich kündige, verreck an deiner Kohle.“ in mein Gehirn. Der Weggang verlief dann auch ohne diesen Move ganz erfolgreich, der Refrain des Songs blieb jedoch noch so einige Zeit in meinem Kopf.

Anders als zuvor erscheint mir der Sound bei "Ferien" etwas fetter und zwingender als auf "Lieder vom Glück", ebenfalls neu bei den chronisch angepissten Menschen aus dem hohen Norden ist der mal alleinstehende, mal im Wechsel vorgetragene weibliche Gesang. Treu geblieben sind sie sich hinsichtlich dessen, dass sich hier vermischt, was irgendwie schon immer zusammengehört hat. Da hätten wir soundtechnisch natürlich Punk, vielleicht auch mal mit einem Post- davor, der immer wieder mit wuchtigem Noise kopuliert und dann mit Garage, Fuzz, Surf, Grunge und ein wenig NDW verfeinert wird. Wer das jetzt so liest, kann sich wahrscheinlich nicht vorstellen, wie düster das Resultat ausfällt. Wer sich hiervon einen bleibenden Eindruck verschaffen will, kann dies perfekt mit dem Opener Der Hund tun, von dem es auf einschlägig bekannten Videokanälen auch etwas fürs Auge gibt. Da schüttelt es einen, während man den Kindern die Ohren zu hält, wenn dort psychotisch, mit stampfend, fast schon monotonem Beat und schrammeliger Gitarre, unterlegt von einem kaputten Dasein inklusive einer stinkenden Wohnung über einem ALDI gesungen wird. Das alles mit einer Intensität, dass bei mir ungewollt Bilder aus Fatih Akins Film über Fritz Honka und dessen widerlicher Behausung vor meinem inneren Auge auftauchen. Eichen ist dann thematisch wie klanglich nicht weniger schwer verdaulich. Dieses verstörende Konzept wird auf "Ferien" immer wieder aufgegriffen, sei es beim Titeltrack oder beim sich schleppenden Gold, das auch gut auf die neue RAUCHEN gepasst hätte. Überhaupt trieft die ganze Scheibe nur so vor Frust, Wut und Nihilismus, dass es eine wahre Freude ist!

Aber sie können auch anders, nämlich mitreißend, melodisch, fast schon poppig und hymnisch wie bei Leistung, bei dem zu Beginn des Songs mal eben gekonnt die RAMONES und TURBONEGRO verwurstet werden, bevor es dann weitergeht und sie die Leistungsgesellschaft mit scharfen Spitzen direkt ins Herz treffen. Ganz klar die Ohrwürmer und somit auch die eingängigsten auf "Ferien" sind neben Leistung zum einen Logik, der auf mich zwar eine musikalisch beflügelnde Wirkung hat, während er mich gleichzeitig mit seinen niederschmetterndem Lyrics auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Zum anderen das Tresenlied Fiesta, das wirkt wie das gleichsam fiese wie philosophische, deutschsprachige Pendant zu FIDLAR. Indem diese süffisant hingerotzten Zeilen wie "Kopp in Nacken, Kopp in Nacken, Kopp in Nacken" , "Alles was ich jetzt noch brauch … Tütensuppe, Käse Lauch" und "krieg vom Leben nicht genug… danke, dass ich saufen kann" sich anschicken, Kündigung als Dauerohrwurm von dieser Band bei mir zu ersetzen.

Hätte ich dieser Scheibe bereits früher die Aufmerksamkeit geschenkt, die sie verdient hätte, es hätte sich verhalten wie eingangs erwähnt, sie hätte bei mir sicherlich Einzug in die Kategorien bestes Album und bester Song gehalten. Überhaupt finde ich, dass die Band viel zu sehr unter dem Radar fliegt und dass sie viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte! Also Leute, bucht und veranstaltet diese Band bitte, dann komme ich vielleicht alsbald mal in den Genuss, sie live zu sehen!

Kommt, wie es sich für richtige Ferien gehört, mit Postkarte, eingetütet in schönstem 350 Gramm GC1 Coverkarton und ist erhältlich in drei verschiedenen Farben.

Krachfink · 10.11.2022 · Quelle

Review lesen

Während am 11.11. traditionell der Karneval angeblasen wird, bescheren uns TOT mit ihrem neuen Album eine Runde „Ferien“. Das wimdet sich so gar nicht den schönen Seiten des Lebens, aber die Musik ist auf jeden Fall besser als bei den Jecken und saufen („Fiesta) kann man dazu auch. Der Punk-Grunge unterstreicht die desaströsen Zustände, auf die sich die Band konzentriert, musikalisch genauso drückend und niederschmetternd, wie sie eben sind. „Ferien“ für immer, meine Meinung 11!1

Wissen aus dem Internet

Musikalisch pendeln TOT auf „Ferien“ zwischen Noise-Punk und Grunge, besonders ist die Vortragsweise der Texte. Unverschämt eingängig wie ein linkradikales Kindertheater und schmerzhaft treffend. Und gerade wenn man meint, die Simpliziät von TOT erfasst und verstanden zu haben, dann kommt die Band mit einem Country-delay oder einem ungewöhnlichen Sample. Ohne in einer Schiene zu stecken und trotzdem immer als sie selbst erkennbar, sind auffallend variantenreich. Im Vergleich zum Debüt präsentieren sie sich immer gelenkiger und eigentlich ist es nur mit Faulheit oder Pandemie zu erklären, dass um TOT noch kein (Szene-)Hype entstanden ist. Verdient hätten sie es, denn ohne dem norddeutschen Punk hinterherzuhecheln, spielen sie ihre ganz eigenen Tricks. Die sind tanzbar, bangbar und mitsingbar („Logik“).

Warum bin ich unzufrieden?

Die besungenen Baustellen zu Themen wie Kapitalismus, Bildung aus dem Internet, Leistungsspiralen und tief verwurzelten, bürokratischen Strukturen in D-Land sind scheinen leider zeitlos zu sein.TOT liefern aber auf „Ferien“keinen stinkigen Punk oder Einszwei-Rhythmen dazu, auch keine aufgesetzten Parolen, aber trotzdem eindeutige Systemkritik, wütend vorgetragen. Während „In Blumen“ – ok, „In Bloom“ Joke, oder? – anfangs voll auf’s Pedal drückt und eigentlich Grunge der Neunzigerjahre wiederbelebt, stürmen TOT dann unvermittelt an sich selbst vorbei und werfen Hardcore und rohen NDW-Gesang in den Ring.

Klingt theoretisch chaotisch, greift praktisch aber wunderbar ineinander und wird live garantiert Spaß bringen. Willst du viel, hör TOT aus Kiel.

Jodie Faster – Blame Yourself LP (Repress)
SFR-97Jodie FasterBlame Yourself LP (Repress)

14.02.2022 · LP

Twin Pigs – Godspeed, Little Shit-Eater LP
SFR-96Twin PigsGodspeed, Little Shit-Eater

22.07.2022 · LP

Pressungen
  • 300x black
  • 100x blue translucent/black marbled (SFR-Mailorder)
  • white marble
Reviews (1)

Bierschinken · Peter · 26.07.2022 · Quelle

Review lesen

Endlich Neuigkeiten von den Schweden! Hat ein bisschen gedauert, nicht nur dass die Songs ein Jahr warten durften, bis sie endlich ins Vinyl gedrückt wurden, ihr letztes Album Scandinavian Nightmare ist bereits von 2018 und liegt somit schon eine ganze Weile zurück. Aber wir wissen ja leider alle ganz genau, was in der Zwischenzeit los gewesen ist.

Gab es in der Zwischenzeit großartige Veränderungen bei den zwei Herren und den zwei Damen aus Stockholm? Eigentlich kaum! Vor einige Zeit hab ich an dieser Stelle ja schon die Wiederveröffentlichung des ersten Albums der Zwillingsschweine, das auf den treffenden Namen Chaos Baby! hört, besprochen und was ich dort von mir gegeben habe, gilt noch immer. Der Synthiebass wummert immer noch heftig, der Gesang ist noch immer dreistimmig und das Prädikat "musikalische Abrissbirne" kann nach wie vor ausgestellt werden. Die Feindbilder sind weiterhin klar definiert, liegen oftmals quer über dem großen Teich in der USA, beziehungsweise ist es die USA. Aber hier wird nicht nur dem stumpfen Anti-Amerikanismus gefrönt. Nein, nein, keine Angst, meine lieben das hier lesenden antideutschen GenossInnen / Knallbirnen! Hier wird ganz genau, also mit vielen Worten, erläutert, warum Elon Musk als der gekreuzigte Jesus betitelt wird, was die Kardashians verbrochen haben dass man sie mit dem Ku-Kux Klan zusammen bringt oder warum die USA allgemein krank macht. Nebenbei wird sich zum Beispiel noch mit den Untiefen der unsäglichen Social Media beschäftigt (könnte eigentlich auch mal langsam sterben, der Scheiß!). Soundtechnisch erscheint es mir im Gesamten ein wenig so, als hätte man etwas von der Geschwindigkeit und Aggressivität der vergangenen Platten heraus genommen oder meine ich das nur? Tut dem Dampf und dem versprühten Hass aber keinen Abbruch!

Was gibt es sonst noch so zu sagen? Ich glaub so eine sehr pumpende, fast schon in die Richtung RAGE AGAINST THE MACHINE oder durch seinen Beat auch ein wenig in Richtung Hip Hop gehende Nummer wie Fantastic Hyperbeasts And Where To Find Them gab es von der Band bisher noch nicht zu hören. Läuft ganz gut rein, toll umgesetzt, gerne demnächst öfter auf die Art! Auch dass man die beiden rein elektronischen Instrumental Songs, die mehr als Übergang fungieren, mit auf das Album genommen hat, ist eine Neuerung im Vergleich zu den beiden Vorgängern. Der Sinn dahinter erschließt sich mir allerdings nicht wirklich, beide sind für mich die verzichtbarsten Elemente auf Godspeed, Little Shit Eater. Ansonsten? Alles gut, alles geil!

Also kauft das Vinyl, gibt es farbig und auch in feinstem schwarz! Live gibt es die Tage auch die Möglichkeit, sie zu bestaunen, nämlich beim Spastic Fantastic Festival am 30.7.22 im Dortmunder FZW. Also hin da, Platten haben sie bestimmt auch dabei, könnt ihr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Toll oder?

Zymt – Das Privileg der Misanthropie LP
SFR-95ZymtDas Privileg der Misanthropie

22.07.2022 · LP

Pressungen
  • 300x red
  • 200x yellow
Reviews (4)

Ox-Fanzine · Ausgabe #163 August/September 2022 · Wolfram Hanke · Quelle

Review lesen

Corporate Identity nennt man es, wenn alles zusammenpasst. Look, Sound, Geschmack, Spirit. Das wär nix für ZYMT. Die fünf Dortmunder setzen bewusst auf Stilbrüche und Konfrontation. Auf dem Cover prangt ein quietschgelber Smiley, darüber rosafarbene Bubblegum-Schrift. Die Musik klingt wie aus dem Ratinger Hof. Zackiger NDW. Wie einst von S.Y.P.H. oder MITTAGSPAUSE. Tanzbar, poppig, partykompatibel. Die Texte dagegen sind bitterböse, wie von einer Deutschpunk-Band. Eine Abrechnung mit der Arbeit in der Schickimicki-Agentur, mit Sauftouristen auf Mallorca oder dem Leben im Konsumterror. Die erste Single heißt „Was kannst du für Armin Laschet tun?“. Hinter ZYMT stecken alte Hasen aus der Dortmunder Punk-Szene, die schon in Bands wie MANN KACKT SICH IN DIE HOSE, NAPOLEON DYNAMITE oder ABRISS aktiv waren, jetzt mit taufrischer Mission neu zusammen gemorpht: „Wir sind wir von aktuellen Punkbands eher gelangweilt“, sagt Sänger Maz im Interview. Deshalb wollen die Punks auch mal die Untiefen des Pop-Business ausloten. Sie wollen beim nächsten Vorentscheid für den Eurovision Song Contest antreten und haben auch vor dem „ZDF-Fernsehgarten“ keine Angst. Besoffen und gut gelaunt bei Andrea Kiewel, das wär’s. Erlaubt ist, was Spaß macht, egal was die Punkrock-Polizei sagt. Das wirklich gut geratene Debütalbum könnte dabei helfen.

Bierschinken · Peter · 03.08.2022 · Quelle

Review lesen

Eins muss man ihnen schon mal lassen, Promotion können die fünf aus dem schönen (prust!) Dortmund wirklich. Keine andere Band hat mich in den letzten Monaten so krass über den Werdegang ihres ersten Outputs auf dem Laufenden gehalten wie ZYMT. Erst Infos zur Bandgründung, wer ist ZYMT, warum ist ZYMT, Making Of des ersten Videos; des zweiten Videos, Single-Release, Release der zweiten und dritten Single und so weiter und so fort. Manchmal grenzte es fast an Spam, doch es war einfach zu spannend, um den "stummschalten" Button zu drücken. Zu groß die Neugier, was Maz / Gesang + Vision (SPASTIC FANTASTIC RECORDS, ABRISS, NAPOLEON DYNAMITE), Rakete / Gitarre (ABRISS, 142, SIDETRACKED), Achim Schlaffke / Bass (MANN KACKT SICH IN DIE HOSE), Jonas Francis Karate / Synthie (KEN HETZEN) und Chris / Drums dort aushecken. Das Resultat überraschte mich dann schon sehr. Erwartet hatte ich nämlich HC-Punk oder Trash-Geballer wie bei den meisten Sachen, bei denen Maz und seine Gefährten die Finger im Spiel haben oder wie die ganzen Bands, die diesen Style pflegen und auf Maz' Label Spastic Fantastic zu finden sind.

Die erste Single, "Was kannst du für Armin Laschet tun?", die schon letztes Jahr im September erschienen ist, legte die Fährte auch genau in diese Richtung, ließ mich dann aber unsanft in die Bärenfalle latschen. Klar, das hier ist alles ohne Frage Punk, wie immer, nur deutlich experimentierfreudiger als sonst. Für die nötige "Exotik" sorgt dabei alleine schon der Synthie, der jetzt, nachdem er in den letzten Jahren bei so vielen Bands eingesetzt wurde, kaum noch etwas wirklich Besonderes ist, trotzdem gibt er den Songs eine gewisse eigene Note. Ob er nun wirklich dafür sorgt, dass sich hier die Schublade NDW öffnet, weiß ich nicht, kommt wahrscheinlich ganz darauf an, welche Band man sich aus der bunten Tüte des NDW heraus pickt. Klingen ZYMT wie NENA oder TRIO? Eher nicht! Erinnert der Synthie stellenweise an IDEAL (Berlin) oder ist es so weird wie DAF? Eher Ja! Nimmt man jetzt noch THE HIVES, DEVO und ein wenig alte DIE ÄRZTE und vermengt das alles mit dem Sound der ganzen Bands, in denen die zymtigen vorher gespielt haben, erhält man ungefähr eine Vorstellung, wie das hier alles klingt.

Du sagst jetzt, dass dir diese Beschreibung kaum hilft und du eigentlich noch verwirrter bist als vorher? Wie soll sich so was anhören? Wer soll sich so was anhören? Wer oder was ist ein DAF oder ein DEVO? Ok, kann ich verstehen! Ich versuche es noch mal anders: Die Songs sind alle sehr kurz, kaum einer knackt die zwei Minuten Marke. Musikalisch oft verwirrend schräg, hier und da gewollt nervig und es kann auch schon mal etwas weh tun, aber nur ein kleines, kleines bisschen weh. Mehr so Musikknochen gestoßen, als Schulter ausgekugelt ("Gonzo-Zeit", "Ist der Droid bestellt"). Manchmal kickt, packt und schwingt es ("Kultiviert um jeden Preis", "Kasse Vier"). Textlich? Auch schräg! Stellenweise raff ich es nicht (Was ist 1 Sprengschlamm?), dann wieder ist es glasklar. Da wird dann mit komischem Volksmusik-Punk, der Abwasch mit überflüssiger und unbegründeter Ruhrpottromantik gemacht (Die Pampaboys vom Kamener Kreuz) oder der CDU vor die Füße gespuckt (Was kannst du für Armin Laschet tun?). Achtung hier ist Offbeat integriert! Dazwischen immer wieder Skits der Extraklasse, haben Sie Humor? Dann werden Sie schmunzeln! Gibt es auch was dran auszusetzen? Ja. Den Gesang hätte man in den Strophen ruhig etwas mehr so aufnehmen bzw. mischen können, das man ihn versteht. Das war es aber auch schon.

Du weißt immer noch nicht, wie der Hase läuft? Dann kann ich auch nicht mehr helfen! Kauf doch einfach das farbige Vinyl, das nun nach 12 Monaten aus dem Presswerk gekrochen kam (Hallo Vinylkrise, nimm Platz zwischen all den anderen Krisen und nimm dir einen Keks!), auf dem du den ganzen, in Eigenregie aufgenommenen und von Hand designten Quatsch findest. Danach hörst du es dir an, dann weißte Bescheid. Streaming sollte auch funktionieren. Ich find, ist n' Kleinod. Das zu spammen lassen hat sich gelohnt!

Vinyl-Keks · 24.08.2022 · Quelle

Review lesen

Ach menno, das Leben ist nicht gerecht. Nachdem ich die Platte „Das Privileg der Misanthropie“ von Zymt zugeschickt bekommen habe, hatte ich ich mich schon auf einen ordentlichen Verriss gefreut.

Warum? Nun ja, erstens kommt die Band aus Dortmund und das ist schon immer ein triftiger Grund gewesen etwas scheiße zu finden, schließlich ist das die Stadt mit dem schlimmsten Fußballverein in ganz Deutschland. (Okay, München, Sinsheim, Essen und Dresden blenden wir für die Einleitung zu dieser Review einfach mal aus. Jeder klar denkende Mensch weiß, dass diese Städte fußballerisch verlorene Gebiete sind. Einfach nur lost.)

Zweitens der Name. Was ist Zymt? „Witzig“ geschriebene Variante des Wortes Zimt? Hahaha. Ich schmeiß mich weg. Zimt schmeckt aber eh meistens nicht. Vor allem nicht im Sommer. Typisches Winter Gewürz. Außer auf Milchreis. Das geht klar. Aber nicht als Bandname. Judge a Band by its name. Also scheiß Name, scheiß Musik.

Drittens das Cover Artwork. Furchtbar. Ich hasse Smileys. Erinnert mich an 1990er Drogen Techno. Jaja, auf’m Backcover gehrt das Grinseding in Flammen auf, aber trotzdem. Und dann diese Farbenkombination. Schlimm. Auch hier gilt. Judge an album by its cover. Also scheiß Cover, scheiß Musik.

Viertens das Anschreiben des Label: „Hey, du findest alle Infos online! (…)“. Okay, kann man machen. Hab aber keinen Bock selbst zu recherchieren. Ich kann ja wohl verlangen, wenn ich ein Album kostenlos zugesendet bekomme, dass dort ein Waschzettel dabei ist, auf dem schon alle Infos draufstehen, so dass ich das alles nur noch umformulieren muss. Da soll drauf stehen, wie die Band klingt oder klingen will, die Einflüsse, die politische Haltung, generell die Einstellung zu allen gesellschaftlichen Themen. Warum ist das Album der heiße Scheiß, in welchen ebenso hippen Bands hat der Gitarrist schon gespielt, warum darf der hässliche Bassist (no offense, nur ein Beispiel) trotzdem mit aufs Bandfoto, wieviel Punkte haben der Metal Hammer und das OX vergeben? Das will ich wissen! Aber nix von dem krieg ich geliefert, totale Verweigerung der üblichen Marketingstrategien. Ist das noch Punkrock? Muss ich mir den Scheiß also wirklich anhören?

Ja, so sieht es aus. Ich musste mir die Platte tatsächlich anhören. Und deshalb ist die Welt ungerecht! Weil ich jetzt natürlich trotz der oben aufgeführten guten Gründe keinen Verriss mehr schreiben kann.

Denn Zymt treffen bei mir voll ins Schwarze. Ich mag die hektischen Gitarren, die fast ganz ohne Verzerrung auskommen, ich stehe total auf die Synthies, die so herrlich nach 80er Jahre Neue Deutsche Welle klingen, ich feiere den schroffen Gesang, der das ganze Ding hier den nötigen Asi-Touch verleiht. Ich mag auch den Humor, den diese Band bei jedem ihrer Lieder offenbart, hier trifft Tacheles auf Kokolores, soll heißen auch vermeintlich ernste Themen werden mit derben Sarkasmus und schneidender Ironie durch die Gewürzmühle gedreht.

Nichts ist sicher davor von den fünf Herren nicht mit einem kurzen Lied bedacht zu werden. Betonung liegt hier auf kurz, denn die 13 Songs auf der Platte knacken gerade so die 20 Minuten Spiellaufzeit, deshalb läuft das Ding auch mit 45 Umdrehungen. Auf Seite Eins sind die Lieder die sofort hängenbleiben „Die Magie der Pharmazie“, „Kaum passt du nicht auf, bist du reich“ und „Die Pampaboys vom Kamener Kreuz“.

Auf Seite Zwei stechen besonders „Was kannst du für Armin Laschet tun“ (als NRWler hab ich da natürlich ein fast schon persönliches Interesse dran) „Kasse Vier“ und „Mallorca ohne Andi ohne Stefan ohne Dirk“ hervor.

Zymt sind vom Sound her eigentlich weniger punkig eher schon poppig. Aber diese energiereiche Hektik die sie verbreiten, erinnert doch immer auch ihre Labelkollegen von Reiz und auch The Shocks winden sich in meinem Hippocampus hervor.

Natürlich denkt man bei den humorvollen Texten zwangsläufig auch an Team Scheisse, aber an die Bremer kommen die Dortmunder (noch?) nicht dran, dafür sind die Lieder nicht ohrwurmlastig genug. Und so tolle Memes hab ich auch nicht entdeckt. Ansonsten schon sehr gut gelungen das Ding. Macht Spaß.

Die Dortmunder Labels My Ruin und Spastic Fantastic teilen sich dieses Release, das wahlweise in schickem roten oder gelben Vinyl in kleiner Auflage (500 Stück) erscheint. Den Scheiben liegt noch unnützer Killefit dabei, Aufkleber kann man gebrauchen, die unterschriebene Autogrammkarte dagegen wohl eher weniger.

Als abschließendes Fazit: Also wenn schon Zimt, dann Zymt. Wenn schon Dortmund, dann Zymt. Wenn schon Fußball, dann Schalke.

ngg_shortcode_0_placeholder

Krachfink · 12.07.2022 · Quelle

Review lesen

Ja, die Welt ist ein Karussell und dreht sich schnell. Die Punkis von ZYMT aus Dortmund – bestehend aus Chris, Achim Schlaffke, Jonas Francis Karate, Rakete und Maz – greifen diese Erkenntnis auf ihrem Album „Das Privileg der Misanthropie“ im Intro mit schrulliger Kirmesmusik auf. Grundsätzlich scheißen sie auf alle Punkrockregeln, klingen eher nach KOLOSSUS DÄÄCHT , SWUTSCHER, JOSEPH BOYS oder ROCK’N’ROLL KLUB SCHMÖKE. Die Gitarren sind nicht ganz so doll verzerrt und wenn Oma und Opa das Hörgerät ausschalten und ein oder zwei Eierlikör kippen, könnte man auch auf eine flotte Version der BEATLES tippen.

Inhaltlich sind ZYMT aber häufig böse bis lustig, wenn auch nicht übertrieben offensiv. Man weiß schon grob, wofür sie stehen und ebenso gut, wofür sie so gar nicht stehen. Ihre Songs tackern sie schnell fest, manche reißen noch nicht mal die eineinhalb Minutenmarke.

Das sind ZYMT und darauf können Sie sich verlassen

Textzeilen wie „Oberkörper frei, mit mehr Wut im Bauch als Ei“ kann man bringen, wenn man sich ZYMT nennt. Die Frage „Was kannst du für Armin Laschet tun“ bleibt (glücklicherweise) unbeantwortet und witziger, als die Jokes im Ahrtal, sind auf jeden Fall die präzise platzierten Skits auf „Das Privileg der Misanthropie“ allemal. Die Band zitiert ihr direktes Umfeld, („Die Pamper Boys vom Kamener Kreuz“), positioniert sich eindeutig mit „Sprengschlamm“ und ist letztendlich aber doch vorrangig auf Aktion aus. Keine scheinheilig schunkelnden Balladen, stattdessen nur anstachelnder Rock, der nach vorne zieht und dafür sorgt, dass sich im Kopf alles dreht.

Guter, erster Aufschlag

Bisschen doof ist die Tatsache, dass von „Das Privileg der Misanthropie“ – trotz all der Freude – wenig Konkretes hängenbleibt. „Kasse Vier“ fängt uns mit Klatschen und fröhlich blubbernden Synths mit Achtzigerjahreschub zwar schnell ein, aber viel nachdrücklicher wird es dann auch nicht mehr. Andere wird es freuen, dass ZYMT eben nicht wie TEAM SCHEISSE mit den Ohrwürmern from hell arbeiten. Mir reichen die Knallfroschsongs von ZYMT für den Moment komplett aus. Bleibt abzuwarten, was da auf der Bühne abgeht, ob und wie sich die Band über die Musik hinaus positioniert.

SOLD OUTKnigge + Krust – Knigge + Krust LP
SFR-94Knigge + KrustKnigge + Krust

14.02.2022 · LP

Pressungen
  • 200x black
  • 100x orange
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #161 April/Mai 2022 · Fabi Schulenkorf · Quelle

Review lesen

Kaum zu glauben, dass die drei sich auf einem MUFF POTTER-Konzert dazu entschlossen haben, diese Band zu gründen. Also verwunderlich, dass sie da waren, denn KNIGGE + KRUST bieten den genialen Gegensatz zum verklausulierten Studierenden-Pop – in Text und Musik. Auf Search For Fame, Spastic Fantastic und Raccoone Records bestens aufgehoben, knallen die drei – darunter Alex Gräbeldinger und Bianca Hartmann of Ox fame – uns 15 Songs um die Ohren. Kein Akkord zu viel, kein Wort zu verschnörkelt. So geht kompromissloser Punkrock mit kurzen, knackigen Songs, bitte mehr davon!

Bierschinken · kraVal · 08.02.2022 · Quelle

Review lesen

Knigge + Krust sind was Neues rund um Michi (NEIN NEIN NEIN, Koeter, etc – Stimme unverkennbar, mehr zu ihm hier im Podcast) und Bica (Lhotse, Dr. Dosenbier) und sie knallen 14 Songs in 21 Minuten raus und sagen damit schon ganz klar, wo es lang geht: Tempo? Ja, schnell. Geknüppel? Gerne. Text(zeilen)? Alles mehr als zwei Zeilen ist überflüssig. Großartig. Diese Band erzählt keine Geschichten wie Koeter (und groovt dabei wie eine 70er Jahre Funk Band) und hauen einem auch nicht politische Parolen wie NEIN NEIN NEIN um die Ohren. Die Idee dahinter ist prima aufgegangen. Schöne Hooklines ("Türen gehen auf, Türen gehen zu" oder "Sag es deinen Freunden"), die alles und nix sagen und die Hörer*in kann einfach alles selber interpretieren. Gefällt mir sehr gut, genauso wie der zweistimmige Gesang, der sich abwechselt, doppelt und überwiegend einfach nur gut klingend singt. Musikalisch schlicht, ohne Gitarrensoli und Deutschpunkriffs (danke dafür), bisschen simpler Hardcore-Punk und ein bisschen Post-Punk und manchmal auch ein wenig Pommes-Gabel-Rock, aber dadurch, dass diese Platte eh ein wenig absurd ist, geht das insgesamt ziemlich klar. Und gute Videos machen die wirklich auch. Keine Platte, die einem für ewig immer wieder nach oben gespült werden wird, aber umso schöner, wenn sie dann auftaucht und mensch sofort einen Ohrwurm hat. Denn die verteilen Knigge + Krust am laufenden Bande – also genau 14 Mal! Danke, gelungen, jetzt live und dann T-Shirt!

Vinyl-Keks · 16.02.2023 · Quelle

Review lesen

Knigge und Krust – S/T

(Punk, Hardcore, Rock / Raccoone Records, Spastic Fantastic Records, Search for Fame Records)

Ein Trio, ein Powertrio nicht im klassischen Sinn, doch auf jeden Fall ein Trio mit Power. Moderner Punk/Hardcore/Rock wird hier von den Kölner*innen von Knigge und Krust geboten. Mal etwas vertrackt, mal butterweich.

Abwechselnder Gesang von Mann und Frau, ergänzt sich sehr gut.

Die Akteur*innen haben schon und haben noch eine Latte anderer Bands in denen sie aktiv sind. Was da so abgeht hab ich nicht auf dem Schirm, so kann ich das Scheibchen hier unvoreingenommen rezensieren. Auffallend ist der klare druckvolle Sound, der passt gut zu der gespielten Musik.

Knigge und Krust haben ein alleinstellungsmerkmal, denn die Texte bestehen eigentlich nur aus einem Satz, oder ein paar Worten. Wenn man es schafft sich den Namen des Titels zu merken, dann kann man quasi schon den kompletten Text mitträllern. Find ich sympathisch, fällt beim ersten Hören erst gar nicht auf. Auf jeden Fall nicht negativ. Der Basssound muss hier nochmal lobend erwähnt werden, genau meine Kragenweite. Der schiebt richtig. Das nur so nebenbei.

„Schau dich um, die Leute sind, tottottottottot…“ Gassenhauer mit sofortiger Mitsinggarantie.

Das Artwork ist auch irgendwie so, anders. Vorne ein Affe, hinten ein Affe, drinnen ein Affe, schick zum Ansehen, Orange und schwarz gehalten (Affen: Florian Schommer). Was musikalisch drinsteckt war vor dem ersten Hören eine große Wundertüte. Krust? So wie Crust? Oder doch anders? Aufgelegt… ich zumindest wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Die 14 Songs beanspruchen gerade einmal 20 Minuten deiner Lebenszeit, danach hast du aber bestimmt das Verlangen weitere 20 Minuten zum erneuten Hören zu investieren.

Die Kiste ist auf 300 Schallplatten begrenzt, 100 davon Orange, die sind schon vergriffen. Das Teil ist ein schönes Gesamtkunstwerk. Reinhören und anschauen lohnt.

Kaufen kann man das Ding für nen schmalen Taler z.B. hier.

Oder hier…

ngg_shortcode_0_placeholder

Studio Braun – Gespräche I
SFR-93Studio BraunGespräche I

2022 · LP

Pressungen
  • 350x black
  • 150x gold
SOLD OUTJodie Faster – [In]Complete Discography LP –
SFR-92Jodie Faster – [In]Complete Discography LP

03.09.2021 · LP

Pressungen
  • 700x pink, Siebdruck-B-Seite
Reviews (1)

Pretty in Noise (PiNchen) · Paul Schall · 03.03.2022 · Quelle

Review lesen

Jodie Faster aus Lille haben via Spastic Fantastic ihre [In]Complete Discography veröffentlicht. Pinkes Vinyl mit B-Seiten-Siebdruck. Wer das Label kennt, weiß, wie viel Herz dahinter steckt.

(in)COMPLETE DISCOGRAPHY [remastered] by JODIE FASTER(in)COMPLETE DISCOGRAPHY [remastered] by JODIE FASTER

Die Platte enthält neun rasendschnelle Hardcore-Songs, wer hätte dies bei dem Bandnamen gedacht? Thematisch rasen wir gezeichnet von Selbstzweifeln mit dem Van durch das alte Lille, um am Ende in dem hässlichen, neuen Lille anzukommen. Dazwischen noch mehr Selbstzweifel, soziale Ungerechtigkeiten und ein Lobgesang auf fantastische Punkrock- und Hardcoreshows. Tränen in den Augen, wir sehr man es vermisst. Jodie Faster drücken ganz schön aufs Gaspedal, einsteigen bitte.

REIZ – Das Kind wird ein Erfolg LP
SFR-91REIZDas Kind wird ein Erfolg

10.07.2020 · LP

Pressungen
  • black
  • orange marbled (Band/Mailorder)
Reviews (6)

Ox-Fanzine · Ausgabe #151 August/September 2020 · Headbert · Quelle

Review lesen

Vorab: REIZ legen zum zweiten Mal eine Spitzenplatte vor. Zweiter Schuss, zweiter Treffer. Chapeau! Aber was macht denn eigentlich eine „Spitzenplatte“ aus, im Speziellen in diesem Falle? Eigentlich liegt doch „nur“ ein Album mit neun schlichten, gut zweiminütigen Garage-Pop-Punk-Songs mit deutschen Texten vor. Auch noch „Made in Mannheim“. Große Kunst oder mit anderen Worten Punk ist es eben, wenn etwas den Eindruck macht, es sei ganz leicht und locker-flockig. Als würde die Band, die dieses macht, es nur so nebenbei rausrotzen. Und das ist hier der Fall. Die Songs wirken so, als müssten sie so sein, wie sie sind. Als hätte die Band gar nichts anderes gemacht, als die Lieder wie reife Äpfel vom Baum zu pflücken, ganz nebenbei. Bei schlechten Bands hört man quasi das Gequäle bei der Proberei aus der Platte heraus, es wirkt angestrengt und verbissen. Nicht so bei REIZ. Sie machen nicht mehr als sie müssen, schon gar nicht als sie können. Aber das reicht ja locker aus, weil sie geil sind. Musikalisch ist der Gitarrensound hervorzuheben. Ist der Verzerrer überhaupt eingeschaltet? Oder ist die Batterie alle? Egal, das rotzt allein durch die Art des Spielens. Dafür ist punktuell das Bigsby-Vibrato im Einsatz, der Federhall an und das gibt dem Ganzen noch einen Schubs mehr Surf-Anmutung, als das beim Debüt der Fall war. Textlich ist es wie bei der Musik: Da will uns keiner beweisen, wie klug, abgefuckt oder sonst wie bewandert er selber ist. Da hat augenscheinlich einfach jemand Spaß an Worten und will etwas mitteilen, das offensichtlich Bezug zu seinem eigenen Leben hat und das raus unter die Menschheit will. Die Texte machen sich selber nicht größer, als sie tatsächlich sind, und eben das macht sie groß, weil sie einfach Substanz haben. Zeitweise sind sie lustig und manchmal fragt man sich, was das denn soll. Das Schlimmste ist ja, wenn (vor allem deutsche) Texte angeblich „unpeinlich“ oder „intelligent“ seien. Meistens bedeutet das ja, dass sie peinlich und dumm sind. Wie gesagt: nicht so hier. Nach dem Abgefeiere will ich aber noch zwei Dinge erwähnen, so dass nicht der Eindruck entstehe, ich sei bestochen worden: Der Gesang hätte etwas lauter gekonnt, weil ich die eine oder andere Textzeile (trotz Textblatt) auch gerne beim Hören verstehen können möchte. Außer dem sind gut zwanzig Minuten für ein Album schon etwas frech, was aber eigentlich auch scheißegal ist. Gut: Die Platte wird nach hinten immer besser und bei der Kürze kommt nach dem letzten Song unweigerlich ein „Schade“ beim Zuhörenden auf. Insgesamt also klare Kaufempfehlung, zumal die Troika aus Spastic Fantastic, Kink und Pifia Records jede Unterstützung wert ist und jedes Label für sich seit vielen Jahren geile Bands aus dem Hut zaubert. Es ist ja auch mal schön, eine Combo zu haben, die durchaus ein relativ breites Publikum anspricht.

Vinyl-Keks · 05.08.2020 · Quelle

Review lesen

Reiz kommen aus Mannheim und da ging lange Zeit ja bekanntlich der Punk ab. Ob das heute noch immer so ist, kann ich euch nicht sagen, denn ich war schon lange nicht mehr dort. Naja, nimmt man sich Reiz mal vor, dann sollte in der Quatratenstadt schon noch Einiges gehen.

Die Punkrocker hatten ja schon mit ihrem gleichnamigen Debüt Album immensen Erfolg und die Platte wurde wohl schon zum dritten Mal nachgepresst, was man in der heutigen digitalen Zeit erst einmal schaffen muss!

Und mit „Das Kind wird ein Erfolg“ kommt hier nun das zweite Album der Jungs nach drei Jahren des Wartens an den Start.

Was soll ich sagen? Es geht da weiter, wo beim Vorgänger aufgehört wurde. Feinster 77-Punkrock der auch gerne mal in den Garage-Punk Kurve abtriftet und auf der Überholspur auch mal feinsten Powerpop rein haut. Hecktisch geht es auf der Punkrock Autobahn zu und das liegt wohl auch daran, dass Reiz ja als die inoffiziellen The Shocks Nachfolger gehandelt werden. Zurecht wie ich finde.

Mit dem Sound, den die Monnemer hier präsentieren kommt man endlich auch mal wieder in den Genuss einer Sparte des Punks, die leider viel zu wenig bedient wird. Ich kenne nur sehr wenige Bands, die in der Ecke von Reiz anzusiedeln sind und so bleibt die Band wohl vorerst mal ein Exote unter den vielen Punk Kombos. Ist ja aber auch gut so, solch ein Alleinstellungsmerkmal zu haben, oder?

Das Album ist mit knapp 20 Minuten Spielzeit auf 45 Drehungen für mein Empfinden leider etwas zu kurz gehalten und dürfte ruhig 2-3 Songs mehr beinhalten. Bei 9 Songs macht das eine durchschnittliche Song Länge von etwa zwei Minuten. Wow.

Normal ist man so kurze Tracks ja eher von Metal oder Hardcore Bands gewohnt. Aber auch da haben sich ja Reiz durch ihr hektisches hin und her einen Namen gemacht.

Für mich sind Reiz einfach großartig und ich wünschte mir, dass die Jungs nach dem ganzen Corona Mist dann auch öfters mal Konzerte spielen, denn bisher bin ich nicht in den Genuss gekommen, die Jungs auch mal live zu sehen, obwohl Mannheim gerade mal 70km von mir weg ist.

Was ich Klasse finde, dass Reiz mit dem Albumtitel „Das Kind wird ein Erfolg“ schon vorgesorgt haben und es klar auf der Hand liegt, dass dieses Album ein Punkrock Erfolg wird! Da sind die Band und ich einig.

Und zum Schluss sei noch gesagt, dass mit Spastic Fantastic Records, Kink Records und Pifia Records die selben drei Labels für die Veröffentlichung gesorgt haben, wie schon beim Debüt. Gute Bands und gute Labels gehören eben einfach zusammen.

Wer dem Erfolg mit verhelfen möchte, der bestelle sich die Platte am Besten gleich hier: jpc

ngg_shortcode_0_placeholder

Away From Life · 06.07.2020 · Quelle

Review lesen

Reiz – Das Kind Wird Ein Erfolg (Spastic Fantastic Records / Kink Records / Pifia Records – LP – 2020)
Das Kind wird ein Erfolg erahnt man schon beim Anblick des Covers, dies ist optisch sehr ansprechend, was nicht nur an dem darauf geschwungenen Pizzaboden liegt! Neun Songs bannten die Mannheimer auf die Scheibe. Lyrisch wirklich ganz, ganz großes Kino! Nihilistisch und mit ganz viel Humor! Vergessen und Micha sind vom lyrischen her meine Highlights.

Musikalisch erinnert es schon etwas an die Vorgängerband Liberty Madness. Der Hauch von Surfpunk gibt dem Ganzen schon eine eigene Note, noch dazu ist die Band wirklich sehr verspielt. Erinnert mich etwas an The Shocks.

Ziemlich geile Nummer. Am besten direkt kaufen!

Krachfink · 02.07.2020 · Quelle

Review lesen

Die Mannheimer Punkers von REIZ (Monnem!) knüpfen mit ihrem zweiten Album „Das Kind wird ein Erfolg“ nahtlos an ihr Debüt an. Lässig geschrammelte und größtenteils stark zu Garage-Rock tendierende Gute-Laune-Songs, die nach Pisse riechen und Dosenbier schmecken.

Früher waren wir alle voll asi

REIZ sind eher was für die grobe Polonaise und irgendwie hat ihr Sound was von gut gemachtem Karneval. Zu „Prototyp“ kann man sich herrlich mit der Kaltschale im Kreis drehen, auch ohne nachzudenken. Der Bass grätscht oft schön dazwischen und das Ding rollt etwas überdreht, aber massiv ansteckend. „Gentrifizierung“ ist nicht der einzige Song mit Spuren von Surf-Punk, generell überraschen REIZ hier und da mit auffällig guten, handwerklichen Aktionen. Exquisites Geklimper in „Parakrieg“, sowas mag auf den ersten Blick nicht bahnbrechend sein, wertet aber das Album extrem auf.

Schrammel Schrammel mit Hirn

Musikalisch ist also alles top, obendrauf kommen noch die smarten Texte. Zwischen Pogo und Schrammel Schrammel, bieten REIZ aber auch klug formulierte Gesellschaftskritik. Kritik an sozialen Schiefständen, Gefallsucht im Internet und auch im richtigen Leben. Dabei knallen uns REIZ manchmal so deftig vor den Latz, dass man sich nicht immer sofort sicher ist, alles richtig verstanden zu haben.

Reizend diese REIZ

REIZ sind etwas launiger, als ihre Kollegen von TOT und erinnern mich an Truppen wie ROCK’N’ROLL KLUB SCHMÖKE. Die Band spielt einen Sound, der meiner Meinung nach im Punk viel zu unterrepräsentiert ist. Wenn REIZ dann im herrlich disharmonischen „Vergessen“ das Tempo drosseln, sogar etwas melancholisch werden und sich mit der Vergänglichkeit an und für sich beschäftigen, kommt sogar sowas wie Sentimentalität auf. Das Ende der Fahnenstange ist also bei REIZ noch nicht erreicht.

Plastic Bomb · 22.11.2020 · Quelle

Das 2. Album von Reiz, dieses mal mit etwas kreativerem Albumtitel.
Geil abgehackter HC-Punk, der in jedem Song eine geile, treibende Energie versprüht und jede Menge Nuancen zu bieten hat. Erinnert an Tatort Toilet und Front, aber irgendwie auch an eine etwas abgespeckte Version von Dean Dirg plus ein bisschen rumgesurfe. Unterhaltsame, schlaue Texte und ein schönes buntes Artwork, was will Punk mehr?! (Spastic Fantastic, Kink Records, Pifia Records) Ronja

Bierschinken · Kabl · 14.06.2020 · Quelle

Review lesen

2. Werk von REIZ, das genau da weitermacht, wo das 1. Werk aufgehört hat. Auf gut Deutsch: Es gibt eigentlich kaum Neuerungen, wenn mir auch die Gitarrenarbeit hier noch besser gefällt. Die sehr cleanen Gitarren werden noch druckvoller und sauberer runtergeschrammelt, immer mal wieder werden auch ein paar nicht ganz so typische Passagen eingebaut (ich vernehme beispielsweise eine surfartige Gitarre mit Tremolo in "Prototyp", ein ziemlich cooles Solo in "Irgendwas läuft falsch" oder einen verdammt schmissigen Riff im Titeltrack). Schlagzeug und Bass wie gewohnt auch stets auf den Punkt und meist schnell, eigentlich gibt es nur zwei langsamere Lieder ("Gentrifizierung" und "Parakrieg"), die im Vergleich qualitativ auch etwas abfallen – nicht, dass sie schlecht wären, aber mir gefällt REIZ einfach besten, wenn es einfach straight zum Abzappeln los geht. "Vergessen" ist so mittelschnell, aber da ist wieder so ein enorm schöner Gitarrenwiedererkennungseffekt drin. Bei "Öffentlich und daheim" habe ich mal im Textblatt nachgeschaut, ob ich mich verhört habe, aber nein, der Refrain lautet tatsächlich "Ficken, wir werden nie mehr ficken". Weitere Textzeile: "Du hast mich weggezappt auf der Dating App und gesagt, das wird nix mit uns beiden, dabei kenn ich die Leute von Hammerhead und ich glaub auch, sie können mich leiden". Man sieht, auch textlich ganz weit oben.

Kurzum: Rundum gelungenes Album, könnte gerne noch 1-2 Songs länger sein, aber, wenn man es anders sieht, mit neun Songs kommt halt absolut keine Langeweile auf. Wem Album 1 gefallen hat, dem wird "Das Kind wird ein Erfolg" mit nahezu 100 prozentiger Wahrscheinlichkeit auch gefallen.

tot – Untergang LP
SFR-90totUntergang

01.05.2020 · LP

Pressungen
  • 300x purple marbled
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #150 Juni/Juli 2020 · Michael Schramm · Quelle

Dank Spastic Fantastic Records gibt es die TOT-Debüt-EP „Untergang“ nun auch auf Vinyl. Gute Entscheidung, denn die sieben Songs sind fast noch etwas ungestümer und vor allem krachiger. Der Titelsong ist ein Ohrwurm, das tongewordene Instrumental-Massaker „Nuclear war“ mit Samples großartig. Ach ja, auch auf „Untergang“ gibt es das TOT-Markenzeichen: schrammeliger Garagenrock und angenehm-nihilistische, simple Texte. Der Rezensent sagt: Kaufen.

SOLD OUTHetze / Dismalfucker – Split LP
SFR-89Hetze / DismalfuckerSplit

20.12.2019 · LP

Pressungen
  • limitiert auf 500
Reviews (2)

Away From Life · 28.01.2020 · Quelle

Review lesen

Dismalfucker / Hetze – Split (Spastic Fantastic Records – LP – 2019)
In richtig geilem Artwork kommt dieses Meisterwerk von Crust-Powerviolence-Radaumusik daher.

Sieben Songs pressen Hetze aus Belgien auf eine Seite dieser Split 12″. Die Songs gehen glaube ich nie länger als eine Minute und es wird voll geknüppelt. Der weibliche Gesang wird ganz schön gepresst. Geil!

Auch Dismalfucker aus dem schönen Münsterland bollern voll auf die Zwölf. Etwas düsterer als die Belgier, aber musikalisch passen die Bands wie die Faust aufs Auge zueinander.

Wenn man die Platte so hört, kann man sich nicht vorstellen, dass die Sonne morgen wieder scheinen wird. Hat eigentlich jemand grad mal Hubertustropfen für mich?

Plastic Bomb · 17.10.2020 · Quelle

Review lesen

Ganz schönes HC-Brett, übrigens von beiden Kapellen, wat es hier von Spastic Fantastic Records zur musikalischen Verköstigung auf die Ohren gibt. HETZE aus Belgien erinnern mich streckenweise musikalisch an SLAPSHOT zu Zeiten der „16 Valve Hate“, allerdings mit ner Frau am Mikro und zwar mit einer, die ebenfalls ne äußerst charismatische Röhre besitzt, ein bissel fernöstlicher Einfluss und Powerviolence is neben Ami-HC auch noch mit drinnen. DISMALFUCKER bieten eher klassischen Powerviolence, nicht übel, aber für mich als tendenziell eher Kostverächter doch insgesamt etwas zum monoton. Lohnt sich aber auch allein schon wegen der Songs von HETZE! (Spastic Fantastic Records) -Basti-

Hier geht es zur Bandcamp-Seite der Split…

SOLD OUTTwin Pigs – Chaos, Baby!
SFR-88Twin PigsChaos, Baby!

31.01.2020

Pressungen
  • 300x yellow
Reviews (3)

Bierschinken · Peter · 28.02.2020 · Quelle

Review lesen

Spastic Fantastic legt hier, in Zusammenarbeit mit dem skandinavischen Label Luftslott Records, das bereits 2016 erschienene Album der wütendenen Schweden neu auf. Das Debüt war seinerzeit sehr schnell "out of sale" und kann nun wieder für eine schmale Mark käuflich erworben werden und zwar in pissgelbem Vinyl. Verfügbar in einer Stückzahl von 300. Auch auf diesem Album ballern die vier Stockholmer einem zähnefletschend und mit wummerndem Synthiebass ihren Hardcore-Garage-Punk ins Gesicht, der einem schnell blaue Kringel um die Augen zaubert. Mit dieser Kombination von Punkrock-Variationen sind sie somit wie gemacht für den Spastic-Fantastic-Roster. Mit ihrem Auftritt im Dortmunder FZW vor einiger Zeit ließen sie schon kein Stein auf dem anderen und konnten auch mich rasend schnell von ihren Qualitäten als musikalische Abrissbirne überzeugen. Danach lief zuhause immer wieder ihr wirklich vorzügliches zweites Album Scandinavian Nightmare auf dem sie, wie auch hier auf Chaos, Baby!, nicht nur ihre aggressiven Abrissfähigkeiten unter Beweis stellen, sondern auch zeigen, dass sie in gleichem Maße Melodien versprühen können. Gut zu hören und als Beispiel hierfür anzuführen ist dies bei Government Setup, bei dem, wie öfter geschehen auf Chaos, Baby!, nicht nur doppelt, sondern zeitweise sogar dreistimmig gesungen wird. Wobei man hier wohl besser geschrien als gesungen schreiben muss. Dabei ist die männliche Gesangstimme so dermaßen kratzig, dass mir, als alten Hypochonder, vom bloßen Zuhören schon die Kehle kitzelt, der Hals schmerzt und ich mir mit ihm gleich eine ganze Packung Lutschpastillen teilen möchte. Dieser Umstand lässt die Songs, im positiven Sinne, noch mehr zu Säure werden, die sich in die Ohrmuschel frisst.

Also Leute, kramt die Groschen zusammen und krallt euch diese Platte! Dieses schwedische Export erzeugt mehr Hitze und Schweiß auf der Stirn als eine Sauna und föhnt dir dabei mal ganz nebenbei noch die Locken aus der Frisur!

Away From Life · 28.01.2020 · Quelle

Review lesen

Twin Pigs – Chaos, Baby! (LP – Spastic Fantastic Records / Luftslott Records – 2020)
Bereits 2016 kam diese Perle skandinavischer Musik ‚raus, damals auch nur in Schweden. Ruckzuck war das Stück ausverkauft. Mit Recht! Zwölf Songs haut die Band hier raus. Musikalisch erinnert es mich stellenweise, möglicherweise wegen dem Groove der Drums, an Abfukk. Das Besondere bei Twin Pigs ist jedoch der Gesang. Super rauer, gar crustiger, Männergesang wird von teilweise melodischem, teilweise geschrienem Frauengesang vervollständigt und rundet das ganze richtig gut ab.

Die Platte geht mega gut in Ohr und Bein und wird so schnell nicht langweilig.

Definitiv eine Bereicherung für jede Plattensammlung!

Krachfink · 25.02.2020 · Quelle

Review lesen

TWIN PIGS ignorieren mit ihrem Album „Chaos, Baby“ die Bremse konsequent und kennen nur eine Richtung… nach vorne, mit Anlauf und gerne auch gegen die Wand. Ist das ein Intro oder schon der erste Song? Oder anders gefragt, ist das total egal? In knappen 23 Minuten prügelt uns die skandinavische Punkband mit Dampf durch den Club. Spitzer Gesang, runtergerotzte Riffs und zwingend Tanzbarkeit, ihr kennt den Trick. Beugt euch, Punks!

Handpuppenhaftige Vehemenz

Der Gesang auf „Chaos, Baby“ hat schon eine handpuppenhaftige Vehemenz, genau das macht das Album aus und hält die Spielfreude hoch. Die Songs enden allesamt dann, wenn es am schönsten ist oder dann, wenn man es am wenigsten erwartet. Genauso habe ich meine Punkjugend in Erinnerung. Was war das eben und wenn ja, wie viele und wo bin ich überhaupt? Dabei poltern TWIN PIGS jeden Songs so, als ob es der letzte wäre und singen jede Hook so euphorisch, als ob es die allesverändernde Bostschaft wäre, die alle kennen müssen. Das ist so übertrieben engagiert, dass man es schon fast gesellschaftkritisch provokant werten kann. Ihr denkt, euer alltägliches Geschrei ist wichtig? Dann hört, was wir zu sagen haben! Der Produzent hatte sicher viel damit zu tun, das einzige Frequenzloch zu finden. Gain auf Anschlag und ab dafür! Dass TWIN PIGS aber nicht dilletantisch musizieren, machen sie uns mit kleinen Details wie dem feinen Soli in „Ludovico Technique“ oder der kalkulierten Speck-in-der-Pfanne-Technik in „Burning Flag“ klar. Das ist kein zufälliger Rhythmusbefehl.

Rhythmusbefehle von TWIN PIGS

Nicht nur „Possessed“, „Vertigo“ und „Six Inch Car“ schaffen trotzdem das Unmögliche, man erinnert sich an massig Spitzen von „Chaos, Baby“. Genau dann, wenn man Bock hat, willenlos nach vorne zu brettern, dann sind TWIN PIGS zur Stelle und brüllen alles in Grund und Boden. Popowackeln nicht vergessen. Wen interessiert da, ob der Frust Bestand hat?! Noch dazu ist das Material unverschämt tanzbar („Sunset Fever“) und die Synthieflächen erfüllen einfach ihren Zweck mehr als ordentlich.

SOLD OUTtot – Lieder vom Glück LP
SFR-87totLieder vom Glück

08.11.2019 · LP

Pressungen
  • 400x black
  • 100x yellow marbled (Deluxe-Edition, Mailorder/Band only)
Reviews (7)

Ox-Fanzine · Ausgabe #148 Februar/März 2020 · Michael Schramm · Quelle

Review lesen

Ich sag es, wie es ist: „Lieder vom Glück“ – besser als mit dem noch im Dezember erschienenen Vinyl ist das Deutschpunk-Jahr 2019 nicht geworden. TOT vereinen garagigen, stumpfen Punk mit krachig-eskalierenden Instrumentalparts.

On top gibt es null verklausulierte, repetitive Texte, die den obligatorischen Alltagsfrust effektiv (weil kurz) und so rotzig wie kurzatmig in Worte kleiden. Was sich auf diesem Papier unspektakulär liest, klingt musikalisch erstaunlich frisch.

Eben weil sich aktuell niemand mehr an schlichte, aber trotzdem unprollige Slogans traut. Lieblingsbeispiel: „Kündigung“ mit der Textzeile gewordenen Bocklosigkeit „Dir gehört das Loch, in dem ich wohne, ich kündige, verreck an deiner Kohle.“ In die gleiche Kerbe schlagen Songs wie „Plastik“ und „Panikland“.

Mit „Die Natur kann grausam sein, aber auch schön“ gibt es noch ein durchgeknalltes Instrumental mit herrlich-skurrilem Tier-Doku Sample. Ich mag das sehr, sehr, sehr.

Bierschinken · mrks · 09.10.2019 · Quelle

Review lesen

Endlich mal wieder ein prägnanter Name für eine Band. Diese Band hier ist nämlich Tot.

Hach, da lassen sich doch 1001 schmunzlige Scherzchen zu machen.

"wie klingt die neue Spastic Band?" "tot!".

Ja ok, so hammer lustig ist das gar nicht. Wird wahrscheinlich eh in jedem x-beliebigen Review drauf hingewiesen. Erinnert mich daran, mal eine Kneipe aufzumachen, die "Arsch" heißt. Und dann können alle sagen "Ja ich bin heut so ab 20 Uhr im Arsch", "Nach der Arbeit bin ich immer im Arsch", "Komm in den Arsch". Ungefähr die gleiche Baustelle.

Stichwort: Schnarchwitz-Anekdoten für ungeliebten Smalltalk mit Halbbekannten.

Die Band Tot ist allerdings nicht unbedingt etwas für Smalltalk mit Halbbekannten. Auf ihrem Debütalbum werden die wirklichen deepen Themen des Lebens behandelt. Mal schön aus der Vogelperspektive, mal von unterm Tisch, mal direkt frontal ins Auge. So heißt die Platte dann auch "Lieder vom Glück" und diese Lieder befassen sich mit der hohen Kunst des Kündigens, Depressionen, Konsumdruck, Leistungszwang. Deckt also ziemlich vieles der Palette ab, welche dieses Plastikland uns als Möglichkeit zur Endorphinversorgung anbieten möchte. Natürlich ist alles scheiße und alles macht krank. Tot liefern einen schönen Soundtrack dazu. Mal wieder nach der Schicht besoffen durch die Straßen rennen, Autospiegel abtreten, Passanten anschnorren, Mülltonnen durch die Fensterscheibe der Bushaltestelle schmeißen und sich danach von irgendeinem Macker auf die Fresse hauen lassen.

Dabei erinnert mich die gesangliche Darbietung stark an frühe Superpunk, in Punk. Als ob Carsten Friedrichs seine Tabletten länger nicht genommen hätte.

Musikalisch wird das alles getragen von schrammeligen Gitarrenakkorden, recht schnörkellos nach vorne gespielt, und Rumpelschlagzeug. Wahrscheinlich haben die auch einen Bass. Ja ganz sicher, den kann ich hören. Der hat sogar ne geile Zerre drin. Das klingt alles super räudig. Gigageil!

Aber auch atmosphärische Melodien mit Reverbgitarre können sie bringen. Hör dir mal "Die Natur kann grausam sein, aber auch schön" an zum Beispiel. Da lernst du auch noch einiges über das Verhalten des gemeinen Rackelhahns.

Ich will ja nichts sagen, aber Tot scheinen Deutschpunk in komplett unpeinlich machen zu können. Wie ist das 2019 noch möglich, wo doch das Genre durch den Hype um Schrottbands wie Helmut Cool endgültig totgenudelt wurde? Ja wer hätte das gedacht? Spätestens beim Überhit "Paradies" kann sich der oder die Punker*in wieder, ohne sich zu schämen, eine Sicherheitsnadel durch die Backe stecken.

Oben drauf knüpft das Label Spastic Fantastic mit dem Artwork zu "Lieder vom Glück" an die Neon-Atomkrieg-Optik früherer Releases an und liefert hier vielleicht DAS Deutschpunkalbum des Jahres ab. Momentan ist in diesen Gefilden nichts schöner als Tot!

Vinyl-Keks · 10.02.2020 · Quelle

Review lesen

„Lieder vom Glück“ heißt das aktuelle Album von TOT aus dem hohen Norden und ballert dir hier mal in knapp 30 Minuten die Ohren weg.

Aber von vorne. Das Thema Glück beschäftigt ja Gott und die Welt und es gibt unzählige Lieder, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen. Warum also ein Album mit dem Titel „Lieder vom Glück“? Weil es eben doch noch zum Thema Glück einiges zu sagen gibt.

Viele Menschen der heutigen Gesellschaft verbinden ja Konsum mit Glück und so schießen sich TOT genau darauf ein.

Konsum gibt einem kein Glücksgefühl und wird niemals glücklich machen. Es lenkt höchstens von eigentlichen Problemen ab und „befriedigt“ die Gesellschaft mit dem Vorwand, alles sei gut.

Dass man Dinge konsumiert, obwohl man sie nicht braucht, beschäftigt nicht nur mich, sondern auch TOT und so singt die Band in „Zwangfaktor“

Ich tue Dinge, die ich nicht will. Ich habe Sachen, die ich nicht brauch. Ich red´ mit Leuten, die ich nicht mag. Keine Kontrolle über mich. Wann hört das auf?

Aber auch das Thema Immobilienmarkt und dessen immer absurder werdende Spirale nach oben wird im Song „Kündigung“ kritisiert.

Konsum ist einfach überall und rund um den Konsum gibt es auch immer wieder Panikmache, damit man vermeidlich wichtige Dinge anfängt zu konsumieren…

„Panikland“ sagt dann zum Abschluss der Platte:

Alles ist Scheiße. Die ganze Welt ist falsch. Alle Menschen Heuchler. Alle Menschen gleich. Alle sind hier Mörder. Alle sind bald tot. Die Jugend eine Lüge. Das Alter eine Not. Und immer dieses grelle Licht. Ihr seht´s doch ihr versteht es nicht. Und immer dieser Schweißgestank. Im Panikland.

Insgesamt befinden sich acht Lieder auf der unglaublich schnell durchlaufenden Platte, die durchweg dein Gehörgang versuchen, zu zerschlagen.

Ich bin ja schon seit meiner Jugend Deutschpunk Fan und das was hier von TOT geboten wird, ist einfach nur genial.

Auch hier hat Spastic Fantastic Records mal wieder ein feines Gespür für eine hervorragende Band gehabt und genial, dass diese Platte auf Vinyl gepresst wurde.

Aus meiner Sicht darf diese Langspielplatte in keiner gut sortierten Deutschpunk Vinyl Sammlung fehlen und von daher solltet ihr euch unbedingt am besten gleich das Album zulegen.

Wer TOT noch nicht kennt, muss hier unbedingt mal rein hören.

TOT Vinyl könnt ihr hier direkt bestellen: jpc.de I flight13.com

ngg_shortcode_0_placeholder

Away From Life · 11.10.2019 · Quelle

Review lesen

Das Thema „Glück“ beschäftigt unzählige Berufssparten, Professionen und Wissenschaftler. So wurde und wird auf biochemischer Ebene nach Erklärungsmodellen für Glücksgefühle gesucht, aber auch innerhalb der (politischen) Philosophie ist die Thematik von zentraler Bedeutung. Entsprechende Studierende kennen oder kannten das Thema und dem Thema zuträgliche Autoren zu Genüge.

tot, also jene Band, die Lieder vom Glück zum Besten zu geben, könnten dabei vor allem den philosophischen Fachdiskurs merklich verkürzen. Dafür nehmen sich die vier Ostfriesen einen zentralen Punkt des Diskurses heraus, den des Konsums, und schreddern diesen mit ihren Instrumenten gerade zu nieder. In deren Welt ist Glück definitiv kein Produkt von Konsum und gesellschaftlichem Zusammenleben.

Jetzt bin ich leider weder ein ausgewiesener Experte der besagten philosophischen Subsparte noch des Deutschpunks, aber eines kann ich getrost zu diesen Album sagen: Es bereitet mir auf biochemischer Ebene reinste Glücksgefühle. Der erste Durchlauf von Lieder vom Glück hat mich dabei sowas von unvorbereitet getroffen, da ich dank des Bandprofils und deren Referenzen eher von einem avantgardistischen Kunstprojekt ausgegangen bin und niemals von einem Kandidaten für das Album des Jahres. Lieder vom Glück ist destruktiv, dekonstruktivistisch und zeigt eine breite musikalische Varianz, ohne dabei den berühmten roten Faden zu verlieren.

tot (Band, 2019)
Das ganze klingt dann für mich wie Ton Steine Scherben, die mit Jello Biafra gepflegt zwei Flaschen Absinth verzehren um anschließend mit einem Knüppel durch Einkaufszentren zu flanieren. Und das, was dabei raus kommt, direkt vertonen. Die Texte zeigen hierbei keine ausgefeilten Metaphern, sondern sind einfach gehalten und sehr eingängig. Mal wird eher gesungen, mal gepöbelt, im Falle von Die Natur kann grauenhaft sein, aber auch schön wird hingegen einfach mal eine gesampelte Rede in den Hintergrund eingefügt. Mal dominieren Bassgitarre und Drums (Alarm, Psychosomatisch), mal die Gitarre (Plastik), Panikland wiederum wirkt instrumentell sehr ausgewogen und rechnet textlich mal eben mit Allem ab:

„Alles ist scheiße,

Die ganze Welt ist falsch,

Alle Menschen Heuchler,

Alle Menschen gleich,

Alle sind hier Mörder,

Alle sind bald tot,

Die Jugend eine Lüge,

Das Alter eine Not“ (Panikland)

Was bleibt ist astreiner, konsequenter und auch experimenteller Deutschpunk, der in kleinen Punkschuppen genauso funktionieren wird wie in besetzten universitären Freiräumen irgendwelcher geistes- oder sozialwissenschaftlicher Fakultäten. Wahrscheinlich ginge es perspektivisch ne´ganze Nummer größer als die besagten Punkschuppen, das interessiert allerdings erstmal nicht. Ich genieße dieses wunderbare Stück Deutschpunk erst einmal von Track zu Track. Aktuell digital, nach Veröffentlichung auf Vinyl. Für mich ein Pflichtkauf!

Daher auch meine Empfehlung an alle Punker*innen, Gesellschaftskritiker*innen und Freund*innen des gepflegten Abrisses: Kaufen, Supporten, Glücklich sein. Klingt einerseits nach der Art Konsum, den tot vollkommen zurecht in ihrem Album auseinander dezidieren, andererseits muss Glück ja irgendwie verbreitet werden. Und das wird die Band und deren Label ab dem 08.11.2019 über spastic fantastic Records in limitierter Auflage tun. Wer früh genug dran ist kann sich gleich ein Bundle aus farbigen Vinyl und Shirt ordern oder einfach im Vorfeld den Track mehr mal anspielen.

Groß!

vampster · 22.10.2019 · Quelle

Review lesen

Unsere „beste aller Welten“ hat sich sicherlich schon immer durch allerlei Absurditäten und Grausamkeiten ausgezeichnet, aber dieser Tage begegnen sie uns dann doch nochmal verstärkt, habe ich das Gefühl: Der Führer der freien Welt, ein von Menschen gewählter grenzdebiler Immobilienunternehmer, verhält sich seit Jahren wie ein narzisstisch gekränktes Rotzblag und trifft Entscheidungen, die mindestens 1000 Terroristen freisetzen und einen durch deutsche Waffen und deutsche bzw. europäische Außenpolitik unterstützten Angriffskrieg eines despotischen Regimes gegen eine kleine demokratisch organisierte Enklave ermöglichen. Daneben die Brexit-Posse und die ganzen blutigen und brutalen kleinen und großen Konflikte in der Welt, man kriegt ja gar nicht alles mit, man bekommt mit, was für „uns“ wichtig ist, und das ist: Macht- und Grenzsicherung, Sicherung „unseres“ Lebensstils, und dazu gehören eben auch Kriege und Umweltzerstörung. Dass nebenbei die Welt droht unterzugehen, weil dieser Lebensstil auf Klimakatastrophe und Ausbeutung beruht, interessiert deutsche und andere Politiker nur solange, wie ihr wirtschaftlicher Erfolg in der Welt damit einher geht, denn die gar nicht zufällig an Krebs erinnernde Legende von der Notwendigkeit unendlichen Wirtschaftswachstums gilt in dieser Welt längst als Wahrheit. In Ecuador kann man zur Zeit beobachten, was passiert, wenn sich die Bevölkerung diesen Wahnsinn nicht mehr gefallen lässt: Sie wird niedergeknüppelt.

Aber bleiben wir bei uns, hier geht’s ja gleich um Deutschpunk: rechtsextremer Terror in Deutschland, absolute Mehrheit für klerikale Rechtsextreme im Nachbarland Polen – und hierzulande die mittlerweile ebenfalls von Neonazis übernommene AfD weiter auf dem Vormarsch, vorwiegend im Osten überwiegend gewählt von Menschen, die von Wahlsiegen dieser Partei nur Schaden haben werden. Man feiert trotzdem dreißig Jahre „Wende“ und „Einheit“, egal, Nation ist halt wichtig! Daneben eine Fernsehindustrie, die jeden Menschen mit einigermaßen gutem Geschmack und etwas Hirn längst in die Fänge der Streaming-Multis oder in die Illegalität getrieben hat. Dort kann man sich das Desaster „Freier Westen“ dann künstlerisch wertvoll aufbereitet anschauen und davon süchtig werden. (Also, wenn man’s noch schafft: Neulich hab ich einen Artikel gelesen über eine Frau, die jeden Tag nach der Arbeit „Friends“ schaut, weil sie für andere Dinge keine Kraft mehr hat und es sich anfühlt, als würde man echte Freunde zu Besuch haben.)

TOT sind deine Freunde

Gute Zeiten für gute Musik also. Wo der Wahnsinn regiert, die Dystopie lebt, das Elend Konjunktur hat, da frohlocken skrupellose Künstlerinnen und Künstler und hauen ein davon inspiriertes Meisterwerk nach dem andern raus. Nicht nur im Dunkelfeld des Untergrund-Metals allerdings, auch im Punk und Hardcore blüht die dieser Welt den ein oder anderen Mittelfinger entgegen streckende Kultur auf.

TOT aus Ostfriesland hauen dieser Tage über das Dortmunder Label „Spastic Fantastic“ ihr Debütalbum raus und damit alles tot. Es ist, machen wir’s kurz, ein einziger gellender Aufschrei gegen alles, was stört: Lohnarbeit, Vermieter, psychische Probleme, Krieg, Klimakatastrophe, gute Miene zum bösen Plastik-Spiel usw. Es gibt da eine Gemeinsamkeit, und die kennen TOT: All das kommt aus dieser, unserer Welt, der „besten aller Welten“, so die Propaganda, und TOT wissen auch: Fickt euch, das ist sie verdammt nochmal nicht, das muss nicht sein, das ist ein Scheißdreck, wir wollen was anderes!

Guter alter Deutschpunk

Das Kunststück ist, dass TOT musikalisch auf Surf-Gitarren und guten alten Deutschpunk setzen – hier sind die 80er am Werk, und das nicht zu knapp. Live hab ich sie vor ein paar Monaten noch auf dem Spastic-Fantastic-Fest gesehen, da fand ich’s irgendwie zu eintönig, aber die Platte hat mich direkt. Ob’s an der Weltlage liegt, an der furztrockenen Baller- und Schepper-Produktion, an den Texten, am richtigen Zeitpunkt (hab echt zuviel romantische Musik gehört in letzter Zeit!), an der stimmigen Konzeption? Alles zusammen, klar. Die Platte funktioniert einfach: Es wird nicht durchgehend geballert und gesurft, mal nimmt man das Tempo raus, und es gibt Krautrock zum Rackelhahn (genial!!), schon wird’s trotz aller Stumpfheit nicht langweilig. Referenzen gefällig? RAZZIA ficken die DEAD KENNEDYS, und TON STEINE SCHERBEN gucken zu.

„Lieder vom Glück“ als destruktive Ansage an wahnsinnige Zeiten

Der Titel ist auch genial: „Lieder vom Glück“, Mann, da weißt du gleich, was dich erwartet: Glück, das zentrale Narrativ dieser von Gier, Korruption und Depression zerfressenen Gesellschaft, das bürgerliche Glücksversprechen, was könnte passender sein als Titel für ein Album, das genau diese Drecksideologie mal so richtig kaputt kloppen will? Ich liebe Titel mit doppeltem Boden, denn natürlich entsteht bei Menschen, denen Dissidenz nicht ganz fremd ist, durch genau solche Werke dann tatsächlich ein Glücksgefühl, ein Gefühl des Verstandenwerdens; das Perfide an der bürgerlichen Gesellschaft ist, dass sie uns das dann als Identitätsangebot vorsetzt (in der freien Welt kann eben jede alles sein, auch Rebellin!), und es liegt an uns, da nicht blind zuzugreifen, sondern vielleicht mal genauer hinzuschauen: Bleibt es beim rebellischen Gestus oder bilde ich mich fort und versuche evtl. sogar andere von meiner Kritik zu überzeugen?

Freilich, keine Musik machen ist auch keine Lösung, genau wie kein Alkohol, kein Sport, kein Kino, kein… ach, was weiß ich denn, was euch so alles Spaß macht. Vergesst den Spaß nicht, sonst gibt’s Depression, und mit Depression kann man die Weltlage ja gar nicht mehr studieren, die einen mal so depressiv gemacht hat (s.o.)! Und wenn man das nicht getan hat, weiß man auch nicht, was man meint, wenn man den Refrain des Top-Liedes vom Glück beim nächsten TOT-Konzert der Band und der Welt ins Gesicht schreit:

DAS

IST EUER PARADIES!

Krachfink · 03.11.2019 · Quelle

Review lesen

TOT aus Ostfriesland kommen auf ihrem Album „Lieder vom Glück“ erfrischend schnell auf den Punkt. „Zeitfaktor“ poltert komplett distanzlos in den Raum und eigentlich sollte sofort klar sein, ob man den repetitiven, misanthropischen Punk der Band mag oder nicht. Von der allgemeinen Definition von Glück, sind TOT natürlich meilenweit entfernt. Stattdessen gibt es auf den Punkt gerotzte Kernaussagen, so hitzig und packend vorgetragen, dass man eigentlich nur zustimmend die Bierdose exen und an die Wand werfen kann.

TOT als Lebenseinstellung

Irgendwo zwischen NIRVANA und DIE NERVEN eingekeilt, kotzen sich TOT einmal im Strahl aus. In meistens weniger als drei Minuten Spielzeit, drücken sie jedem Song einen besonderen Moment in die Hand und haben mindestens eine schmerzhaft treffende Line auf Kante. Dabei wird nicht nur geschrammelt, obendrauf gibt es sogar einige gut gezockte Soli. In“Plastik“ holt Sänger Jannes zum Roundhousekick gegen alle aus, die gut gelaunt sind. Sollte allgemein bekannt sein, dass nichts so stark provozieren kann, wie ein gut gelauntes Dauergrinsen von anderen Menschen. Gepriesen sind die Doofen.

Wer ernsthaft reflektiert, sollte eigentlich zu dem Schluss kommen, dass es nun wirklich gar nichts zum Lachen gibt. Im dunkel schunkelnden „Mehr“ trampeln uns TOT vehement die Konsumkritik ins Gehirn. Der alte Trick auf die Menschheit zu schimpfen und trotzdem ein Teil davon zu sein, geht eben doch immer wieder auf. Genauso wie das grungige Riff als Depressionsbeschleuniger und das ultra verstörende Video zum entsprechenden Song.

Wir werden alle sterben

„Die nächste Sitzung schwänze ich“ orientiert sich allerdings fast zu stark an NIRVANA und beim instrumentalen „Psychosomatisch“ erwartet man schon beinahe, dass Julian Knoth von DIE NERVEN die erste Strophe von „Angst“ singt. Ist man aber erst mal in den mantrischen Strudel von TOT geraten und lässt sich vom Bass im Kreis treiben, dann wird das auch irgendwie egal. „Paradies“ zeigt TOT in Bestform, Realität vs. Utopie. Das Paradies, auf das sich die Gesellschaft geeinigt hat, existiert nur, weil man sich auch darauf verständigt hat, nicht mehr hinter die Fassade zu schauen. TOT skizzieren dieses ernüchternde Gefühl musikalisch und textlich hervorragend und erinnern an die tanzbare Kompromisslosigkeit von IDLES „Rottweiler“. Ähnlich wie mit dem Märchen vom Paradies, verhält es sich auch mit der Tatsache, dass die Natur grundsätzlich als friedliches Idyll gilt. Ob das Natürliche wirklich als moralischer Leitfaden dienen kann, stellen TOT mit „Die Natur kann grausam sein, aber auch schön“ zur Debatte. Eine ornithologische Dokumentation im Kontrast mit weit atmendem Punk. Ganz nebenbei präsentieren TOT hier noch eine weitere, musikalische Facette.

Die Jugend eine Lüge

TOT treffen bei mir einen Nerv. Ohne sich zu distanzieren und ohne zu viel zu sabbeln, bringen sie viele Dinge sehr gut auf den Punk(t). Musikalisch geht es meistens nach vorne, ebenso schnörkellos und trotzdem nicht preiswert, sondern variantenreich. Allerdings wächst die Scham vor sich selbst parallel zum Spaßfaktor von „Lieder von Glück“.

Plastic Bomb · 18.10.2020 · Quelle

Hektischer, gitarrenlastiger Punkrock mit aktuellen, deutschen Texten und verstörendem Albumcover. Die Songs transportieren jede Menge Energie und Spielfreude. Trotz aller Zynik verbreiten die Texte so etwas wie Aufbruchsstimmung. Absolute Empfehlung!
spasticfantastic.bandcamp.com/album/tot-lieder-vom-gl-ck-lp (Spastic Fantastic) Ronja

SOLD OUTSad Neutrino Bitches – Weltraumendspurt 7''
SFR-86Sad Neutrino BitchesWeltraumendspurt

27.09.2019 · 7''

Pressungen
  • 200x black
Reviews (4)

Ox-Fanzine · Ausgabe #147 Dezember/Januar 2019 · Kalle Stille · Quelle

Review lesen

Auch wenn das Label voller Selbstbewusstsein konstatiert, dass es eine Band mit einem derartigen Sound noch nicht gegeben haben soll, nicken wir stumm, denken an NOVOTNY TV, KRANK und FKK STRANDWIXER, und daran, dass es von solchen Bands nie genug geben kann.

Flott heruntergespulter Garagenpunk, hysterischer Sänger, Texte für erwachsene Menschen, die keine Hinweisschilder brauchen, um ihre Humorgrenzen zu erkennen, passt. „I’m in love with your mom“ und dieser Band aus Jena.

Bei nur 200 Exemplaren heißt es zugreifen, so lange die Suppe noch warm ist.

Bierschinken · kiki · 20.10.2019 · Quelle

Review lesen

Alter, was ist denn mit der Stimme? Da muss man sich wirklich erstmal dran gewöhnen…

PISSE war meine erste Assoziation, als ich diese 7" auf den Plattenteller gelegt habe. "Black Molly" überzeugt mit einem richtig geilem, weil bitter-bösem Text. Ja, definitiv PISSE ohne Keyboard.

Oder haben die neuen Ossis eher andersrum von den alten Ossis geklaut, weil es SNB schon viel länger gibt? Ach, Fragen über Fragen.

Lo-Fi regiert auch weiter. "Ausflug" ist "von Text her" ähnlich süffisant böse. Gefällt, genau mein Humor. Aber die Stimme….das ist so anstrengend!

Merke grad, dass ich zuerst die B-Seite gehört habe. Hoffentlich schadet das dem dramaturgischem Aufbau des Gesamtwerks von "Weltraumendspurt" nicht.

Tut es zum Glück nicht. Auch bei "Mittel gekürzt" und "VW Bus Asis" stimmen die Lyrics mich fröhlich. Aber bitte, bitte, bitte: Nimm beim nächsten Mal doch einfach die Wäscheklammer vom Sack wech…

Vinyl-Keks · 14.12.2019 · Quelle

Review lesen

Alter Falter hauen hier Sad Neutrino Bitches mit der 7inch Single „Weltraumendspurt“ einen dicken 77-Punkrock raus, der natürlich über das Underground Label Spastic Fantastic veröffentlicht wurde.

Die aus Jena stammende Band haut einem hier einen Sound um die Ohren, das es grad so kracht. Mit insgesamt 4 Songs ist die 7inch bestückt, was viel, viel zu wenig ist und nach mehr schreit.

Kannte ich Sad Neutrino Bitches vorher überhaupt nicht, bin ich nun froh, sie empfohlen bekommen zu haben.

Sie erinnern mich irgendwie immer wieder an Dean Dirg und go, eben die ganze 77-Punkrock Rotz raus Schiene, mit einem Gesang, den es so nur einmal gibt.

Die 7inch ist nicht nur textlich provokant. Nein auch musikalisch ist das hier eine Single, die voll nach vorne geht und deine Gehörgänge explodieren lässt.

Einmal Plattenspieler an, Anlage aufgedreht und ab geht die wütende Punkrock Sause.

Für mich ist das hier der perfekte Einstieg in ein neues Kapitel „Muss ich haben“. Die Band hat ja bereits zwei Alben und eine weitere Single veröffentlicht und diese gilt es nun zu besorgen, damit ich mehr so geilen Scheiß hören kann.

Für freunde des gepflegt rotzigen 77-Punkrock ist das hier genau das Richtige.

ngg_shortcode_0_placeholder

Plastic Bomb · 23.10.2020 · Quelle

Review lesen

Kopfschmerzen – Aaaaargh! Anstrengende Gitarre, Gesang. Das hier ist jetzt gerade nicht für mich zu ertragen. Meine musikalischen Vorlieben sind ja für manchen nicht zu verstehen, doch das hier geht zu weit. Ich hab’s geschafft, mir alle vier Songs 2x anzuhören. Das sind insgesamt 19:20 Minuten Schmerzen gewesen. Witzig war lediglich, dass ich beim ersten Titel immer dachte, es klingelt an meiner Wohnungstür. Die Texte und das Cover sind ganz gut. Hätte da nicht der Gesang und die Klampfe weniger nervig sein können? Geht nicht, sorry! SadNeutrinoBitches.bandcamp.com (Spastic Fantastic Records) Nille.

Shitty Life – Switch Off Your Head LP
SFR-85Shitty LifeSwitch Off Your Head

21.09.2018 · LP

Pressungen
  • black
  • 100x milky clear
  • Repress 2020: 150x red clear
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #140 Oktober/November 2018 · Fabi Schulenkorf · Quelle

Review lesen

Dass SHITTY LIFE die Lücke füllen, die DEAN DIRG und THE SHOCKS, BLANK PAGES, PRESS GANG und nicht zuletzt BLACK FLAG hinterlassen haben, haben wir den Italienern schon bei ihrer 7“ im Ox #134 attestiert.

Auf ihrem ersten Longplayer sind die fünf jetzt auch in knapp zwanzig Minuten (zwölf Songs in 18 Minuten – guter Schnitt!) angepisst von allem, was so nervt: Überwachungsstaat, Bürgerwehren und eine Zeit, mit der man einfach nicht klarkommt, in die man einfach nicht reinpasst.

Oder will. Oder für die man einfach zu retarded ist. Oder ist die Welt retarded? SHITTY LIFE haben keine Antwort darauf. Aber Kaffee. Und dann: run!

Bierschinken · Pinky · 24.09.2018 · Quelle

Review lesen

SHITTY LIFE ist die Band, die dich unweigerlich an den Fußgelenken packt und dich auf die Tanzfläche zieht. Scheiß egal, ob du willst oder nicht. Scheiß egal, ob du dir seit einigen Jahren lieber lässig an die Theke gelehnt „die Band angucken willst“, anstatt dich rumschubsen zu lassen und irgendwelche Wursthaare in dein Bier getaucht zu bekommen.

Is nicht! So erlebt beim grandiosen Auftritt der Parmenser aufm Spastic Fest 2017 und noch überboten bei der diesjährigen Ausgabe. Absolut kein Halten! Habe ich auf einem Konzert in Dortmund so noch nie erlebt.

Auf „Switch Off Your Head“ prügeln sich SHITTY LIFE durch 12 Songs – keiner länger als 2 Minuten. Im Gegensatz zu den Vorgänger-EPs kommt die wesentlich bessere Aufnahmequalität dem garagigen, stets hektischen Lo-Fi-Sound der Band absolut zu Gute. Muss ja nicht immer so sein bei der Mukke…

Abrupte Tempowechsel, schrille fast unverzerrte Gitarren, super knackiger mittiger Basssound und obendrauf diese Stimme, die immer zwischen genervtem Genöhle und Kopf-zerreißendem Gekeife schwankt. Zwar hier und da melodisch, aber immer eher Rhythmus-basiert, damit es richtig schön gerade auf die Schnauze gibt.

„Switch Off Your Head“ ist für mich die Ablösung der sich seit 6 Monaten bei mir auf Dauerschleife drehenden „Relentless“ von YOUTH AVOIDERS und eines der besten Spastic Fantastic Releases der letzten Jahre.

SOLD OUTAbriss – Dachlattenkult LP
SFR-84AbrissDachlattenkult

21.09.2018 · LP

Pressungen
  • black
  • 100x green
  • 100x red marbled (Mailorder-Box)
  • 50x Tapes
  • 10x testpressings
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #140 Oktober/November 2018 · Fabi Schulenkorf · Quelle

Review lesen

Nach nur etwas über einem Jahr preschen die Dachlattentypen aus Dortmund und Münster schon mit ihrem zweiten Album in die Deutschpunkpfütze! Dreckigster Hardcore-Deutschpunk – und zwar in seiner reinsten Form aus großer Fresse, räudigen Gitarrensounds und einer Crew mit herzlich viel Wut im Bauch und Leidenschaft im Herzen.

Ich hab das Ding gehört, deswegen hier auch kein’ Bock auf soziologische oder gar musikalische Beschreibungen – nichts würde diesem Werk gerecht. Also, verdammt noch mal, holt’s euch, zischt dazu ’ne Palette Dosenbier und sucht euch irgendwas zum Kaputtmachen – hier ist der Soundtrack dazu.

Deutschpunk, ihr Pisser!

Sects Tape – Mobile Home 7''
SFR-83Sects TapeMobile Home

29.06.2018 · 7''

Pressungen
  • black
  • 100x white/grey/black marbled (Deluxe mit Poster)
Reviews (1)

Plastic Bomb · 13.11.2018 · Quelle

Review lesen

Q: Warum gehen Ameisen nicht in die Kirche? A: Weil sie in Sekten sind. So oder ähnlich geht wohl die Entstehungsgeschichte der pink liebenden Weirdo-Kapuzenmänneken aus Belgien. Alter! Pussy Riot meets the KKK oder wie jetzt?! Ihr surft zu AGENT ORANGE und JFA, lasst euch von Aliens entführen zu den Klängen von THE MONSTERS und sitzt am Lagerfeuer mit Lux Interior von den CRAMPS? Dann ist das hier genau eure Sandburg. 2 Songs inkl. geil surfig-trashigem Intro und Outro. Dazu passend das weiß-pinke Artwork, das mich ein wenig an Scooby Doo erinnert. Huldigt dem Guru!(Spastic Fantastic) – Iron Rob

Hier geht es zur Facebook-Seite von SECTS TAPE…

hier zur Facebook-Seite von Spastic Fantastic…

zur Bandcamp-Seite der Band…

und hier gibt es die „Mobile Home“ 7″…

SOLD OUTThe Establishment – Vicious Rumours LP
SFR-82The EstablishmentVicious Rumours

24.04.2018 · LP

Pressungen
  • limitiert auf 300
  • 10x testpressings
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #139 August/September 2018 · Guntram Pintgen · Quelle

Review lesen

Keine Ahnung, was ich von THE ESTABLISHMENT erwartet habe, vor allem nachdem ich las, dass hier ehemalige Mitglieder von ANTIDOTE, BRAT PACK oder BORN FROM PAIN am Start sind, aber jedenfalls hatte ich alles eine Nummer härter erwartet, irgendwie die x-te Variante von Oldschool-Hardcore eben.

Doch weit gefehlt. Stellt euch die musikalisch härtesten und intensivsten Momente von frühen THE SISTERS OF MERCY, THE MISSION, THE CURE oder auch RED LORRY YELLOW LORRY vor, diese treibenden, flirrenden Gitarren, coole Bassläufe, treibende Drums und obendrauf kein dunkler Goth-Gesang, sondern ein rotziger, irgendwie an Tony von THE ADOLESCENTS erinnernder Sänger.

„Rabies“ ist ein toller Opener, bei „Running on empty“ klingen die Niederländer wie THE ADOLESCENTS auf dem New-Wave Trip, was sich mit „Vicious rumours“ und anderen Songs fortsetzt. Das Eröffnungsriff von „Calmed down“ erinnert kurz an „Pretty vacant“ (SEX PISTOLS), nur um sich kurz darauf in einen intensiven, treibenden Post-Punk-Song zu wandeln.

„Watching the grass grow“ beginnt wie ein EA80-Song. Allein das kurze „Monday“ ist eher richtiger Punk. Mit „Vicious Rumours“ haben mich THE ESTABLISHMENT kalt erwischt und begeistern mich maximal.

Away From Life · 11.06.2018 · Quelle

Review lesen

The Establishment – Vicious Rumours (LP – Spastic Fantastic Records / Darcy Trash Records / Underachievers Records – 2018)
Auf schlichtem schwarzem Vinyl, mit großem Textblatt, kommt das neue Album von The Establishement daher. Großes Tam Tam braucht die Band auch nicht, es wird mit der Musik überzeugt! Die elf Songs erinnern stark an die 80er. Man hört das Erbe der Zero Boys und der Adolescents.

Die Songs haben Wiedererkennungswert und runden einander schön ab. Lückenfüller brauchte es hier keine. Von Anfang bis zum Ende ziemlich geil! Auch stimmlich erinnert Sänger Ken an Tony Cadena.

Tolle, düstere Platte. Stimmiger wäre es gewesen das Stück im Herbst rauszuhauen, doch so kann man zur schlechten Laune den Soundtrack gleich mitsingen!

Plastic Bomb · 08.11.2018 · Quelle

Review lesen

Ey, Kenny von BRAT PACK und CITIZENS PATROL hat ’ne neue Band. Und was für eine. Da hat er noch ein paar fähige Mucker von ANTIDOTE (nl) und BORN FROM PAIN (!) um sich geschart und ab geht’s. War die „Underachiever“ EP von 2016 noch etwas hardcorelastiger und liebäugelte mit Bands à la CRIMINAL DAMAGE, wird auf „Vicious Rumours“ der Flanger ausgepackt und eine höchst infektiöse Mischung aus kalifornischem Deathrock, rotzigem Streetpunk und englischem Oi! zelebriert. Die Spielfreude und die musikalischen Ideen tropfen hier aus jeder Rille und beweisen, dass hier eine gereifte Band am Werke ist, die immer noch eine Dringlichkeit nach Output und Sendungsbewusstsein verspürt. Und wer Kennys Stimme und Gesangslinien seit CP und BP-Tagen vermisst hat, kommt hieran eh nicht vorbei. Fans des aktuellen französischen Oi!-Sounds sollten auch mal ein Ohr riskieren. Schadet nicht. Spitzenplatte!(Spastic Fantastic/Aggrobeat/Darcy Trash Rec.) – Iron Rob

Hier geht es zur Facebook-Seite von THE ESTABLISHMENT…

zur Facebook-Seite von Spastic Fantastic Records…

zur Bandcamp-Seite der Band…

und hier gibt es die „Vicious Rumours“ LP…

Hier geht es zur Facebook-Seite von THE ESTABLISHMENT…

Dismalfucker / HIGH – Split LP
SFR-81Dismalfucker / HIGHSplit

13.04.2018 · LP

Pressungen
  • 400x black
  • 100x green/black marbled (Band/Label only)
Reviews (4)

Ox-Fanzine · Ausgabe #138 Juni/Juli 2018 · Helge Schreiber · Quelle

Review lesen

Auf dieser Split-LP gibt es zwei extreme Hardcore Punk Bands zu hören. DISMALFUCKER stammen aus Münster und haben zuvor in Bands wie SVFFER oder ABRISS gespielt. Mit der neuen Band beackern sie nun auf das Entschiedenste das Crustcore-Feld und ziehen mit ihren Songs fette Pfluggräben, auf dass da in Zukunft nie wieder was wächst.

Da, wo DISMALFUCKER hinhauen, herrscht der postnukleare Zerstörungszustand. Wer kann, der kann! Auf der anderen Seite geben dir HIGH aus Tübingen musikalisch eine gehörige Backpfeife. Auch hier spielen einige Leute, die sich bereits in anderen Bands wie NAKAM oder DOGGOD ihre Sporen erworben haben.

Wobei mir HIGH mit ihrem aberwitzigen, hoch-hektischem Hardcore-Sound wahnsinnig gut gefallen. Die fiddeln sich da einen ab, es ist der pure Wahnsinn! Stimmt, HIGH müssen mächtig high sein, um solch einen Sound spielen zu können.

Frühe FLAG OF DEMOCRACY beziehungsweise DIE KREUZEN kommen mir da von der Spielart beziehungsweise Gitarrenarbeit her in den Sinn, soll heißen: der Schwerpunkt des Einflusses der Band dürfte mehrheitlich auf frühen Achtziger-Jahre-US-Punk liegen.

Ich bin schwer begeistert von HIGH!

Bierschinken · Ralle Ressourcenvernichter · 29.11.2018 · Quelle

Review lesen

Dismalfucker sind derzeit die Überflieger der Münsteraner Musikszene. Mit Mitgliedern von Svffer, Whalehunter und Abriss – aus dem Dunstkreis von Koloss Skateboards – dürfte es nicht wundern, dass es hier ordentlich auf die Mappe gibt.

Feedback, Gitarre und dann startet mit TRUE LICE das Geballer. Schnell, wütend, mal schleppend. Die vier Stücke bestechen durch – für Crust nicht immer üblichen – Abwechslungsreichtum. Was die Songs aber alle innehaben: Sie ballern ins Gesicht!

High hingegen haben einen eher irren, trashigen Sound an sich. Vergleichbar mit RKL, treiben schrillende Gitarren den Sound nach vorne.

Pro Band vier Songs, die im Nu durchgehauen sind. Zwei ebenbürtige Bands, die mit einem speziellen Sound aufwarten.

Scheiße, die Split macht Laune!

Away From Life · 16.12.2018 · Quelle

Review lesen

Dismalfucker / High – Split (LP – Spastic Fantastic / Subzine Records – 2018)
Dismalfucker aus Münster und High aus Tübingen haben eine schöne Split 12″-Vinyl veröffentlicht. In der Haptik liegt das schwarz-weiße Cover mit seinem Inside-Out-Papier schön in der Hand und die Texte sind auf einem Beilageblatt auch dazugepackt. Das macht Sinn, denn von beiden Bands versteht man kein Wort!

Auf der A-Seite hauen Dismalfucker vier Songs heraus. Die Lyrik depressiv, die Musik hart und laut. Für Crustpunk noch sehr abwechslungsreich sind die Songs schnell und auch schleppend. Live sicher absolut ein Killer, Bierdusche garantiert!

Zu High könnte ich fast das selbe schreiben, die Bands ergänzen sich sehr gut. Crust, Trash-Metal und Hardcore-Punk ergänzen sich auch hier sehr gut!

Plastic Bomb · 26.11.2018 · Quelle

Review lesen

Diesmal gibt’s einmal brachial Schweden-Crust aus Münster und high, einmal Geschwindigkeits-Gitarren-Hardcore aus Tübingen. Ach jott, Platte schon zu Ende, bin doch noch am Tippen. Egal, holt euch die (leider sehr kurze) Scheibe ! Beide Bands kann man sich auf 45 & 33 Umdrehungen anhören. Schönes, griffiges Cover + Textblatt + DLC und diverse Sticker. (Subzine Records/SpasticFantastic) Nille

Hier geht es zur Facebook-Seite von DISMALFUCKER…

hier zur Facebook-Seite von HIGH…

zur Facebook-Seite von Spastic Fantastic Records…

die Bandcamp-Seite von DISMALFUCKER zur Split…

die von HIGH…

und hier gibt es die Split Mini-LP…

Ein schon etwas älterer Song, der nicht auf der Split enthalten ist…

SOLD OUTDadar – Sick Of Pasta 7''
SFR-80DadarSick Of Pasta

15.09.2017 · 7''

Pressungen
  • black
  • 75x handnummerierte SFR-Edition
Reviews (2)

Yellow Green Red · Februar 2018 · Quelle

Review lesen

What’s up with Italian groups referencing stereotypically Italian food lately? First there’s the industrial noise of Stromboli, and now Dadar, who dare to come out and wish they could have tacos or stir-fry a little more often. I wasn’t sure what they’d sound like, but it turns out they’re a very easy-to-like punk group. It’s a high-speed version of the classic sound, somewhere around Adolescents, Total Control and Love Triangle, with a vocalist who sounds like Minor Threat-era Ian Mackaye at one moment and Per Almqvist the next. They do a fine job with it across these four songs, about as tight as speedy punk can be with pogo-ready rhythms and a fun sense of abandon. Cool trick in “Get Away” too, where the vocalist’s moan somehow morphs into a bloopy keyboard solo (or maybe there’s no keyboard at all and he’s the Michael Winslow of punk?). People travel from across the globe in an effort to taste authentic Italian pasta, and here are these bozos, ungrateful that they have to eat it at all. I applaud them!

Retratando Voces (Blog) · Februar 2018 · Quelle

Review lesen

Dadar es el proyecto de Piff, un italiano envuelto también en los jaleos de Shitty Life, Crop Circles y Left In Ruins, haciendo de este su último proyecto hasta la fecha, el cual empezó con una demo homónima a principios del año pasado via Murung Records, fructificándose ahora su regreso con su primer 7", titulado "Sick Of Pasta", dejando aún más clara su postura por un punk que ya asomaba el hocico en este y sus otros proyectos, poniendo la locura encima de la mesa 'Destroy Everything', persecución policial por haberse saltado todos los controles de alcoholemia y drogas que iba pillando en su camino el fuzz garagero, auspiciado por esos vocales que saben como amedrentar cualquier mente, por robótica que sea, llegando una calma relativa gracias a 'Get Away' tras dar esquinazo a los maderos, así que con la adrenalina todavía por las nubes, se acrecenta el empeño, sobre todo de las cuerdas, por volver a repetir la jugada, buscándose entre sí las cosquillas hasta dar de bruces con una 'Digital Degenerates' que juega al despiste, ya que parece que es la que va a arruinar el tinglado aquí montado con esos riffs que parecen derrocar a sus propios principios, pero nada más lejos de la realidad, ya que su ejecución bien les vale para asentar las bases de un rock que sobrepasa el punk y toca con las yemas de los dedos el hardcore más estabilizado, centrando Girls In Synthesis el alagarabío instrumental y I.V. el vocal, sangrando la canción que da título al álbum por derrocar a cualquiera que ose compararles de esa manera.

Nakam – st 7''
SFR-79Nakamst

02.11.2017 · 7''

Pressungen
  • 400x black
  • 100x white
Reviews (1)

Razorcake · Jimmy Alvarado · Quelle · Archiv

Mid-tempo German hardcore that largely relies more on sheer muscle than speed. Things start off with a bit of a “rock” feel to the opening tune’s intro, but from there the music’s primal and visceral—stomping its point into the ground—before going full-thrash for the last two tunes.

SOLD OUTSects Tape – We're All Pink Inside LP
SFR-78Sects TapeWe're All Pink Inside

19.05.2017 · LP

Pressungen
  • 30x pink, pinkes Siebdruck-Cover (SFR exklusiv)
Reviews (1)

Luminous Dash · Wouter De Sutter · 11.08.2017 · Quelle

Review lesen

Weinig Belgische bands kunnen zo overtuigend het label ‘volkomen maf’ claimen als de Waalse garagepunks van Sects Tape. Vorig jaar nog live aan het werk in Muziekcentrum Kinky Star waar een rommelige, maar opzwepende show werd opgevoerd halfweg de Gentse Feesten. Een echt spektakel, want met gevoel voor decibels, theater en direct contact met het publiek afgewerkt. In vol ornaat afgewerkt bovendien. Meaning: de bandleden waren getooid met roze puntmutsen die het gehele concert lang het uitzicht blokkeerden op hun tronies. The gay KKK goes punk on stage. Ja, daar had u bij moeten zijn.

Het markante hoofddeksel van de vuilgebekte bende uit Doornik verklaart meteen de titel van het eerste full album (We’re all pink inside) dat een drietal weken geleden werd uitgegeven door de independent Rockerill.

Op de plaat manifesteert de groep zich als een compleet kierewiete punksekte. Het vijftal wordt aangevoerd door The Guru, niet meteen de meest fijnzinnige bard, maar subtiliteit is niet echt aan Sects Tape besteed. The Guru wordt onvoorwaardelijk gesteund door vier enthousiaste discipelen met even zo fijnzinnige roepnamen: The Hairy, The Skinny, The Fat en The Tall.

Op het album elf maal een explosieve mix van klassieke garagerock, punk en surf rock. Hard, rechttoe-rechtaan, zonder omkijken. Ruw & rauw, (bijna) live in the studio.

We’re All Pink Inside heeft een half uur muzikale relschopperij aan boord, maar dient zich verrassend gelijkmatig aan. Niets valt uit de luidruchtige toon. Het wild uitslaande Club Sex, één van de twee nummers die zich net boven de drie minuten – drempel weet te hijsen, en het frenetieke Blind Farmer maken de beste indruk. The Cramps meets The Ramones. Ideaal om uw verslappend feestje een forse adrenalinestoot te geven.

De sound van Sects Tape is over de gehele lijn goed vergelijkbaar met die van Turbonegro, de Noorse cultband bij uitstek. Dat Scandinavische gekkenhuis heeft een identieke reputatie te verdedigen op het vlak van rioolrock, sektevorming, verkleedpartijen en scabreuze feestjes. U bent bij deze gewaarschuwd.

SOLD OUTShitty Life – S/L 7''
SFR-77Shitty LifeS/L 7''

28.04.2017 · EP / 7''

Pressungen
  • 300x black 7''s, yellow cover
  • 66x black 7''s, red cover
  • 33x black 7''s, translucent cover
  • 300x grey marbled (2nd press, light betulla cover)
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #134 Oktober/November 2017 · Fabi Schulenkorf · Quelle

Auf der Suche nach einer adäquaten Nachfolgeband von DEAN DIRG kommst du an SHITTY LIFE nicht vorbei. Nihilistic, pissed off, Seventies-Garage-Rock’n’Roll – großartig!

SOLD OUTDerbe Lebowski – Derbe Lebowski
SFR-76Derbe LebowskiDerbe Lebowski

30.06.2017 · LP

Pressungen
  • black
  • 100x silver, rotes Siebdruck-Cover
  • 100x silver, schwarzes Siebdruck-Cover
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #134 Oktober/November 2017 · Ollie Fröhlich · Quelle

Review lesen

Mit einer einseitig bespielten 12“ gibt das Berliner Quartett mit dem großen Namen DERBE LEBOWSKI seinen (hm, nun) Longplayer-Einstand. Aber immerhin mit coolem Artwork im Inside-Out-Cover liebevoll aufgemacht und mit neun Songs am Start, von denen immerhin drei die Zwei-Minuten-Marke knacken.

Das Label schreibt etwas von „für Menschen mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne und geschwollenen Halsgefäßen“ und hat ausnahmsweise mal recht. DERBE LEBOWSKI spielen dabei eine Mischung von Sludge, Powerviolence und Crust, soll heißen: schleppende Teile stoßen auf Hochgeschwindigkeit und koppelnde Gitarren, dazu englisches Gebrülle über alles, was an dieser Welt scheiße ist.

Wenn ich ehrlich bin, würde ich bei dem Bandnamen allerdings sofort auf deutsche Texte umschwenken.

Gerdas Tanzcafé · 13.05.2018 · Quelle

Dass die vier Jungs der misanthropischen Berliner Undergroundszene entspringen, zeigt schon das düstere Artwork ihrer zweiten LP "Derbe Lebowski". Leute von Henry Fonda, Hatehug und Femme Krawall treten zum dritten Mal das Gaspedal bis zum Anschlag durch und lockern ihren zerfahrenen Powerviolence/Fastcore-Hybriden mit einigen treibenden Punkmelodien auf.

SOLD OUTCheap Drugs / Sunpower – Split 7''
SFR-75Cheap Drugs / SunpowerSplit

13.05.2017 · 7''

Pressungen
  • 400x black
  • 100x white
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #132 Juni/Juli 2017 · Fabi Schulenkorf · Quelle

Dreckig und räudig wie die zerfetzte Lederjacke auf dem Cover kommen hier drei Songs von CHEAP DRUGS und vier von SUNPOWER auf wahlweise schwarzem oder weißem Vinyl. Während SUNPOWER häufig an die garagig surfigen McLUSKY erinnern, treten SUNPOWER heftiger ins Fressbrett.

Mehr Gebrüll, mehr fliegende Fäuste, mehr Bierdusche. Geil!

Bierschinken · Peter · 31.05.2017 · Quelle

Review lesen

Hier teilen sich zwei der besten Bands der belgischen HC-Punk-Szene eine Split-Single. Die laut Promozettel "alle Liebhaber*innen von dreckigen Punk-Shirts und eingepullerten Schlüppis mitreißen wird". Da kann ich mich eigentlich nur anschließen.

Bei Sunpower gibt es perfekt gemachten 80er Hardcore-Punk zu hören. Ganz im Sinne der frühen BLACK FLAG, ANGRY SAMOANS und POISON IDEA geht es hier schnell und aggressiv zur Sache. Der Gesang gleicht so extrem dem von DEAD KENNEDYS Frontmann JELLO BIAFRA, dass es schon fast gespenstisch ist. Hätte ich sie nicht schon mal live gesehen, würde ich glatt annehmen dass sich hier JELLO höchspersönlich das Mikro geschnappt hat und wütend über die Welt abkotzt.

CHEAP DRUGS haben einen deutlich düstereren Sound und spielen einen komplexeren, langsameren HC-Punk als SUNPOWER. Außerdem mit leichter D-Beat-Kante, der aber auch aus den 80er Jahren stammen könnte. Hier passen NEGATIVE APPROACH gut als Vergleich.

Trotzdem stehen sie ihren Kollegen von SUNPOWER aber in nichts nach was die wütenden, nihilistischen Texte betrifft, zeigen aber auch in dem Song "Border Control" und der Textzeile "No Border Control, let them in" klar, wo sie politisch stehen!

Die Single gibts in jedem gutsortierten Mailorder oder direkt bei SPASTIC FANTASTIC RECORDS, limitiert auf 400 schwarze und 100 weiße Vinyls. Wer auf solche Mucke steht, sollte sich also ranhalten!

Away From Life · 17.05.2017 · Quelle

Review lesen

Sunpower / Cheap Drugs Split (7″ – 2017 – Spastic Fantastic Records)
Jedes Inch einen Song! Zumindest ist das bei dieser Scheibe so! Schnellen, coolen Punkrock von zwei tollen Bands. Vier Songs davon steuern Sunpower bei. Das ganze erinnert etwas an Dead Kennedys. Titel wie Total Hate Song oder Smells Like A Rat sagen denke ich eigentlich schon alles über den Klang der Band aus.

Cheap Drugs sind etwas düster. Wenn ich hier einen musikalischen Vergleich ziehen will, dann fällt als Klangbruder direkt der Name Negative Approach. Besonders der Song Breed/Die erinnert an den Negative Approach Klassiker Nothing.

Schöne, kleine Platte, die auch hervorragend dazu geeignet ist deine Nachbarschaft zu wecken!

PHA+PGlmcmFtZSBsb2FkaW5nPSJsYXp5IiBzdHlsZT0iYm9yZGVyOiAwOyB3aWR0aDogMTAwJTsgaGVpZ2h0OiAxMjBweDsiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly9iYW5kY2FtcC5jb20vRW1iZWRkZWRQbGF5ZXIvYWxidW09MzA2Njg5OTYwL3NpemU9bGFyZ2UvYmdjb2w9ZmZmZmZmL2xpbmtjb2w9MzMzMzMzL3RyYWNrbGlzdD1mYWxzZS9hcnR3b3JrPXNtYWxsL3RyYW5zcGFyZW50PXRydWUvIiB3aWR0aD0iMzAwIiBoZWlnaHQ9IjE1MCIgc2VhbWxlc3M9IiI+PGEgaHJlZj0iaHR0cDovL3NwYXN0aWNmYW50YXN0aWMuYmFuZGNhbXAuY29tL2FsYnVtL2NoZWFwLWRydWdzLXN1bnBvd2VyLXNwbGl0LTciPkNoZWFwIERydWdzIC8gU3VucG93ZXIgJiM4MjExOyBTcGxpdCA3JiM4MjIwOyBieSBDaGVhcCBEcnVncyAvIFN1bnBvd2VyPC9hPjwvaWZyYW1lPjwvcD4=

SOLD OUTAbriss – Abriss 12''
SFR-74AbrissAbriss 12''

05.05.2017 · LP / 12''

Pressungen
  • 350x black
  • 150x white + screenprint
  • 10x testpressings, numbered
Reviews (5)

Ox-Fanzine · Ausgabe #132 Juni/Juli 2017 · Fabi Schulenkorf · Quelle

Review lesen

Deutschpunk, ihr Pisser! Diese auf Krawall gebürstete Allstar-Band mit Maz (MANN KACKT SICH IN DIE HOSE, Spastic Fantastic Records), Simon (NERVOUS BREAKDOWN), Alex (WE LAUGH, Rising Riot Records) und Ingo (DISMALFUCKER) zerfickt hier alles, gegen das es noch immer nicht genug Songs gibt: Karrieretypen, Sauerkrautliebende, Nazis, Bullen und pseudointellektuelle Hipsterpunks.

Back to the roots wurde das Ding live eingespielt und die Vinylscheibe kommt mit imponierendem Siebdruck – das knallt, das brüllt, das schreit nach mehr.

Ox-Fanzine · Ausgabe #134 Oktober/November 2017 · Michael Echomaker · Quelle

Review lesen

In knapp 13 Minuten bieten uns ABRISS mit 14 Songs das perfekte Brett aus Hardcore und dreckigem Deutschpunk. Hier kann das Review eigentlich schon aufhören, denn das ist die Wahrheit. Scheiß drauf, wo sie herkommen, in welchen Bands sie bereits spiel(t)en (erfahrt ihr im Ox-Interview) und wie sie klingen.

Diese Platte wird all dem gerecht, was man von ihr laut Bandname und Songtiteln erwartet. Pressing Info: 150 mit Siebdruck auf B-Seite, 350 normal. Bei beiden ist der Download Code inklusive.

Groß!

Bierschinken · killerhippie · 06.05.2017 · Quelle

Review lesen

14 Tracks, so schnell hingetrümmert, dass die alle auf eine LP-Seite passen. Muss man erst mal hinkriegen. Mit ihrer ersten Langspielplatte scheppern Abriss aus Dortmund und Münster dann aber auch richtig rein. Der Name ist Programm. Alle Tracks kurz und knackig in die Fresse. Hart, authentisch und witzig. Genau richtig für meine defizitäre Aufmerksamkeitsspanne. Die Songnamen sind schon so super, dass sich das betrunkene Punkerherz darauf instant einen runterholen könnte: "Ich zerficke dich", "Sauerkrautliebe", "Ihr fertigen Wichser" und "Nahkauferfahrung". "Ich zerficke dich" könnte eigentlich auch das Konzept für dieses Album sein, so energetisch, diffus und sauer kommt die s/t umme Ecke. Ich bin begeistert von den genialen Texten. Superpräzise und kritisch, gleichzeitig total wirsch und so kurz, dass schon der nächste Track anfängt, wenn man sich grad fragt "Was zur Hölle…?"

Anspieltipps gibts keine, weil das komplette Album geil ist.

Für Vinyl-Fetischisten gibts die Platte sogar hundertfuffzig mal in fancy weißem Vinyl mit schicken Siebdruck auf der Nicht-bespielten Seite. Macht ordentlich was her.

Bin mal gespannt, ob die live das einhalten können, was die grandiose Platte verspricht.

Away From Life · 03.05.2017 · Quelle

Review lesen

Abriss – Abriss (LP – 2017 – Spastic Fantastic Records)
Abriss hauen ihr Debüt raus! Und was soll man sagen; die Platte kann! Wer auf Abfukk, Bombenalarm, etc. steht wird an dieser Scheibe nicht vorbei kommen. Zur Songlänge: Das Teil ist einseitig bespielt und es sind 14 Titel drauf. Warum Gefangene machen, wenn man jemanden direkt erschiessen kann?

Die Bandmitglieder sind durch die Reihe Banderprobt. Best-Off Ruhrpott mit Leuten von Mann Kackt Sich In Die Hose, We laugh, Nervous Breakdown und Dismalfucker. Also kein Anfängerglück! Trotzdem GEIL!

PHA+PGlmcmFtZSBsb2FkaW5nPSJsYXp5IiBzdHlsZT0iYm9yZGVyOiAwOyB3aWR0aDogMTAwJTsgaGVpZ2h0OiAxMjBweDsiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly9iYW5kY2FtcC5jb20vRW1iZWRkZWRQbGF5ZXIvYWxidW09MTA0OTE5ODMxNS9zaXplPWxhcmdlL2JnY29sPWZmZmZmZi9saW5rY29sPTMzMzMzMy90cmFja2xpc3Q9ZmFsc2UvYXJ0d29yaz1zbWFsbC90cmFuc3BhcmVudD10cnVlLyIgd2lkdGg9IjMwMCIgaGVpZ2h0PSIxNTAiIHNlYW1sZXNzPSIiPjxhIGhyZWY9Imh0dHA6Ly9zcGFzdGljZmFudGFzdGljLmJhbmRjYW1wLmNvbS9hbGJ1bS9hYnJpc3MiPkFicmlzcyBieSBBYnJpc3M8L2E+PC9pZnJhbWU+PC9wPg==

Razorcake · Razorcake #99 · Matt Seward · 16.08.2017 · Quelle · Archiv

I do not postulate lightly… is there a German Crudos? A perfect blend of thrashing punk and boiling political hardcore blood, a slice of humor, some butt-rumbling pop-mosh breakdowns, all wrapped up in sixty second songs. There are two fundamental challenges with this release: the lack of translation from German on the lyric sheet and the fact that all fourteen tracks fit on one side of the LP. Give me more! Track this down. –Matt Seward (Spastic Fantastic, spasticfantastic.de)

SOLD OUTFemme Krawall – Fun Im All 10''
SFR-73Femme KrawallFun Im All

17.03.2017 · 10''

Pressungen
  • 400x black
  • 100x purple + Button
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #132 Juni/Juli 2017 · Fabi Schulenkorf · Quelle

Review lesen

Hat hier jemand female-fronted Riot-Grrrl-Punk gesagt? Verpiss dich! Hat hier jemand gutgelaunt angepisst wilder 77er-Punk mit zufällig zwei Mädels am Mikro gesagt? Nailed it! Ja, hier sind zwei Mädels am Mikro.

Und Typen an den Instrumenten. Das war’s aber auch schon mit den Klischees. Wie in diesem Genre üblich, wird sich hier gut und kräftig über Mackergehabe aufgeregt und Gender-Gaps eingerissen.

Aber seien wir mal ehrlich, das sollte doch heutzutage zum guten Ton gehören. Also: Egal wie viele X-Chromosomen, FEMME KRAWALL tun der Riot Grrrl-Punk-Bewegung gerade durch den Arschtritt, den sie ihr, aber auch den Disco-Proleten verpassen, verdammt gut.

Einfach machen: So geht Anti-Sexismus!

Bierschinken · killerhippie · 08.03.2017 · Quelle

Review lesen

Genial. Ein Albumtitel, der sich auf den Bandnamen reimt. Das nenn ich mal Konzept!

"Fun im All" ist einfach eine überragend geile Platte. Kommt als Sonderedition im lila Vinyl daher und die Musik sind trotzdem noch das beste an dieser 10-inch. Alle Songs gehen direkt ins Ohr, sind aber dabei nicht eintönig und motivieren dazu, direkt ein paar Leute im Bus aus dem Weg zu schubsen und einen triftigen Pogo zu starten. Oder was anzuzünden und das Feuer gemütlich bei einer Tasse Tee zu beobachten.

"Uhuras Disco" ist eine Hymne auf diese Abende, wo die Gesamtscheiße nur noch mit Tanzen bewältigt werden kann: "I'm dancing with my tears, I'm dancing with my fears". Bisschen deep, aber elegant und wütend und bäm.

"Educated" stellt Rollenbilder und Privilegien infrage, untermalt von schönen Surfriffs. Klingt ernst und aggressiv, ohne aufgesetzt zu wirken, wie das bei politischer Musik ja oft so der Fall ist. In "Hysterie" gefällt mir die Brachial-Energie und die Call-and-Response-Phrasen in den Strophen, n Song zum Ausrasten und Sachen durch die Gegend schmeißen. "Pygmaleon-Effekt" regt zum Nachdenken im Pogo an. "Autonomie-Eine Halluzination?"

Aber verweist dann im Refrain solidarisch auf den gemeinsamen Kampf: "Wie kann ich mich befreien? Du bist nicht allein! NEIN!NEIN!NEIN!" – Da geht mir doch richtig das Herz auf.

Und DER ÜBERHIT dieser Platte ist "Ohne Worte". Totaler Ohrwurmfaktur, Identitätskritik, RUMSCHREIEN, AUSRASTEN!

"Wer bist du denn ohne Identität? Dann bleibt nur noch dein Hass für dich übrig."

Und im Refrain vier mal "Ich hasse dich!" hintereinander zu schreien ist schon ziemlich cool und verdammt Punkrock.

Musik, die Kopf und Arsch bewegt. Feminismus, der einem das Bier über dem Kopf zerdeppert.

Vermutlich jetzt schon EINE DER BESTEN PLATTEN JAHRES! Femme Krawall übrigens am 30.06. beim Spastic-Fantastic-Fest im FZW in Dortmund.

Away From Life · 14.03.2017 · Quelle

Review lesen

Femme Krawall – Fun im All (10″ – 2017 – Spastic Fantastic)
Bereits mit ihrem ersten Album haben mich Femme Krawall ziemlich schnell begeistern können. Nun sind die Kinder aus der Haupstadt mit fünf Stücken zurück. Jeder der Songs ist sehr catchy und bleibt so schnell hängen. Das Ganze erinnert mich dabei irgendwie an The Briefs mit Frontfrau. Teils singen die Görls Englisch, manchmal auch Deutsch – Gerade wie Femme Krawall beim Songwriting eben Laune hatten!

Das Teil macht jedenfalls richtig Laune! Flott, girly, groovie! Yay! 11 von 10 Punkten! YAY!

Bei Spastic Fantastic gibt es das gute Stück auch in Lila zu klauen (sonstwo nur in Schwarz). Ran da!

SOLD OUTREIZ – st LP
SFR-72REIZst

17.02.2017 · LP

Pressungen
  • 400x black
  • 100x red + Button
  • 100x white (repress)
  • neon yellow (repress)
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #131 April/Mai 2017 · Dirk Klotzbach · Quelle

Review lesen

FKK-Bingo-Ringe2iez mit Schambehaarung und Anfassen auf der Außenhülle. Harmonisch, erquickend und fröhlich, für Speckfalten musste man sich damals noch nicht schämen. Ob die Tänzer Orangenblüten-Aromaöle genutzt und CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL gehört haben, ist mir indes nicht bekannt.

Innenliegend die Antithese zu Kirmesgesellschaften, Kirchenbesuchen und inzestuösen Geschlechtertreffen an den Waschanlagen deutscher Tankstellen, ein nöliger Raucherhusten-Kotzbrocken-Hybrid aus Düsseldorfer MALE-Druckbetankung und Paranoia in der Straßenbahn.

Risikofaktor 1:x mit NAPALM-Tolle von degeneriert geilen BUTTOCKS/SS ULTRABRUTAL-Kreaturen aus Mannheim, die den Wert einer nonchalant hingelöffelten Ansage wie „Deutsche raus aus Deutschland“ noch zu schätzen wissen.

Egal, ob Eddie’s Salon oder Jürgen Englers Party, REIZ schalten die Türsteher mit Kopfnuss aus und kommen überall rein. Punk, Rock’n’Roll, modern unmoderne Musik, die den KFC von der „In die Zukunft“-Besetzungsliste getreten hätte, bevor überhaupt hätte bis zehn zählen können.

Bierschinken · Kabl · 17.02.2017 · Quelle

Review lesen

"Infantiler Zappelpunk mit ordentlicher Garage- und poppiger 70er Kante." So steht es im Bandinfo und so unterschreibe ich das. Beim ersten Hören denke ich sofort an die Shocks, und auch das wird im Infoschreiben ebenfalls bestätigt.

Beim Hören der Scheibe komme ich leicht ins Philosophieren: Wie viele geile Bands gibt es eigentlich, die man nicht auf dem Schirm hat? Ich habe mich für diese Rezension lediglich angemeldet, da ich mal wieder was aus dem Hause Spastic Fantastic hören wollte. Ich habe mich auf Hardcore-Geballer eingestellt und jetzt begeistert mich diese Poppunkmusik, die übrigens auch an die guten Fehlfarben erinnert, dermaßen. Was für ein Zufallsklick! Wie viele dieser Zufallsklicks schwirren nur so in der Musiklandschaft umher?

Mit "Autopilot" liefert "Reiz" für mich einen der besten Punksongs der letzten Jahre ab. Da stimmt einfach alles – eine Hymne. "Konfetti" und "Sex" ballern dann unmenschlich schnell aus den Boxen (inklusive Reich-Ranicki-Zitat). Natürlich sollte auch der Opener "Cool!" nicht unerwähnt bleiben. Hit!

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin Fan! Endlich mal wieder eine erfrischende Punk-Platte, die weder zu intellektuell, zu stumpf, zu hardcorig oder zu was auch immer ist. Da kann man die imaginäre Höchstpunktzahl zücken. Zusammenfassend: Siehe erster Satz!

SOLD OUTShort Fuse – So Long 7''
SFR-71Short FuseSo Long

12.05.2016 · 7''

Pressungen
  • 150x black
HIGH – High Spirits in Sick Times 7''
SFR-70HIGHHigh Spirits in Sick Times 7''

01.08.2016 · EP / 7''

Pressungen
  • 400x black
  • 100x red
Reviews (2)

Away From Life · 17.08.2016 · Quelle

Review lesen

High – High Spirits in Sick Times (7″ – 2016 – Subzine Records / Spastic Fantastic Records)
Aus dem Schwabenland kommt die Band High. Bereits 2014 wurde eine Single veröffentlicht, drum wurde es Zeit für einen Nachfolger. High Spirits in Sick Times umfasst sechs Songs uns ist schneller vorbei als man hören kann. Sehr schnellen, trashigen Punk bekommt man um die Ohren geballert. Klingt typisch nach Spastic Fantastic! Für kleines Geld gibt es hier ne kleine Platte mit grossartiger Musik! Sehr schön!

PHA+PGlmcmFtZSBsb2FkaW5nPSJsYXp5IiBzdHlsZT0iYm9yZGVyOiAwOyB3aWR0aDogMTAwJTsgaGVpZ2h0OiAxMjBweDsiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly9iYW5kY2FtcC5jb20vRW1iZWRkZWRQbGF5ZXIvYWxidW09MjAxOTU4OTg0MC9zaXplPWxhcmdlL2JnY29sPWZmZmZmZi9saW5rY29sPTMzMzMzMy90cmFja2xpc3Q9ZmFsc2UvYXJ0d29yaz1zbWFsbC90cmFuc3BhcmVudD10cnVlLyIgd2lkdGg9IjMwMCIgaGVpZ2h0PSIxNTAiIHNlYW1sZXNzPSIiPjxhIGhyZWY9Imh0dHA6Ly9zcGFzdGljZmFudGFzdGljLmJhbmRjYW1wLmNvbS9hbGJ1bS9oaWdoLWhpZ2gtc3Bpcml0cy1pbi1zaWNrLXRpbWVzLTciPkhJR0ggJiM4MjExOyBIaWdoIFNwaXJpdHMgSW4gU2ljayBUaW1lcyA3JiM4MjIwOyBieSBISUdIPC9hPjwvaWZyYW1lPjwvcD4=

Bierschinken · orwellwasright · 01.09.2016 · Quelle

Review lesen

High, ungefähr so fühl ich mich nach dem ersten Durchlauf der neuen 7" von der Band mit ebenjenem Namen.

Vom ersten bis zum letzten Track wird hier nicht einmal der Fuß vom Gas genommen, sondern das Pedal in einer Tour durchgedrückt. Aber was anderes hatte ich auch nicht erwartet, steht ja unter anderem Spastic Fantastic mit auf dem Cover.

Sechs Songs die es in sich haben und bei denen nicht einer auf eine Spielzeit von über 2:00min. kommt! Der längste Track beträgt 1:59min. Amtlich!

Ich finds klasse, einziger Wermutstropfen, die Texte sind nicht dabei (Anmerkung: Oder nur bei uns) und verstehen kann Mensch da nicht so viel. 🙂

Laut abspielen!

SOLD OUTVA – Spastic Fantastic: Sex mit Bekannten LP / Tape
SFR-69VASpastic Fantastic: Sex mit Bekannten

04.01.2016 · LP / Tape

Pressungen
  • 400x black
  • 100x white + SFR-pregnancy test
  • First press, January 2016:
  • 250x black
  • 125x yellow + SFR-neon-glow-in-the-dark-condom "Sex-Edition"
  • 125x pink "Band-Edition"
  • ONLY VIP
  • 20x testpressings – "Schlachtrufe SFR" Cover
Reviews (2)

Bierschinken · Fö · 28.12.2015 · Quelle

Review lesen

Der seit 1977 angekündigte Sampler von Spastic Fantastic ist endlich in greifbare Nähe gerückt! Greifbar, das heißt, dass Labelmogul Maz mir gönnerhaft ein paar handgetaggte Mp3s und ein Kondom (das alte gierige Sexschwein!) zusteckt und was von "hier, exklusive Vorab-Rezi bei Bierschinken, das ist doch auch Werbung für EUCH!" schwafelt, sich ein weiteres Backstage-Bier in den Schlund schüttet und begeistert seine Geldscheine zählt (eines seiner liebsten Hobbys).

In Zeiten, in denen andere Labels es schon als Label-Sampler bezeichnen, wenn sie ne Spotify-Playliste rumschicken, kann man es durchaus als mutig ansehen, direkt mal mit Vinyl an den potenziellen Käufer zu treten, aber Spastic Fantastic ist eben etwas altmodisch. Das Spektakuläre an diesem schmucken Teil: Alle enthaltenen Songs sind exklusiv nur hier vertreten! Gerüchteweise wurden sogar Bands von Label und Sampler geschmissen, die die Frechheit besaßen, ihre Beiträge vorab auf Youtube zu stellen. Geil! Bei sowas hört die Freundschaft aber auch echt auf!

Bei all der Exklusivität böte sich ne Song-By-Song-Rezi an, mach ich aber nicht. Ich hab das Ding jetzt ein paar mal auf den mega-schlechten internen Boxen eines Netbooks gehört, während ich über die Weihnachtsfeiertage sämtliche kaputten Glühbirnen in der Belgrader Wohnung meiner Eltern ausgewechselt habe – und das waren einige. Plan ist, dass ich anschließend einfach nur auf die Lieder eingehe, die irgendwie hängen geblieben sind. Erfrischenderweise sind das, wie ich feststelle, weniger die für das Label typischen Bands aus dem Fastcore-Bereich, sondern alles andere. Ha!

Glühbirne 1: Das Intro! Herrliche funky Swing-Töne, jäh unterbrochen durch SNIFFING GLUE'schen Lärm. Der Song ist mir dann aber nicht funky genug, da fehlt 'ne Hook.

Glühbirne 2: SCHWULE NUTTENBULLEN. "In der Hose" heißt der Song und scheint an Tribut an Mann kackt sich in die Hose, an das Spastic Fantastic Labelfest und vielleicht auch das Label im Allgemeinen zu sein. Zumindest die Zeile "Tribaltattoo, Babyspeck, Ohrentunnel, Stufenheck" beschreibt die Labelpolitik ganz gut. Nettes Kleinod, aber kein Hit.

Glühbirne 3: FRONT! Geiler Song, geile Umsetzung des alten Klassikers von Mittagspause. Für mich das erste Highlight des Samplers.

Glühbirne 4: DER FEIND. Angeätzter Deutschpunk, dem man den Schimmelbefall Berliner Proberäume anmerkt.

Glühbirne 5: WE LAUGH. Megawitzig, die Band habe ich erkannt an Alex' Aussprache der Zeile "wurde alles noch beschissener" (zum Glück liegt dem Sampler ein Textblatt bei!). Diese Verdrehung sämtlicher Silben zu einem unverständlichen Buchstabenbrei kriegt echt sonst keiner hin!

Glühbirne 6: LEIDKULTUR. Angepisster deutschsprachiger Hardcore bis Punk zwischen Hammerhead und Schmutzstaffel. Find ich gut.

Glühbirne 7: TATORT TOILET. Mega! Ist es verfrüht, vom besten Song des Samplers zu sprechen? Vermutlich. Aber das Lied ist so geil, da fällt mir fast die Glühbirne aus der Hand! Die Band gibt's schon ne Weile nicht mehr, die Aufnahme stammt auch noch von "damals" (also wohl keine Reunion in Sicht). Tanzflächen-Garage-Punk für die Unterschicht. Super!

Kleine Zwischenmeldung: Das war die erste Seite. Immerhin 7 von 18 Liedern waren irgendwie erwähnenswert für mich. Die nicht extra erwähnten Bands werden mir vermutlich jede Menge Briefbomben schicken, also mache ich mal lieber schnell weiter mit der zweiten Hälfte, bevor meine Innereien an der nächsten Häuserwand kleben…

Glühbirne 8: SHIFKA CHIEFS. Boah, is das Lied nervig. Ahhhh!

Glühbirne 9: SEPTIC DIETER. Die musikalische Umsetzung geht irgendwie gut in die Knochen, das Geschrei ist mir zu eintönig. Aber irgendwie hat der Song was.

Glühbirne 10: DE HØJE HÆLE! Boah, toll! Keine Ahnung wovon die Dänen da singen, aber ist ja auch egal. Garage-Powerpop, schön catchy, von denen brauch ich ne Platte.

Glühbirne 11: MÜLHEIM ASOZIAL. "Gegen alles was scheiße ist / sein es Bullen oder die Kunst / hilft nur Komasaufen denn / der unstillbare Wunsch alles kaputt zu schlagen / der wird niemals vergehn solang / die Hipsterwixer in weißen leeren Räumen stehn". So viel Poesie! So viel Wahrheit!

Glühbirne 12: MANN KACKT SICH IN DIE HOSE. Unverkennbar MKSIDH. Der Song selbst eher Durchschnitt. Schade. Aber verständlich, für so nen Sampler will man halt keine Perlen verheizen.

Glühbirne 13: BRUTAL VERBIMMELT! Stark! Das Abwärts-Cover hervorragend umgesetzt. Knallt gut. Futter für den Pogomob.

Glühbirne 14: KACKSCHLACHT. Die Laberpunks haben ja schon so einige Hits auf die Welt geschissen, der Song hier ist okay, für meinen Geschmack aber zu viel Gedöns ohne auf den Punkt zu kommen.

Glühbirne 15: TV EYE! Super! Klingt eigentlich wie jeder andere Song von TV Eye, aber da alle anderen Songs von TV Eye super sind, ist es der hier auch. Rasanter Pop-Punk für die Hüfte. Dürfen gerne mal hier auf Tour kommen!

So, wäre das geschafft! 35 Songs und 15 Glühbirnen in 54 Minuten. Alle anderen hier nicht berücksichtigten Lieder sind natürlich auch nicht scheiße, gingen mir aber einfach weniger ins Ohr und waren zu sehr Thrashcore, Fastcore, Hardcore, Power Violence oder sonstiger Rotz, der mir maximal live gut reingeht. Vielleicht macht sich ja jemand die Mühe und bespricht die Dinger separat.

Ansonsten: Sehr toller Sampler, da steckt viel Arbeit und Liebe drin (nicht nur im pissespermafarbenen Vinyl der limitierten Auflage). Abwechslungsreiche Bandauswahl, auch wenn hier und da die Soundqualität etwas homogener sein könnte, aber das ist bei so 'nem Projekt wohl nicht anders machbar. Alles hochwertige Kost, da deutet nix darauf hin dass sich die Exklusivität mit billiger Ausschussware erkauft wurde. Erinnert sich noch jemand an diese Sampler-Reihe "Der verlorene Song"? Boah, war da teilweise erbärmlicher Müll drauf! Spastic Fantastic rettet die Ehre des Mediums "Sampler". Danke dafür!

Kaufen! Paar Schlagworte noch: UV-lackiert, 180 Gramm, Lyrics auf A2-Poster, Neonkondom.

Away From Life · 21.05.2016 · Quelle

Review lesen

Review: Sampler „Sex mit Bekannten“ (LP – 2016 – Spastic Fantastic Records)
Sex mit Bekannten kann was sehr schönes sein. Im Idealfall sogar etwas Vertrautes und vor allem kann es unheimlich viel Spass machen! In diesem Falle handelt es sich jedoch eher um Gruppensex. 35 Parteien mischen mit, also schon ne unheimlich versaute Gang Bang Party die vom Spastic Fantastic Label inszeniert wurde.

Bunga Bunga für Punkrocker. Bands wie Sniffing Glue, the Rätz, Liberty Madness, Mann kackt sich in die Hose, Hans Dieter X, Henry Fonda, Nihil Baxter, Teenage Hate, undundund haben bisher nicht präsentierte Kunststücke mitgebracht. Ganz schön dreckige Nummern das Ganze. Und laut, unheimlich laut! Die Nachbarschaft klopft schon an die Tür und beschwert sich über den Lärm!

Jeder Partygast bekommt zu ner schönes Stunde Lustbeschallung noch ein Poster um sein Revier zu markieren.

SOLD OUTLeidkultur – Final semi-flexi 7''
SFR-68LeidkulturFinal semi-flexi 7''

03.12.2015 · Semi-Flexi 7''

Pressungen
  • 100x singles
SOLD OUTMann kackt sich in die Hose / Sad Neutrino Bitches – Zersetzende Elemente 7''
SFR-67Mann kackt sich in die Hose / Sad Neutrino BitchesZersetzende Elemente

23.10.2015 · 7''

Pressungen
  • 100x zahnbelaggelb + Rubbelloscover
  • 100x FDJ-blau
  • 300x schwarz
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #124 Februar/März 2016 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Macke hat sich zwar in die Elternzeit verabschiedet, doch MKSIDH machen weiter. Genau: die mit der gefaketen Bürgermeister-Ruhrpott-Rodeo-Bewerbung, Bild berichtete. Trotz neuem Gitarristen ist es derselbe Holterdipolter-Punk, nun über Reptiloide, den „Doktor der Liebe“, „Machtleute und Fettmenschen“ (hallo S.Y.P.H.) und Aluhüte: „Die Deutschland GmbH wegimpfen“.

Um „Conspiracies“ von CIA und MI6 geht es dann bei SAD NEUTRINO BITCHES aus Jena, außerdem um depressive Radfahrer, AfD-„Oerteln ihre Augenbrauen“ und eine Dortmunder Kack-Band. Sie lieben Trash, ihr Sänger heißt Highestvoiceonearth und „Zersetzende Elemente“ war der Stasi-Jargon für Punker.

Vinyl in edlem Pechschwarz, vereinzelt auch Zahnbelag-Gelb oder FDJ-Blau.

Away From Life · 19.05.2016 · Quelle

Review lesen

Mann Kackt Sich In die Hose / Sad Neutrino Bitches – Zersetzende Elemente (7″ – 2015 – Spastic Fantastic Records)
Gibt es einen besseren Bandnamen als „Mann kackt sich in die Hose„? Möglich, jedoch definitiv keinen ehrlicheren! Drei Songs mit starker Ähnlichkeit zu Kotzreiz hauen die Dortmunder um die Ohren. Lyrisch erinner es stellenweise schon an Kannibal Krach.

Weiter machen die „Sad Neutrino Bitches“ mit Lärm. Die Texte schwer bis kaum zu verstehen, aber wer wissen will worum es geht muss eben das Textblatt lesen. Hier erkennt man auch wieder Parallelen in den Texten zu Kannibal Krach. Etwas verachtend und direkt! Sehr schön!

PHA+PGlmcmFtZSBzdHlsZT0iYm9yZGVyOiAwOyB3aWR0aDogMTAwJTsgaGVpZ2h0OiAxMjBweDsiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly9iYW5kY2FtcC5jb20vRW1iZWRkZWRQbGF5ZXIvYWxidW09MzM5OTg4MTEyNi9zaXplPWxhcmdlL2JnY29sPWZmZmZmZi9saW5rY29sPTMzMzMzMy90cmFja2xpc3Q9ZmFsc2UvYXJ0d29yaz1zbWFsbC90cmFuc3BhcmVudD10cnVlLyIgc2VhbWxlc3M+PGEgaHJlZj0iaHR0cDovL3NwYXN0aWNmYW50YXN0aWMuYmFuZGNhbXAuY29tL2FsYnVtL21hbm4ta2Fja3Qtc2ljaC1pbi1kaWUtaG9zZS1zYWQtbmV1dHJpbm8tYml0Y2hlcy16ZXJzZXR6ZW5kZS1lbGVtZW50ZS03Ij5NYW5uIGthY2t0IHNpY2ggaW4gZGllIEhvc2UgLyBTYWQgTmV1dHJpbm8gQml0Y2hlcyAmIzgyMTE7IFplcnNldHplbmRlIEVsZW1lbnRlIDcmIzM5OyYjMzk7IGJ5IE1hbm4ga2Fja3Qgc2ljaCBpbiBkaWUgSG9zZSAvIFNhZCBOZXV0cmlubyBCaXRjaGVzPC9hPjwvaWZyYW1lPjwvcD4=

SOLD OUTFemme Krawall – st LP
SFR-66Femme Krawallst

09.10.2015 · LP

Pressungen
  • 2nd press (april 2016) 200 black, 70 with Banana-cover, 30 with Spazz-Ripoff
  • 1st press (october 2015) 200 black, 100 turquoise with additional b-side screenprint
Reviews (5)

Ox-Fanzine · Ausgabe #124 Februar/März 2016 · Florian Feldmann · Quelle

Review lesen

Wie würde es wohl klingen, wenn sich HEIMATGLÜCK und LOSER YOUTH im Proberaum von KEZZA treffen, deren Band-Kühlschrank leer saufen und nebenher gepflegt ’ne Runde mit den Instrumenten am Rad drehen? Vermutlich in etwa so wie FEMME KRAWALL, die hier auf ihrem Debüt vom ersten bis zum letzten Ton tierisch Gas geben und sich durch die insgesamt sieben Songs dieser einseitig bespielten LP kreischen, brüllen, schrammeln und scheppern, als gäbe es kein Morgen mehr.

Der (zweistimmige) Gesang hätte für meine Begriffe gern ein wenig lauter sein dürfen, aber ansonsten gibt’s hier eigentlich nichts zu meckern. Alles in allem macht die Platte echt ziemlich Bock und das bunte Artwork ist auch absolut erstklassig.

Bierschinken · Schlossi · 03.01.2016 · Quelle

Review lesen

Besser kann 2016 eigentlich gar nicht anfangen, als mit dieser auch farblich sehr ansprechenden Platte von FEMME KRAWALL. Okee, okee, erschienen ist sie bereits im Oktober 2015 und somit ist es offensichtlich letztes Jahr nix mit dem guten Vorsatz "ich schreibe immer pünktlich meine Bierschinken-Rezensionen" geworden, aber was soll's, Vorsätze sind eh zum inne Tonne kloppen. Ähm, ja, zurück zur Platte. FEMME KRAWALL, das sind Menschen von DERBE LEBOWSKI und ZERFETZT (für diejenigen, die auf Namedropping stehen), machen charmant garagigen Schreicore mit Surfgitarre, runtergerotzt in weniger als 15 Minuten Spielzeit. Kombiniert mit intelligenten, teilweise etwas schrägen Texten kann einem das schonmal ein fröhliches Lächeln ins Gesicht zaubern. Aber Vorsicht! Bitte nicht zu viel, das gibt Falten!!

Away From Life · 19.05.2016 · Quelle

Review lesen

Femme Krawall – s/t (LP – 2015 – Spastic Fantastic Records)
Auf Spastic Fanstastic Records haben die Berliner Femme Krawall ihr Debut veröffentlicht. Schon vorm ersten hören macht das ganze unheimlich viel Freude, denn die limitierte Auflage des Albums kommt in liebevoll gesiebdruckter Hülle mit einer neongrellen Ananas auf weissem Grund. Dazu ein Textblatt auf der Rückseite eines grossen Bandfotos. Hochglanz und doch irgendwie vintage. Geil!

Die Vinyl ist einseitig bespielt und knallt von Anfang bis Ende. Am Gesang sind zwei Mädels die unheimlich frech schreien sie mal englisch, mal deutsch. Lustig und auch etwas nihilistisch das Ganze. Der Sound liegt irgendwo zwischen Punk und Surf. Im gesamten klingt das Ganze etwa wie eine feminine und geilere Version der Band Pisse! Super Scheibe!

PHA+PGlmcmFtZSBsb2FkaW5nPSJsYXp5IiBzdHlsZT0iYm9yZGVyOiAwOyB3aWR0aDogMTAwJTsgaGVpZ2h0OiAxMjBweDsiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly9iYW5kY2FtcC5jb20vRW1iZWRkZWRQbGF5ZXIvYWxidW09NDA5MjY5ODcxNi9zaXplPWxhcmdlL2JnY29sPWZmZmZmZi9saW5rY29sPTMzMzMzMy90cmFja2xpc3Q9ZmFsc2UvYXJ0d29yaz1zbWFsbC90cmFuc3BhcmVudD10cnVlLyIgd2lkdGg9IjMwMCIgaGVpZ2h0PSIxNTAiIHNlYW1sZXNzPSIiPjxhIGhyZWY9Imh0dHA6Ly9mZW1tZWtyYXdhbGwuYmFuZGNhbXAuY29tL2FsYnVtL3MtdCI+cy90IGJ5IEZFTU1FIEtSQVdBTEw8L2E+PC9pZnJhbWU+PC9wPg==

Underdog Fanzine · zitiert im alten SFR-Blog (Original nicht mehr online)

Review lesen

Wer Krokodile füttert, darf sich nicht wundern, wenn mensch selbst gefressen wird. Auch in der Hoffnung, dass es mensch als letzten trifft. Manchmal passiert es vorher. Etwa denn, wenn der Druck im Hirn größer wird und zu explodieren scheint. Dann hilft, das Ventil aufdrehen und Dampf ablassen. Die Gitarren aufdrehen und hässlich schrammeln und schrubben, bis die Fingerkuppen bluten. Hau drauf, Hau wech! Mit viel Grrr in der Garage zicken FEMME KRAWALLE rum, sind biestig, widerborstig und kreativ, schreien, singen, stampfen und bekommen nicht genug von wild-gefährlicher Querdenker-Poesie, die im Kreisch-Duett gelautmalt wird, renitent gegenüber Kuschelrock und Waldorfpädagogik. "Ausbrechen, anfechten, auf die Fresse!" Riot Grrrl-Food for brain, bis der Verstand durchdreht und die Vernunft siegt! (Underdog Fanzine)

Allschools · zitiert im alten SFR-Blog (Original nicht mehr online)

Review lesen

FEMME KRAWALL – das klingt weiblich, das klingt aggressiv, das klingt nach Spastic Fantastic. Und das ist es auch! Los geht es, für Spastic Fantastic Verhältnisse, erst einmal langsam. Sehr langsam. So langsam, dass ich die Platte erst einmal schneller rotieren lasse, bis ich an der hochgepitchten Stimme merke, dass irgendetwas nicht ganz stimmen kann. Das ist mir zuvor auch noch nicht passiert,… Also erneut rotieren lassen und dann feststellen dass es gar nicht so lange dauert bis die Platte fahrt auf nimmt! Und wie! FEMME KRAWALL machen ihrem Namen alle Ehre und legen in Spastic Fantastic Normalgeschwindigkeit (also schweineschnell) nach. Zwei Frauenstimmen keifen den ganzen Rotz, der sich über all die Jahre im inneren angesammelt hat (und da hat sich einiges angesammelt), aus sich raus, direkt auf die Platte. Zwar sind die Texte nicht immer sofort (auf Anhieb) zu verstehen, aber allein die Attitüde und die Bruchstücke, die beim ersten Hördurchgang ankommen, weißen einem schon die Richtung. Und auf die stehe ich persönlich total – vom ersten Lied an bin ich Fan. Wie hier schon mehrfach erwähnt stehe ich normalerweise nicht besonders auf Frauengesang,… aber hier,… meine Fresse, wie genial ist das denn bitte! Hier merkt man sofort das Leute am Werk sind, die ihr Handwerk verstehen (DERBE LEBOWSKI, ZERFETZT). Man muss schon einiges drauf haben um die Mischung aus gute Laune und Massenschlägerei SO hinzubekommen. Da hört man gerne ein zweites, drittes oder gar viertes mal hin, um den Text richtig zu verstehen. Denn einmal verstanden, ist auch hier einiges zu holen. Schlaue, sozialkritische Texte auf deutsch und auf englisch. Warum auch nur auf einer Sprache singen, wenn man zwei beherrscht(, wobei mir persönlich die deutschen Texte um einiges besser gefallen). Die Musik ist durchweg positiv, gut gelaunt und doch knallhart und auf die Fresse. Eine mehr als grandiose Mischung! Wie eine Schlägerei am Badesee. Zwischen Eiswagen und Strandtuch gibt's kurz mal auf die Fresse – in der Badehose gibt`s auf`s Maul! Und zwar 7 mal, auf nur einseitig bepressten Vinyl. 5 mal auf deutsch und zwei mal auf englisch. Auf der schwarzen Variante sieht man mal wie schön Vinyl auch ohne Rillen sein kann. Die B-Seite kommt nämlich, im Gegensatz zur türkisenen Variante, die mit schönem Siebdruck aufwartet, komplett unbelassen daher. Auch schön, obwohl oder gerade weil es so simpel ist. Das bunte, etwas wirre, aber wirklich extrem hübsche Cover beschreibt eigentlich am Besten, wie es auf der Platte selbst zu geht. Selten habe ich eine Platte in den Händen gehalten, deren Cover (wirklich) so gut den Musikstil, der darauf befindlichen Musik, widerspiegelt. Frauen, Raketen, Farben, Explosionen. Willkommen bei FEMME KRAWALL. Die Erstpressung der Platte kommt nicht nur in schwarzer (auf 300 Stück limitiert) und türkisener (auf 100 Stück limitiert) Variante, sondern auch noch mit hochwertigem Textblatt. Was will man eigentlich mehr?Badehose und Schlagring einpacken und los geht's! (Allschools)

SOLD OUTThe Italian Stallion – Discography LP
SFR-65The Italian StallionDiscography

15.08.2015 · LP

Pressungen
  • 300x black
  • 100x pink
  • 100x yellow
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #123 Dezember 2015/Januar 2016 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Zwischen 2003 und 2008 sorgte die Wegberger Band THE ITALIAN STALLION mit energiegeladenen Shows für Aufsehen und hat die Hardcore-Szene am Niederrhein nachhaltig inspiriert. Seit der Auflösung machen vier der fünf mit ABFUKK und Deutschpunk weiter, Frontmann Marcel singt außerdem in der Hardcore-Band SNIFFING GLUE.

Ihren Erfolg verstehen die ehemaligen TIS-Mitglieder aber bis heute nicht: sie konnten ja nichts. Klar, erfunden haben sie diesen aggressiven Mix aus ultrakurzen, schnellen Songs, witzigen Samples und klaren Statements nicht, doch mit „The unseen homocaust“, „BMX ohne Trix“, „Thräshkids takeover“, „Fastfood revenge“ oder „Death before disco“ haben TIS definitiv einen Nerv getroffen.

Die Nennung ihres Namens sorgt jetzt noch für leuchtende Augen. Als Kooperation von Spastic Fantastic Records, das sich mal nach einem TIS-Song benannt hat, und dem ABFUKK-Label Twisted Chords gibt es nun ihre komplette Diskografie endlich wieder auf Vinyl.

Mit den drei 7“s „s/t“, „The Collapze“ und „Back To Thrashland“, den Tracks vom „Hardcore Breakout BRD“-Sampler und sechs damals unveröffentlichten Nummern sind es insgesamt 45 Titel. Dabei hat der Sound von THE ITALIAN STALLION nichts an Frische eingebüßt, ihre Songs zünden immer noch genauso! Die LP kommt mit A2-Poster/Textblatt und Download-Code.

Bierschinken · Chris Crusoe · 11.09.2015 · Quelle

Review lesen

Vor Sniffing Glue und Abfukk gab es The Italian Stallion aus Wegberg. Via Twisted Chords und Spastic Fantastic kommt jetzt die rückblickende Werkschau auf einer vinylen Zwölfzollplatte in pissgelb heraus. Auf Death Before Discography bündeln sich beinahe alle Veröffentlichungen des von 2003 bis 2008 aktiven Quintetts, also die drei 7" The Italian Stallion (2005), The Collapse (2006) und Back to Thrashland (2007). Hinzu kommen Stücke von der bereits 2003 veröffentlichten Kassette sowie einige Coversongs und Samplerbeiträge.

Insgesamt kommt man damit auf satte 45 Stücke auf einer Schallplatte, allesamt zwischen 8 Sekunden und 2 Minuten lang. Schonmal dick! Musikalisch müssen die Niederrheiner wohl nicht näher vorgestellt werden: irgendwo zwischen den Circle Jerks und Amen81 wurde straßiger Hardcore gespielt. Auch wenn die Stücke mittlerweile einige Jahre auf dem Buckel haben, klingen sie nach wie vor aktuell, was aber außer an den Kompositionen auch an dem zeitlosen, punkigen Sound liegt, den T.I.S. gepflegt haben. Metalgitarren und Machoattitüde waren hier höchstens als rotes Tuch ein Thema. Zu den meist schnell, manchmal auch rasend schnell gespielten Songs, ist es zudem ein schönes Extra, dass die Texte auf der Rückseite des mitglieferten, großformatigen Posters abgedruckt sind.

Den Vorne- und Hinten-Deckel ziert stilecht ein handgezeichneter, fieser Straßenköter. Das Gesamtpaket ist also stimmig aufgearbeitet, wer allerdings die erwähnten drei Siebenzöller bereits sein Eigen nennt, hätte natürlich einiges doppelt. Für Einsteiger, Nachholer oder Komplettisten allerdings eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung und ein wichtiges Stück Musikgeschichte.

Und wer nostalgisch oder neugierig ist, hat die Chance The Italian Stallion bei einer (zumindest als solche angekündigten) einmaligen Reunion (!) im Oktober im Rahmen des zweitägigen Twisted Chords Labelfest in Leverkusen-Opladen, im K.A.W. (noch) einmal live zu sehen. Na wenn das nichts ist…

Away From Life · 03.05.2016 · Quelle

Review lesen

The Italian Stallion – Death Before Discography (LP – Twisted Chords / Spastic Fantastic)
The Italian Stallion haben ihre 45 Songs umfassende Diskografie auf einer LP wiederveröffentlicht. Wenn 45 Songs auf eine LP passen sagt das schon viel über die Musik aus: es kann nur super schnell sein und die Stücke sind eher um als sie Anfangen. 4/5 der Band spielen heute bei Abfukk. Diese wurden kurz nach der Auflösung der Band 2008 gegründet.

Im Vergleich zu Abfukk sind TIS noch ein wenig schneller und singen hauptsächlich englisch, einige Stücke in deutsch haben es jedoch auch auf die Scheibe gepackt. Neben den eigenen Songs haben es auch Cover von GG Allin, Slime und Black Flag auf die Scheibe gepackt. Halt einfach alles was die Band veröffentlicht hat und noch etwas mehr. Die Texte sind übrigens auf ein Poster gedruckt. Sollte man sich mal zulegen!

PHA+PGlmcmFtZSBsb2FkaW5nPSJsYXp5IiBzdHlsZT0iYm9yZGVyOiAwOyB3aWR0aDogMTAwJTsgaGVpZ2h0OiAxMjBweDsiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly9iYW5kY2FtcC5jb20vRW1iZWRkZWRQbGF5ZXIvYWxidW09NDE0MTA5MDU1My9zaXplPWxhcmdlL2JnY29sPWZmZmZmZi9saW5rY29sPTMzMzMzMy90cmFja2xpc3Q9ZmFsc2UvYXJ0d29yaz1zbWFsbC90cmFuc3BhcmVudD10cnVlLyIgd2lkdGg9IjMwMCIgaGVpZ2h0PSIxNTAiIHNlYW1sZXNzPSIiPjxhIGhyZWY9Imh0dHA6Ly9zcGFzdGljZmFudGFzdGljLmJhbmRjYW1wLmNvbS9hbGJ1bS90aGUtaXRhbGlhbi1zdGFsbGlvbi1kZWF0aC1iZWZvcmUtZGlzY29ncmFwaHktbHAtdGVhc2VyIj5UaGUgSXRhbGlhbiBTdGFsbGlvbiAmIzgyMTE7IERlYXRoIEJlZm9yZSBEaXNjb2dyYXBoeSBMUCAoVGVhc2VyKSBieSBUaGUgSXRhbGlhbiBTdGFsbGlvbjwvYT48L2lmcmFtZT48L3A+

SOLD OUTDanger! Danger! / Toleranzgrenze – Split 7''
SFR-64Danger! Danger! / ToleranzgrenzeSplit

31.08.2015 · 7''

Pressungen
  • 300x black singles
  • 200x blue singles
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #124 Februar/März 2016 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Ihr Debüt „Of Death“ hat mir ja schon gefallen, aber jetzt, drei Jahre später, haben die drei Tübinger DANGER! DANGER! noch einen draufgelegt: mehr Druck, mehr Power, mehr Gedisse. Es geht gegen Patrioten, Hipster, Fußballfans und die eigene Szene: „30 years and no advance / Punx can’t dance“.

Auf der Flipside dann wieder D!D! plus Jo von NIHIL BAXTER (RIP) gleich TOLERANZGRENZE. Ihr Tape von 2012 zählt bis heute zu meiner Lieblingskrachmusik, war aber als einmaliges Ding geplant.

Nun hatten sie doch wieder Bock, das Vergnügen ist wie immer so schnell wie kurz und insgesamt ziemlich asi. Sehr cool auch das ANGRY SAMOANS-Rip-off-Artwork: Swamp Thing und Tübets grüner OB Boris Palmer als Kopf.

Geile Mucke auf himmelblauem Vinyl.

SOLD OUTNot On Tour – Bad Habits Tape
SFR-63Not On TourBad Habits

06.2015 · Tape

Pressungen
  • 200x white tapes
Reviews (1)

Bierschinken · kiki · 04.09.2015 · Quelle

Review lesen

Die Israelis sorgen mit "Bad Habits" für die Platte des Sommers. "Gudde Laune" ist vorprogrammiert bei diesen 16 poppigen Punkstücken.

Geschwindigleit trotz aller Melodie immer hoch, die Lieder selbst gehen nie länger als zwei Minuten. Über allem thront die tolle Stimme von Sängerin Sima. Bei Stücken wie "Gut Feeling" oder "Write it down" schaltet das Gehirn automatisch in den Gute-Laune-Modus. Wahnsinn!

Zudem überzeugt die fantastische Liveperformance der Truppe mit Energie und Spielfreude. Unvergessen ihr grandioser 18-Minuten-Auftritt auf dem diesjährigen Punk Rock Holiday Festival.

Absolute Kaufempfehlung! Mega Platte, super Band!

SOLD OUTNakam – st LP
SFR-62Nakamst

26.06.2015 · LP

Pressungen
  • 300x black
  • 150x silver
  • 50x silver in wooden box
Reviews (4)

Ox-Fanzine · Ausgabe #124 Februar/März 2016 · Kalle Stille · Quelle

Review lesen

Ja klar, auf 33 Umdrehungen abspielen! Nein, 45 ist korrekt, dann ballert das nämlich richtig schön. Ex-Mitglieder-Resterampe von Tübinger Bands, deren Sound doch ganz anders war als das, was NAKAM hier durch die Boxen prügeln.

Wenn du es genauer wissen willst, schmeiß dein Internet an und schau selber nach, hilft dir doch nix zur Einordnung des Massakers, das nach dem sanften Aufsetzen deiner Plattenspielernadel losbricht.

Erinnert an manchen Stellen an die schmerzlich vermissten THE NOW-DENIAL, BOMBENALARM sowie ein paar andere Bands, mit mächtigen Gitarrenwänden und einem Sänger, der seine Stimmbänder jeden Morgen erst einmal mit einer Drahtbürste für den Tag fit macht.

Sehr feines Ohrenputzerdebüt, das mehr verspricht. Live oder auf den folgenden Tonträgern erwarte ich nichts weiter als die totale Vernichtung … jeglicher Ruhe. Eine Tour mit mehr als fünf Dates ohne Pause hält der Mensch am Mikrofon niemals durch oder er wird sehr, sehr heiser.

Unbedingtes Muss für alle Freunde der gepflegten Abendunterhaltung an der Schnellbahntrasse.

Bierschinken · tenpints · 29.07.2016 · Quelle

Review lesen

"Nakam" war eine Gruppe jüdischer Partisanen, die nach 1945 als Rache für die Shoah zunächst versuchte, sechs Millionen Deutsche durch Vergiften des Trinkwassers zu töten ("Plan A") und danach, als dieser Plan misslang, eine Brotlieferung für 15.000 Kriegsgefangene vergiftete ("Plan B"). Diesem Plan fielen ca. 300 Deutsche zum Opfer.

Außerdem ist "Nakam" der Name einer deutschen Hardcore-Punk-Band, die sich in ihren Texten in Vernichtungs- und Rachefantasien ergeht. Das historische Vorbild wird in zwei Liedern aufgegriffen, ein drittes beklagt (völlig zurecht) die aktuelle deutsche Vormachtstellung in Europa und fragt sich, wie "wir" es soweit haben kommen lassen können. Die meisten anderen Lieder handeln von einem sozial ängstlichen Mobbingopfer, das seine Peiniger (in "Sirens" auch eine ganze Stadt) abschlachten will.

Irgendwie behagt mir das nicht. Der geschichtliche Hintergrund ist einfach zu groß, um daraus ein Konzept für eine Hardcore-Band zu stricken, und was passiert, wenn Mobbingopfer zu Amokläufern werden, ist jetzt auch nicht wirklich schön (und hat mit der jüdischen "Nakam"-Gruppe halt auch nichts zu tun). Man kann natürlich jetzt argumentieren, dass wir es hier mit einer künstlerischen Auseinandersetzung mit einem schwierigen Thema zu tun hätten, aber dafür fehlt es mir an Tiefe – ein wild gewordener Schreihals, der seinen Hass ins Mikro bölkt, reicht mir da nicht. Das mag Therapie für ihn und seine Kumpels sein – aber warum soll ich mir das anhören? Musikalisch ist das selbstbestitelte Debüt-Album nämlich auch eher uninteressant, der Sound ist auf allen Ebenen zu dünn, Abwechslung sucht man vergebens. So bleibt unterm Strich als Gewinn für mich leider nur der Anstoß für eine Beschäftigung mit der Geschichte. Immerhin!

Away From Life · 26.05.2016 · Quelle

Review lesen

Nakam – Nakam (LP – 2015 – Spastic Fantastic Records / Crapoulet)
Beim ersten hören dachte ich schon was für nen Doomscheiss SFR da veröffentlicht haben. Kurz davor das Ding zu verreissen dachte ich mir, spiel das doch zum Spass mal auf 45rpm und siehe da: es KLINGT!! Nach dem vierten auflegen ist mir dann auch ein kleiner Zettel mit dem Hinweis auf 45rpm abzuspielen in die Hand gefallen (auf dem Label steht halt 33rpm).

Elf stramme Hardcorekracher ballern einem hier in die Fresse. Die Gitarre klingt, speziell bei den Solos schwer nach Poison Idea. Die zwar durchaus abgefuckte Stimme ist jedoch noch nicht ganz so durch, aber immernoch ziemlich geil! Das Sahnehäubchen ist das stark nach vorne treibende Schlagzeug.

Platte um. Was jetzt? Hab Bock auf Krawall und Schlägerei!

PHA+PGlmcmFtZSBzdHlsZT0iYm9yZGVyOiAwOyB3aWR0aDogMTAwJTsgaGVpZ2h0OiAxMjBweDsiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly9iYW5kY2FtcC5jb20vRW1iZWRkZWRQbGF5ZXIvYWxidW09MTQxMTM4NzQyL3NpemU9bGFyZ2UvYmdjb2w9ZmZmZmZmL2xpbmtjb2w9MzMzMzMzL3RyYWNrbGlzdD1mYWxzZS9hcnR3b3JrPXNtYWxsL3RyYW5zcGFyZW50PXRydWUvIiBzZWFtbGVzcz48YSBocmVmPSJodHRwOi8vc3Bhc3RpY2ZhbnRhc3RpYy5iYW5kY2FtcC5jb20vYWxidW0vbmFrYW0tc3QtbHAiPk5ha2FtICYjODIxMTsgc3QgTFAgYnkgTmFrYW08L2E+PC9pZnJhbWU+PC9wPg==

Gerdas Tanzcafé · 13.09.2015 · Quelle

Review lesen

Wer das Kamener Label Spastic Fantastic bislang nur mit Trash in Verbindung brachte, wurde in der jüngeren Vergangenheit immer wieder eines besseren belehrt. Mit Nakam hatte sich Ende 2013 eine Art Spastic-Fantastic-Supergroup zusammengerauft, deren Mitglieder um altehrwürdige Labelsprösslinge wie Nihil Baxter oder neueren Gruppierungen wie Danger! Danger!, HIGH, Derby Dolls oder Hysterese schonmal deutlich machen, mit welcher (Punk-)Vielfalt hier zu rechnen ist. Dabei lassen Bandname – "Nakam" war eine jüdische Terrororganisation, die "Rache" für den Holocaust verübte und verüben wollte – und auch ihr Demo-Debüt, dass u. A. in einer limitierten Grabstein-Edition erschien, zunächst eher mit dem Düstersten rechnen. Doch bereits die ersten beiden Songs ihres selbstbetitelten Debüt-Longplayers sind redlich darum bemüht, der voreingenommenen Hörerschaft die Berührungsängste zu nehmen. Zwar tackern sich die giftigen Vocals größtenteils mit der Kneifzange im Ohr fest. Doch die frivol kreuz und quer schießenden Rock'n'Roll-Gitarren im Hinter- als auch im Vordergrund, dürften wohl jeden, der vom melodischen Punkrock zumindest nicht vollkommen abgeneigt ist, ein Tanzbein abgewinnen können. Eine fiese wie schwungvolle Mischung zugleich, die sich auf elf (+ Outro) dynamische Hardcore-Punk-Nummern verteilt und ihrer Einflüsse nach gelegentlich zum Trash-Punk (z. B. "Get Up", "Plan B"), Garage ("Sirens") und dampfwalzenden Düster-Hardcore ("Torches") rüberschielt, überzogen mit einer Straßenmentalität, die zeigt, dass es sich im Punk wesentlich unbeschwerter leben lässt, als in einer aufgezwungenen und diktierten Gesellschaft.

Die LP enthält auch alle fünf Demo-Songs und erscheint als streng limitierte, handgefertigte Wooden Box (in zwei verschiedenen Farben, handnummeriert, silbergraues Vinyl), als Exklusiv-Variante auf silbergrauem Vinyl oder regulärer Black-Vinyl-Edition.

SOLD OUTNihil Baxter – Macht's gut, ihr Trottel Tape
SFR-61Nihil BaxterMacht's gut, ihr Trottel

25.04.2015 · Tape

Pressungen
  • 150x purple tapes
  • 50x gold tapes
Reviews (2)

Plastic Bomb · zitiert auf dem Nihil-Baxter-Blog (Original nicht mehr online)

Review lesen

Na die Kassette ist genau bei dem Richtigen gelandet. Ich mache vorweg keinen Hehl daraus, dass mir NIHIL BAXTER sehr wohl bekannt sind und ich über die Jahre all ihre Tonträger konsumiert hab und sie endoft live gesehen habe. Aber auch mit der vollen Bandbreite der Objektivität sind die Herren eine absolute Wucht. NIHIL BAXTER verkörperten Wut, Energie, Message, Geschwindigkeit und Spaß in einem, wie kaum eine andere Band. Beim SFR-Fest im April 2015 haben sich NIHIL BAXTER nach 8 Jahren von den Brettern, die die Welt bedeuten, verabschiedet. Verbaschiedet wurde sich mit den Worten "machts gut ihr trottel", na danke gleichfalls. Passend dazu gibt es dieses Discography-Tape, natürlich vom Paten der Band Maz Fantastic in eine schmucke Paphülle gepackt. Selbstverständlich findest du auf dieser Kassette alle eigenen Hits der Band, so wie alle aufgenommen Coverversionen. Besonders erfreulich ist dass dieses Tape direkt mit dem ersten Demo beginnt. Ich mochte auch alle Veröffentlichungen die danach kamen, aber das Demo war für mich die totale Explosion. Eben weil es noch eine ganze Kerbe "punkiger" war als die Sachen die danach kamen. Der spätere Kram wurde immer thrashiger und dunkler, was ich ebenfalls als positiv befand, da die Band sich weiter entwickelt hat. Einziges Manko am hier vorliegenden Produkt, leider gibt es kein Textblatt, welches ich mir vor allen für Leute gewünscht hätte, die mit diesem Tape erst anfangen die Band zu hören, denn NIHIL BAXTER haben was zu melden. NIHIL BAXTER gibt es nicht mehr? Ich bin mir sicher dass es spätestens nächstes oder übernächstes Jahr eine mini Reunion z.B. im Rahmen vom Spastic Fantastic Fest geben wird und freu mich jetzt schon darauf. So lange läuft die Kasi einfach rauf und runter. Knut (Spastic Fantastic Rec)

Bierschinken · kiki · 11.09.2015 · Quelle

Review lesen

Zum Abschied leise Servus sagen….kann ja jeder. Nihil Baxter machen es anders, nämlich verdammt laut!

Alle (ja, wirklich alle) jemals erschienenen Songs, 55 Stück an der Zahl, gibt es auf diesem Abschiedsoutput in Form eines sehr schicken Tapes. Ziemlich gute Idee, aber davon hat das Label Spastic Fantastic und die meisten seiner Bands ja immer eine Menge in Petto.

Zur Musik brauch ich eigentlich nicht besonders viel zu schreiben, ist doch allgemein bekannt, dass es sich hier um High-Speed-Hardcoregranaten mit ab und an eingespielten Film/Seriensamples handelt. Gabs ja auch wie gesagt alles schon mal.

Man sollte alleine wegen der geilen Aufmachung und des ungewöhnlichen Formats über eine Anschaffung dieses Gesamtwerks nachdenken.

SOLD OUTill! – Lippenbekenntnisse 7''
SFR-60ill!Lippenbekenntnisse 7''

01.04.2015 · EP / 7''

Pressungen
  • 300
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #120 Juni/Juli 2015 · Michael Echomaker · Quelle

Review lesen

Wieder Münster und wieder absoluter, wirklich absoluter Abriss. Elfmal Hardcore-Punk in acht Minuten. Schnell, hart, tight, und noch mal schnell … also Fastcore. Ab und zu mit einem wohltuenden Moshpart am Songende.

Verdammt, ist das gut. So richtig zum Brett wird das Ganze erst recht durch die Tonmeisterei-Produktion, denn diese knallt ohne Ende. Geschrien und gehasst wird auf Deutsch. Wohltuend auch, dass eine zweite Gitarre mit im Spiel ist, was den Songs noch etwas Flair verleiht (Tapping bei „Mitarbeiter des Monats“).

Trotz der musikalischen Vorgeschichte der Bandmitglieder (unter anderem ex-OVER THE TOP) ist es erstaunlich, dass eine Band in ihrem ersten Jahr so ein stimmiges Brett raushaut. Das Cover, ein großartiges Wortspiel, rundet „Lippenbekenntnisse“ perfekt ab.

Diese Platte ist nicht mehr und nicht weniger als ein gottverdammter Stinkefinger getarnt als Baseballschläger, der dir direkt ans Schienbein haut. Wer Namedropping braucht: PUNCH. Geil.

Bierschinken · kiki · 09.06.2015 · Quelle

Review lesen

Auf irgendeinem Flyer für ein Konzert der Band ILL stand drauf: "Krankhaftes Geballer aus Münster".

Trifft den berühmten Nagel schon ziemlich gut..und heftig.

Bei den Stichworten Geballer, schnell, Geschreie und heftig sind die Jungs bei dem Dortmunder Label Spastic Fantastic Records nun ja auch wirklich sehr gut aufgehoben…

Ein paar Zahlen (!) zur Musik: 11 Songs, der längste davon 1:04 Minute Spielzeit, insgesamt etwa 8 Minuten.

Großer Sport das alles.

Wer auf den zahlreichen anderen Kram steht, den die Spastics im Programm haben, macht auch mit "Lippenbekenntnisse" (gab es dieses Covermotiv nicht schon mal irgendwo?) garantiert nichts falsch. Einfach mal ordentlich die Lauscher durchspülen lassen..

SOLD OUTSunpower – Last Rites 7''
SFR-59SunpowerLast Rites

07.06.2015 · 7''

Pressungen
  • 200x black
  • 100x clear green
  • 10x testpressings
Reviews (2)

Bierschinken · Zwen · 18.11.2015 · Quelle

Review lesen

Eine weitere Release aus dem Hause Spastic Fantastic. Ja, bin ich denn bescheuert mir das immer anzuhören? Manchmal grenzt das ja wirklich an Selbstverstümmelung. Also, Bauarbeiterhelm aufgesetzt, sich untern Tisch verkrochen und auf Play gedrückt. Nach einer halben Minute dann vorsichtig die Augen aufgemacht. Dann eine Hand vom Ohr genommen und dann aus meinem Versteck hervor gekrochen. Die erwartete Kernschmelze ist nicht eingetreten.

Stattdessen gibt es sogar richtig guten, schnellen Punkrock. Dieser erinnert mich mehr an 80er-Jahre UK-Rampage a la UK Subs, oder auch GBH, als an den thrashigen Knüppel der Gegenwart. Ja, für Spastic Fantastic ist das schon beinahe poppig. Trotzdem gibt es auf der kurzen Viersong-7" keine Zeit zum verschnaufen. Alles schön zügig und ohne Atempause, aber auch nicht over the top.

Fazit: Überraschung! Echt ein ziemlich gutes Punkrock-Werk, welches energiegeladen, aber noch vor wirklichem Prügel-Hardcore daher kommt.

Away From Life · 21.05.2016 · Quelle

Review: Sunpower – Last Rites (7″ – 2015 – Spastic Fantastic)
Vier sehr heisse Hardcore Songs der ganz alten Schule liefern Sunpower auf ihrer 7″ ab. Musikalisch eine Zeitreise zu the Germs, Adolescents, Black Flag, Dead Kennedys und alles ohne Rechtsstreitereien und Anwälte. Dosenbier, Bierbauch und Schweiss stehen im Vordergrund. Nicht zu vergessen wilder Pogo und Freude! Absolut wert die Band aus Belgien mal auszuchecken!

SOLD OUTMann kackt sich in die Hose – Nowosibirsk 7''
SFR-58Mann kackt sich in die HoseNowosibirsk

01.03.2015 · 7''

Pressungen
  • 200x black
  • 70x white
  • 30x marbled/white with additional linoprint cardboard cover
  • 10x testpressings
  • NEVER SOLD
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #120 Juni/Juli 2015 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Nach dem Debütalbum „Karibik“ nehmen uns MKSIDH jetzt mit nach „Nowosibirsk“. Der Auftakt ist eine Reise mit der Transsib als raffinierte Klangcollage, dabei tun Timmi, Lisa, Maz und Macke doch immer so, als können sie nix.

Sie waren früher bei OMNIPRESENT DISEASE, JIM TABLOWSKI EXPERIENCE, NXD oder DIE EULE IM BART DES JUDAS und sind „Menschen wie wir / Punk! Punk!“ – und das mit Absicht. Also „Wer ist hier der Idiot? / Sie oder ich? Du! Na du“.

Sie kommen aus der Neonazi-Hochburg Dortmund und auf Das-wird-man-wohl-noch-sagen-dürfen-Wichser reagieren sie mit Gewaltfantasien, Stichwort: „Neuer Deutscher Herbst“. Vier Perlen des Trashpunk „zwischen Rachut, ROTZKOTZ und Rihanna“ im Premium-Perlmutt-Cover und dazu die Erkenntnis: mit der Zeit gewöhnt man sich selbst an die dämlichsten Bandnamen.

Bierschinken · Kabl · 02.04.2015 · Quelle

Review lesen

Eigentlich wurde über diese Kapelle auf dieser Seite bereits alles geschrieben, was geschrieben werden muss. Daher fasse ich mich kurz:

"Nowosibirsk" überrascht nicht, enttäuscht nicht, sondern begeistert auf ganzer Linie. Hier gibt es, wie gewohnt, schönes Hardcore-Geknüppel mit lustigen Einspielern vor den Liedern und Refrains zum Gehirn an die Wand schmeißen ("Wer ist hier der Idiot?", "Leichte Mädchen, schwere Jungs").

Also, für alle die keinen Bock mehr auf "Smoke On The Water" haben, einfach "Nowosibirsk" aufdrehen und gut.

Gerdas Tanzcafé · 19.06.2015 · Quelle

Review lesen

Diese Band ist an arroganz kaum noch zu übertreffen. Da dachte man, es nach zwei Demo-Auflagen und einer LP endlich überstanden zu haben, und da legt der Dortmunder Vagabunden-Vierer mit dem obszönen Bandnamen und den ordinären Liedtexten doch tatsächlich noch eine kleine Schallplatte nach. Ganz ehrlich Jungs: hiermit könnt ihr vielleicht noch ein paar zurückgebliebene 80er-Jahre-Punks beglücken, davon abgesehen, dass ihr schon mit anderen sogenannten "Musikgruppen" wie Napoleon Deinameit, De Omnipresent Desieß oder Jim Tablowski Expirienz vollkommen am Nerv der Zeit vorbei gepeilt seid. Klar, die Melodien sind fast schon eingängig-poppig und die auf Rock rollenden Gitarren passen hervorragend in die Garage der Hives und Konsortium. Bringt halt bloß nichts, wenn all das allein durch die dilettantische Stimme in der Luft zerfetzt wird. Damit könnt ihr bei der Generation Modepunks sicherlich keine Punkte sammeln. Da kräuseln sich wohl eher die steif gegelten Haare und glattgebügelten Markenklamotten.

SOLD OUTSniffing Glue – Cold Times Tape
SFR-57Sniffing GlueCold Times Tape

01.03.2015 · EP / Tape

Pressungen
  • 150x white
  • 50x clear
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #119 April/Mai 2015 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

SNIFFING GLUE sind ein hart arbeitender Trommler, ein wirklich virtuoser Gitarrist, der am höchsten springende Bassmann und ein Sänger mit Credibility und Charisma. Und sie können bekanntlich beides: Punkrock und Hardcore.

Auf ihrer neuen 12“ „Cold Times“ tendieren die Niederrheiner wieder mehr zum Midtempo, wodurch der Sound dieser 8-Track-EP jedoch keinesfalls eingängiger wird. Es geht eher düster zu, rauh, in den Texten überwiegen Weltekel, Verzweiflung und Wut.

Aber sie zeigen auch ihre Fähigkeiten, schräge Melodien zu schreiben, so wie bei „Scars“, dem mit dreieinhalb Minuten längsten Track. Die B-Seite beginnt mit den Worten: „Life goes on they say.

But I know better.“, dann legt, marschiert „Fear/Anger“ in alter Hardcore-Manier los, lässt aber zugleich Raum für einige kranke Gitarrenfeedbacks. Und mit „Taste of hate“ hat es noch einen potenziellen Hit.

Nicht nur live sind und bleiben SNIFFING GLUE eine der besten Bands, die ich kenne – ich gebe zu, ich bin Fan. Break. Das Textblatt ist passend zum Titel gestaltet wie eine kleine Zeitung und als Bonus gibt es mit dem Download-Code das letzte Album „Sniffing Glue“ von 2011 on top.

Weil die Jungs selbst Fans sind, liegt auch noch ein hübsches Poster bei mit einer bärtigen Nonne, frei nach Raymond Pettibon. Klarer Fall von BFF: BLACK FLAG Forever.

Ox-Fanzine · Ausgabe #124 Februar/März 2016 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

SNIFFING GLUE, nicht nur live eine der besten Bands, die ich kenne, können bekanntlich beides: Punkrock und Hardcore. Auf ihrem neuen Album tendieren die Niederrheiner wieder mehr zum Midtempo, wodurch der Sound dieser acht Tracks jedoch keinesfalls eingängiger wird.

Es geht eher düster zu, rauh, in den Texten überwiegen Weltekel, Verzweiflung und Wut, aber sie zeigen auch ihre Fähigkeiten, schräge Melodien zu schreiben. Wie es sich gehört, gibt es „Cold Times“ jetzt auch auf Kassette.

Eben ganz die alte Schule.

Bierschinken · garagephotographer · 31.08.2016 · Quelle

Review lesen

Sniffing Glue sind Live-Granaten, aber wie zum Teufel kriegt man das anständig auf Platte? Die rohe Energie, das grobmotorische Gezappel, die Interaktion, dat geht alles auf Platte nicht. Schlechte Voraussetzungen also, aber beileibe keine schlechte Platte.

Musik ist überraschungsfrei 80er HC/Punk von der Sorte, die dir in der Bahn ruckzuck ein freies Abteil verschafft und dich nachhaltig von sozialen Gepflogenheiten im 2. Klasse Wagen entbindet. In der 1. Klasse hab ich das nicht ausprobiert, ich reich die Erkenntnisse dann nach.

Songtitel wie Fera/Anger, A Moral Disgust oder auch Taste Of Hate lassen denn auch direkte Rückschlüsse auf die Stoßrichtung des Albums zu: Wütend und düster sind die zwei erstbesten Adjektive, die mir da einfallen.

Kurz und gut: Sehr cooles Album, vielleicht einfach mal statt Flyer die Platte verteilen, die macht Bock auf Liveshows.

Achja: EP, 8 Songs, auch auf Tape erhältlich.

SOLD OUTHIGH – st 7''
SFR-56HIGHst

16.12.2014 · 7''

Pressungen
  • 200x black
  • 100x green
SOLD OUTSchwule Nuttenbullen – Die Deutschrocknacht LP
SFR-55Schwule NuttenbullenDie Deutschrocknacht

17.10.2014 · LP

Pressungen
  • 500x copies all black (first 100 with 2-sided DIN A2 Poster)
  • 12x testpressings with handscreened cover
  • 25x promo CDr (not sold)
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #117 Dezember 2014/Januar 2015 · Kalle Stille · Quelle

Review lesen

Auf die Gefahr hin, dass man am Ende dasteht, um zugeben zu müssen, dass man einfach nur verarscht wurde, wird diese Platte geteilte Reaktionen hervorrufen. Die einen werden sie abgrundtief hassen, die anderen werden sich (mit Wonne) auf das besagte Spiel einlassen.

Wer die erste Platte gehört hat und dasselbe noch einmal erwartet, wird bitter enttäuscht, aber auch nur die werden sofort verstehen, dass das Album kein Herumirren ohne Ziel ist. Zu versteckt sind die Zitate, zu schlau verpackt, um als Zufall durchzugehen, schon gar nicht bei dieser Trefferquote.

Drei verschiedene Menschen am Mikrofon, die der Platte etwas von einem Sampler geben, stilistisch wie textlich. Sicher nicht so ein Instant-Treffer wie das Debüt, dafür aber mit einer wesentlich höheren Halbwertszeit, bei der sich vieles erst nach und nach erschließt.

Eine Platte, mit der man sich über längere Zeit auseinandersetzen kann (huch) und ganz nebenbei in Gefilden stochert, die in den frühen Achtzigern allesamt Punk waren, aber heute als „Post“, „Prä“, „Sub“-Ausläufer von irgendwas verklausuliert werden, weil die gebräuchlichen Begriffe einfach besser funktionieren (BASTARDS setzen die Standards).

Wer sich dabei nicht locker machen kann, hat schon verloren.

Bierschinken · Kabl · 10.10.2014 · Quelle

Review lesen

Als ich mich für diese Rezension gemeldet habe, habe ich einen ganz anderen Sound erwartet. "Schwule Nuttenbullen". Ich habe wahlweise Hardcore-Gebretter oder Spaßpunk erwartet. Nix da. Die homosexuellen Prostituiertenpolizisten machen sehr schlauen Punkrock mit stets kritischen und noch schlaueren Texten. Es geht stets gut nach vorne, die Songs dauern selten länger als 2 Minuten und das ist gut so. Die Produktion ist schön dreckig, aber nicht zu rumpelig – genau richtig für diese Art von Musik. Besonders positiv fällt auf, dass sich zwei Sänger abwechseln und der weibliche Gesang harmoniert sehr gut mit dem männlichen Organ, das ab und zu sogar an Napoleon Dynamite und Konsorten erinnert.

Ich sag mal für alle, denen die Rachut-Bands zu verschroben sind und das Spastic-Fantastic-Gebretter zu monoton ist.

Schönes, originelles Punkrockalbum. Gerne mehr davon!

SOLD OUTDerbe Lebowski – Broken Glass LP
SFR-54Derbe LebowskiBroken Glass

07.08.2014 · LP

Pressungen
  • 400 180gramm black vinyl
  • 100 180gramm red vinyl
  • 100 180gramm red vinyl / different 2c screenprinted covers
Reviews (2)

Bierschinken · kiki · 11.02.2016 · Quelle

So, der Stapel an alten übrig gebliebenen Platten muss kleiner werden. Erst knapp 1,5 Jahre hat "Broken Glass" von DERBE LEBOWSKI auf dem Buckel…hören wir mal rein:

Titeltrack Broken Glass beginnt mit "Throwing glass on the ground"…EY, die Hunde, ihr Penner!

Äh, und sonst?

Fröhlich ist anders (Zitat "My hate against this world can't be described.." aus "Mankind= Germs"…geil!

Tja, Geballer de luxe, extrem kurze Songs, geiles Artwork!

Find ich gut!

Gerdas Tanzcafé · 15.06.2015 · Quelle

Review lesen

You are entering a record of pain! Keine Ahnung, ob das hier dem Dude gefallen würde. Scheinbar war aber zumindest der Maz dermaßen von Derbe Lebowski's Demo-Debüt "Remove Your Mask" angetan, dass er sich das Berliner Quartett gleich mal für deren ersten "Longplayer" unter den Nagel riss. Und wenn der Maz mit seinem Labelnamen dafür einsteht, dann kann es eigentlich nur ordentlich zur Sache gehen.

Der eröffnende Titeltrack gleicht verhältnismäßig fast schon einem bedächtigen Warm-Up für die folgenden 16 Songs, die mit Spielzeiten zwischen zwanzig Sekunden und zwei Minuten zumindest schonmal die offensichtliche Marschroute vorgeben: Tempo, Tempo, Tempo. So toben sich die vier Wüteriche ambivalent zwischen Powerviolence, Fastcore und Trash aus, ohne dabei an Punkspirit einzubüßen. Das passt in seiner rohen, dreckigen und unprätentiösen Art hervorragend ins Profil des Dortmunder Kultlabels, als auch in die San-Diego-Ecke. Eingefangen übrigens live nahe des nicht weniger kultigen und Berlins einzig wahren Dorfplatzes, in Form gebracht von Afterlife Kids- und Henry Fonda-Schlagzeuger Ben John.

The Jim Tablowski Experience / Alien TV – Split LP
SFR-53The Jim Tablowski Experience / Alien TVSplit

15.04.2014 · LP

Pressungen
  • 300 180gramm black vinyl
  • 168 180gramm neonorange vinyl
  • 32 180gramm neonorange vinyl + additional 32x44cm 6c screenprint, handnumbered
Reviews (5)

Ox-Fanzine · Ausgabe #118 Februar/März 2015 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

THE JIM TABLOWSKI EXPERIENCE sind leider inzwischen Geschichte, denn Kool Keith musste wegen seines abgelaufenen Visums zurück nach Milwaukee. Aber vorher haben sie noch diesen Liederzyklus veröffentlicht, bei dem jedes der zehn Stücke aus der Perspektive eines anderen Lebewesens geschrieben ist – Hund, Katze, Waschbär, Bill Murray, Sittich, Saurier oder Samenflüssigkeit: „A test tube ain’t no place to call home“.

Die drei Tablowskis spielen melodischen Garage/Pop-Punk, rotzig, schön, schräg und wie frisch von der kalifornischen Highschool. Und jetzt kann man es ja verraten: der seltsame Bandname stammt aus der „Malcolm in the Middle“-Folge „Block Party“.

Apropos Fernsehen: Auf der Flipside sind ALIEN TV aus Mannheim mit Leuten von ZUSTÄNDE, LIBERTY MADNESS und MODERN PETS. Vielleicht sollten die sich mal auf eine Band konzentrieren, ihre sechs hibbeligen Punkrock-Songs wirken mir insgesamt zu unausgegoren.

Das Cover ist eine psychedelische Farbexplosion mit Eseln und das Vinyl gibt es auch im allerleuchtendstem Orange, das ich je gesehen habe und das den kleinen Aufpreis wert ist.

Bierschinken · tenpints · 13.07.2014 · Quelle

Review lesen

Was ist eigentlich an The Jim Tablowski Experience so geil? Die machen doch genau das gleiche wie alle anderen Bands, die solche Musik spielen, und die meisten davon sind eher langweilig, z.B. Alien TV. Da eignet sich eine Split-LP beider Bands natürlich gut zum VERGLEICH. Das Ergebnis:

The Jim Tablowski Experience sind witzig, weil sie Lieder über Tiere, Menschen und Bill Murray schreiben.

The Jim Tablowski Experience spielen pointiert und schnell gleichermaßen und stellen dabei die wichtigen, einfachen Fragen.

The Jim Tablowski Experience sind herbe durch.

The Jim Tablowski Experience lassen es sich trotzdem gut gehen.

The Jim Tablowski Experience spielen in ihrer Freizeit Basketball oder lassen sich in Roboterkostümen von Kindern verhauen.

The Jim Tablowski Experience sind herbe geil.

The Jim Tablowski Experience hustlen international.

The Jim Tablowski Experience haben Akkordfolgen, die deine Mutter auf die Knie zwingen würden.

The Jim Tablowski Experience fragen sich, was eigentlich mit Vögeln los ist. Das frage ich mich auch.

The Jim Tablowski Experience trumpfen auf mit Sängern, die sehr schöne raue Stimmen haben. Und mit einem coolen Akustik-Bass.

The Jim Tablowski Experience machen eigentlich sehr traurige Musik, zu der man aber gut PARTY MACHEN kann.

The Jim Tablowski Experience treten auf, und alles wird gut.

Über Alien TV kann ich nichts davon sagen, ich muss allerdings anmerken, dass ich sie noch nie live gesehen habe. Wahrscheinlich sind die auch voll cool, sonst wären sie ja nicht auf dieser Platte. Gebe mir aber trotzdem immer nur die Tablowski-Seite, weil sie in mir das Gefühl erzeugt, ein gerader Junge zu sein, der stabil seinen Weg gehen kann. Ich fühle mich verstanden und geil. Super Band. WEITER SO!

Plastic Bomb · Helge · zitiert im alten SFR-Blog (Original nicht mehr online)

Review lesen

Es ist immer wieder wohltuend neue Bands auf Spastic Fantastic Records zu entdecken. Wie üblich handelt es sich um um deutsche Bands und ich frage mich immer, wo Maz von Spastic Fantastic diesen Brunnen stehen hat, aus dem die neuen guten deutschen Punk Bands immer nur so heraussprudeln? Anders kann es gar nicht sein, als dass er eine heimliche Quelle hat. Wie auch immer. ALIEN TV sind mir bislang total unbekannt, aber ich lese das zwei Leute auch bei ZUSTÄNDE (geile 7“!!!), MODERN PETS und LIBERTY MADNESS spielen. Und nun eine etwas anderes Gangart und Textsprache (englisch) als bei ihren anderen Bands. Musikalisch eher deutlich Retro-Punk mit Garagen-Kante als Hardcore-Punk. Außerdem verfügen die Songs über ein sehr ausgefeiltes Songwriting. So hören sich die sechs ALIEN TV Songs sehr kraftvoll rau melodiös an. Auf der Rückseite dann THE JIM TABLOWSKI EXPERIENCE, bei deren Songs ich mich vom ersten Song an an die DICKIES erinnert gefühlt habe, allerdings eher als Hardcore Version. Die einzelnen Songs sind sehr schön rauh und rotzig aufgenommen worden. Immerhin haben sie geschafft 10 Songs für ihre LP Seite aufzunehmen. Textlich sehr abgespact. Lesen, grinsen und den Kopfschütteln…das war mein Eindruck zu den Texten. Mein Exemplar kam auf orangem Vinyl. Helge

Gerdas Tanzcafé · zitiert im alten SFR-Blog (Original nicht mehr online)

Review lesen

Da muss der allseits informierte Maz doch glatt mal wieder selbst das Zepter in die Hand nehmen, damit überhaupt ein paar Informationen über die Mannheimer Band Alien TV durchsickern. Da der aber ohnehin regelmäßig seine Augen und Ohren in den Punkuntergrund entsendet, macht ihm das vermutlich sowieso einen höllischen Spaß, während wir somit sicher sein können, zuverlässige Informationen aus zweiter Hand zu erhalten. Demnach – und das lässt sich nunmal schwer zu eigenen Worten umstellen – mischen dort Leute von Liberty Madness und früheren Modern Pets mit, was man dem kecken (Pop-)Punk von Alien TV durchaus anhören kann. Obwohl der rotzige Gesang und der analoge Sound dann doch nicht so richtig in diese Sparte passen. Irgendwas zwischen Surferfrisuren, Garage und verdammt nochmal ansteckender Gute-Laune.

The Jim Tablowski Experience ergänzen den zuvor eröffneten Lo-Fi-Reigen um zehn (!!) weitere Tracks. Gegenüber ihren Splitpartnern, sind die drei Dortmunder für Spastic Fantastic keine unbekannten Gesichter mehr. Nicht nur, weil sich die Beteiligten nebenher noch bei anderen Labelsprossen wie NxD, Mann kackt sich in die Hose und den taufrischen Snitch a Snatch austoben. Auch auf ihrem dritten Release, das neben SFR und einigen anderen auch auf dem mittlerweile eigens gegründetem Huge Major Label zu finden ist, gibt's gewohnt locker in der Hüfte sitzenden und ausgelassenen Garage-Punk, der vor allem durch den teils extrem – nunja – spastischen Gesang an die wilden Eskapaden von MKSIDH erinnert. Nur halt – nunja – poppiger.

500 Split-LP's wurden gepresst, 200 davon auf orangenem Vinyl. Letztere gibt's auch im Mailorder-Package + 6-Farb-Siebdruck-Poster.

Razorcake · Matt Seward · zitiert im alten SFR-Blog (Original nicht mehr online)

Review lesen

Plenty of junk in this punk trunk! Alien TV is four cats arguing with each other which direction to take the band—Briefs? Scared Of Chaka? Voidoids?—not realizing they’re all right and they’re all moving in the same direction. Snotty, fast SoCal punk surfing the gutters of New York. But from Dortmund, Germany. TJTE spits out ten songs, none reaching the two minute mark, with a sound—and I don’t use these comparisons lightly—between Sexy and Elmer. Add one of the oddest set of lyrics and song titles and we may just have some sort of German genius punk release. –Matt Seward (Spastic Fantastic, spasticfantastic.de)

SOLD OUTTV Eye – Mythoman LP
SFR-52TV EyeMythoman

01.06.2014 · LP

Pressungen
  • 223x white vinyl, 180gramm
  • 77x white vinyl, 180gramm + 2c screenprint cover
  • 10x testpresses, black vinyl in 2c screenprint cover
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #116 Oktober/November 2014 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Bei TV EYE aus dem schwedische Linköping finden sich frühere Mitglieder von SECOND SIGHT oder RAPED TEENAGERS. Seit 1998 gibt es die nach einem STOOGES-Song benannte Band, doch kennen gelernt haben sich die vier aber schon Ende der Siebziger, eine für sie offenbar prägende Zeit.

Ich bin mir lange nicht sicher, ob ihr Sound mich mehr an UNDERTONES erinnert oder an BUZZCOCKS, es ist die dieselbe typische Mischung aus Gesang mit leichtem Helium-Touch und Melodien, Melodien, Melodien.

Veröffentlicht haben TV EYE bisher kaum etwas, aber wenn, dann richtig: 2009 erschien ihre Debüt-CD „Nice People“ mit 31 Songs, 2012 folgte die 10-Track-7“ „Working Bee“, jetzt auf „Mythoman“ sind es 32 rotzig-kurze Nummern auf weißem 180-Gramm-Vinyl.

Stimmt schon, das könnte mir gefallen, doch nach der A-Seite brauche ich erstmal eine Pause. Was mich allerdings beeindruckt, sind die lakonischen Texte: „Anarchy in the U.K. / Not for the polite Swede / Just law and order / And a government to feed / …

/ White riot and Brixton / But we just wanna hide / We don’t believe in fighting / We believe in suicide“. TV EYE mögen alternde, gelangweilte, erfolglose Punks sein, aber sie sind ohne Zweifel äußerst lebendig.

Bierschinken · kiki · 12.07.2014 · Quelle

Review lesen

32, ich wiederhole kurz, 32 Songs auf dieser Platte der Schweden von TV Eye. Alle Lieder bewegen sich natürlich im typischen Spastic Fantastic "1 Minute Song"- Bereich.

Allerdings wird hier nicht nur stilvoll losgebrettert, wie man es von so einigen anderen Outputs des Dortmunder Labels kennt.

TY Eye spielen eher recht typischen 80er Punk, den man von Bands wie Angry Samoans oder den Circle Jerks kennt.

Das ergibt in der Summe jede Menge Hits ohne irgendwelche Ausfälle, wobei "Mythoman" trotz der hohen Anzahl an Liedern zu jeder Zeit abwechslungsreich ist und somit keinerlei Langweile aufkommt.

Tipp: Anschaffung dringend empfohlen!

SOLD OUTPeng! Peng! – st 7''
SFR-51Peng! Peng!st

01.05.2014 · 7''

Pressungen
  • 300x black vinyl
  • 100x red vinyl
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #115 August/September 2014 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Dem grünen Grasmonster wachsen Häuser aus dem Kopf! Aber zu einer Band namens PENG! PENG! passt ja so ein durchgeknallt-buntes Artwork. Sie stammen aus dem Freiburger MALADROITS-Umfeld und servieren auf ihrem 4-Track-Debüt leicht schrägen Garage-Pop-Orgel-Trash mit englischen Texten, der mich nicht nur wegen der Sängerin manchmal an die frühen UK-Punks VICE SQUAD erinnert.

Mit dieser 7“ setzt sich die erfreuliche deutsch-französische Zusammenarbeit fort von Crapoulet Records in Marseille und Spastic Fantastic, Dortmund, diesmal unterstützt von C8H10N4O2, dem Label mit der Formel für Koffein.

SOLD OUTSunpower – Concrete Blues 12''
SFR-50SunpowerConcrete Blues 12''

28.03.2014 · LP

Pressungen
  • 180x black vinyl, 140gramm
  • 297x black vinyl, 180gramm, inside out cover
  • 100x red vinyl, 180, i/o + screenprint
  • 100x orange vinyl, 180, i/o
  • 9x testpressings, numbered
Reviews (1)

Bierschinken · garagephotographer · 31.07.2014 · Quelle

Review lesen

So ein Review ist ja eine ziemliche riskante Sache für den Reviewer, gerade bei Bands, die eher unbekannt sind. Allzu schnell packt man die falschen Vergleichsbands aus dem Schubladenschrank aus und steht als völliger Idiot da. Nicht dass das was Neues wär, wirft aber ein schlechtes Licht auf die hier gelebte hochprofessionelle Herangehensweise.

Also erstmal die Fakten, damit kann man nix falsch machen. Die Band heißt Sunpower, das Album heißt Concrete Blues und das Herkunftsland ist Belgien, damit macht die Band schonmal keinen Deutschpunk. Bis hierhin gut gerettet. Jetzt wird das Eis dünner, Sunpower machen eine Mischung aus Punkrock, Hardcore und Stoner-Krams (Kyuss, QOTSA, ihr kennt das). Damit scheint die Band sich von ihren vorherigen Releases im Sound abzuheben. Das hoffe ich zumindest, denn in den Reviews die ich gefunden hab, schreibt keiner was von Stoner Rock. Die Band variiert fein das Tempo, ist aber leider(?) immer dann stark, wenn das Tempo eher Bleifuss als Strandpromenade ist. Zusammen mit den Stilmix ist das eine ziemlich geile Mischung, die sicher nicht völlig neu ist, aber hier schön rüberkommt. Mit sieben Songs fast schon zu kurz, wenn das kein Qualitätsurteil ist.

Vielleicht hör ich in die anderen Veröffentlichungen mal rein und such nach Stoner-Rock.

SOLD OUTMann kackt sich in die Hose – Karibik 12''
SFR-49Mann kackt sich in die HoseKaribik

18.11.2013 · 12''

Pressungen
  • 1st press (11/2013): 100 black with golden flipside screenprint, 213 black vinyl, 10 testpressings (numbered, black in different cover with golden sp), 4 mann kackt sich in die hose / madame monster split testpress 12''s
  • 2nd press (01/2014): 200 black, 100 gold with black flipside sp, wrapped in 2panel 1c sp cardboard
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #112 Februar/März 2014 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

MANN KACKT SICH IN DIE HOSE sind der neue Stern am Himmel des Spastic Fantastic-Universums – und das, obwohl sie sich, wie selbst zugeben, den weltbekacktesten Bandnamen ausgedacht haben. Aber es handelt sich hier auch um ein echtes Dreamteam mit den beiden Ex-Eulen Timmi (KATZ KADAVER) am Schlagzeug und Macke (NXD) an der Gitarre, Lisa am Bass – mir bislang unbekannt, aber live eine Bank – und seit THE OMNIPRESENT DISEASE endlich wieder am Mikro: Maz (NXD).

Auf ihrer Debüt-LP, die völlig sinnfrei „Karibik“ heißt, sind 18 kurze, rausgerotzte Songs mit deutschen Texten zwischen Alltagswahnsinn und der Apokalypse Ihres Vertrauens. Das einseitig bespielte 180-Gramm-Vinyl steckt in einem hässlichen hellkackbraunen Cover mit Palmenmotiv und ist limitiert auf 300 Stück.

Weil der Sänger praktischerweise zugleich der Grand Mazoo des Spastic Fantastic-Imperiums ist, gibt es als Mailorder-Only-Edition noch 100 Exemplare mit exklusivem B-Seiten-Siebdruck in Gold.

Das sollte reichen, bis die echten Goldenen Schallplatten kommen.

Bierschinken · tenpints · 08.11.2013 · Quelle

Review lesen

Mann, fühl ich mich kacke. Mein Laptop ist kaputt. Die Welt ist ein einziger Sauhaufen. Meine Wohnung sieht AUS. Und ich kann einfach nicht FIFA spielen, kurz: ICH WÜRDE GERNE VOLL ABKOTZEN, aber tue ich das, lachen alle nur! Muss ich also Musik hören, allein, z.B. MANN KACKT SICH IN DIE HOSE, eine Band, deren Sänger so klingt wie ich mich fühle. Einige werden ihn noch von NxD kennen, und das ist sehr gut, denn NxD waren besser als MANN KACKT SICH IN DIE HOSE, aber weil MANN KACKT SICH IN DIE HOSE so einen klangvollen Namen haben, gehen die auch klar. Quatsch, die Lieder sind natürlich absolut super, abwechslungsreich, pointiert, sogar ein bisschen melodisch hier und da, ach, ich weiß gar nicht, was der Scheiß hier soll, man kann sie sich ja auch anhören auf dem bandcamp von MANN KACKT SICH IN DIE HOSE und weiß dann, dass MANN KACKT SICH IN DIE HOSE eine Lücke stopfen so ähnlich wie ein Klo-Pömpel.

Schade nur, dass so wenig Samples drauf sind auf der Platte von MANN KACKT SICH IN DIE HOSE, da waren NxD echt besser. Andererseits wird es sicherlich auch Leute geben, die die, nun ja, filigranere Gitarrenarbeit von MANN KACKT SICH IN DIE HOSE besser finden. Fährt man mit MANN KACKT SICH IN DIE HOSE ein paar Mal mit in die Karibik (!!), wird einem das auffallen. Auch schön, dass hin und wieder mehr als nur einer das Mikro vollrotzt. Ach, jetzt, wo ich die Platte zum ungefähr zwanzigsten Mal höre, fällt mir eh auf, dass sie unfassbar geil ist, ein echter GROWER sozusagen, und wenn man dann noch die Texte mitkriegt, ist die Kacke erst so richtig am Dampfen, denn von der ein oder anderen Lyrik-Unfallstelle abgesehen kann ich alles ohne Probleme mitschreien und fühle mich dadurch dann drei bis zehn Sekunden lang besser. MANN KACKT SICH IN DIE HOSE! Geil.

Habt ihr euch eigentlich schonmal in die Hose gekackt? Ich könnte da Geschichten erzählen… tue es aber nicht, will ja eh keiner hören. Es ist eine Schande. Da rackert man sich ab und versucht zu leben, und alles, was dabei rumkommt, ist ein Wohnklo im Erdgeschoss und so 'ne scheiß Playstation, auf der man immer verliert. Alles Dreck. Ich geh demnächst in den Wald oder auf die Alp, da leb ich dann drei Monate lang nur mit Kühen, und hinterher stürz ich mich schreiend in den Gletscher, hab das neulich im ZDF gesehen, als ich nach der Spätschicht mit relativ toten Augen 30 Minuten lang auf den Fernseher starrte, na ja, ohne die Sache mit dem Gletscher, zugegeben, das wär ja auch zu krass, lieber 20 Jahre lang Coke Asbach mit Peter, bis er stirbt wie man selber dann ja irgendwann auch.

Plastic Bomb · Micha · zitiert im alten SFR-Blog (Original nicht mehr online)

Review lesen

Einseitig bespielte LP von der Band mit dem illustren Namen, bei der es personelle Überschneidungen mit NAPOLEON DYNAMITE gibt. Die Mucke ist ähnlich, gefällt mir persönlich aber noch besser. Bissiger, tollwütiger Straßenköter-Punk inklusive Mittenfinger-affinem Asi-Charme. Wer Bock hat auf ABFUKK, LEIDKULTUR, HAMMERHEAD, NAPOLEON DYNAMITE, der holt sich hier die passende Kotztüte ins Haus. MANN KACKT SICH IN DIE HOSE schaffen es 13 Songs auf einer LP-Seite unterzubringen. Das gibt Hinweise auf die Länge bzw. Kürze der Songs. Die schnellen, angepissten Punksongs heissen "Gastank", "Das Pack", "Betonschwein", "Philipp das deutsche Arschloch", "Deutschland den Tauben", "Atomzauber" und so weiter. Coverartwork und Titel stehen im krassen Gegensatz zum Inhalt und Bandnamen. Sinn? Egal. Geiler Rotz-Punk. So muss es sein. Micha.

SOLD OUTMadame Monster – Adore 12''
SFR-48Madame MonsterAdore

18.11.2013 · 12''

Pressungen
  • 50x black (creme flipside screenprint)
  • 150x black (white flipside screenprint)
  • 12x testpressings, black vinyl with creme flipside screenprint
  • 4x mann kackt sich in die hose / madame monster split testpress 12''s
Reviews (1)

ENPUNKT (Blog) · Klaus N. Frick · 21.11.2018 · Quelle

Review lesen

Was für ein unfassbares Gebräu! Seit Tagen läuft die Platte bei mir, sie passt zu dieser grauen Jahreszeit: Die Band nennt sich Madame Monster, sie stammt aus Berlin und Dortmund, wenn ich das richtig weiß, und sie brachte 2013 eine einseitig bespielte Langspielplatte heraus, die mich mit ihrer Mischung aus Hardcore, Brüllgesang, Emo-Gitarre und gelegentlichen ruhigen Passagen echt begeistert.

Man versteht die deutschen Texte praktisch nicht, sie werden in einem wütenden Gebrüll in die Welt gekotzt. Wer sich aber so etwas wie »Pisse und Adorno« ausdenkt, kann kein schlechter Mensch sein – das ist sowieso ein Stück, in dem sich der treibender Sound mit diesem brutalen Gesang sehr gut verträgt.

Die Stücke sind abwechslungsreich, werden von einer tüchtigen Portion Wut und Hass getragen. Dabei schält sich unter dem Gebrüll und Geprügel immer wieder eine Melodie hervor, und so entsteht ein Gebräu, das mich unweigerlich in Bewegung versetzt. Das ist dann schon irgendwie Hardcore-Punk der 90er-Jahre-Schule, klingt aber dennoch eigenständig genug. (Der Vergleich zu Hammerhead, der immer wieder gebracht wird, ist nicht falsch, wird Madame Monster aber auch nicht gerecht.)

Ich habe keine Ahnung, was aus der Band wurde oder ob es sie noch gibt. Soweit ich weiß, ist und war die »Adore« die einzige LP der Burschen, die zudem dann auch noch mit einer sehr geringen Auflage veröffentlicht wurde. Ich bin sehr froh, dass ich sie habe und ich mir dann im Büro ab und zu mal die Aufnahmen von Bandcamp um die Ohren blasen lassen kann.

SOLD OUTSnob Value – Floating In The Void 7''
SFR-47Snob ValueFloating In The Void 7''

09.08.2013 · EP / 7''

Pressungen
  • 500x black
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #112 Februar/März 2014 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

„K.I.S.S. Keep It Short And Simple“, haben SNOB VALUE 2009 ihr Demo genannt. Kurz sind ihre Songs bis heute, simpel waren sie wohl nie. Bei ihren Platten erlebe ich immer das gleiche Phänomen: beim ersten Hören finde ich sie schon echt gut, doch dann von Mal zu Mal besser.

Wie ich jetzt weiß, geht es nicht nur mir so. Erklären ließe sich das durch eine musikalische Komplexität, eine Tiefe, die ich erst nach und nach erfasse. Die Schnelligkeit von Hardcore, stimmige Gitarrenmelodien und dazu Möbs charakteristischer Gesang – vier neue Songs gibt es, über die innere Leere in einer hohlen Gesellschaft.

Prädikat: wertvoll!

SOLD OUTCitizens Patrol / Reproach – Split 7''
SFR-46Citizens Patrol / ReproachSplit 7''

26.04.2013 · EP / 7''

Pressungen
  • 50x black in release show cover 950 black / red vinyl, not sure how much of each
SOLD OUTFriends Of Dorothy – Jimmy Jansson 7''
SFR-45Friends Of DorothyJimmy Jansson

01.07.2013 · 7''

Pressungen
  • 200x red
  • 300x black
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #111 Dezember 2013/Januar 2014 · Kalle Stille · Quelle

Die dritte EP der Schweden um den Ex-Sänger von HENRY FIATS OPEN SORE mit demselben, leicht variierten Covermotiv. Vier Songs, nicht unähnlich Henry Fiat, nur entkernt, heruntergedrosselt und entfettet.

Übrig bleibt ein Sound, der gleichermaßen an THE JAM und DAMNED erinnert, mit einer Prise Sixties-Garage obendrauf. Der leichte Mod-Touch wirkt erstaunlich frisch und unverkrampft. Sehr schön!

Bierschinken · kiki · 01.10.2015 · Quelle

Review lesen

Spastic Fantastic hat ja bekanntlich ein Herz für

a) durchaus abgefahrene Musikrichtungen

b) etwas äääh ausgefallene Bandnamen

Ihr könnt euch ja mal in den USA in bestimmten Bars als "Friend of Dorothy" vorstellen und schon geht der erste Prosecco klar 🙂

Auf dieser wunderschön roten 7" (Aufmachung wie immer bei den Spastics mega toll) gibt es vier Lieder, die die Hives nicht schöner hätten spielen können. Viel 70er Swing, dazu treibender Beat, die Anzüge der Herren sitzen auch hervorragend, Gesamtpaket stimmt.

Wenn ein Uhhuuu im Song "Jimmy Jansson" hingehaucht wird, muss man zwangsläufig mitmachen und die Anlage lauter drehen.

Ziemlich coole Platte!

SOLD OUTHuman Abfall – SNG 7''
SFR-44Human AbfallSNG

30.11.2013 · 7''

Pressungen
  • 1st press (November 2013):
  • 200x black / 100 white in 3 different screenprinted covers
  • 2nd press (December 2013):
  • 100x red / 150 mixed marbled colors (blue/green/red) / 50 black
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #112 Februar/März 2014 · Kalle Stille · Quelle

Review lesen

Fünfmal auf die Ohren von einer der besten Bands, die du derzeit auf einer Bühne sehen oder dir eben auf deinen Plattenteller legen kannst. Die einzige Frage, die es zu klären galt: Schaffen es Human Abfall, ihren Live-Sound in ein Studio zu transportieren und von dort wieder heraus? Tun sie! Zielpublikumsfrei, zärtlich wie eine Abrissbirne, Düsseldorf, Zick Zack, Surfbrett, Garage, Noise, Krawall.

Ordne selber, aber kauf dir verdammt nochmal diese EP, bevor du dir wieder nur denselben Mist anhörst. Meinetwegen findet er aber auch ohne dich statt, der „Frühling in der Republik“!

SOLD OUTDanger! Danger! – st 7''
SFR-43Danger! Danger!st

01.01.2013 · 7''

Pressungen
  • 383x black
  • 100x pink in 2c neon/black screenprinted covers
  • 10-15 testpressings, black vinyl in 2c screenprinted recycling cardboard cover
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #107 April/Mai 2013 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Der Erstkontakt mit DANGER! DANGER! fand unlängst durch das Tape von TOLERANZGRENZE statt, ihrer leider leider einmaligen Kollaboration mit NIHIL BAXTER-Sänger Jo. Dass die drei Tübinger auch allein ganz gefährlich sein können, beweisen die sechs Tracks auf ihrer ersten 7“.

Es gibt US-inspirierten, schnellen Oldschool-Hardcore mit ein paar schönen Kampfansagen, wie in „Conservative punk“: „Patriotic, homophobic, sexist shit / You won’t get away with it“. Oder die Einladung, mit nach Hause zu kommen, um die Wäsche zu waschen, ausgesprochen an alle, die auf Konzerten rauchen, bei „Your fumes“.

Absolut überzeugendes Debüt. Gefahr! Gefahr!

SOLD OUTSunpower – Decade 12'' + DVD
SFR-42SunpowerDecade 12'' + DVD

14.12.2012 · LP / 12'' / DVD

Pressungen
  • 155x black
  • 85 clear turquoise vinyl
  • 15 clear turquoise vinyl with different screenprinted cover (SFR-edition)
  • 45 black vinylwith different screenprinted cover (SFR-edition)
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #106 Februar/März 2013 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Die belgische Band SUNPOWER stehen exemplarisch für den Oldschool-Hardcore im Stil der Frühachtziger-US-Bands, der ja seit einer Weile wieder ziemlich angesagt ist. Zur Feier ihres zehnten Geburtstags gibt’s auf „Decade“ noch einmal ihre ersten drei 7“s, „Back To Basics“, „Total Control“ und „John Terror“, erschienen zwischen 2003 und 2005, dazu kommen die zwei Songs von der 2009 erschienenen LOST BOYS-Split-EP und ein paar unveröffentlichte Covertracks, etwa von CIRCLE JERKS und MINOR THREAT.

Manchmal ist schon verblüffend, wie nah SUNPOWER bisweilen an den Originalsound herankommen können, ohne dass man den Eindruck eines Plagiats hätte. Der LP liegt als Bonus noch eine DVD bei, mit Interviews, Backstage- und Konzertszenen.

Ein Highlight ist hier – und das war es bestimmt auch für die Band – der Auftritt beim Groezrock Festival: SUNPOWER auf der Bühne inmitten von einem Pulk von irren Pogotänzern und Stagedivern.

Im Interview entpuppen sich die vier dann als ganz normale Typen, die auch nicht genau wissen, wie es mit ihnen weitergeht: „Kann man vierzig Jahre lang in einer Hardcore-Band spielen?“ Doch warum sich sorgen, schon bei der Wahl ihres Bandnamens haben SUNPOWER schließlich auf eine zukunftsweisende Art von Energie gesetzt.

„Decade“ erscheint bei Spastic Fantastic, hübsch verpackt in einem Siebdruckschuber mit eigens vom Label entworfenem Pettibon-Rip-off-Cover, als Special Edition.

SOLD OUTSad Neutrino Bitches – Squaw 12''
SFR-41Sad Neutrino BitchesSquaw

18.01.2013 · 12''

Pressungen
  • 300x black
  • 16x testpress with different artwork
Reviews (3)

Ox-Fanzine · Ausgabe #107 April/Mai 2013 · Joachim Hiller · Quelle

Review lesen

2007 hatten wir im Ox mal was von den SAD NEUTRINO BITCHES besprochen, also ist das Trio aus Jena wohl schon einige Jahre aktiv. „Squaw“ ist nun nach „Too Sad Too Fuck“ von 2006 erst das zweite Album, auf dem Zachi, Glorylory und Hühnchen einem 14 knappe, knackige, wütende Punk-Smasher um die Ohren hauen, „influenced by American Garage-Punkbands like Gories, Oblivians and many Punk- and Oldschool-Hardcorebands“, wie es auf der Bandcamp-Seite heißt.

Ich finde, dass da auch DEVIL IN MISS JONES durchscheinen, und der aufpeitschende, recht hohe Gesang von Frau Zachi (Gitarre), der die tiefe Stimme von Glorylory (Bass) zur Seite steht, auch was von Roxy Epoxy hat.

Krawallig, mitreißend – und für eine Garage-Punk-Scheibe erstaunlich gut produziert. Sehr gut gefällt mir die hochwertige Aufmachung der LP mit zusätzlichem Textblatt. Eine ungewöhnliche Band, die zwar hier und da auch etwas anstrengend sein kann, aber so kurz, wie die Songs sind, ist alles schon wieder vorbei, bevor man genervt sein könnte.

Bierschinken · Zwen · 06.11.2015 · Quelle

Review lesen

Warum müssen wir eigentlich immer diese alten Schinken besprechen? Okay, 2013 ist jetzt nicht wirklich alt, aber manchmal glaube ich wirklich, dass uns teilweise die Labels einfach die Sachen schicken, die momentan im Keller liegen und schon drohen, eine Staubschicht anzusetzen. Naja, eigentlich bin ich ja nur etwas vergrämt, weil ich an dieser Stelle viel lieber die neue Split von Mann Kackt Sich In Die Hose und den Sad Neutrino Bitches besprochen hätte. Das wäre mal was Neues gewesen, aber nein!

Naja, erstmal ist es gut, dass ich die Sad Neutrino Bitches letztens erst live erleben durfte. Sonst hätte ich hier nämlich etwas geschrieben wie: "Mir gefällt gut, wie sich der Gesang der Frau mit dem des Typen abwechselt". Das wäre natürlich mal wieder völliger Unfug gewesen. Die Frau ist nämlich eigentlich Sänger und Gitarrist, der sich treffender Weise Highestvoiceonearth nennt. Diese Bezeichnung nun kommt wirklich nicht von ungefähr. Die eher maskulinen Vocals auf der Scheibe kommen vom Drummer Glorylory. Wir kommen jetzt aber auch endlich mal weg vom Gesang, also dem Charakteristika der Band, und widmen uns etwas der Musik. Die ist ziemlich in die Fresse. Die Kreischstimme sägt sich da durch dreizehn drückende Songs und beißt sich im Trommelfell regelrecht fest. Mag bestimmt nicht jeder, aber andererseits gibt es auch Leute, die Crust hören.

Fazit: Ganz ordentliches Kreisch-Geballer.

Away From Life · 25.05.2016 · Quelle

Review lesen

Sad Neutrino Bitches – Squaw (LP – 2015 – Spastic Fantastic Records / Phantom Records)
Ziemlich geilen, schnellen Punkrock bieten die Sad Neutrino Bitches aus dem Osten. Auf das Wesentliche beschrenkt spielen die Drei aus Jena recht kurze Songs welche sich nach einer reduzierten Variante von X-Ray Spex mit etwas mehr Trashpotential anhören. Gleich 14 Stücke finden den Weg in den Gehörgang und keines geht unter. Sehr schön!

Auf dem Cover befindet sich ein chicer Indianer. Auf der Rückseite des Textblattes findet man auch eine Pimp-my-Albumcover Anleitung welche zum lächeln anregt. Das Album kommt auf einem seltenen schwarz-gold farbenen Vinyl. Supernice!

SOLD OUT142 – Demo 12''
SFR-40142Demo

01.01.2013 · 12''

Pressungen
  • 87x red/black marbled vinyl, wrapped in screenprinted natural brown cardboard cover
  • 25x red/black marbled vinyl, wrapped in screenprinted golden cardboard cover
  • 2x testpressings, black vinyl in screenprinted white cardboard cover
Reviews (2)

Bierschinken · kiki · 25.11.2012 · Quelle

Allstar-Band mit Mitgliedern von Sidetracked, May the force be with you und Madame Monster. Gnadenloses Geknüppel mit extrem verzerrtem Gesang, nein besser Gebrüll.

Lieder sehr kurz, bis auf eine Ausnahme alles unter einer Minute. Genau das Richtige um im Moshpit mal richtig die Sau rauszulassen! Platte ist limitiert auf 100 Stück.

Razorcake · CT Terry · 08.05.2013 · Quelle · Archiv

This record is a work of art, with a die-cut cardboard cover that looks like a daguerreotype and ten thrash songs tearing their way across one side of blood red vinyl. 142 were Germans playing exciting thrashcore with touches of the chaos that late ‘90s bands like Reversal Of Man threw into the mix. This is a limited edition reissue of their 2008 demo and I highly suggest it if you’ve ever said “rip your face off” and meant it in a good way. –CT Terry (spasticfantastic.de)

SOLD OUTT-34 – Premium Hardcore Teil 2 12''
SFR-40T-34Premium Hardcore Teil 2

01.12.2012 · 12''

Pressungen
  • 400x black
  • 73x white
  • 40x with wooden armor-box and some gimmicks
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #111 Dezember 2013/Januar 2014 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Wieso Teil zwei, hab ich da was verpasst? Kann passieren. 2010 erschien die erste „Premium Hardcore“-LP von T-34 in eher kleiner Auflage. Benannt hat sich die Band aus Hannover nach einem sowjetischen Panzer, der ungefähr so beliebt und effektiv ist wie ihre AK-47.

World War II, Hardcore-Punk, Hannover – wer denkt da nicht an RECHARGE? Bei T-34 handelt es eher um deren jüngere Brüder, ansonsten jedoch scheinen die fünf in jeder vergleichbaren Band gespielt zu haben: NOVEMBER 13TH, CAVE CANEM, PIAZZA DROPOUT, KIDS OF THE BLACK HOLE, XAWARA, TEENAGE ANGST, TOXIC AVENGER, METASYSTOX, SANITÄR, DROWN IN BLOOD, DISPLACED.

Aber in ihnen ist immer noch genug Weltekel für ein paar neue Songs und nette Texte: „Arbeit ist scheiße, du aber auch“. Witzig finde den Spruch auf dem Labelflyer, ihr Sound sei „aggressive like an unemployed not getting the dole“.

SOLD OUTLeidkultur – For A Better World 7''
SFR-39LeidkulturFor A Better World

01.10.2012 · 7''

Pressungen
  • 65x black vinyl in brown screenprinted covers
  • 65x black vinyl in purple screenprinted covers
  • 370x black vinyl in black screenprinted covers
Reviews (1)

Bierschinken · kiki · 26.11.2012 · Quelle

Review lesen

Jetzt hauen Spastic Fantastic aber einen raus:

Leidkultur aus Nürnberg geben mit FOR A BETTER WORLD aber dermaßen Gas, mein lieber Scholli!

Hardcore, der verdammt an Götterbands wie Bombenalarm oder Hammerhead erinnert. Vor allem die Stimme des Sängers geht richtig gut rein. Texte alle auf deutsch und leider, leider nur 6 Songs.

Diese Platte hat alles was eine Hardcore/Punk-Platte braucht: Aggression, Aussage, Wut und trotzdem verliert man sich nicht in sinnlosem Geknüppel. Ich meine endlich einen würdigen Nachfolger für meine bisherigen Favoriten Bombenalarm gefunden zu haben. Saugeiles Teil!

SOLD OUTTangled Lines, The – Discography Tape
SFR-38Tangled Lines, TheDiscography

01.08.2012 · Tape

Pressungen
  • 150x aqua blue cases and pink tapes
  • 150x pink cases and green tapes
Reviews (1)

Razorcake · Paul J. Comeau · Quelle · Archiv

Review lesen

It was a major disappointment when I heard Tangled Lines had called it quits. This cassette preserves every blazing riff—their full length, 7”s, including the Wash the Shit Off 7”, which was my favorite of their releases, their split with 4Sivits, plus demos, live tracks, and more. I saw the Tangled Lines when they toured the U.S., and was immediately hooked on their thunderous sound and their positive message. Vocalist Luise had one of the most distinct voices in hardcore, a combination of bubblegum cuteness and banshee howl screams, which, when coupled with shredding riffs, gave Tangled Lines a raw power to which few other bands could compare. Every ounce of intensity packed into this cassettemakes it a must listen.

SOLD OUTCitizens Patrol – Retarded Nation 7''
SFR-37Citizens PatrolRetarded Nation 7''

01.05.2012 · EP / 7''

Pressungen
  • 400x black
  • 100x clear with additional screenprinted PVC sheet and different artwork
SOLD OUTDie Eule Im Bart Des Judas – st 7''
SFR-36Die Eule Im Bart Des Judasst

20.04.2012 · 7''

Pressungen
  • 250x black
  • 50x black with sewed silver carboard sleeve and band-patch
  • 13x testpresses with different artwork and spraypainted PE sleeves
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #102 Juni/Juli 2012 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Du sagst, mein Hass sei eigentlich nur Neid, doch da hast du dich getäuscht, das ist eigentlich nur Hass“. Ursprünglich hatten sich Timmi (KATZ KADAVER) und Marki (NAPOLEON DYNAMITE) jede Woche getroffen, um Bier zu trinken und dabei bisschen was aufzunehmen.

So entstand einer der bescheuertsten Bandnamen ever, DIE EULE IM BART DES JUDAS, und ihre schräge kleine Demo-CD, bei der sie alle Instrumente selbst gespielt haben. Um auch live auf die Kacke hauen zu können, wurden kurzerhand Wicke (Drums) und Maz (Bass), also der Rest von NxD, zwangsrekrutiert – da wird das Kinder-Keyboard schon mal mit der Stirn traktiert, das ist Trash-Art pur.

So als „richtige“ Band ging’s dann rein ins Studio und alle Stücke wie „Unser gutes Recht“, „Steckt in dem Arbeitslosen vielleicht ein Kreativer?“ noch mal neu aufgenommen, fertig war die 7“.

Und jetzt hab ich den Ohrwurm! „Dem kotz ich unaufgefordert in den V-Ausschnitt / Und das mit Absicht / Und das mit Absicht …“ Und das mit DL-Code.

Bierschinken · Porno-Ralle · 06.05.2012 · Quelle

Review lesen

Eine Band wo NAPOLEON DYNAMITE-Markus drinne is? Kann ja nur geil werden! Penetrant-ätzender Gesang, schrammelige Gitarre und sogar Synthi am Start, so lob ich mir das. Das ganze nennt sich dann synthiegetriebener Infernotrashnoisepunk…jo, das triffts!

Für den einen ist die Musik eine Frechheit, für mich ein Lacher nach dem anderen. Die Texte sind simpel, rotzig und so einfach nur treffend. Hier reihen sich Hit an Hit. Sei es ein Anti-Fitnesswahn Song (2.95), moderne Alchemie auf Festivals (Kleingeld fürn Kiosk), Deichkindhörer (Is mir egal), Autoprolls (Asphaltaffe)und allein UNSER GUTES RECHT ist den Kauf wert. Das kann man auf endlos Repeat hören! Der Soundtrack um jemanden in den V-Ausschnitt zu kotzen und über die Aussage von Haarschnitten zu grübeln! (ANZUG)

Eine Frage habe ich aber:

Ist es eigentlich Zufall, dass ich mehrmals Dead Kennedy Riffs raushört habe?

SOLD OUTNihil Baxter / Henry Fonda – Unicorns From Hell Split 7''
SFR-35Nihil Baxter / Henry FondaUnicorns From Hell Split

01.03.2012 · 7''

Pressungen
  • 100x blue
  • 100x silver swirl with silver covers
  • 400x black vinyl
  • 10-15 testpressings with different artwork
Reviews (7)

Uglypunk · zitiert auf dem Nihil-Baxter-Blog (Original nicht mehr online) · Archiv

Review lesen

Von NIHIL BAXTER und HENRY FONDA is man ja kurzes Songmaterial gewohnt und bekommt dies auch hier wieder zu spüren. Auf dieser Split-EP erwarten einen nämlich ganze 12 Songs, die in sage und schreibe 8 Minuten und ‘n paar Sekunden runter geknüppelt werden. Auf der ersten Seite bescheren uns NIHIL BAXTER sechs Tracks, von denen keiner die 1-Minuten-Marke knackt. Bei dem wilden Crust aber auch kein Wunder. Da wird mal wieder ordentlich gebolzt. Nicht viel anders stellt sich dies auf der zweiten Seite dar. Allerdings wird der Knüppel hier noch ein wenig schneller geschwungen. So kommen die 6 Tracks von HENRY FONDA auf lediglich 4 Minuten, wobei diverse O-Töne schon mit einbezogen sind. Tja, was soll man da noch groß sagen. Sobald der erste Track beginnt, ist auch fast schon der letzte zu Ende. Is ja auch mal ganz nett, aber für ‘n komplettes Album doch etwas zu viel. Daher tut man gut daran, lediglich eine EP zu veröffentlichen. Seltsamer Weise fällt es mir auch sehr schwer, beide Bands auseinander zu halten. Dennoch ist NIHIL BAXTER etwas abwechslungsreicher, wenn man von so was überhaupt sprechen kann. Es gibt jedenfalls ein paar mehr Breaks. Wer auf ultraschnelles Gebolze mit Niveau steht kann ja mal rein hören. Die Aussagen der glücklicher Weise nachlesbaren Texte sind ebenso kompromisslos. Mir isses auf Dauer dennoch zu viel ‘Knüppel aus dem Sack’. Mirko

Underdog Fanzine · zitiert auf dem Nihil-Baxter-Blog (Original nicht mehr online)

Review lesen

Ein langes gefluchtes Intro und ab geht die Post. Dem verbalen Gewitter folgt ein Gegrunze außerirdischen Ausmaßes. Digital warefare fuckers! In ENT-Manier wechseln sich die HENRY-FONDA-Vocalisten ab und röhren wie der brunftgeile Hirsch auf der Treibjagd. Dabei wird das kurze, prägnante Donnergrollen mit jugendlichem Leichtsinn und links-politischen Statements begleitet, die neben zänkischem Gezeter und dem Fluch des Älter-und-angepasster-werdens auch noch Verhaltensmuster kritisiert wie das Streben nach dem Diktat der Schönheitsideale, das Glaubensdiktat der Religionen, homophober Chic usw. “Let’s keep it dirty and ugly.” Und so werden heuchlerische-moralische Instanzen mit offensiver Polemik ausgehebelt, denn die hier erwähnten Feindbilder eigenen sich für vorzügliche Reputationen, um das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit für vernunftbegabten Handeln wieder herzustellen, auch wenn hierfür radikale Maßnahmen erforderlich sind. NIHIL BAXTER gehen ebenso mit der Axt in das Wäldle und schlagen die Freizeit-Jogger_Innen, homophobe Förster und Touris in die Flucht oder gar in Stücke. Schnell und einfach konzipieren Jo, Markus, Pommes, Friu Fragmente, die nahezu auf einem Akkord zusammengehalten werden und ohne Helm-, Gehör- und Gesichtsschutz Holzköpfe spalten. Davon gibt es genug. NIHIL BAXTER machen kurzen Prozess, weil sie zwar Laien sind, aber die laufende Säge mit dem Fingerspitzengefühl einer in Panik geratenen Rinderherde bedienen können und alles was nicht rechtzeitig fliehen konnte zu Kleinholz verarbeiten. NIHIL BAYTER sieht den Spaßfaktor an der Arbeit. Denn Selbstwerben ist interessant für jedeN, der/die Zeit und Lust hat, sich aktiv im Wald zu betätigen.

Plastic Bomb · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

ich mag nihil baxter sehr. warum? weil sie mich mit ihrem superschnellen hardcore-punk stark an bands wie frühe gang green oder dri erinnern. die sechs songs schlagen wie eine komprimierte explosionswelle über dich ein und während du eigentlich schon tot bist, stellst du dir immer noch die frage, was DAS DENN gerade eben überhaupt war, was deine ohren gefickt hat. textlich geht es in in einem zeitraum von knapp 5 minuten homophoben idioten, hipstercityarschlöchern und bahnhofskontrolleuren an den kragen. bei henry fonda pendelt die mucke zwischen 90er emo-violene, fastcore und powerviolence mit texten gegen jesus, arbeit und das gute alte fernsehen. die nihil baxter seite gefällt mir sehr gut, die andere dagegen eher nicht, weil es sich mir zu genretypisch anhört. und grunzgesang fand ich eh noch nie gut. trotzdem: gute qualitäts-split 7" von spastic fantastic records.

xstricherx (Blog) · Quelle · Nihil-Baxter-Blog · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

Letztens auf dem NxB/Gerd/RockyBalboaAssholePunch-Konzert in Aschaffenburg geholt. 12 Tracks. Für mein strapaziertes ohr sind beide Bands leicht verdaulich. Für den unerfahrenen Hörer empfehle ich eindeutig NxB, wenn es "leicht" werden soll. Beide Bands verwenden Geschrei und Bauerngesang. Nihil Baxter machen "T(h)rashcore" oder wieauchimmer – sehr schneller hardcorepunk mit kritischen Texten, welche oft unverständlich, aber dafür sehr direktindiefresse sind und sowohl mainstream- als auch links-unkompatibel sind.(ich erinnere mich da an "nuke tibet" von der selbstbetitelten 7", aber dazu kommen wir noch). Die NxB-Seite macht bock auf debiles rumspringen im quadrat. Es geht um Graskonsum("roll that shit, light that shit, smoke that shit!"), hipster("hipstercityarschloch") oder über andiewandmalen("Chromos der Weltenverspiegler"). Und gottverdammt ich höre da Wu-Tang-Clan und Taktlo$$! Wie geil! Macht definitiv spaß. Henry Fonda hören sich dagegen schon etwas ernster an. Das merkt man an der Länge der Intros in welchen einen dargelegt wird worum es in den Song geht. Vllt. sind sie auch deshalb so lang, damit man Zeit hat um die Songtexte zu den verdammt kurzen Songs zu lesen. Knallharter Powerviolence. Drrrrrrrrrrr! Bauerngesang, geschrei. Texte über Massenverblödung durch Fernsehen und Religion, gegen Homophobie, "ich scheiss auf jesus-liebt-dich-sonnenstrahlen", Lohnarbeit etc. Macht wenn nicht sogar noch mehr spaß als nihil baxter. Aber egal, ich find beides super! Während ich dieses Review hier zu ende schreibe läuft die 7" schon zum dritten oder sogar vierten mal hintereinander.

riotkids (Blog) · zitiert auf dem Nihil-Baxter-Blog (Original nicht mehr online)

Review lesen

Brandheiß auf dem Plattenteller [da ich vergessen habe, diesen Beitrag von „Entwurf“ auf „Veröffentlicht“ zu schalten, nicht mehr soooo brandheiß. Sorry!] liegt hier die Split-EP von HENRY FONDA und NIHIL BAXTER. Passend zum Titel fällt das Artwork aus – pink, Einhörner, umgedrehte Kreuze und „Satans-Sterne“. Hier wird der erste Punkt gesammelt! Los gehts mit der FONDA-Seite. Erstmal bin ich mir unschlüssig, ob 33 oder 45 RPM, klingt beides „interessant“, bis ich es herausgefunden habe, ist die Seite aber auch schon abgespielt. Also nochmal. Haha! Schönes Geballer auf jeden Fall, wie man es von den FONDAS eben gewöhnt ist. (Ich empfehle euch, NIEMALS „Henry Fonda“ bei Spotify einzugeben. Egal was passiert!) Textlich definitiv Champions-League: wie sich hier erstkolassig über die Medien, Homophobie, Religion, Lohnarbeit, Poserstylos und Konsum ausgekotzt wird und das auf einer einzigen 7-Inch-Seite, ist wirklich beachtenswert. Das schaffen andere Bands nicht in ihrer gesamten Diskographie. Weiter gehts mit der BAXTER-Seite. Noch einen Zahn steiler, textlich noch ein bisschen geiler und bisschen augenzwinkernd: Da wird die eigene Band abgefeiert – sich mit Hipster-Städten angelegt, auf die man eigentlich nur neidisch ist – Kiffen glorifiziert – es gibt eine Hymne aufs Sprayen und auch von den BAXTERS bekommen Homophobe Arschgesichter ihr Fett weg! Unterm Strich bleibt eine verdammt geile Split, die leider viel zu schnell vorrüber zieht. Während ich das hier schrieb, liefen beide Seiten jeweils 3 Mal und am heutigen Tag wohl schon 10 Mal insgesamt, weil ich nicht genug davon bekomme. [Update 19.12.: Grade im derzeitigen „Weihnachtsstress“ kannste die Platte getrost mal wieder auflegen und dich ordentlich abreagieren!] Auf jeden Fall kriegt ihr das geile Teil bei SPASTIC FANTASTIC für ’nen 4er [leider nur noch in schwarz, weil ich so lahm war]. Machen!

Ox-Fanzine · Ausgabe #102 Juni/Juli 2012 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Die HENRY FONDA-Seite beginnt mit einem 50-sekündigen Sample aus dem Film „Network“ (1976): „Television is not the truth …“, gefolgt von einem 30-Sekunden-Ausbruch namens „Mainstream media killed all my friends“.

Doch Krach ist nicht gleich Krach, und was die fünf Berliner hier und in fünf weiteren Tracks machen, ist Powerviolence at its Spazz! NIHIL BAXTER stellen erst mal klar: „NxB ain’t nuthin’ ta fuck wit’!“ und dann ballern die Ex-Heidenheimer mit ihrem Stop’n’Go-Hardcore-Thrash alles weg, in sechs Songs, alle unter einer Minute.

Während ich vor HxF und ihrer Konsequenz einen Heidenrespekt habe, so sind die vier Baxter-Boys einfach zum Verlieben. Sehr hübsch sind auch das taubenblaue Vinyl und der DL-Code.

Bierschinken · Gerdistan · 24.11.2012 · Quelle

Review lesen

Schöne neue Split-Seven-Inch von NxB und HxF, erschienen bei SxF. Spastic Fantastic Records ist für diese Musikrichtung, ob man sie nun in-your-face-core, fastcore, thrashcore oder einfach schnelles Punk/HC-Geschredder nennen will, jedenfalls immer eine gute Adresse. Netterweise stellen die auch ihr ganzes Zeug umsonst auf Bandcamp und bitten um Reviews. Könnt ihr haben!

Die atemberaubende Spielzeit dieser Platte beträgt knapp neun Minuten, die sich dann auch noch auf zwei Bands aufteilt. Den Anfang machen NxB, also Nihil Baxter, eine Band aus Tübingen. Dem Namen entsprechend darf auf diesem Album auch ein Sample aus nem Helge Schneider-Film nicht fehlen.

Zum Glück wurde ein Textblatt beigelegt, denn sonst hat man wenig Chancen, die Message hinter den Songs zu entziffern. Das liegt zum einen daran, dass es ziemliches Geschrei ist, dass sich zum Teil ganz gut zwischen den Instrumenten versteckt, andererseits auch daran, dass die Texte analog zum Rest so schnell runtergeholzt werden, dass hier und da mal ein paar Silben verschütt gehen. Damit es auch der durchschnittliche Bierschinkenleser versteht, sollte man alles mit einer Claus Lüer-Analogie erklären, also hört euch mal "der Spruch auf deinem Anrufbeantworter ist scheiße" an und guckt, welche Laute man wirklich raushört und welche nicht. So ungefähr. Nur noch schneller.

Die Songs sind genau das, was man aus dem Hause Spastic Fantastic erwartet, für Fans von NxD und Alarmstufe Gerd also genau das richtige. Schnelles Geballer, Geschrei, ab und zu mal ein Tempowechsel und etwas tiefes Gegrunze. Zwischen den Songs werden gelegentlich ein paar Film- und TV-Samples eingestreut, jedoch etwas sparsamer als bei NxD.

Der erste Song stellt das Selbstgefühl der Band dar, bevor in "Hipstercityarschloch" sehr direkt gegen Großstadt-Untergrundtrendopfer gehatet wird. Weiter geht es ums Kiffen, Dead-End-Jobs, Homophobie und Chrom (ich gebe zu, das letzte Lied raffe ich nicht. Vielleicht irgendwas mit Motorrädern?).

Dann beginnt die Seite von HxF, Henry Fonda aus Berlin. Direkt zu Beginn das einzige Lied der Platte, das länger als eine Minute ist – allerdings auch nur, weil es über 30 Sekunden Sample enthält. Noch mal Glück gehabt.

Die Seite von Henry Fonda haut musikalisch und textlich in genau dieselben Kerben, in die Nihil Baxter vorher gesägt haben, nur dass man die Texte noch etwas schlechter versteht. Jedes Lied richtet sich gegen irgendwas, in korrekter Reihenfolge sind das: Massenmedien, Homophobie, organisierte Religion, Dead-End-Jobs, Altern, Schönheitsideale. Zum Teil wird neben den Texten auch noch auf die Aussage hingewiesen, das hätten NxB bei ihrem letzten Lied auch mal machen sollen!

Insgesamt ein ausgefeiltes Werk, schöne Hassparolen in kurzen Schreipunksongs verpackt. Falls es jemandem nicht gefallen sollte, auch kein Beinbruch, bevor man sich die Mühe macht, die Platte wieder auszumachen, ist sie auch schon vorbei.

Geiles Ding. Im Inlet recht viele Schreibfehler, besonders in den englischen Teilen, aber das ist wohl D.I.Y. und muss so.

Meinungen anderer Eierköppe zum Album:

"Über das ganze Zeug von Spastic Fantastic könntest du im Prinzip auch nur ein einziges Review schreiben und die Namen ersetzen, würd immer passen"

– GxV

SOLD OUTSnob Value – Whiteout 12''
SFR-34Snob ValueWhiteout

01.02.2012 · 12''

Pressungen
  • 400x white
  • 200x red vinyl
  • 15x testpressings with different artwork
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #102 Juni/Juli 2012 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Wirtschaftslehre, Lektion III. Nachdem wir bereits den Begriff „Snob-Effekt“definiert und uns dann beim letzten Mal mit dem Phänomen SNOB VALUE beschäftigt haben, können wir ja jetzt auf den ganzen Quatsch mit dem Bandnamen und das „anormale Nachfrageverhalten“ scheißen und uns einfach freuen, dass die fünf Wiesbadener endlich ihr Debütalbum veröffentlicht haben.

Mit Ex-TATORT TOILET-Mitgliedern in ihren Reihen sind sie live eine Granate, bieten auf Platte aber einen ganz besonderen Mehrwert, indem es darauf sowohl 77er-Punk als auch Achtziger-Hardcore zu hören gibt, natürlich immer hübsch nacheinander.

Das dringend empfohlene Nachfrageverhalten wäre folglich der Erwerb dieses leuchtendroten Stücks Vinyl (inklusive Download-Code) – das kann sich dieser ominöse „Dylan Klebold“ aus Song Nummer drei ruhig mal in sein „Diary“ schreiben, wir sind doch hier nicht auf der Columbine Highschool.

Maximum Rocknroll (Record of the Week) · Lydiya · 18.09.2012 · Quelle

Review lesen

Let me start by saying that these boys have been busy busy busy, with their kicking-and-punching first tape, aptly named Keep It Short and Simple — K.I.S.S., in 2009, then another killer tape in 2010, which I also friggin’ loved, so I have anticipated this for quite a while! I can tell that they’ve definitely worked on this LP, and these tracks are doused in indignation, antisocial aggression and contempt for humanity. I can relate: “I don’t give a shit about what you did, when you were my age in 1986 … Sometimes I wish I were deaf, I would have peace at last.” Yes, antisocial hardcore for angry people, reminiscent of USHC classics like the CIRCLE JERKS, DEAD KENNEDYS, MINOR THREAT and more contemporary outfits such as the REGULATIONS and BRUTAL KNIGHTS. The compositions are still tight and catchy but the band has developed them more, with slower, groovier hooks, slower intros, meaner guitar interludes and solos, layers, and the ever-present spiteful vocals; the kind of spite discovered in late adulthood, when you realize adulthood sucks and your peers are a joke!

While SNOB VALUE‘s work has never lacked lyrical aggression or sonic force, these tracks have a more polished production, which makes conventional sense for a debut LP I suppose, though they don’t entirely lack that seedy, subversive sound. Also, the artwork is quite minimal (“contrast reduction, disappeared horizon”) and while it’s handmade and still looks good, it doesn’t compare to their previous punk-ass designs. “1986,” “Hammer & Öl,” and “Whiteout” are the standout tracks. “1986” is dark, honest, ballsy and foaming at the mouth — their pièce de résistance for this album, if you ask me; “Hammer & Öl” is sung in the band’s native German and, of course, sounds all the more menacing for it; and the title track is a SNOB VALUE essential: short and simple, fast, effective, mind-pounding. I’m already flipping this faster than I can keep track of. While I do appreciate the more serious take they seem to have taken on this release, I honestly hope they keep some distortion and dirt intact. It’s that blunt frustration that makes ’em so great! Minor detail: I love it when bands have little messages scratched onto the wax; on ether side of this white 12″ was: “World peace can be fun—Anarchy’s a blast.” Fuck yes!

(Crapoulet Records / Prügelprinz / Spastic Fantastic)

SOLD OUTSidetracked – Ghosttown Bloomer 12''
SFR-33SidetrackedGhosttown Bloomer

01.02.2012 · 12''

Pressungen
  • 300x red/black marbled
  • 60-70 with additional screenprint sleeve
  • 4x testpressings
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #104 Oktober/November 2012 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Alex ist nicht nur der Sänger von SIDETRACKED, sondern auch der Mann hinter Rising Riot Records, einem exzellenten kleinen Label aus Unna, das etliche meiner Lieblingsplatten mit herausgebracht hat. Während ich in letzter Zeit den Eindruck habe, dass die Releases Rising Riot irgendwie immer düsterer werden, geht der Trend bei SIDETRACKED eher in entgegengesetzte Richtung, von purem Thrashcore hin zu ein wenig mehr Verspieltheit, wobei mir gegen alle Gewohnheit die ruhigeren Parts sogar am besten gefallen.

Leider folgt Alex’ Gesang nicht ganz dieser Entwicklung. Dabei ich bin überzeugt, dass die ausgedrückten Gefühle, die Botschaft auch bei weniger wutverzerrter Stimme verstanden werden, vielleicht sogar differenzierter rüberkommen würden.

SIDETRACKED 2012 machen Hardcore für Rotweintrinker und „Ghosttownbloomer“ ein Album mit hohem Tanningehalt, vielen Bitterstoffen und knochentrocken. Das Geisterstadtpflänzchen auf dem trist-grauen Coverfoto ist übrigens ein kleines Mädchen, das da auf fleckigem Asphalt hockt.

Ob einer in der Band wohl gerade Familienvater geworden ist? Aufnahme und Ausstattung sind auf dem für Rising Riot typischen erstklassigen Niveau, es gibt dunkelviolettes Vinyl, slightly splattered, und einen Download-Code, zu dessen Schonung.

Bierschinken · Porno-Ralle · 10.09.2013 · Quelle

Sidetracked aus Dortmund machen das was sie können und das ist erste Sahne! 80er Hardcore (zmindest größtenteils) Gebolze en masse. 16 Songs werden auf dieser 12" von dem Sänger runtergekotzt, wobei natürlich kaum eines länger als 2 Minuten auf den Hörer wirken darf. Viel verändert hat sich bei den Jungs nicht und das ist auch ok so. Es ist kein Stillstand, sondern Beständigkeit. Live eine absolute Granate!

SOLD OUTNapoleon Dynamite – Fickt Euch Alle 12''
SFR-32Napoleon DynamiteFickt Euch Alle

01.01.2012 · 12''

Pressungen
  • 1st press: 300 black, 100 pink, 100 babyblue
  • first 77 on colored vinyl 'glow in the dark' PVC covers
  • 13x testpressings with screenprinted covers
  • 2nd press: 70 black with 2c Black Flag rip off cover
  • 80x black with neonpink screenprint cover
  • 80x black with neonblue screenprint cover
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #100 Februar/März 2012 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Vom quietschbunten Quatschprojekt zu Allesfickern in Schwarz/Weiß … Da hat sich allerhand getan in Unna und Kamen, seit Wicke, Maz und Markus 2008 NAPOLEON DYNAMITE gründeten, von „Hitler im Erdkern“ zur „Village Blitzkid Revenge“, von „Alles hat sein Zweck“ zum deutlich genervteren „Irgendwas is immer“.

Weitgehend unverändert geblieben ist allerdings ihre ganz spezielle Mischung aus Thrashcore und Trash, aus LoFi und HiSpeed, aus SNUFF, SLIME und SPAZZ. Mittlerweile fast ein Markenzeichen sind die schrägen Film- und TV-Samples zwischen den Songs und aus der Liebe zum Vinyl wurde Spastic Fantastic, das weltbeste Plattenlabel.

Nach zweieinhalb Singles ist hier jetzt endlich auch ihre erste eigene Langspielplatte erschienen: „Fickt euch alle“. Wenn, dann alle. Und da zum Spas-Fan-Stil – neben dem Download-Code – zumeist auch englischsprachige Linernotes zählen, wird hier bei jedem Song kurz mal erklärt, wer kacken gehen kann, so wie bei „Hör du ruhig Black Flag, ich geh schonma penn’“ zum Beispiel: „ND vs.

H&M Punks“. Außerdem keinen Bock auf: Dancing; Talking; Hipster Kids; „Modern“ Hardcore; Old People; Common Employees; Huntsmen; Money; Poetry; Society; Present; Berlin; Big City Kids; Bravo Antifas; Copss; Losers; You! Fazit: Rad neu erfunden, rolle-rolle, es ist rund, na, geht doch.

Ist das geil!

SOLD OUTZosch! – Bird's Dont Lie 12''
SFR-31Zosch!Bird's Dont Lie

01.11.2011 · 12''

Pressungen
  • 150x purple
  • 350x black
  • 5-10 testpressings, black vinyl, self-made spraypaint-covers
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #101 April/Mai 2012 · Alex Strucken · Quelle

Review lesen

Schon die letzte 7“ zeigte die Richtung an, in die es mit ZOSCH! weitergehen sollte. Ich will jetzt nicht wieder was von wegen „erwachsen geworden“ oder so schreiben, da ich schon die Drohung vernommen hab, dass sich die Band eigentlich auflösen wollte, sobald mal in einer Besprechung eben diese Begriffe auftauchen sollten.

Zum Glück war das bisher nur heiße Luft, denn „Birds Don’t Lie“ versammelt all die positiven Aspekte meiner 7“ Besprechung, nur eben potenziert. Aufgenommen in der wie immer für Qualität stehenden Tonmeisterei zu Oldenburg spricht der druckvolle Sound schon mal für sich selbst und umhüllt die treibenden Elektropunk-Songs perfekt.

Beim Synthie ist ein weiterer großer Schritt Richtung LOST SOUNDS vollzogen, wenn das keine Referenz ist … Bei einigen Songs hat sich neuerdings desöfteren mal eine richtig treibende Gitarre eingeschlichen, auch nicht schlecht, und die Mädels an den Mikros singen von Fahrradfahren mit guter Musik im Ohr, Modeopfern, nervigen Autofahrern und der allgemeinen grauen, kalten Scheiße.

Eine ganz wunderbare, Kraft gebende, kämpferische und gleichzeitig partytaugliche und tanzbare Platte.

SOLD OUTSniffing Glue – st Tape
SFR-30Sniffing Gluest

01.12.2011 · Tape

Pressungen
  • 1st pressing:
  • 150x black tapes
  • 2nd pressing:
  • 100x white tapes
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #100 Februar/März 2012 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

SNIFFING GLUE sind da schon eine größere Nummer, das sollte sich – spätestes nach dem Ox #100-Fest – herumgesprochen haben, daher erscheint die Tapeversion ihres aktuellen (self-titled) Albums auch nicht als Release von Yakuzzi Tapes, sondern bei Spastic Fantastic und in größerer Auflage.

Stilistisch sind die neuen Songs eine Mischung aus der Rohheit des Debütalbums und dem deutlich kulinarischeren Sound von „I’m Not Alright“, doch nach wie vor gilt: „This is Niederrhein not New York!“ …

Wer mehr wissen will, liest Joachims Besprechung der LP, ebenfalls in diesem Ox.

SOLD OUTCitizens Patrol / The Shining – Drinkin' Buddies Split 7''
SFR-29Citizens Patrol / The ShiningDrinkin' Buddies Split

01.06.2011 · 7''

Pressungen
  • 300x black
SOLD OUTNihil Baxter – Debauching The Kids 7''
SFR-28Nihil BaxterDebauching The Kids

01.07.2011 · 7''

Pressungen
  • 50x one-sided black vinyl with green screenprint on flipside
SOLD OUTNihil Baxter – Demo 7''
SFR-28Nihil BaxterDemo

06.2011 · 7''

Pressungen
  • 200x black
  • 50x yellow
  • 50x yellow with additional screenprint cover and "band-markers"
  • 250x false-pressing black, some sold in regular covers, some with false-pressing covers
  • 50x false-pressings yellow, some sold in regular covers, some with false-pressing covers
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #97 August/September 2011 · Tim Johnen · Quelle

Review lesen

Ursprünglich 2008 als Demo-Tape erschienen und längst unters Volk gebracht, können sich jetzt alle, die es nicht ihr Eigen nennen dürfen, auf die ersehnte Neuauflage als 7“ freuen. „Hate.Kill.Destroy.“ heißt das erste Lied, man hätte es aber auch als Beschreibung für diese Band nicht besser formulieren können.

NIHIL BAXTER verwandeln mit ihren 18 Songs jeden Karibikurlaub binnen knapp 13 Minuten in einen Höllentrip. Vom Sound her immer schön auf die Fresse, prügeln sie sich durch Songs wie „Deutschland du Opfer“, „Male? Female? Fuck you!“ oder „Weg mit der Gesamtscheiße“.

Mein absoluter Favorit aber ist „Punk is dead“, da es gar nicht genug Songs gegen H&M/Pirates-of-the-Caribbean-inspirierte-mit-wildem-Beckham-Iro-und-einer-Niete-an-der-Hose-Pseudopunks geben kann.

Wer also auf Hyperspeed-Gehämmer mit schön bissigen Texten steht, sollte schnell zugreifen. Burner!

SOLD OUTDean Dirg – Verpisst Tape
SFR-27Dean DirgVerpisst

01.04.2011 · Tape

Pressungen
  • 1st pressing:
  • 100x orange
  • 100x yellow
  • 2nd pressing
  • 100x red
SOLD OUTCivil Victim – No False Hope 12''
SFR-26Civil VictimNo False Hope

01.02.2011 · 12''

Pressungen
  • 400x black
  • 100x on clear red
  • 10-15 testpresses with obi stripe
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #96 Juni/Juli 2011 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Nach zweienhalb großartigen Singles heiß erwartet und dann gleich als schwarzes oder blutrotes 180g-Vinyl, so erscheint die erste LP von CIVIL VICTIM aus Konstanz-„Cop town“. Und in welchem Zustand die vier ihre Heimatstadt am liebsten sehen würden, zeigt uns das Coverfoto, in Trümmern nämlich (hier: Gasexplosion).

Witzigerweise sind es mit zwölf Tracks auf „No False Hope“ nur einer mehr als auf ihrer Debütsingle von 2007 – und sollte ich beide vergleichen, würde ich sagen: weniger Rotz, mehr Hardcore.

Herausragend hier: die Alptraumvision „Room full of Christians“.

SOLD OUTUltimate Blowup / Kali – Split 7''
SFR-25Ultimate Blowup / KaliSplit

01.02.2011 · 7''

Pressungen
  • 310x black
  • 110x blue
  • 110x green
Reviews (2)

Aversionline · 02.05.2011 · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Idoneum Bello Records.

Review lesen

More explosive grind from Germany's 7 Degrees Records (this time with the help of #1 Dad Records, Idoneum Bello Records, Incursion Records, and Spastic Fantastic). Kali (Canada) kicks things off with six tracks generally powered by frantic speeds, high/low vocals, and a couple of slower, pounding tempos for good measure. There are no gaps in between the songs either, they just cave in to a bit of feedback and then keep going. The primary vocals are snotty, bitter high-end yells, and that works well with the overall energy of the tracks. Ultimate Blowup (Turkey) then follows with eight songs of their own take on an extremely similar sound. There's a little more differentiation between the high/low vocals, and both vocalists have a little bit of an unusual ring to their voices, but otherwise the approach is damn near the same, so it's a great match-up. Both bands also utilize production values that are perfect for this style: Balanced yet rugged, unpolished without losing detail, etc. At 14 tracks in only 11 minutes, I'm not sure what more to say here. If you're a fan of fast, energetic, grinding hardcore/punk that likely would've been right at home on Slap a Ham Records 15+ years ago, I see no reason why you wouldn't enjoy the hell out of this split…

Doom To Grind Zine (Blog) · Oktober 2014 · Quelle

Review lesen

This is a review of a split ep between Canada's Kali and Turkey's Ultimate Blowup which was released in 2011 by 7 Degrees Records and we will start off the review with Kali a band that plays a mixture of grind and thrashcore.

Their side of the split starts off with nature sounds and after the into the music starts going into a brutal brutal grind/thrash direction along with some high pitched screams and crust style shouts as well as a good mixture of slow, mid paced and fast parts and the band also uses a good amount of blast beats and a perfect balance between male and female vocals and they also bring in a raw and heavy production as well as some lyrics that cover nature and violence themes.

Next up is Ultimate Blowup a band that plays a mixture of power violence and grind.

Their side of the split starts off with some aggressive vocals and a fast crust/grind sound which they also mix in with blast beats and you can also hear elements of old school hardcore and thrash in their musical sound along with a good balance between slow, mid paced and fast parts, the production sounds very old school yet professional at the same time along with some lyrics that cover the more negative side of life.

In conclusion I feel this is a very great sounding split and I would recommend it to all fans of thrash, crust, power violence and grindcore. 8 out of 10.

SOLD OUTSetiembreonce – No Estamos A Salvo 10''
SFR-24SetiembreonceNo Estamos A Salvo

15.02.2011 · 10''

Pressungen
  • 525x on clear vinyl
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #96 Juni/Juli 2011 · Ute Borchardt · Quelle

Uruguay? Hell yeah! SETIEMBREONCE, das ist Thrashcore aus Montevideo, und dass es, wie bei südamerikanischen Bands kaum anders zu erwarten, etwas härter zur Sache geht, darauf verweist schon der erste Titel: „Play fast or die“.

Gesungen wird hier allerdings durchgehend auf Spanisch. „No Estamos A Salvo“ kommt als weißes 10“-Vinyl mit knallgelbem Cover im US-Skatepunk-Style.

SOLD OUTCrippled Fox / GxFxTx – Split 7''
SFR-23Crippled Fox / GxFxTxSplit

01.04.2010 · 7''

Pressungen
  • 500x singles, colored vinyl
SOLD OUTNapoleon Dynamite / Irritones – Split 7''
SFR-22Napoleon Dynamite / IrritonesSplit

01.12.2010 · 7''

Pressungen
  • 400x black
  • 100x rubinred singles
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #96 Juni/Juli 2011 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Da haben sich mal die zwei Richtigen gefunden: IRRITONES aus Bordeaux, mit ihrem Spastic 77-Punk würdige Nachfolger der genialen HATEPINKS, und NAPOLEON DYNAMITE, die fantastische Garage-T(r)ash-Band aus Unna/Kamen, bei der Labelbetreiber Maz Bass spielt und nicht singt.

Gestartet als Quatschprojekt, sind sie nun nicht mehr zu stoppen und haben auch die fünf Songs extra passend für diese Split-7“ geschrieben – wie gewohnt angereichert mit schrägen Sounds und Samples.

Von den irren French Boys kommen hier zwei Songs sowie das abgefahrene Artwork. Ich freue mich jetzt schon darauf, mit diesen beiden Bands im AK47 Düsseldorf in den „Tag der deutschen Einheit“ zu tanzen.

SOLD OUTThe Maladroits – Rock'N'Roll Roboter 7''
SFR-21The MaladroitsRock'N'Roll Roboter

01.02.2011 · 7''

Pressungen
  • 400x black
  • 100x poisongreen singles
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #96 Juni/Juli 2011 · Ute Borchardt · Quelle

Das Grün des Vinyls ist doch etwas giftig, aber musikalisch sind sie das komplette Gegenteil: THE MALADROITS aus Schopfheim, die ihren charmanten und tanzbaren Bubblegum-Punk auf „Rock’n’Roll Roboter“, ihrer Debüt-7“, in fünf Songs zelebrieren.

SOLD OUTVA – Thrash Up My Ass Tape
SFR-20VAThrash Up My Ass

01.11.2010 · Tape

Pressungen
  • 1st press pink covers:
  • 50x lightblue, 50 pink, 50 purple, 100 black
  • 2nd press blue covers:
  • 100x pink, 100 lightblue, 50 black
SOLD OUTAlarmstufe Gerd / Nihil Baxter – Split 7''
SFR-19Alarmstufe Gerd / Nihil BaxterSplit

01.07.2010 · 7''

Pressungen
  • 1st press:
  • 400x black
  • 100x yellow/pink marbled
  • 100x solid purple
  • 2nd press:
  • 300x black
Reviews (6)

CRKO Fanzine · #3/4 · Quelle · Nihil-Baxter-Blog · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter. Sammelbesprechung mehrerer Nihil-Baxter-Platten.

Review lesen

NIHIL BAXTER – Demo 2008 7" / s/t 7" / Split with Alarmstufe Gerd [Spastic Fantastic]

I dunno if people from outside of Germany know Helge Schneider, so maybe the joke with NIHIL BAXTER's bandname and some samples between some songs might not reveal itself to everyone… Anyway, the rest gets a solid slap of uptempo HC-Thrashpunk (on the split-7" almost pointing in a Powerviolence-direction) with neighbourhood-brat charme right in the face here. They sing in German/English and you can read the band's agenda from songtitles like "Hate.Kill.Destroy", "Just Die", "Sick Of You", "Punk Is Dead", "Kill A Cop" or "Deutschland Du Opfer". 18 songs on the demo, 10 songs on the "s/t" 7inch and 11 songs on the split. The "s/t" 7inch has blue vinyl, which looks good but seems to have mediocre quality, cuz I had some cracks which I couldn't fix. The sound on the split-7" is kinda muffled but overall NIHIL BAXTER is quite an entertaining band if you like that kind of music. ALARMSTUFE GERD (the split-partners) sound kinda similar, so green lights here, too. But I wonder if using German redneck-forenames is some kind of a new trend… ALARMSTUFE GERD, SEPTIC DIETER… what comes next? (Bernd)

Underdog Fanzine · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

Alles Scheiße, alles Mist, es gibt so viel, was mich anpisst!" ALARMSTUFE GERD poltern auf ihrer Seite los, wie der Elefant im Porzellanladen, wettern gegen Weightwatchers, Übermenschen und all diejenigen, die ihnen sagen, was sie tun oder lassen sollen. Mit 3 Akkorden im Highspeed-Tempo, reißen ALARMSTUFE GERD Mauern ein, zersetzen die verlogene Moral und provozieren als Sympathieträger mit dumpfen Beleidigungen und einem von Rapha herausgeschrieenen "Fuck you!" einen Streit im Treppenhaus, der von einem cholerischen Anfall und einer blinden Zerstörungswut begleitet wird. NIHIL BAXTER ergänzen die angepisste "Haut alle ab, sterbt ALLE"-Attiüde mit einer verstärkten Aufnahme und Verarbeitung von bedrohlichen Informationen über soziale Netzwerke, unpolitische Trottel und äh….Mariah Carey. NIHIL BAXTER vergiften die Atmosphäre mit einer basslastigen, tiefergelegten Note, die rasant und knüppeldick aufs Fell hauen und den ganzen Dreck in die Kloschüssel herunterspülen. Was gefiltert wird sind radikal, hyperaktive Sound-Orgien, die selbst Tote wieder zum Leben erwecken. In tiefer Freundschaft covern sich beide Combos gegenseitig, somit herrscht wieder Frieden im Treppenhaus.

Plastic Bomb · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

Die Kings of Thrashcore sind zurück !!! 8 Songs von ALARMSTUFE GERD und sogar unglaubliche 11 Songs von NIHIL BAXTER, das macht unterm Strich satte 19 Tracks. Nicht schlecht für eine EP ! Folgerichtig kann es hier nur in eine Richtung gehen. Und das ist nach vorne. Und zwar möglichst schnell und kurz. Gerade textlich werden hier sehr direkte und kluge Sachen gesagt. Zwar sind beide Bands auch immer für ein Augenzwinkern gut, aber das soll die Inhalte der Texte nicht verwässern. Das ist schon cool. Hier hört man sehr kritischen, angepissten und trotzigen Knüppelpunk vom feinsten !!! Und zwar von beiden Bands ! Ich will hier gar nicht groß differenzieren. Denn die Ähnlichkeiten sind weitaus größer als die Unterschiede. Das Coverartwork ist dann der lustige Teil der Geschichte. Kommt mit Downloadcode. Verdammt geile EP !!! Micha

Vinylpunk (Blog) · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

I'm proud to present you the best german trashpunk 7" of the year 2010. You get 19 tracks on one 7" by two of germany's best bands around. The longest song is Nihil Baxter's "Don't get killed in Trashsilvania" which run about 54 seconds and beside this one you get 18 more short, fast and loud trashpunk ass kicks in your face. Just get it and go crazy, angry german youth against everybody and everything!

Punkrock Fanzine · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

Alleine schon am Label sollte man sehen, wohin die Lutzi abgeht: ohne Umschweife geradewegs nach vorne. Genau eben dorthin wo es weh tut und wo man auch weh tun möchte. Ob das nun dem Real Enemy gilt – Kapitalismus, Nationalstolz, Fortress Europe, Schönheitsideal – oder den Schwachköppen in den eigenen Reihen – Regelwahn, Besserwisserei, Alleskönner – beide Kapellen sprechen mir quasi direkt aus dem Herzen. Wirklich fein zu wissen, dass es ein ganzes Rudel an Leuten gibt, die sich nicht auf eine Richtung versteift haben, sondern das Leben an sich reflektieren und nicht eine Weisheit mit dem Löffel gefressen haben. Ballernder HC-Punk ganz ohne Iro, Nieten und anderem Gedöns, aber immer fein den Salzstreuer auf die Schürfwunde haltend. Gelb transparentes Vinyl mit Download-Code. Bocky

Ox-Fanzine · Ausgabe #92 Oktober/November 2010 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

ALARMSTUFE GERD jagt NIHIL BAXTER. Aber NIHIL BAXTER ist verdammt schnell: „a bunch of assholes playing as fast as they can. and faster!“ Und NIHIL BAXTER ist angepisst: „Unpolitisch / Trottel, so was gibt es nicht!“ Live singen wieder alle mit, die vier Jungs haben’s einfach drauf.

Und NIHIL BAXTER covert ALARMSTUFE GERD: „Doofe Rauch in den Kinderwagen Muttis“. Der Gerd, das ist vor allem Sänger Rapha, der für mich derzeit mit die besten Texte schreibt im deutschen Punk, „Weightwatchers are watching you“ oder „Loser youth“ (…

„be proud“), aber auch „Drei Akkorde halten mich am Leben“ – geilster T(h)rashcore also. Mit insgesamt 19 Songs hat diese 7“ eine beachtliche Spielzeit und kommt mit Download-Code.

SOLD OUTI Scream 7 Showers – Take Back Our Future 12''
SFR-18I Scream 7 ShowersTake Back Our Future

01.09.2010 · 12''

Pressungen
  • 300 12''s
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #96 Juni/Juli 2011 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Bei den Releases von Spastic Fantastic Records fängt das Vergnügen schon an, lange bevor man den ersten Ton gehört hat. Es beginnt mit dem Betrachten des immer auffallend attraktiven, mal quietschbunten, mal schwarz/weißen Artworks, dem Lesen der Texte und der (englischsprachigen) Linernotes, die zumeist ebenso Standard sind wie ein beigelegtes Kärtchen mit Download-Code.

Aus allem spricht hier die Liebe zum Vinyl, ohne dass sich das bei den – in der Regel in Kooperation mit anderen Labels entstandenen – Platten im Preis niederschlagen würde. Eine der wenigen ohne DL-Code und trotzdem etwas Besonderes ist die LP „Take Back Our Future“ der japanischen Band ISCREAM 7 SHOWERS aus Kobe – eher weiter entfernt von Fuck-U-shima, hatten sie dort ihren Big Bang schon 1995.

IS7S spielen Thrashcore, wie man ihn so noch nicht gehört hat, schnell, virtuos, chaotisch und trotzdem mit Versatzstücken von Melodie. Wirklich beeindruckend.

SOLD OUTSnob Value – st 7''
SFR-17Snob Valuest

01.07.2010 · 7''

Pressungen
  • 500 7''s
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #93 Dezember 2010/Januar 2011 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Wirtschaftslehre. Wir erinnern uns, letztes Mal (Ox #87) haben wir anlässlich ihres Demo-Tapes versucht, den Begriff zu definieren. „Snob-Effekt“: Anormales Nachfrageverhalten, etwas umso mehr haben zu wollen, je wahrscheinlicher die breite Masse es nicht hat.

Diesmal wollen wir uns dem Phänomen SNOB VALUE nähern und stoßen bei der Wiesbadener Band gleich auf ein Paradoxon: Die fünf sehen aus wie Wirtschaftsstudenten und trotzdem ist es Punk. Punk und Hardcore.

Hier ein Zitat: „Tante Emma she-wolf of the SS and her Laden? / … If we’re to blame for an unemployed nazi whore / We play for her ‚Hard times‘ by the CRO-MAGS“ („Five finger discount“, S.

A, Tr. 2 von 9 ). Meine These: Hier wirkt bald ein anderer, sehr positiver Effekt, nämlich „Live Value“. Tonträger kommt inklusive Download-Code.

Bierschinken · kiki · 20.07.2010 · Quelle

Man fühlt sich zurückversetzt in die 80er, wo wütender Punkrock mit deftigem Hardcoreeinschlag seinen Siegeszug anzutreten begann. Bands wie Dead Kennedys, Angry Samoans oder Rich Kids on LSD standen Pate bei dieser Band aus Wiesbaden. Keines der 9 Lieder dieser EP geht länger als 1.40 Minuten. Warum auch? Dem Hörgenuss schadet es auf keinem Fall. Wem diese Musik heute immer noch Spaß bereitet, sollte nein MUSS zwangsläufig hier reinhören. Macht Bock auf mehr!!!

SOLD OUTNapoleon Dynamite – Crashtest Dummys 7''
SFR-16Napoleon DynamiteCrashtest Dummys

01.06.2010 · 7''

Pressungen
  • 300x black
  • 200x yellow
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #92 Oktober/November 2010 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Nach der noch ziemlich albernen Demo-CD „Nur Hits“ und dem Knallerdebüt, der 7“ „Nur Flops“ 2009, kommt nur dieses knallgelbe Stück Vinyl von NAPOLEON DYNAMITE aus Unna und Kamen. Wahnsinnige elf Songs mit deutschen Texten, infiziert von der bunten Trashkultur in Film und Fernsehen, und der sonst charmant-zurückhaltende Sänger Maz Spastic Fantastic (THE OMNIPRESENT DISEASE) kennt auch hier kein Halten mehr.

Zu dem Titeltrack angeregt hat übrigens der Unfalltod von Rechtspopulist Jörg Haider: „Gebt Nazis Jobs als Crashtest Dummys / … Sie fahren die Karren gegen die Wand / So wie wir ihr Vaterland“.

Wieder eine geile Scheibe, standardmäßig mit allen Schikanen wie englischen Linernotes und Download-Code.

Bierschinken · kiki · 21.07.2010 · Quelle

Review lesen

Schon wieder Napoleon Dynamite? Das ist jetzt schon der dritte Output der Band den wir hier besprechen. Der Stil hat sich kein bisschen verändert, Geschwindigkeit und ein ganz spezieller Humor sind Trumpf. Letztens das erste Mal live gesehen, wo alles leider ziemlich gleich klang. Trotzdem gefällt mir der Stil und die Texte sind, sofern man sie versteht (man kann sie aber glücklicherweise im Booklet nachlesen), sowieso spitzenmäßig. Ein Extra-Lob natürlich für die Gestaltung der B-Seite, dort prangt nämlich ein sehr schickes BVB-Logo!!!!

SOLD OUTHenry Fonda – st 7''
SFR-15Henry Fondast

02.05.2010 · 7''

Pressungen
  • 1st press:
  • 300x on black and pink wax
  • 2nd press:
  • 100x Nerdcore Editions (see Details for more Infos…)
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #96 Juni/Juli 2011 · Ute Borchardt · Quelle

Da hatte ich anlässlich der HENRY FONDA-Diskografie (Yakuzzi! Tapes) noch geunkt, es sei „Randgruppenmusik“ – ha, von wegen! Die titellose erste 7“ der Berliner Powerviolence-Spazzvögel war ruckzuck ausverkauft, jetzt gibt es sogar eine zweite Auflage.

Das einseitig bespielte, grüne Vinyl im schwarzen Innersleeve und dem obercoolen Comic-Artwork ist aber auch ein echtes Kleinod.

SOLD OUTThe Omnipresent Disease – Dressed Like You 10''
SFR-14The Omnipresent DiseaseDressed Like You

01.03.2010 · 10''

Pressungen
  • 450 10''s
  • 50 10''s with additional preorder silkscreen covers
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #91 August/September 2010 · Kalle Stille · Quelle

Review lesen

Klasse 10“, die ich mir eigentlich nur wegen des wirklich schönen Pushead-Rip-Off-Covers gekauft habe (manchmal gönne ich mir eine Platte tatsächlich nur wegen der Aufmachung). Angepisster roher Hardcore mit dem gewissen Charme, mit Attitüde statt Amps, Rotz statt Spucke und Wut im Bauch statt sattem Magen.

Zehn Songs, alle auf die Zwölf, für Leute, die lieber mit 20 Leuten in einem Moshpit feiern als auf einem großen Festival alten Herren zuzuwinken. Hardcore, wie ihn manche dieser Herren damals in den Achtzigern gemeint haben, bevor sie fett wurden.

Dass du aufstehen musst, um die Nadel auf den zehnten Song zu setzen, gefällt mir, weil es fit hält. Extrem geniale, feine Scheibe.

SOLD OUTzOSCH! – st 7''
SFR-13zOSCH!st

20.12.2009 · 7''

Pressungen
  • 500 7''s
SOLD OUTNihil Baxter – st 7''
SFR-12Nihil Baxterst

29.07.2009 · 7''

Pressungen
  • 1st press 500 7''s / 100 on pink wax
  • 2nd press 100 7''s on black vinyl, potatoe stamped labels
  • 3rd press 200 7''s / 150 on black, 50 on blue viny, blue covers
Reviews (6)

Trust Fanzine · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

IN: Gefällt mir am besten bisher. FO: Schwedenverdächtig. JAN: Ich tippe auf die Westcoast. FO: bißchen auf Spät-Achziger Schweden-Hardcore getrimmt. IN: Schön rumpelig aufgenommen, tippe eher auf Finnland. JAN: Dürfen bei uns spielen. FO: Beste Single bis jetzt. JO: Kommt gut, kommt aus Deutschland. IN: Schön angepisst. Nach nem Konzert ist der erst mal 2 Tage heiser. JO: Umdrehen? ALLE: Klar! DIM7: Was'n das? JO: Nihil Baxter. FO: Besser als die letzte, oder? AK: Viel besser als die MC. IN: Tape war auch gut, aber der Song fällt jetzt ab. AK: Na gut, sind auch 10 Songs drauf. JO: Fazit? FO: Konsens-Platte, gefällt allen. AK: Yow! JO: Bei dem trashigen, punkigen Hardcore gebe ich auch volle Punkzahl. Stuttgart gewinnt, bislang.

Lukinzine · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

När det gäller snabb och thrashinfluerad punk börjar Tyskland bli mer och mer intressant. Det har kommit en hel del riktigt bra band därifrån under den senaste tiden, och ett som jag har hållit ögonen på sedan deras demo från 2008 är Nihil Baxter. Demon slog undan benen på mig med sina medryckande gitarr-hooks, frenetiska riffande och sångaren Jo's outtröttliga skrikande. Nu är debut-sjuan här och jag är förstås inte sen att låna den mina öron. Till min stora förvåning verkar dock Nihil Baxter ha tappat något under det senaste året. Många av låtarna är smått urvattnade vilket gör att ett av de bästa spåren är den avslutande Cro-Mags-covern Hard times, och det drar förstås ned betyget en aning. Musiken är fortfarande snabb och medryckande, men det fattas en hel del substans och känsla. I likhet med många andra moderna hardcore/thrash-band så är humorn fortfarande intakt och det blir ganska roligt när bandet i låten The clan pt. 4 bedyrar att de inte är ex-medlemmarna från Surf Nazis Must Die, som ett Internetrykte har påstått sedan bandets start. Trots att förra årets demo faktiskt piskar den här plastbiten rejält, så bör man ändå kolla upp Nihil Baxter-debuten och då speciellt låtarna Rule the pool,Deutchland du opfer och The kids are not alright. Där visar bandet nämligen exakt vilken nivå de borde befinna sig på hela tiden. 7/10

Salad Days · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

Right, so I was pretty fuckin' chuffed when I discovered this band. They're a brilliant little 80's style Thrash band, although really they just sit comfortably on the side of being Neos-esque Hardcore (although I suppose you could class them as Thrash too, its all Punk though, so fuck it). I found out about these guys somehow through Surf Nazis Must Die and up until recently was utterly convinced it was members of SNMD. I'm not alone either, so many people have apparently believed this they have a song on this 7" about how they're nothing to do with the Surf Nazis. I also feel particially responsible for this grave error due to posting it on forums far and wide proclaiming it to be ex-SNMD, so maybe it was me… Who knows, who cares. Its a shame that they weren't ex Surf Nazis, because I gotta say, this isn't the demo tape they released previously, meaning, this isn't actually as good. The demo tape was brillaint, it was punchy, and had some fantastic riffs and catchy lyrics and this just feels somewhat lack-luster in comparison, it just seems to be a mish-mash of poorly written songs. I think the best thing about this 7" is the Cro-Mags cover, but even then its just that sped up, and it just doesn't sound that hot. Over all , I was a bit disappointed especially after such a strong demo release. But definately pick up the Demo if you can (I think they had it up for Download), the Demo is awesome, this is just average.

Plastic Bomb · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

Für mich hört sich das Ganze ein bisschen so an als ob INFEST zu Zeiten der „Slave“ LP (hier nur mit wesentlich underberer Stimme, etwas punkiger und natürlich technisch längst nicht so perfekt, dafür aber mit deutlich besseren Texten) auf jüngere BOMBENALARM auf Speed treffen würden (der Vergleich bietet sich schon aufgrund des Textes von „Nuke Tibet“ an), beide Bands kommen glaube ich auch aus der gleichen Gegend (Mühlheim). Ist sicher nicht die Art von Musik, die ich mir freiwillig täglich anhören würde, nichtsdestotrotz merke ich vom ersten Ton an, dass die Herren hier mit Leib und Seele bei der Sache sind und das Ergebnis kann sich auch echt sehen bzw. hören lassen. Angepisste Texte über und gegen den Dailah Lama, die beiden unlustigen Humorkrüppel Mario Barth und Oliver Pocher, sowie Crashtestdummie Jörg Haider, Nationalismus etc…. 9 Songs ungestüme Wut, zur gelegentlichen Reinigung der Gehörgänge bestens geeignet… PS Wer Samples von Louis de Funes benutzt und sich nach einem frühen Helge Schneider Film benennt kann eh kein schlechter Mensch sein….

Major Threat · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

Das ist sie endlich die stark erwünschte Debut-7" der überaus sympathischen Jungens aus Baden-Württemberg. Das Demo Tape hat bekanntlich auf ganzer Linie überzeugt und diese hübsche 7" kann mindestens genauso viel. So prügelt sich die Truppe gekonnt durch 10 Thrashklopper im Stile der geschätzten Surf Nazis und lässt dabei absolut nichts anbrennen. Mit SpasticFantastic im Rücken haben die Jungs ein Label, dass so gut zur Baxter-Mucke passt, wie der Pfeffi in den Tourbus. Alles richtig gemacht!!!

Green Hell Rec. Erstes Output dieser süddeutschen Band. Haha, so nach den ersten paar Sekunden erinnert mich das ganz schön an die guten, alten Highscore zu Zeiten ihres Demos bzw. der 7inch. Schnell runtergeknüppelter Früh 80er Hardcore zwischen Bands wie Vitamin X, What Happens Next, Charles Bronson oder eben Highscore und so wie es sich gehört alles in der Regel in weniger als 60 Sekunden runtergeknüppelt.

Ox-Fanzine · Ausgabe #86 Oktober/November 2009 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Gestatten: NIHIL BAXTER, sie sind aus Stuttgart und sie sind sehr schnell. Ein unheiliges Skateordiecore-Gedresche und -Geschrei, dazu kommen Texte, die zu Herzen gehen. „Nuke Tibet“ etwa, gewidmet all diesen goddamn Upper-middle-class-former-Hippies und ihrem „Dalai Lama Arschloch“.

„Not funny“ ist ein Gruß an Mario B. oder Olli Po.: „Verreck du Wichser“, nicht witzig. „Deutschland du Opfer“ ist leider der einzige Song der (ausgezeichneten) 2008er Demo-CD, der es auch auf die Single geschafft hat, aber vor allem live ist er längst ein Smash-Hit und alle singen mit: „No nation, no border …“ Die NIHIL-BAXTER-Definition von gesellschaftlich-verantwortlichem Handeln könnte man umschreiben mit „Hasskappe statt Flower Power“.

Fuck. Wo nehmen diese jungen Leute das bloß her?

SOLD OUTNapoleon Dynamite – Nur Flops 7''
SFR-11Napoleon DynamiteNur Flops

01.07.2009 · 7''

Pressungen
  • 1st press 500 7''s / too many colors, really
  • 2nd press 100 7''s on blue wax, selfstamped labels
  • 3rd press 100 7''s on gold wax, selfstamped labels
Reviews (2)

Ox-Fanzine · Ausgabe #86 Oktober/November 2009 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Am Anfang war NAPOLEON DYNAMITE nur als Quatschprojekt von THE OMNIPRESENT DISEASE-Sänger Maz und zwei Kumpels gedacht. Nun hat er sich entschlossen, die neuen Songs doch auf buntes Vinyl zu pressen, als Co-Release seines Labels Spastic Fantastic mit fünf Freunden: 13 trashige Thrashcore-Tracks mit abgedrehten, aber zugleich tief empfundenen deutschen Texten, garniert mit ein paar Samples aus Film und Fernsehen – das ist Hass mit Spaß dabei.

„Mein Leben fühlt sich an wie Urlaub in Cottbus“ … und ich find’s geil, geil, geil!

Bierschinken · kiki · 22.04.2010 · Quelle

Was ein kranker Haufen!! Gnadenloses Geknüppel, alle Lieder bewegen sich im Ein-Minuten-Bereich und textlich ist mehr als ein Lacher dabei. Hier wird Ralf Richter zitiert, sich über kleine Emos ausgelassen und und und…Feinste und sehr kurzweilige Unterhaltung. Wer auf Nein Nein Nein gepaart mit völlig kaputten Lyrics steht, sollte hier dringend mal ein Ohr riskieren. Eins Plus mit Sternchen!!

SOLD OUTThrashington D.C. – Let Your Body Talk 12''
SFR-10Thrashington D.C.Let Your Body Talk

01.10.2009 · 12''

Pressungen
  • 500 12''s
Reviews (2)

Core and Co · JiBrest · 27.05.2010 · Quelle

Review lesen

Il y a des villes qui marquent, des villes qui génèrent un certain grain de folie… Un exemple parmi d’autres : Brest. Ville emblématique, concourant dans le concours des meilleures villes de France, catégorie « plus de bars par habitants »… Ville historique de son état : Ancien port royal, son château-préfecture-maritime, et même ce revival de la guerre de 14-18 grâce aux tranchées fièrement exposées dans notre cher centre ville (tout ça pour un tramway, il parait).

C’est de là que vient Thrashington DC, qui nous gratifie d’un Let your body Talk suintant la joie et la bonne humeur. Pour faire simple Thrashington, c’est du Hardcore bien old school avec une bonne dose de rock n’ roll, et une grosse louche d’humour… ces gars sont là pour se faire plaisir, point barre. Et pour tout vous dire, c’est cette dernière caractéristique qui donne toute sa saveur au groupe : ça respire la spontanéité, l’urgence, l’énergie… que des trucs bons dirons-nous ! Mais allons voir un peu plus loin.

Que vaut donc le successeur de To live and die in B.M.O. (Brest Métropole Océane pour les deux du fond qui ne suivent pas) ? Retrouverons-nous le plaisir d’écouter des titres tels que This is Brest Metropole Oceane, not Venice Beach ? Et bien, il n’y a point tromperie sur la marchandise, ce deuxième LP des Brestois, nous envoie 18 minutes de hardcore, dans la même veine que les titres qui ont fait la popularité du groupe dans sa ville natale (Thrashington DC a tout de même remporté le tremplin des challenges musicaux de Brest, ce qui leur a valu le droit de jouer aux Jeudis Du Port ! ). Toutefois, on remarquera une présence plus significative du coté rock’n’roll du groupe, et une proportion moindre au « fastcore » des débuts. La rythmique est en effet globalement moins effrénée, pour illustrer le propos tenu juste au-dessus ( "OD on Hardcore" ou "Tase me, please me" par exemple ) tout en n’oubliant pas quelques titres comme au bon vieux temps des débuts du groupe ( "jägermester’s army", le début de "We Walk In Line" ).

En 18 minutes environ, les Brestois réussissent à trouver un bon équilibre entre ces différents styles et trouvent même à agrémenter le tout avec des samples bien trouvés en intro ou outro de quasiment tous les titres ( notamment avec un extrait des Goonies ).

Pour tout vous dire, si vous avez envie d’écouter du bon hardcore bien old school, qui ne se prend pas la tête avec tout un tas de règles bien définies Thrashington DC est fait pour vous. De la musique faite par des gars qui se font plaisir, pour d’autres gars qui ont envie de se faire plaisir… tout simplement.

Metalorgie · Fragone · Quelle

Review lesen

A en juger par le patronyme qui n'aura pas dû occasionner de grosses séances de brainstorming, le décorum ne doit pas être ce qui préoccupe le plus Thrashington DC. Pour les brestois, un seul maître mot, retrouver l'énergie punk et rock n' roll des formations du début des années 80 sans trop se poser de questions. Ainsi Let Your Body Talk, deuxième fournée depuis 2005, se présente comme un gros fourre-tout hardcore de ce qu'on pouvait trouver il y a pas loin de trente années en arrière. Plutôt influencé par la scène East Coast de Boston à Washington, d'où le nom, les bretons semblent prendre leur pied dans un fastcore instinctif où percent les restes d'un Jerry's Kids ou d'un SSD notamment dans ces parties de blast effectives sur les missiles aussi courts que dévastateurs que sont "Let Your Body Talk", "In a Mess" ou "Jagermeister's Army".

Curieusement Thrashington DC est plus convaincant avec le frein à main enclenché, lorsque le rythme se ralentit pour tomber sur des mid-tempos où, sans trop perdre d'énergie, les bretons mettent au jour un profil plus inspiré proche du Minor Threat de 1985 ("Flee the State", déjà présent sur le split avec Crucial Section) ou des excellents Scream ("Od On Hardcore", "I Turned Into a Nazi") notamment dans le timbre un peu éraillé de Fast Fab, assez évocateur de cette période. On en vient même à regretter que le groupe ne poursuive pas dans cette direction tant il semble plus à l'aise que sur les efficaces mais primaires éructations composant l'essentiel de la galette. Sans réelle surprise donc, mais sympathique et vivifiant. Parfait pour la scène donc.

SOLD OUTThe Hatepinks – Live At The Storck Club 12''
SFR-09The HatepinksLive At The Storck Club 12''

04.06.2009 · EP / 12''

Pressungen
  • 500 12''s / clear wax
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #85 August/September 2009 · Kalle Stille · Quelle

Eine Live-Platte der sich eben verabschiedenden HATEPINKS, die in jedem der beiden Cover edelst aussieht. Transparentes Vinyl hinter einer bedruckten klaren Plastikscheibe. Erstklassiger Live-Sound mit den meisten Hits der Franzosen, die hier noch mal richtig Spaß haben und zwischen den Stücken sehr unterhaltsam unter anderem ihr Gastland beschimpfen.

Mit dem Ableben der HATEPINKS wird was fehlen.

SOLD OUTThrashington D.C. / Killin' It – Split 7''
SFR-08Thrashington D.C. / Killin‘ ItSplit

01.06.2009 · 7''

Pressungen
  • 1000 7''s
SOLD OUTThe Hatepinks – Police Sandwich 12''
SFR-07The HatepinksPolice Sandwich 12''

20.01.2009 · EP / 12''

Pressungen
  • 500 12''s on pink/black splattered wax
  • 50x numbered "Not Totally Live And Not Totally Loud!!" cover
SOLD OUTLipkick – Return Of The Apron Dress Zombies 7''
SFR-06LipkickReturn Of The Apron Dress Zombies

01.02.2009 · 7''

Pressungen
  • 500x purple/pink 7''s
SOLD OUTAlarmstufe Gerd / The Omnipresent Disease – Split This 7''
SFR-05Alarmstufe Gerd / The Omnipresent DiseaseSplit This

17.01.2009 · 7''

Pressungen
  • 500 7''s
Reviews (1)

Ox-Fanzine · Ausgabe #81 Dezember 2008/Januar 2009 · Ute Borchardt · Quelle

Review lesen

Nur nicht vom quietschbunten Hippie/Graffiti-Cover täuschen lassen … dahinter verbergen sich üble Vaterlands- und Muttertagsverräter. Oder anders gesagt: zwei Hardcore-Punkbands aus dem Ruhrpott. ALARMSTUFE GERD (mit zwei Ex-Kämpfern der UNDRESSED ARMY) sind mit acht ultrakurzen, aber umso heftigeren Songs dabei: „Du bist Deutschland und ich sag fuck you / Deutschland bei eBay versteigern / Drei zwei eins deins / Ihr könnt den Dreck behalten!“ Na, vielen Dank.

THE OMNIPRESENT DISEASE haben es auf der anderen Seite nicht ganz so eilig, vier Thrash-Attacken „with great lyrics against christ-democrats“, so das Labelinfo. „CDU! Sick of you“ wurde eigens von Frau von der Leyen für sie geschrieben, so OPD frech in den Linernotes.

Ganz üble Gesellen.

SOLD OUTNihil Baxter – Demo Tape / CD-R
SFR-04Nihil BaxterDemo Tape / CD-R

01.03.2008 · Tape / 7'' / CD-R

Pressungen
  • 1st press 100 Tapes / 185 CDs
  • 2nd press 65 Tapes
  • 3rd press 100 Tapes
Reviews (6)

vinylpunk.blogspot.com · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

This demotape was the first release by the german hardcore label Spastic Fantastic in 2008 and now they finally put these 18 songs on vinyl. This record is limited to 300 copies, 50 of them on yellow vinyl. And now you wanna know something about Nihil Baxter right? I just tell you that they need 13 minutes to play 18 songs. Totally crazy and hilarious high speed trash punk in your face. Get it, listen to it, and go destroy something!

constantinosaurus.blogspot.com · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

Yes! Trashcore tijd! Poste ik eerder al de Surf Nazis Must Die Discografie, nu nog meer harde punkkaas uit Duitsland! Dit keer is de beurt aan Nihil Baxter (vernoemd naar een Duits filmpersonage dat ik verder niet ken). Net als SNMD (afkortingen zijn hip in de HC) is deze band totaal stupide en over-the-top absurd. Dit schijfje bevat; samples uit Duitse films, 18 nummers in 12 minuten, geen opsmuk, tracktitels als; "Shiny New Wheelchair" en een hysterische zanger. Waar wacht je nog op? Downloaden die hap! En het mooie is; ze vinden het nog goed ook. De demo is namelijk ook gratis te downloaden via de band's Myspace! Kijk nog één keer naar die heerlijk hilarische rip-off van Glen E. Friedman's Minor Threat foto en haal dit pareltje in huis! nihilbaxterofdeath!

Human Parasit Fanzine · #8 · Baeppi · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

Es war 1994 als ich zusammen mit Tobias Weigold vor dem Erkelenzer Capitol stand. Wir hatten jeder 10 DM auf Tasche und wollten uns im Kino vergnügen. Eintritt, eine kleine Tüte Popcorn und bitte ein fetziger Streifen. Auf Tobias Rat hin landeten wir im kleinsten der drei Vorführsäle, der Vorhang öffnete sich und nach guten 10 Minuten hab ich meinen damaligen Freund verflucht und gehasst. Auf der Leinwand turnte Helge Schneider herum, der als Doppelnullagent Jagd auf Nihil Baxter machte. Das war nun überhaupt nicht mein Humor und voller Verzweiflung trauerte ich meinem blauen Schein hinterher. Was hätte ich damit alles machen können. Jaja, in Zeiten, in denen die Brötchen nur einen Groschen gekostet haben, war das verdammt viel Geld. Heute stehe ich dem Humor des Katzenkloerfinders anders gegenüber. Man reift ja auch mit der Zeit, entwickelt sich weiter, isst auf einmal Rot- oder Rosenkohl und kann über Helge Schneider lachen. Und um den Bogen nicht zu weit zu spannen und endlich mal bei den vier Württembergern anzukommen, die sich bei der Namensfindung von diesem Streifen inspirieren ließen, will ich auch kurz was über das vorliegende Demo berichten. Erster Pluspunkt: Handbesprühte Kassette. Zweiter Pluspunkt: Liebevolle Aufmachung mit allen Texten und Farbcover. Dritter Pluspunkt: Lustige Soundsamples aus dem genannten Film. Vierter Pluspunkt: 18! Lieder. Fünfter und wichtigster Pluspunkt: Kritische, aber kurze Texte und kurze, aber knackige Mucke. Sechster Pluspunkt: Tobias Weigold würde das nicht gefallen. Diese Kapelle bildet das Fahrwasser für alle Gerds, Reginas oder Napoleons und hat ne ganze Menge Pluspunkte bei mir gesammelt. Gewohnt tolle Spastic Fantastic Aufmachung.

Hardkern (hardkern.de) · Jens · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

Nihil Baxter liefern mit ihrem kürzlich erschienenen Demo endlich mal wieder einen Grund das Tapedeck zu entstauben. Wer das Demo in irgendeiner Plattenkiste findet, wird eh nicht dran vorbei gehen können, denn das nicht gerade in unauffälligen Farben gestaltete Cover mit Britney Spears im Skinhead Look ist wirklich mal ein Hingucker. Auf dem Demo erwarten euch 18 Songs, die getreu dem Bandmotto "a bunch of assholes playing as fast as they can. and faster!" nicht einmal 13 Minuten brauchen um eure Gehörgänge zu zerschrotten. Musikalisch passt das Hardcore/Punk Gebräu in die vor ein paar Jahren ziemlich angesagte Thrash Welle. Erinnert stark an The Italian Stallion oder die Ruhrpott Posse um Undressed Army und Alarmstufe Gerd. Textlich sind die Jungs eindeutig Punk und so lohnt sich auch ein Blick ins Booklet. In "Male? Female? Fuck You!" wird die im Hardcore leider immer noch hingenommene Homophobie angeprangert und auch "Punk Is Dead" (and you..re the killer) lässt kein gutes Haar an der heutigen Szene. Songs wie "Deutschland Du Opfer", "Kill A Cop" oder "Antifa Do It Again" sollten unmissverständlich klar machen, dass 00 Schneiders Gegenspieler nicht gerade dem konservativen Lager zuzuordnen sind und dürften dementsprechend polarisieren, wo ein Großteil der heutigen Punkbands lieber auf Massen- bzw. Medienkompatibilität setzt. Zu den stärksten Songs des Demos gehören der Opener "Hate.Kill.Destroy" und das schon erwähnte "Deutschland Du Opfer".

Trust Fanzine · #130 · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Ich habe hier das auf 50 Exemplare nummerierte max. C-20 Demotape, das es aber auch als Cdr gibt. In bester DRI manier wird hier losgeprügelt, erinnert mich an die Surf Nazis Must Die (R.I.P.), wobei NIHIL BAXTER textlich in eine andere Kerbe hauen. In aller gebotenen kürze werden kämpferische Fuck you's an allle verteilt, die es verdient haben ohne dabei stumpf zu wirken. Super Teil, hier ist jemand wirklich angepisst.

Major Threat (www.majorthreat.de) · Alex · Quelle · Zitiert auf dem Blog von Nihil Baxter.

Review lesen

Alter!!! Satt!!!! N schickes handbeschrühtes Tape mit 18 Songs drauf, das ist ganz schön viel für'n Demo. Aber gut so, wenn es zu kurz ausgefallen wäre, würde ich auch meckern, denn zu kurz, das wäre doof, denn die NihilBaxter-Herrschaften, die können was. Musikalisch gibt's ordentlich 1234-Punk-Thrash ins Gesicht, wie er einfach ganz vorzüglich auf SpasticFantasticRecords passt. Stellenweise denke ich ein bißchen an die SurfNazis, aber das bleibt bei dieser Musik wohl nicht aus. Noch ein schneller Blick in die Tracklist und ihr habts geschnallt: 'Deutschland du Opfer', 'Girls hate sellouts' und 'Weg mit der Gesamtscheisse'. Was will man mehr?? Punk lebt, Mann. Zumindest hier!!!!!!

SOLD OUTOver The Top – Keep On Trucking 7''
SFR-03Over The TopKeep On Trucking

13.01.2008 · 7'' / EP

Pressungen
  • 300 7''s
SOLD OUTVA – World Up My Ass Tape / CD-R
SFR-02VAWorld Up My Ass

03.10.2007 · Tape / CD-R

Pressungen
  • 100x CDs
  • 200x Tapes
SOLD OUTThe Omnipresent Disease – Demo Tape / CD-R
SFR-01The Omnipresent DiseaseDemo

26.09.2007 · Tape / CD-R

Pressungen
  • 150 CDs
  • 100 Tapes
Reviews (6)

Ox-Fanzine · Ausgabe #75 Dezember 2007/Januar 2008 · Mario Turiaux · Quelle

Review lesen

Eine schöne Entwicklung hat sich eingeschlichen in deutschen Gefilden. Klassischer Hardcore Marke ADOLESCENTS/BLACK FLAG/CIRCLE JERKS war natürlich nie ganz weg, doch seit geraumer Zeit ist er wieder direkter Einfluss vieler neuer Bands, und nicht über zwei Generationen und drei Ecken.

Das mag an Bands wie DEAN DIRG liegen oder einfach die unaufhaltsame Entwicklung gewesen sein, ist ja aber auch total egal. Kritische Texte, wilde Shows, Eighties-Trash, Mittelfingerattitüde und eine gehörige Portion Selbstironie sind das funktionierende Rezept.

Spastic Fantastic Records aus dem Pott scheinen damit gerade sehr gut zu Kochen und haben mit "Time For Bother" nicht nur einen unglücklich-deutsch-englischen Titel, sondern einen vernünftigen ersten Release gezaubert.

(08:49) (7)

Rock-N-Riot Onlinezine (rock-n-riot.de) · Norbert · zitiert im alten SFR-Blog (Original nicht mehr online)

Review lesen

Würden Bandnamen mit der Länge der jeweiligen Songs korrelieren, dann müssten The Omnipresent Disease wohl so neunminütige Monster raushauen, allerdings feuern die Jungs auf der Demo-CD mit dem Titel TIME FOR BOTHER ein Feuerwerk von sieben Songs in knapp neun Minuten ab. Klingt nicht nur nach Thrash/Old School, sondern ist es auch. Der Sound und das Songwriting sind dabei exzellent, vor allem wenn man bedenkt, dass die Band erst seit Juni diesen Jahres existiert. Hier regiert noch Spielfreude statt Routine. Auch das äußere weiß zu überzeugen, neben einer CD-R in Vinyloptik (auch als Tape erhältlich) und dem Cover mit Problembär gibt es einen Zettel mit Texten und Linernotes. Nettes Detail am Rande: Die Lyrics (ein Mix aus Deutsch und Englisch) bewegen sich abseits ausgelutschter Unity!-Pfade und versuchen sich an Bildungs-, Szene- und Kapitalismuskritik. Dass es dabei nicht zwangsläufig tiefgründig zugeht, macht ausnahmsweise nix, denn im Circle-Pit liest es sich eh schlecht Adorno, Gruschka oder Marx. Textliches Highlight:

Beware of evil Arbeitsamt / Florida Rolf hat’s sofort erkannt (Employment Error)

Alles in allem ein fast perfektes Demo, allein etwas länger dürfte es sein! Wer auf schnellen Hardcore steht, wird hier definitiv glücklich.

Crazy United Onlinezine (crazyunited.de) · Andre · zitiert im alten SFR-Blog (Original nicht mehr online)

Review lesen

Ich bin doch immer wieder erstaunt, was für verdammt gute, junge Hardcore Bands seit einiger Zeit im Ruhrpott/NRW wie Pilze aus dem Boden schießen. Neuestes Beispiel dieser Bewegung: The Omnipresent Disease, die sich laut Presseinfo erst im Juni diesen Jahres zusammengefunden haben. Besonders gut gefällt mir das raue Organ von Sänger Maz. Einfach nur schön rotzig und aggressiv, ohne in das peinliche Gehabe vieler Metalcore Sänger zu verfallen, authentisch eben und keine aufgesetzte Härte. Auch die Mucke ist angenehm metalfrei. Schöner, schneller Old School Hardcore eben, der aber auch nicht stumpf runtergeprügelt wird. Die Aufnahmequalität und Aufmachung sind für ein Demo ebenfalls verdammt gut geworden. Bei den beiliegenden Texten + Linernotes kann man feststellen, dass die Band auch noch was zu sagen hat. Auf der Myspaceseite der Band gibt’s ein paar Konzerttermine in der nächsten Zeit. Könnte mir gut vorstellen, dass das ne Reise wert ist. Anspieltipps: Fuck You, Nothing Change. 2-

Subwix Records (myspace.com/subwix) · Chrissi · zitiert im alten SFR-Blog (Original nicht mehr online)

Review lesen

Leck-Arsch! Dat ist mal schnörkelloser Hardcore-Punk (mit Melodie!) aus dem (genauso) symphatischen Ruhrpott! Direkt von der Straße auf die Fresse! So hört es sich jedenfalls an! Ich sach mal durchschnittlich mehr Punk als Hardcore, aber generell natürlich mit klar hörbaren HC roots! 7 Tracks werden geladen, wobei mir "Fuck You", "Clit In The Pit" (mit Damenchor!) und allen voran "Employment Error" am besten knallen! Letzterer = sowieso "absoulter Überhit", "Smasher" schlecht hin (39 Sek.)! Ich sach musikalisch, nur Hallo – goldene 80er Jahre! Textlich ist dieser in deutsch + englisch (!) gehalten und genauso prägnant, auf den Punkt gerotzt und goldwert! Bin begeistert! Und wie! Achja die ganze Ladung, gibt´s auf old-school Magnetband, oder auch Vinyl-Optik CD-R. So – Check it out! Watch out – for more!! Or die!!!

W.A.K. HC (wakhc.blogspot.com – Greece) · Apostolis · zitiert im alten SFR-Blog (Original nicht mehr online)

I got a bunch of tapes and a cool vinyl CDR (both nicely packaged!) from the Ruhrpott – Germany based 4-piece called The Omnipresent Disease. The guys play awesome raging thrashcore with old school hardcore elements. Their first demo is called "Time To Bother" and I'm pretty sure that you'll like it! {It is released by a brand new hardcore label called Spastic Fantastic Records}.

Major Threat (majorthreat.de) · Alex · zitiert im alten SFR-Blog (Original nicht mehr online)

Review lesen

So muss ein Demo sein, so und genau so und nicht anders. Sound, Artwork, Attitüde, Musik alles top!!! The Omnipresent Disease glänzen mit ihrem ersten Demo über alle Maßen. Hier werden 7 Songs in knapp 9 Minuten rausgerotzt, mit so viel Energie, Wut und Spielfreude, da kann die ganze dreckige Metalverarbeitungsindustrie mitsamt den Industriebürokaufmännern und -frauen lange einpacken. Musikalisch gibt es trashigen Hardcore-Punk und der Gesang klingt so n bißchen als hätte der Hammerhand-Frontmann in ne Kettensäge gebissen und dabei über seinen Hass auf die ganze Welt sinniert, großartig. Ich hoffe, dass von den Jungs noch ganz viel kommt, die Jute-Tasche nenne ich auf jeden Fall schonmal mein Eigen!!!!

VA – Label Sampler 2012
SFR-00VALabel Sampler 2012

2012 · CD-R / Compilation

Tracklist
  1. Sniffing Glue – Nothing In Common
  2. Sidetracked – Transit
  3. Snob Value – Company
  4. Civil Victim – Sorry For Being Broke
  5. Napoleon Dynamite – Halt Dein Maul
  6. Henry Fonda – Scene Leech
  7. Alarmstufe Gerd – Übermenschen, Zäune Und Untermenschen
  8. Nihil Baxter – Allzeit Bereit
  9. Zosch! – Dreck
  10. Dean Dirg – Nothing
  11. Ultimate Blowup – Fast And Resolution
  12. Thrashington DC – In A Mess
  13. The Maladroits – Rose Colored Glasses
  14. Irritones – Catapult Kid
  15. Killin'It! – Suicide Pact For Pigs
  16. Nihil Baxter – Not Funny
  17. Citizens Patrol – Public Interest
  18. Napoleon Dynamite – Trash Heil
  19. The Hatepinks – Redesign My Face
  20. The Omnipresent Disease – Waste Product
  21. I Scream 7 Showers – An Ideal World
  22. Snob Value – Too Tough
  23. Alarmstufe Gerd – Bullen Sind Cool
  24. GXFXTX – Who Do You Think You Are
  25. Zosch! – Overall
  26. Over The Top – DIY
  27. Napoleon Dynamite – Plastikbesteck
  28. Thrashington DC – Boy Scout Genocide
  29. The Omnipresent Disease – Muttertag
  30. Nihil Baxter – Emo Kids Blown To Shit
  31. Lipkick – Dont You Feel
  32. The Shining – Blank Stares
  33. Kali – Proverbs 305
  34. Setiembreonce – Play Fast Or Die
  35. Crippled Fox – Dont Spit On The Floor
  36. The Hatepinks – Electrocute Your Cock (Live)
  37. Napoleon Dynamite – Crashtest Dummies
  38. Nihil Baxter – Theme Song
  39. The Omnipresent Disease – The Omnipresent Disease

Stand: 26.10.2026